Ist Pantheismus die richtige Religion für mich[Fragezeichen] Oder welche trifft eher auf meine Weltanschauung zu?

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8 Antworten

Das hört sich schon sehr nach Pantheismus an. Das wäre in etwa die Einstellung die auch Einstein und andere Physiker hatten.

Pantheismus ist atheistisch, da er keine göttliche Ganzheit, Entität, Wesen oder Person annimmt.

Von einem reinen Materialisten unterscheidet sich der Pantheist dadurch, dass er es durchaus für möglich hält, dass es Energien und Kräfte im Universum gibt, die wir als Menschen nicht erkennen können, die uns aber trotzdem beeinflussen.
Nur nebenbei: wenn manche ankommen, von Energien reden und diese dann als "Gott" bezeichnen, kriege ich ja jedesmal die Krise. Das hat mit einem Gott nämlich gar nichts zu tun und mit dem biblischen/christlichen schon dreimal nichts.

Was deine Kommunikation mit der Natur betrifft, würde das durchaus auch zum Pantheismus passen, wird aber so auch in vielen heidnischen Naturreligionen betrieben. In Lettland, die eigentlich nur der Form halber Christen sind und auch als letzte Europäer um 1500 herum mit Gewalt zum Christentum bekehrt wurden, erlebt man es ständig, dass die Leute alte Eichen umarmen und mit ihnen reden. Die behaupten auch, dass es Stellen in der Natur gibt, an denen man diese besonders intensiv spürt. Das sind oft alte heidnische Kultplätze.

Mein Vater dachte in eine ähnliche Richtung wie du und der hat ganz allgemein von "der Schöpfung" gesprochen, mit der er kommuniziert. Unter Schöpfung verstand er allerdings die Gesamtheit der Natur und nicht das, was in der Bibel dazu steht. Entscheidend ist letztlich nicht, ob es da wirklich einen "Empfänger" gibt, entscheidend ist alleine, welche Wirkung es bei dir erzielt.
Du bist Teil des Ganzen und das Ganze ist zum Teil in dir.

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Ich selbst nenne mich einen modernen Epikureer. Und ich würde lügen, wenn ich sage, dass die von Dir beschriebenen Ambitionen zum Epikureismus passen. Als philosophisches Angebot bist Du besser bei der Stoa aufgehoben oder einer der moderneren Formen wie Spinoza, dem Goethe und seine Freunde (Lessing) angehängt haben. Eine neuere Variante ist der Philosoph Joachim Kahl. Ich würde mich mal auf dessen Internetseite umschauen und in den Beiträgen lesen - vor allem "Weltlicher Humanismus". Seine Adresse:

http://www.kahl-marburg.privat.t-online.de/

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Man muss vorsichtig sein mit der Erwägung mystischer Natur-Kräfte oder unsichtbaren Prinzipien, die man anbeten, oder bei denen man sich bedanken kann. Ich will jetzt nicht leugnen, dass es soetwas gibt, aber häufig ist es doch die Sehnsucht, der Wunschgedanke oder die Einbildung, die uns hier einen Streich spielt.

Gut ist es sicher etwas selber und unmittelbar zu erfahren und nicht bloß das wiederzukäuen was in Büchern steht oder was andere einem erklären.

Hierzu eignet sich der Buddhismus sehr gut. Denn ein Großteil der Zeit, die man sich mit ihm beschäftigt verbringt man mit Meditation. Hier kannst Du der wahren Natur deiner selbst auf die Spur kommen. Und es heißt auch man findet Gott nicht im Äusseren sondern in der Stille des Inneren.

Die zwei am weitesten verbreiteten, seriösen Schulen im Buddhismus sind der Zen-Buddhismus und der Theravada-Buddhismus. Im Zen-Buddhismus ist die Meditation mehr auf Konzentration ausgelegt im Theravada-Buddhismus steht bei der Meditation die Achtsamkeit im Vordergrund. Im Zen-Buddhismus herrscht ein Mangel an Erklärungen und Texten die einen verstehen lassen. Im Theravada-Buddhismus ist es genau umgekehrt. Hier gibt es gleich kilo-weise zu Lesen, so dass man ein Weilchen braucht um ein wenig durchzublicken. Da musst Du halt gucken, was Dir mehr liegt.

Ferner gibt es auch eine Form von christlicher Kontemplation, welche sehr der Zen Meditation ähnelt und im Prinzip das gleiche Ziel verfolgt. Von hieraus kannst Du auch das ganze Christentum nochmal für dich neu aufrollen und zu einem tieferen Glauben/Verständnis gelangen.

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Du glaubst an eine höhere Kraft, die alles lenkt und bewusst steuert und ich denke das ist das entscheidende :) Ob du diese Kraft nun 'Gott' nennen willst oder nicht ist dir überlassen. 

Ich persönlich bin ein gläubiger Mensch und ich finde es immer wieder schön, wenn Menschen sich zu dieser hohen Kraft verbunden fühlen und bewusst leben. 

Dir wünsche ich noch alles Gute.


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Muß deine Weltanschauung unbedingt in eine Schublade passen?

Braucht sie unbedingt einen Namen? und glaubst du, das Internet mit seinen Tests ist der richtige Ort zur "Religionsfindung"?

Du bist noch lange nicht am Ende deiner Suche, und ich glaub nicht, daß du im Netz fündig werden wirst.

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Kommentar von HumanistHeart
21.07.2016, 14:54

und ich glaub nicht, daß du im Netz fündig werden wirst.

Und wie man da fündig werden kann!

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Du kannst deine Religiöse Einstellung  nennen wie du willst, wenn es Pantheismus sein soll, dann ist es eben so.

Binde dich nicht an Konventionen sondern wenn du glauben willst, glaube einfach an das was du möchtest. Du musst dem keinen Namen geben.

Lasse dich nicht Schubladen stecken und sei frei und glücklich in deinem Glauben, wie auch immer du diesen auch nennst.

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Kommentar von Bitterkraut
21.07.2016, 13:08

Der FS sucht ja selbst eine Schublade, in die er passen könnte...

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Langes Referat - nichts dahinter.
Wieso willst du unbedingt mit deiner "religiösen" Befindlichkeit irgendeinem Begriff von Weltanschauung zugeordnet werden ?
Ich habe den Eindruck, du willst uns hier nur präsentieren, was du für ein großer Denker (eher schlaues Kerlchen) bist. Die "Suche" nach einer Stütze ist nur Vorwand.

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Kommentar von Marcel97
21.07.2016, 20:28

Tut mir leid wenn das so rüberkommt so war das aber nicht gemeint. Mir ist es wichtig ein Wort zu finden für das woran ich glaube um anderen Leuten das so sagen zu können und eben nicht einen solchen Referat abhalten zu müssen.

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du könntest ein "entlaufener christ" sein

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