Ist Nairobi (Kenia) gefährlich?
Will demnächst nach Nairobi fahren, einige Leute raten mir davon ab, dass es zu gefährlich sei.
Ist es wirklich so gefährlich da?
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Ich lebe in Kenia. Im Moment ist es wirklich nicht ratsam, weil Al Shabab mit Anschlägen droht, wenn sich Kenia nicht aus Somalia zurückzieht. Wir hatten in Nairobi innert 24 Stunden zwei Anschläge mit Granaten. In einer Disco und einem Busbahnhof. Die Bevölkerung wird gewarnt, Orte mit vielen Menschen zu meiden. Nun liegt es an jedem einzelnen wie er sich verhält. Ich habe für zwei Monate eingekauft und gehe im Moment in keinen Supermarkt mehr. Im Internet kann man die Zeitung DAYLY NATION lesen um über das Neueste informiert zu sein. Viel Glück.
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Es geht, wenn Du dich umsichtig verhaelst ist es nicht gefaehrlich, anders als Somalia.
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War einer von denen, die dir abraten, selber mal dort??? Mein Kumpel lebt seit 5 Jahren dort, für ein afrikanisches Land "südlich der Sahara" ist es eher weniger gefährlich. die Ausländer leben überwiegend in bewachten Campounds. Wenn man sich an gewisse Regeln hält und bestimmte Gegenden besonders nach Sonnenuntergang meidet, wird man dort genauso alt wie in Deutschland.
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Anschläge können immer und überall passieren, auch in Kapstadt sind schon Touristenlokale in die Luft geflogen, und immer wieder wird vor Reisen nach Ägypten oder Tunesien gewarnt - man muss halt selber abschätzen, ob man sich traut oder das Risiko für zu hoch bewertet.
Ich habe die Wahrscheinlichkeit, in einen Anschlag verwickelt zu werden für mich persönlich immer für gering gehalten und fahre eigentlich gerne in Gebiete, vor denen gewarnt wird, da es weniger Touristen gibt und die Einheimischen häufig freundlicher sind als sonst. Es ist statistisch wahrscheinlicher, bei einem Autounfall verletzt zu werden, und trotzdem traue ich mich täglich aufs Neue auf die Straße ;-) Als Frau allein meide ich allerdings sowieso möglichst Discos in Afrika, auch in den friedlichsten aller Zeiten, und Bahnhöfe u.ä. sind ja leider überall auf der Welt ein Anziehungspunkt für Kriminelle.
In Nairobi habe ich auf einer meiner vielen Reisen in afrikanische Länder vor einigen Jahren einmal 1 Tag verbracht und hinsichtlich allgemeiner Kriminalität nichts besonders auffällig Gefährliches bemerkt, außer dass die Leute ziemlich rücksichtslos bei Rot über die Kreuzung fahren. Natürlich lässt du die übliche Vorsicht vor Langfingern walten, also Täschchen festhalten und Geldbeutel am Körper und nicht in der Popo-Tasche. Nicht anquatschen lassen und trotzdem freundlich sein, dann bist du fürs Shoppen schon gerüstet - obwohl, ich habe dort nichts zum Shoppen gefunden ;-( Über Gegenden, die du meiden solltest, kannst du dich sicher im Hotel oder bei der Touristen-Info informieren.
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am flughafen wird man dir die koffer abnehmen und dich verspeisen.. ;-))
gefährlich ist es auch jeden tag wenn du über die ampel gehst..irgendein besoffner oder einer der es eilig hat kann dich umnieten..
manche gefahren sind uns egal, manche nicht..
ich empfehle dir ein anruf beim auswärtigen amt und beim tropenschutz..die sind über die aktuellen begebenheiten auf dem laufenden und können dir ein realistisches und kein angstgezeichnetes von dem land geben.. einfach gut informieren und schauen, das man die gefahrenpotentiale weitgehend herunterschraubt..
Kommentar von Fred4uFred4u 26.10.2011Genau, sehr gefaehrlich, wie jede Grossstadt, geh besser in die Berge nach Nakuru oder an den Viktoria See. By the way: Es gibt etliche Neger/innen, die in dem Land gut deutsch koennen. http://www.youtube.com/watch?v=Dnj8hg4JtF0
Kommentar von blumosusblumosus 27.10.2011aber pfui, das böse N-Wort....
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eins ist sicher, du wirst da garantiert aufallen xD
Wer hat denn die Granaten geworfen?
Ein verwirrter, moslemischer Luhya der offenbar nicht einmal genau wusste warum er diesen Quatsch überhaupt ausführte...
Dann die beiden Orte des Geschehens, ich behaupte einfach mal, dass man als Mzungu (Weisser) keinen dieser Orte jemals zu dieser Tageszeit frequentiert. Ich selber war Zeuge der Unruhen nach den Wahlen 2007 und habe mich unmittelbar in den Krisenregionen von Eldoret und dann später in Nairobi aufgehalten, als 'normaler' Auslandsmitarbeiter oder Tourist hat man in 2007/8 überhaupt nichts von den Unruhen mitbekommen. In den besseren Vierteln gab es weder Plünderungen noch umherziehende Irre...
Kein Mensch kann sagen, dass eine Großstadt mit mehr als 3 Millionen Menschen ungefährlich ist. Im Gegensatz zu London oder Paris, ist Nairobi nicht einmal 10% so gefährlich. Innerhalb Afrikas ist Nairobi im Vergleich mit Lagos, Johannesburg oder auch Kairo ein Paradies...
Warum verlässt Du nicht das Land? Hamsterkäufe verteuern lediglich die Lebensmittel für die armen Leute, prädestinierte Weisse werden in Nairobi immer beschützt, Deine ganze Antwort wirft ein schlechtes Licht auf eine Stadt, die sich seit 1999 überwiegend von Ihrem schlechten Ruf 'Nairobbery' erholt hat. Ich bin bis letztes Jahr mitten in der Nacht durch die Innenstadt gelaufen, mach das in einer beliebigen Großstadt der westlichen Welt, Überfälle in den U-Bahnen oder Raub passiert überall. Vor den Anschlägen auf das WTC in New York oder die Züge in Spanien hat damit niemand gerechnet, mir ist aber nicht bekannt, dass deswegen noch heute Touristen die Innenstädte Spaniens oder den öffentlichen Verkehr von London meiden...
Geh bitte nicht mehr in den Supermarkt, sondern kaufe Deine Lebensmittel bei den kleinen Händlern und Märkten, so zeigt man, dass man sich integriert, reiche Weisse die immer höhere Zäune bauen brauchen wir in Nairobi nicht, bleibt in Runda oder Karen und hört auf Blödsinn über das Land und die Menschen zu verbreiten...
Gehst du denn am Tag in die Disco? Woher willst du denn wissen ob ich in einem besseren Viertel wohne? Ich wohne übrigens seit 2005 in Kenia, habe also die Wahlen auch mitbekommen. Ich wohne mitten in einem Einheimischendorf und bin dort voll integriert. Mein Einkauf hat nichts mit hamstern zu tun. Da ich weit weg wohne, gehe ich sowieso nur einmal im Monat hin und jetzt habe ich halt für zwei Monate eingekauft. Ich finde nicht, dass meine Antwort ein schlechtes Licht auf die Stadt wirft, ich sage ja nur, im Moment ist es nicht empfehlenswert, wir wurden auch von unserer Botschaft gewarnt. Zu deiner Information, heute wurden wieder 4 Leute von Somaliern umgebracht, aber das zählt für dich wohl nicht. Und dass in Malindi weisse Touristen entführt worden sind, hast du wohl nicht mitbekommen? Der Ehemann wurde erschossen, die Frau entführt, welche inzwischen gestorben ist, weil ihr keine Medikamente besorgt wurden, die sie dringend benötigte. Warum soll ich das Land verlassen? Was habe ich getan? Ich habe in diesem Land schon vielen armen Leuten geholfen und helfe immer noch. Ich gehe in den Supermarkt um die Dinge zu kaufen, die ich in den kleinen Läden und auf dem Markt nicht bekomme, das ist alles. Auch hohe Mauern habe ich nicht um mein Haus, nur einen simplen grünen Zaun. Ich brauche keinen Stacheldraht und keine Glasscherben auf der Mauer. Dein Kommentar ist jedenfalls beleidigend, du greifst mich an, ohne mich zu kennen. Da sind mir die Kenianer lieber als solche ungehobelte Deutsche wie du.
Wieso ist Dir seit 2005 nichts passiert?
Es geht überhaupt nicht um die Gefahren, die man nach solchen Ereignissen vielleicht erwartet, sondern es geht um das Bild eines Landes und eines Kontinents, das grundsätzlich nur von schlechten Bildern und Meldungen geprägt ist. Ich habe von 1998 bis 2001 das Land jedes Jahr besucht (von 2003 bis 2010 dort gelebt und gearbeitet), die Verhältnisse waren im Vergleich zu heute heftig, in Nairobi konnte man sich im Prinzip nur mit Begleitschutz bewegen, die Straßen ins Umland waren schlecht und von Räubern belagert...
Ich habe Kenia vor 10 Monaten verlassen, meine Heimat ist es trotzdem noch, meine Frau ist aus Hamisi und meine beiden Kinder sind in Nairobi geboren worden. Ich selber bin Ältester in 4 Stämmen und habe in jedem Landesteil Menschen, die mir viel bedeuten. Kein Mensch kann mir erzählen, dass die Ermordung von 4 Somalis und einem weißen (schon alleine das Wort macht mich schwach) Urlauber wir nun alle in Tränen oder Panik verfallen sollten. Seit dem Beginn der Dürre sterben täglich schwarze Somalis, Kenianer und Sudanesen, nicht 4, nicht 400 sondern sicher mehr als 4.000, da kümmern mich solche Einzelbeispiele nicht, denn die Hautfarbe und der Besitzstand sind mir völlig Schnuppe...
Eine Beleidigung ist die Überbewertung der Hautfarbe und/oder Nationalität, wenn man in einem afrikanischen Land lebt, dann sollte man sich nicht privilegierter Fühlen als ein Afrikaner in einem europäischen Land, komischerweise gab es wenig Reisewarnungen als ein Afrikaner in einer ostdeutschen Kleinstadt zu Tode gejagt wurde, habe ich von Nairobi oder Kenia noch nie gehört...
So, nun kannst Du weiter über Deine Probleme mit der Sicherheit referieren, ich habe mich in Nairobi völlig frei bewegt, in Westlands und Karen, aber auch in Kibera, Kariobangi, Jerusalem, Mathare, Eastlands und einigen entlegenen Regionen, die der Durchschnitts-Expatriat nur von Landkarten kennt. Jede so unbedachte Einschätzung eines in Nairobi ansässigen Europäers, macht die Lage für die Stadt und das Land sicher nicht leichter. Alleine der Tourismus ernährt mehr als 10 Millionen Kenianer, auch die wollen ein wenig Sicherheit, damit sie Ihre Familien ernähren und die Aufwendungen für Bildung und Medizin aufbringen können, deshalb bin ich vielleicht ein wenig hart zu Dir, muss man manchmal sein, denn Afrika hat keine Lobby, nur Menschen wie mich, die trotz Ihrer weißen Haut Afrika als Ihre Heimat betrachten und da wird man dann auch mal säuerlich...
Kannst du lesen? Geh meinen Text nochmals durch, vielleicht verstehst du dann etwas. Ich mag gar nicht mehr mit dir diskutieren, du hast gar nichts verstanden und hast sowieso immer recht. Typisch ..........
Danke...ich hoffe die Bewohner 'Deines Dorfes' bringen Dir etwas bei, vielleicht geht dann irgendwann auch die Unterscheidung zwischen schwarz und weiß verloren...die Hoffnung stirbt zuletzt...
Hier steht alles Wissenswerte. www.eda.admin.ch/eda/de/home/travad/hidden/hidde2/kenya.html