Frage von Kayaya, 28

Ist nachgezahltes Krankengeld ein anzurchnendes einkommen beim Jobcender?

Hallo ihr lieben, ich bin seid über 10 Monaten im Bezug von Krankengeld und habe aus gesundheitlichen Gründen meinen Wohnort gewechselt. Davor hatte ich einen Minijob und habe zudem Leistungen vom Jobcenter bezogen. Nach einem Arbeitsunfall konnte ich meinen Beruf nicht mehr ausführen und ein paar Monate gingen ins Land bis klar war welche Stelle nun das Krankengeld zahlt.

In dieser Zeit fand auch der Wohnungswechsel stadt und somit wurde auch ein anderes Jobcenter für mich zuständig. Ich habe meinen Antrag auch voll bewilligt bekommen, allerdings habe ich im gleichen Monat eine Nachzahlung von der Krankenkasse für die vorherigen Monate bekommen, ca 1400 Euro. Meine Krankenkasse hat zudem einen Beitrag an das Jobcenter für diesen Monat bezahlt (so wie es auch sein sollte ) .

Nun möchte das Jobcenter aber für den Monat wo ich die Nachzahlung bekommen habe Ihre Leistung zurück obwohl mir das geld für die Monate davor gefehlt hatte und die Karankenkasse zudem auch ihren Anteil (der je eigendlich für mich ist) an das Jobcenter gezahlt hat. Ist das rechtens? muss ich den Monat wirklich zurück zahlen? dann habe ich einen Monat garnichts bekommen... das Jobcenter aber trotzdem meinen Krankenkassenanteil...oder sehe ich das Falsch? ich hoffe Ihr könnt mir weiter helfen! vielen Dank

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Arbeitsamt, 11

Wenn ich das richtig sehe bist du immer noch im Bezug von Krankengeld,somit würde es sich hier bei der Nachzahlung um Geld handeln,welches aus einem laufenden Bezug stammt !

Demnach darf und wird diese Nachzahlung im Monat des Zuflusses ( Zuflussprinzip ) auf deine Leistungen angerechnet und da diese Nachzahlung deinen monatlichen Bedarf gedeckt haben dürfte,hast du dann für diesen Monat zu unrecht Leistungen bezogen,die jetzt wie ich meine zu recht zurück gefordert werden.

Im Folgemonate wird dann aus dem einmaligen Einkommen Vermögen,was dann bis zu deinem Schonvermögen nicht mehr auf deine laufenden Leistungen angerechnet werden darf.

Da hast du im Prinzip noch Glück gehabt,denn wenn es nicht aus einem laufenden Bezug stammen würde,dann hätte man deine 1400 € auf 6 Monate Bezugszeitraum aufgeteilt und deine Leistungen dementsprechend gekürzt.

Du hättest dann ggf.max. deine 30 € Versicherungspauschale für jeweils einen Monat geltend machen können,sodass du von deinen 1400 € max. 180 € an Freibetrag gehabt hättest.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten