ist nicht das ganze leid und elend in der welt beweis genug, dass es keinen gott geben kann?

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24 Antworten

Hallo Qochata,

viele denken ähnlich wie Du. Sie können sich einfach nicht vorstellen, dass ein liebevoller Gott all das schlimme Leid zulassen könnte. Daher lautet ihre einfache Schlussfolgerung: Es gibt keinen Gott. Ist das Vorhandensein des Bösen und des Leids aber wirklich ein Beweis dafür, dass es keinen Gott geben kann?

Stell Dir vor, du kommst an einem verlassenen, halb verfallenen Haus vorbei. Du nimmst das Haus näher in Augenschein und bemerkst, dass es in früherer Zeit wohl ziemlich schön ausgesehen haben mag. Was würdest Du denken? Kommst Du auf die Idee zu sagen, dass ein solch heruntergekommenes Haus gar keinen Erbauer hat? Wohl kaum! Oder würdest Du nicht vielmehr denken, der Erbauer des Hauses hätte sein Interesse an dem Haus verloren und es fehle ihm als Eigentümer an Verantwortungsgefühl? Doch halt! Könnte es nicht auch andere Erklärungen für den Zustand des Hauses geben? Da Du im Moment nicht alle Fakten und Umstände kennst, wäre es da nicht vorschnell, irgendwelche Schlüsse zu ziehen?

Übertragen auf die Frage, warum Gott die Erde bis jetzt in diesem Zustand belässt, müsste man auch hier in Betracht ziehen, nicht alle Umstände zu kennen. Um noch einmal auf das Beispiel zurückzukommen: wäre es nicht ratsam, sich an den ursprünglichen Besitzer des Hauses zu wenden, damit man herausfindet, was inzwischen geschehen ist und warum das Haus nicht in gutem Zustand erhalten geblieben ist? Übertragen auf die Frage nach Gottes Zulassung des Böses hieße das, dass man in Gottes Wort nachschauen müsste, ob er uns Erklärungen und Hinweise zu dieser Frage gibt.

Vielleicht wäre zuerst einmal zu klären, wie das Böse überhaupt in die Welt kam. Die Bibel zeigt, dass ein ursprünglich guter Engel dadurch zum Teufel wurde, dass er die erste Lüge äußerte. Angetrieben von dem Wunsch, etwas zu erlangen, was eigentlich nur Gott zusteht, nämlich angebetet zu werden, belog er Eva, die erste Frau und verleitete sie zum Ungehorsam gegen Gott. Ihr Mann, Adam, schloss sich der Rebellion an und auf diese Weise kam das Leid und der Tod in die Welt. (siehe 1. Mose 3:1-6)

Viele Menschen fragen sich, ob nicht letztendlich Gott selbst für das Böse verantwortlich ist, da er bei seiner Schöpfung einen Fehler gemacht habe. Dem ist jedoch nicht so, da alle Dinge, die Gott hervorgebracht hat, vollkommen sind. Die Bibel sagt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er." (5. Mose 32:4) Die Menschen, und auch die Engel, waren somit nicht fehlerhaft erschaffen worden und daher durchaus in der Lage gewesen, Gott treu zu bleiben.

Dass sich sowohl Menschen als auch Engel dennoch für die Sünde entschieden, hat mit ihrer Willensfreiheit zu tun. Jeder von uns kann entscheiden, ob er das Gute oder das Böse erwählt. Gott hat uns nicht als Roboter erschaffen, die automatisch und zwanghaft seinen Willen tun. Er wünscht sich jedoch, dass ihm seine vernunftbegabten Geschöpfe aus Liebe gehorchen, ähnlich wie sich das Eltern von ihren Kindern wünschen.

Es stellt sich natürlich immer noch die Frage, warum Gott das Leid bis heute zugelassen hat. Der tiefere Grund hat mit der in Eden begonnenen Auflehnung gegen die göttliche Herrschaft zu tun. Seit dieser Zeit bemühten sich die Menschen, alle möglichen Regierungsformen auszuprobieren. Außerdem waren die meisten Menschen nicht bereit, sich der göttlichen Herrschaft zu unterstellen. So bevorzugen Menschen bis heute selbst über Recht und Unrecht zu entscheiden, statt sich zu erkundigen, was Gott gefällt und was nicht. Dadurch, dass Gott Zeit verstreichen ließ und Menschen die Gelegenheit gab, zu beweisen, ob ihr von Gott unabhängiger Lauf der bessere ist, wurde deutlich, wer schließlich Recht behalten sollte.

