Frage von ChrisCarlo, 64

Ist Östrogen "böse" und warum ist das in so vielen Sachen drin?

Hey, man hört ja immer wieder, dass Man(n) z.B. kein Soja essen oder Bier trinken soll, weil da eben diese Phytoöstrogene drin sind und die schlecht sein sollen. Oder z.B. diese ganzen Chemikalien wie BPA die so ähnlich wirken wie Östrogene.

Aber wenn diese Östrogene so gefährlich sind, warum sind die dann von Natur aus in so vielen Lebensmitteln wie Soja, Hopfen, Leinsamen etc. enthalten? Und warum ist fast überall Östrogen drin, aber nirgends Testosteron? Dann müssten wir Männer ja irgendwann alle verweiblichen und Frauen müssten dann ja eigentlich alle krank sein, weil die ja von Natur aus auch viel Östrogen produzieren.

Kennt da jemand die Zusammenhänge und weiß jemand, wie gefährlich Östrogene aus normalen Lebensmitteln wirklich sind (dass die Östrogene aus Chemikalien wie BPA Mist sind ist mir auch klar).

Vielen Dank, euer Christoph

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von felixuser, 12

Östrogen ist nicht gleich Böse, auch im Männlich Organismus wird das Hormon in einer weniger ausgeprägten Dosis benötigt. 

Wenn Pflanzen Östrogen ähnliche (Phytoöstrogene) enthalten sind meist auch eine hohe Dosis an Polyphenole und Hormonen, enthalten die beim Östrogen abbau verstärkt mithelfen.

Hormon ähnliche Stoffe aus z.B. Kunststoffen, sind in eine andere Risiko klasse einzustufen. Da sie vom Körper nicht eindeutig in seiner Hormonellen Funktion identifiziert werden können, werden sie dennoch im Körper angereichert. 

Da sie jedoch dennoch eine andere Wirkungsweise aufweisen, als wie die eigentlich Normal benötigten und eingelagerten Hormone, können sich die Auswirkungen bei Ausschüttung sehr Stark verändern.  

Ich verdeutliche das immer am Beispiel eines Glases, welches der Körper automatisch bis zum Maximum auffüllt, und dann die Körper eigene Produktion einstellt wird. 

Werden jetzt hier Künstliche Hormon ähnliche Stoffe eingelagert, verdünnt es die eigentliche Funktion des Hormons, aufgrund von anderen Wirkungsweisen, der Künstlichen Hormon ähnlichen Stoffe.

Hinzu kommt das die Künstlichen Hormon ähnlichen Stoffe, häufig andere Negative Auswirkungen auf den Körper (z.B Krebs) besitzen, aber aufgrund ihrer Homostruktur, vom Körper selbst bis an die sensibelsten bereiche Transportiert wird. 

Was außerdem eine tagende rolle spielt, beim abbau von Natürlichen Hormonen enstehen Sekundärstoffe die wichtige Körpereigene Reaktionen auslösen, bei Künstlichen Hormonaktiven Stoffen jedoch nicht gegeben sind, bzw. einen ganz anderen Effekt hervorrufen.     

Expertenantwort
von Pangaea, Community-Experte für Gesundheit, 25

Die Antwort hat schon vor hunderten von Jahren der alte Paracelsus gegeben: Die Dosis macht das Gift.

Früher bekamen Männer, die mit bloßen Händen Hopfen pflückten (und das während der gesamten Erntesaison machten) tatsächlich Milchdrüsenschwellungen. Aber nicht Leute, die ab und zu mal ein Bierchen tranken.

Hin und wieder Sojabohnen ist OK, aber Sojapräparate gegen weibliche Wechseljahresbeschwerden solltest du als Mann lieber nicht nehmen.

Männer haben allerdings auch eine gewisse "Resistenz" gegen Östrogene, denn männliche Feten sind ja ständig hohen Östrogenmengen ausgesetzt, die im Blut der Mutter herumschwimmen. Kleine Mengen natürlicher Östrogenvorstufen aus dem Essen können sie verkraften.

Antwort
von agrabin, 8

Aber wenn diese Östrogene so gefährlich sind, warum sind die dann von Natur aus in so vielen Lebensmitteln wie Soja, Hopfen, Leinsamen etc. enthalten?

Pflanzen produzieren ihre Samen nicht für die menschliche Ernährung, sondern für ihre eigene Fortpflanzung. Damit sie nicht gefressen werden enthalten sie etliche Stoffe, die sie für ihre potentiellen Fressfeinde weniger schmackhaft oder sogar giftig sind.

Antwort
von loema, 15

In Männerkörpern ist auch Östrogen vorhanden. Und bei Frauen ist Testosteron da.

Im Laufe des Alters werden Männer wirklich weiblicher, wenn ihr Testosteronspiegel sinkt. Und Frauen männlicher, wenn ihr Östrogenpegel sinkt. Beide Geschlechter nähern sich also an.

Östrogen aus Umwelteinflüssen und aus Weichmachern in Plastik, macht Männer unfruchtbar und sorgt dafür, dass Mädchen früher Geschlechtsreif werden.

Durch Hormone, die bereits im Wasser sind, werden Fische unfruchtbar.
Bei Krokodilen kann man sehen, dass der Abstand zwischen Anus und Geschlecht kleiner wird. Also es bewirkt, dass die Genitalien sich verändern.

Antwort
von Satiharu, 21

Alles, das es auf der Erde gibt, kann zu einem guten Zweck verwendet werden.

Aber zu gemischte Nahrungsmittel esse ich nicht. Auch sollten wir vermeiden, zu viel von etwas zu uns zu nehmen. Soja, denk ich, ist kein Problem, die Frage ist nur: welches Soja.

Auf gespritztes Essen verzichte ich, aber was die Natur dem Essen weitergibt, fürchte ich nicht.

PS: Frauen nehmen die Babypille, scheiden viel davon wieder aus, ins Klo, das kann nicht rausgefiltert werden, und so haben wir auch einen Haufen Östrogene im See. Hüte dich davor, den Fisch der darin lebt, zu essen, wenn du nicht verweiblichen willst. Denn bei uns im Zürisee, gibt es schon fast keine männlichen Fische mehr...

Schaue wie du dich ernährst, denn das ist gesund, vielfältig und bescheiden, aber davon soll vieles frisch sein!

böse ist östrogen nicht, ja auch nicht ungesund, aber in hoher Menge eben schon

Kommentar von Pangaea ,

Frauen, die keine Pille nehmen, scheiden ebenfalls Östrogene aus. Sie produzieren sie in ihren Eierstöcken.

Antwort
von Bevarian, 13

Eindeutig böse: immer wenn ich zuviele weibliche Hormone in Form von Bier inkorporiert habe, fang' ich an dummes Zeug zu babblen, kann nicht mehr gescheit einparken und auch keine Abseitsfalle mehr erklären...   ;)))

Kommentar von Pangaea ,

Ganz klar ein Östrogeneffekt.

Kommentar von Bevarian ,

Und daß ich bald mehr Oberweite habe als meine Lütte...  ;(((

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