In all den Jahrhunderten Menschheitsgeschichte wurde eines immer deutlicher: Menschenherrschaft trägt nicht zum Wohl und zum Glück der Menschen bei. Das bestätigt die Bibel mit folgenden Worten: "All das habe ich gesehen, und mein Herz richtete sich auf jede Arbeit, die unter der Sonne getan worden ist [während] der Zeit, da der Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat. (Prediger 8:9) Keine Regierung auf der Erde konnte bisher Kriegen, Verbrechen, Ungerechtigkeiten und Krankheiten ein Ende machen. Gerade in unserer Zeit wird mehr als deutlich erkennbar, wie sehr doch die menschlichen Regierungen versagt haben. Die Zustände auf der Erde werden von Tag zu Tag schlimmer und sogar der Fortbestand der Menschheit ist in Gefahr.

Gott wird dem Treiben der Menschen jedoch nicht endlos zusehen. In dem Bibelbuch Apostelgeschichte 17:31 steht: "Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat.“ Wenn Gott die Erde richtet, wird er dafür sorgen, dass alle menschlichen Regierungen beseitigt werden und an deren Stelle das Königreich Gottes zu herrschen beginnt (siehe Daniel, Kapitel 2, Vers 44). Dies ist das Reich Gottes, um das viele im sogenannten "Vaterunser" beten, wenn sie sagen: "Dein Reich komme". Das wird einen neuen Zeitabschnitt in der Menschheitsgeschichte einläuten. Dann wird es hier auf Erden endlich Ruhe und Frieden geben und niemand wird mehr krank oder sterben.

Dass Gott nicht schon längst in das Weltgeschehen eingegriffen hat, zeigt im Grunde, wie groß seine Geduld ist. Bei der Zulassung des Bösen geht es nämlich nicht nur um die Frage, ob Gott das Recht hat, über die Menschen zu herrschen, sondern auch darum, ob es Menschen gibt, die Gott aus selbstloser Liebe dienen. Diese Streitfrage bezüglich der Treue des Menschen gegenüber Gott ist von weitreichender Bedeutung. Der Teufel hatte nämlich behauptet, es gäbe keinen einzigen Menschen, der Gott aus echter Liebe dient. Das wurde an dem Beispiel eines treuen Dieners Gottes aus alter Zeit mit Namen Hiob deutlich. Satan behauptete, er könne ihn sowie jeden anderen Menschen von Gott abwendig machen, wenn er ihn unter Druck setzen würde. (siehe Hiob, Kapitel 1, Verse 8 - 12) Durch Gottes Geduld kann jeder Mensch den Beweis erbringen, wer in dieser Streitfrage Recht behält: Satan oder Gott.

Hätte Gott gleich zu Anfang das Böse ausgemerzt, in dem er die Rebellen sofort vernichtete, dann wären die erwähnten Streitfragen für immer ungeklärt geblieben. Vielleicht wird die Sache durch folgende Veranschaulichung aus einem Lexikon biblischer Fragen deutlicher: "Wie könnte ein Familienvater am besten die in aller Öffentlichkeit erhobene Anschuldigung widerlegen, er würde seine Stellung als Familienhaupt missbrauchen, und die Behauptung, seine Kinder wären besser daran, wenn sie ihre Entscheidungen unabhängig von ihm träfen, sowie die Anschuldigung, sie alle würden ihm nicht aus Liebe, sondern um materieller Vorteile willen gehorchen? Wären die Anschuldigungen oder Behauptungen in den Augen der Nachbarn zweifelsfrei widerlegt, wenn er den Falschankläger einfach erschießen würde? Welch eine vorzügliche Rechtfertigung es doch statt dessen wäre, wenn er seinen Kindern die Gelegenheit gäbe, für ihn als Zeugen aufzutreten, um so bezeugen zu können, daß ihr Vater seiner Familie in gerechter und liebevoller Weise vorsteht und sie bei ihm bleiben, weil sie ihn lieben! Würden einige seiner Kinder sich auf die Seite des Anklägers stellen, das Haus verlassen und durch Aneignung eines anderen Lebensstils ihr Leben ruinieren, würde aufrichtigen Beobachtern nur bewußt werden, daß die Kinder sich besser seiner Leitung unterstellt hätten." (Unterredungen anhand der Schriften S. 83)

Wie Du siehst, ist die Frage, warum Gott das Böse zulässt, komplizierter als die meisten zunächst denken. Die Art und Weise, wie Gott in dieser Sache vorgegangen ist, zeugt jedoch von seiner großen Weisheit und seinem Weitblick. Wie die Bibel aber auch zeigt, werden Schmerz und Leid nicht für immer Teil unseres Lebens bleiben. Mehrfach wird in der Bibel vorausgesagt, dass bald alles Böse und auch jegliches menschliches Leid enden wird. Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, stehen die Mut machenden Worte: Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21;3,4).

Dies ist kein leeres Versprechen, denn die Vorhersagen der Bibel haben sich als stets zuverlässig und genau erwiesen. Somit können wir uns auf ein wundervolles Zeitalter freuen, dass bald anbrechen wird! Das ist nur ein Grund von vielen, sich einmal näher mit Gottes Wort zu beschäftigen und den Gott kennenzulernen, der in der in der Lage ist, all das in Erfüllung gehen zu lassen.

LG Philipp

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Kommentar von DarkSepia
18.09.2016, 13:01

Stell Dir vor, du kommst an einem verlassenen, halb verfallenen Haus vorbei. Du nimmst das Haus näher in Augenschein und bemerkst, dass es in früherer Zeit wohl ziemlich schön ausgesehen haben mag. Was würdest Du denken? Kommst Du auf die Idee zu sagen, dass ein solch heruntergekommenes Haus gar keinen Erbauer hat?

Leid zeigt nicht, dass wir nicht erschaffen wurden, aber es ist ein Problem für alle, die behaupten, unser Schöpfer sei vollkommen, allmächtig, wohlwollend und allwissend. Mit anderen Worten, es ist ein Problem für Theisten.

Über den Erbauer eines verfallenen Hauses würden wir für gewöhnlich annehmen, dass er das Ruinenstadium des Hauses nicht geplant hat, mangels Fähigkeiten aber in Kauf nehmen musste. Dies impliziert, dass der Erbauer nicht allmächtig ist.

Dass sich sowohl Menschen als auch Engel dennoch für die Sünde entschieden, hat mit ihrer Willensfreiheit zu tun.

Wenn der Erbauer des Hauses behauptet hätte, er hätte dem Haus die Entscheidungsfreiheit überlassen zu verfallen oder zu bestehen, was würdest du dann denken? Betrachten wir das mal genauer: Ist diese Entscheidungsfreiheit kompatibel mit Determinismus dann ist das Haus nichtestotrotz zum Verfall prädestiniert. Der Erbauer hätte das Haus so determinieren können, dass es sich frei dafür entscheidet, nicht zu verfallen. Wenn die Entscheidungsfreiheit des Hauses aber nicht determiniert ist, was ist daran bitteschön so toll? Manche Häuser mit Entscheidungsfreiheit würden verfallen, andere nicht und es lässt sich nicht vorhersagen, welche das sind. So etwas nennt sich Zufall.

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Kommentar von Qochata
18.09.2016, 18:50

Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es keinen Gott gibt - unabhängig vom Leid und Elend in der Welt. Denn dann wären etliche Fragen damit geklärt bzw. aus der Welt geschafft. Schließlich kann die Welt auch ohne einen Schöpfer entstanden sein. Das kann sich allerdings kaum ein Gläubiger vorstellen. 

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Schon mal den Begriff "Gefallene Schöpfung" gehört?

Ansonsten, wenn man alles Leid, was wirklich Menschen-verursacht ist, sich wegdenkt, könnten wir ein so schönes Leben haben.

Und bei manchem ist es ja so, dass Menschen sich auf einem Vulkan ansiedeln und denken, das Risiko sei beherrschbar...

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Meiner Meinung nach schon. Aber Gläubige Menschen sagen hier einfach dass ja jeder Mensch mit einem freien Willen geboren wird und blablabla du hast Recht :p 

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Schon Epikur hat erkannt dass das Leid auf der Welt in jedem Gegensatz zu Göttervorstellungen steht, insbesondere zu den Vorstellungen des abrahamitischen Gottes.

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Kommentar von Qochata
17.09.2016, 13:57

Epikur war auch ein Philosoph des Glücks. Er meinte z.b. "Der Tod geht uns nichts an. Wenn wir sind, dann ist er nicht, und wenn er ist, dann sind wir nicht."

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Kommentar von Fantho
17.09.2016, 19:28

Nun, es mag vielleicht einem Epikur und einem Epikureer erfreuen, dass Du ihn erwähntest, um irgendetwas bestätigt zu wissen....

Dennoch: Dieser gab somit auch zu verstehen, dass das Leid somit nicht von einem Gott erzeugt worden sein konnte, wie

dies von vielen atheistischen Gesinnungen in den Raum gestellt wird...

Und wenn wir von seiner atomistischen Sichtweise und somit von seinem rein materialistischen Weltbild ausgehen, dürfen wir aufgrund den neuesten Erkenntnissen aus der Quantenphysik getrost von dessem Irrtum ausgehen...

was nun auch die Frage auf die Richtigkeit seiner Sicht zum Tod aufkommen lässt...

Gruß Fantho

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Leben und Leben lassen das gilt sowohl für bibeltreue Christen (das Christentum ist exemplarisch genannt gemeint sind alle Religionen).
Aber auch für alle Skeptiker die von Christen immer wieder eine Rechtfertigung für ihren Glauben verlangen denn das ist genauso sch**ße.
Was für ein Mensch du bist sollte nicht dadurch definiert werden an was du glaubst oder nicht glaubst sondern was du tust. Ich fühle mich von fanatischen Schwafflern die mit Wörtern wie Sünder, Fegefeuer, Verdammnis und bekehre dich eh es zu spät ist um sich werfen als wäre es ein mittelalterliches Katholiken Sonderangebot genauso genervt wie von Weltbeklagenden Besserwissern für die alle Gläubige Untermenschen sind und die ständig verlangen diese sollen sich schlecht fühlen und Rechenschaft ablegen.
Wenn der Glaube jemanden Werte wie Nächstenliebe und Güte näher bringt und so jemanden zu einem besseren Menschen macht, ja sogar dafür sorgt das er sich ehrenamtlich in seiner Gemeinde oder für andere Projekte einsetzt dann ist das nicht nur mehr als okay dann tut er sogar etwas gegen die zahlreichen Missstände in der Welt.
Die Frage ist was tust du? In der Welt läuft viel falsch also wenb du das erkannt hast solltest du dann nicht raus gehen und etwas dagegen unternehmen anstatt Leute anzuprangern sie sollen ihren Verstand benutzen?

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Kommentar von Qochata
17.09.2016, 15:16

Der wahre Wohltäter braucht z.b. kein Christ zu sein, um jemand anderen zu helfen oder gar zu heilen. Oder ist etwa ein atheistischer Helfer, auch Arzt, weniger wert als ein Gläubiger? Bejammernwerterweise werden z.b. bei Caritas nur ehrenamtliche oder professionelle Helfer katholischen Glaubens eingestellt. Selbst Sozialarbeiter und Psychologen müssen zwingend katholisch sein. Warum das denn?

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Kommentar von Nightwing99
18.09.2016, 15:40

Du verstehst das nicht bzw. willst es gar nicht verstehen. Es geht hier um keine Wertung du bist nach wiw vor der einzige der solche Wertungen hier anbringt. Ich wiederhole mich nochmal auch wenn du es anscheinend gewollt überliest wer und was du bist definieren deine Taten nicht dein Glauben oder deine Welteinstellung. Das bei der Caritas war einmal so ja ist nicht richtig aber das sie so anfingen als katholische Institution Katholiken einzustellen bleibt dennoch nachvollziehbar aber selbst im urkatholischen Bayern ist das nicht mehr so zum einen auch wenns langsam voran geht nimmt und bemüht sich die Kirche doch um ein moderneres Gesicht und zum anderen kann sich keine gesundheitliche, soziale oder pflegerische Institution in Deutschland mehr erlauben Kräfte abzulehnen aufgrund des Fachkräftemangels deine Argumentation hinkt, du bist nach wie vor der einzige der hier wertet und du schreist am lautesten wie dumm andere sind ohne selber anzunehmen was man dir sagt... das macht dich in meinen Augen für dein eigenes Thema inkompetent daher werde ich ab nun an auch nicht mehr antworten und lieber mit Leuten diskutieren und philosophieren die auch wirklich daran interessiert sind und nicht nur Bestätigung für daher gefloskelte Thesen wollen. Du gibst ja sogar jedem einen Pfeil nach unten der ausführlich und gut argumentiert aber nicht deiner Meinung ist das zeigt auch sehr gut deinen Reifegrad auf und was du hier wirklich möchtest.

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Kommentar von danhof
19.09.2016, 11:25

DANKE von einem Christen für diese Erkenntnis!

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Nö - Du kannst auch fragen: Ist es nicht Beweis genug, dass Völkerrecht und Strafgesetz nicht existieren, weil soviel GESETZLOSE das Leben anderer schwer machen........

Problem ist menschliches Handeln. Wir glauben ja, wir hätten das Recht, unsere - von GOTT unbeeinflußten - Entscheidungen zu treffen. 

Bist Du nicht der Ansicht, dass man die Konsequenzen seines Handelns SELBST verantworten muß?

Warum soll es also ein Beweis dafür sein, das es KEINEN Gott gibt, weil die Menschen sich nicht an die Regeln halten und so sehr viel Leid über Dritte bringen?

cheerio

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Und meine ja nicht, Allah sei unachtsam dessen, was die Ungerechten tun. Er stellt sie nur zurück bis zu einem Tag, an dem die Blicke starr werden,
(sie kommen) hastend, die Köpfe hochhebend; ihr Blick kehrt nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer.
Und warne die Menschen vor dem Tag, an dem die Strafe über sie kommt. Da werden diejenigen sagen, die Unrecht taten: „Unser Herr, stelle uns auf eine kurze Frist zurück, so werden wir Deinen Ruf erhören und den Gesandten folgen.“ „Hattet ihr denn nicht zuvor geschworen, es würde für euch keinen Untergang geben? (Koran Sure 14 Vers 42-44)

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Ich halte Religion für einen Rettungsanker verzweifelter Menschen; Erschaffen in der Hoffnung einen gewissen Halt zu finden, oder aber zweifelhafte Taten zu legitimieren.

Wenn ich die Frage, warum es Leid auf der Welt gibt, wenn es doch einen Gott gäbe, mit einem religiösen Menschen diskutiere, erhalte ich oftmals die Antwort es habe schon einen Sinn.

In diesem Moment fordere ich meinen Gesprächspartner dazu auf, einem Krebskranken Kind ins Gesicht zu sagen, dass seine Erkrankung einen Sinn habe. Mein Gesprächspartner verstummt.

Rationale und objektive Begründungen helfen in solchen Situationen meist nicht weiter, da religiöse Menschen die Lücken in ihrer Argumentation in den meisten Fällen kennen, jedoch weiterhin krampfhaft an ihren Vorstellungen festhalten; Denn diese verleihen ihrem Leben einen höheren Sinn.

Ich persönlich habe mich damit abgefunden, dass das menschliche Leben keinen Sinn haben kann, da dies eine höhere Macht voraussetzt. Ich halte das Leben für ein Produkt etlicher Faktoren, die anders zu Begründen sind, als mit einem höheren Wesen.

Ein Mensch kann nicht dazu in der Lage sein, all dies zu verstehen; Dennoch ist es naiv, die Komplexität der Gesamtheit "auf biegen und brechen" erklären zu wollen. Hier kommen dann religiöse Theorien ins Spiel. 

Jedem das Seine, solange er die Freiheit anderer Menschen nicht antastet.

LG

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Kommentar von Qochata
17.09.2016, 22:29

Die Freiheit hat aber auch ihre Grenze . Es gibt gewisse Gläubige, die z.b. behaupten, dass die Erde allenfalls 4 tausend jahre alt sei, und jeder der etwas anderes behauptet, sei mit dem Teufel im Bunde. Lügenmärchen aufdecken und diejenigen, die solche Lügenmärchen verbreiten,  das zur Last legen, sehe ich eher als eine Notwendigkeit. Denn nachweislicher Unsinn in der Welt zu verbreiten oder einen solchen nur seinen eigenen Kindern vermitteln, darf nicht kritiklos hingenommen werden.

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Auch deine Sichtweise wird die Welt nicht retten. Diesseits wird der Stand-punkt vertreten, dass jeder nach seiner Fasson glücklich werden soll. Auch du mit deiner für mich schlecht artikulierten Frage. Wie hieß es schon bei den al-tenPreußen:  " suum cuique."

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Kommentar von Qochata
17.09.2016, 12:30

Ja, die dickköpfigen Preußen, was die so alles dahergelabert hatten

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Leidest du? Manche Leiden schon wenn sie nur Leid sehen! Du kannst was dagegen tun!

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ist nicht das ganze leid und elend in der welt beweis genug, dass es keinen gott geben kann?

Mal eine Frage an dich:

Sind die ganzen Gefängnisse ein Beweis dafür, dass du ein Verbrecher bist?

Schlussfolgerungen sollten schon etwas überlegt sein. Ich kann nur diene eigene Aussage wiederholen:

mensch, überlege mal! wofür hast du deinen verstand?

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Meiner Meinung nach gibt es keinen Gott.

Gott und die Religionen dienten damals lediglich zum Verstehen der Welt. Dennoch hat Religion auch heute einen Einfluss, Gott ist Hoffnung, ganz egal, ob er nun existiert, oder nicht. Das Wort reicht.

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Kommentar von Qochata
18.09.2016, 01:21

es gibt unzählige gründe, warum es keinen geben kann, aber es gibt keinen einzigen nachvollziehbaren Grund, der für ihn spricht

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Es lohnt isch wahrscheinlich nicht, hier überhaupt zu antworten, aber ich mach das jetzt trotzdem mal. nicht unbedingt für dich (denn du hast a schon deine Meinung), aber vielleicht liest das ja jemand.

Das kann man nur verstehen, wenn man davon ausgeht, dass wir nicht nur einmal leben, sondern immer und immer wieder geboren werden. Wenn man versteht, dass das Leben hier dazu bestimmt ist, etwas daraus zu lernen und dass wir außerdem die Resultate unserer Handlungen am eigenen Leib zu spüren bekommen.

Dann kann man nicht mehr von "unschuldigen Opfern" sprechen. Sondern man versteht, dass jeder genau das bekommt, was er braucht, bzw. verdient.

Aber lass mal gut sein, reg dich ruhig weiter entweder über die "dummen Gläubigen" oder über Gott auf, ganz wie es dir beliebt. Damit kannst du ja auch ganz bequem jede Verantwortung für deine eigenen Lebensumstände ablehnen.

Und was Erdbeben u.ä. angeht, auch unsere Erde ist ein großer Organismus. Schau mal, was wir diesem Organismus antun, dann musst du dich über nichts mehr wundern!

Es ist kein Zufall, dass manche Menschen von Katastrophen betroffen sind und andere nicht! Wie gesagt, jeder bekommt das, was ihm zusteht.

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Kommentar von Nightwing99
17.09.2016, 13:28

In diesem Sinne Amen ;)

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Kommentar von DarkSepia
17.09.2016, 22:36

Warum erschafft Gott Leute, denen eine Naturkatastrophe zusteht?

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Kommentar von Qochata
18.09.2016, 00:11

von dummen gläubigen war keine rede. sondern in dieser frage den verstand mehr einbeziehen - und falls erforderlich, der Logik mal die Hand reichen, sozusagen. und warum sollte auch ein gläubiger nicht mal auf gott schimpfen dürfen anstatt sich immer nur zu bedanken, oder Gottesdienste beizuwohnen, die aufgrund von schlimmen Katastrophen abgehalten werden. Seltsam ist es schon, einem gott auch noch zu dienen, wenn ganz schlimmes passiert ist, wie z.b. ein Flugzeugabsturz oder eine Terrortat von über 100 opfern

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Die Bibel beschreibt im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug).

Zur Frage, warum Gott Leid zulässt, finde ich auch die Argumentation des folgenden Artikelns sehr interessant: http://www.jesus.ch/lebenshilfe/krankheitsbilder/103989-warum_laesst_gott_das_leid_zu.html

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Kommentar von DarkSepia
18.09.2016, 12:44

Das ist nur eine Geschichte. Geschichten müssen nicht unbedingt schlüssig sein.

Ein gütliges Argument, warum das Übel auf der Welt nicht gegen Theismus spricht, wird höchstens daraus, wenn man zeigt, dass die Geschichte schlüssig ist. Zum Beispiel: Warum erschafft der biblische Gott Lebewesen, die sich genau so verhalten, dass sie bestraft werden müssen?

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Es ist der Beweis dafür, dass es keinen Gott gibt, der so ist, wie Du ihn dir mit deinem menschlichen Verstand* vorstellst.

Hätte ich einen Gott, den ich verstehen könnte,

ich wollte ihn nimmer für Gott halten.

(Meister Eckhart)

mensch, überlege mal! wofür hast du deinen verstand?

Jo, Gott sagt uns, wir sollen ihn nutzen:

"Der Verstand des Gebildeten wählt den rechten Weg, der Verstand des Ungebildeten den linken;

doch der Dumme - welchen Weg er auch einschlägt, ihm fehlt der Verstand, obwohl er von jedem andern gesagt hat: Er ist dumm." ( Prediger 10)

*) Keine Beleidigung oder Herabwürdigung

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Kommentar von Qochata
17.09.2016, 12:24

Meister Eckart war ein Spitzbube aber kein Meister

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Es gibt Gott. Er hat alles so geplant. Irgendwann wirst du dafür dankbar sein das du in den Himmel gekommen bist und das du weißt das es so geplant war

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Kommentar von Qochata
17.09.2016, 22:45

woher weißt du das? oder ist es nur eine Wunschvorstellung von dir?

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Kommentar von Kerstin296
18.09.2016, 20:01

ja das hat er alles geplant. ich bin ein sehr gläubiger Mensch. ich gehe in den Gottesdienst. und lese jeden Tag in der bibel und das schon mein ganzes leben

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So fragen kleine Kinder. Erwachsene übernehmen Verantwortung. Wollen sie als Christen bezeichnet werden, dann lesen sie die Bibel. In dieser steht ausdrücklich und immer wieder, dass wir Menschen die Wahl haben und für unsere Entscheidungen und ihre Folgen selbst verantwortlich sind. 

Mit Gott hat also das sogenannte Elend auf der Welt nicht das Geringste zu tun. 

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Kommentar von DarkSepia
17.09.2016, 22:27

So fragen kleine Kinder. Erwachsene übernehmen Verantwortung.

Das hat nichts damit zu tun keine Verantwortung zu übernehmen. Die
Frage ist ganz einfach, ob eine Annahme über die Welt mit einer
bestimmten Beobachtung vereinbar ist. Das das fragen auch Erwachsene.

Wollen sie als Christen bezeichnet werden, dann lesen sie die Bibel. In dieser steht ausdrücklich und immer wieder, dass wir Menschen die Wahl haben und für unsere Entscheidungen und ihre Folgen selbst verantwortlich sind.

Das macht diese Argumentation zwar alt, aber trotzdem nicht richtig. Wie läuft der Entscheidungsprozess ab, nach denen wir wählen? Darauf würde es ankommen.

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Kommentar von Qochata
18.09.2016, 21:32

wenn dein Gott wenigsten dafür sorgen könnte, dass jeder ausreichend zu essen und zu trinken hat. aber noch nicht einmal das bringt er zustande. armer gott

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Du kannst versuchen ein Argument zu formulieren. Ich würde sagen, dass dem so ist und der Hauptgrund, warum Gläubige es nicht einsehen ist, dass sie an seltsame Dinge glauben auf die sie ihre Gegenargumente aufbauen.

und der ewige einwand, dass menschen dafür verantwortlich sind, ist eine farce.

Ja, das ist ein sehr mieses Argument, aber die Gründe dafür sind etwas schwer zu erklären. Es setzt voraus, dass Menschen alleine für ihr Handeln verantwortlich sind, was unter Theisten eine besonders beliebte Position in der Frage des Freien Willens ist. Einige Atheisten nehmen sie auch an. Allerdings ist diese Position bestenfalls kontrovers und ich würde sogar sagen, sie ist schlichtwegs absurd. Es setzt voraus, dass unser Handeln nicht determiniert ist (sonst hätte Gott ja die Grundvoraussetzungen geschaffen im Wissen, was wir tun), aber dass die Nicht-Determiniertheit sinnvoll ist (sonst würde unser Handeln wortwörtlich grundlos geschehen). Laut dem Philosophen Gale Strawson ist das unmöglich.

Weiters wird das Argument in akademischen Kreisen nur benutzt um zu zeigen, dass ein allgütiger Gott und Leid koexistieren können. Stell dir vor, jemand würde dir erklären: "Es ist möglich, dass eine menschliche Leiche da auf dem Boden leigt, ohne dass jemand gestorben ist." Genau so wird hier argumentiert. Und das zeigt nicht viel. Viele Gläubige verwenden aber das Argument, als würden sie nicht wissen, was es beweisen soll. Dass eine Leiche ohne Sterben möglich ist beweist nicht, dass niemand gestorben ist! Dass ein Gott mit Leid koexistieren kann beweist auch nicht, dass das Leid in unserer Welt kein guter Beleg gegen Theismus ist.

es ist schon dahingehend eine farce, dass weder kinder im säuglingsalter
noch ungeborene an den übeln und übeltaten mitverantwortlich gemacht
werden können. darüberhinaus können z.b. erdbeben keinem erwachsenen
menschen zu last gelegt werden. - mensch, überlege mal! wofür hast du
deinen verstand?

Vielleicht wurden wir von Aliens erschaffen, die über genau den freien
Willen verfügen, den ich erläutert habe. Dann könnte das deren Schuld
sein, nicht die des Gottes, der sie erschaffen hat.

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Ich würde jetzt mal ganz klamm behaupten das wir mittlerweile das meiste elend selbst erzeugen. Ungerechte Verteilung von Geld und Resourcen. Hinzu kommen noch so schwachsinnige erfindungen wie Waffen, von der Pistole bis zum Atombombe.

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Kommentar von Qochata
17.09.2016, 22:36

ja, das tun wir auch alle mehr oder weniger. Und bei all den schwachsinnigen Handlungen steht uns niemand zur Seite, auch kein Gott. Denn was es nicht gibt, kann uns auch nicht beistehen

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mensch, überlege mal! wofür hast du deinen verstand?

Mit solchem 'Vorwurf' wäre ich ganz vorsichtig, denn das kann ganz schnell als Bumerang sich erweisen ....

weder kinder im säuglingsalter noch ungeborene

sind überhaupt in der Lage, sich an einer Gestaltung des Weltgeschehens (geschweige denn ihres eigenen Lebens) beteiligen zu können und werden aus diesem Grund auch nicht in den Überlegungen bei der 'Schuldfrage' über

das ganze leid und elend in der welt

mit einbezogen...

Mit dem Begriff 'Menschen' wird auf den bewussten und mündigen Menschen bezogen...

können z.b. erdbeben keinem erwachsenen menschen zu last gelegt werden

Oh, da täusch Dich mal nicht, denn Tsunamis und Erdbeben können sehr wohl auch von Menschen verursacht werden, wie zB durch unterseeische Atomtests...

wie weiter oben geschrieben: Vorsicht - Bumerangeffekt...

Gruß Fantho

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Kommentar von Qochata
17.09.2016, 17:13

na ja, und wenn mal wieder ein größerer asterioid auf die erde einschlägt, dann wird dir dazu auch noch was einfallen (menschen dafür verantwortlich zu machen) - wenn du dazu noch in der lage bist. fange aber jetzt schon mal an, darüber nachzudenken. vorsicht!

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Kommentar von DarkSepia
17.09.2016, 21:43

Oh, da täusch Dich mal nicht, denn Tsunamis und Erdbeben können sehr wohl auch von Menschen verursacht werden, wie zB durch unterseeische Atomtests...

Nehmen wir mal an, Menschen würden Erdbeben verursachen. Das würde ein einziges Beispiel eliminieren. Es gibt so viele andere Beispiele: Meteoriten, Krankheiten, Attacken durch wilde Tiere.

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