Theodor W. Adomo behauptet nach Auschwitz Gedichte zu schreiben sei barbarisch. Kann man ihm seiner These zustimmen. Wenn ja warum? Wenn nein warum nicht?

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So lange in den Gedichten Auschwitz nicht gelobt oder idealisiert wird, sehe ich kein Problem damit. Ja, es ist unermesslich viel Unmenschliches geschehen damals, aber es würde niemandem helfen, wenn die Menschheit jetzt das Schreiben von Gedichten einstellt. Übrigens wurden einige sehr gute und tiefe Gebete und Gedichte in KZs geschrieben.

Er hat sich aber selbst revidiert: „Das perennierende Leiden hat soviel Recht auf Ausdruck wie der Gemarterte zu brüllen; darum mag falsch gewesen sein, nach Auschwitz ließe kein Gedicht mehr sich schreiben. Nicht falsch aber ist die minder kulturelle Frage, ob nach Auschwitz noch sich leben lasse“. (steht auch in Wikipedia) ... von daher ...

Die Gedichte sollten lehrhaft sein und nicht die Gewalt verherrlichen. Ich finde es gut wenn dieses Thema kein Tabu ist. Denn was passiert wenn die Zeitzeugen zu alt sind, um die Geschichten zu erzählen und unsere Kinder warnen können vor solch Elend. Irgendwann haben wir keine Worte mehr für diese damaligen Schrecken und es verblasst zusehends. Es muß immer Bestandteil unserer Geschichte bleiben und wenn man es in Gedichten widerspiegelt.

Ohne das Adorno-Zitat zu kennen, sehe ich keinerlei Zusammenhang zwischen dem Schreiben von Gedichten und Auschwitz.
Hier wird zwischen zwei Topoi eine beliebige Verbindung konstruiert. Genauso so gut oder schlecht wäre die These: Nach Auschwitz sei es barbarisch zu schei$en.

Man kann immer anderer Meinung sein. Es gibt Leute, die sagen, nur wahres Leid schafft große Kunst. Wäre das nicht ein Argument dafür, GERADE nach Auschwitz Gedichte zu schreiben. Kunst ist eine sehr persönliche Sache. Wer will Kunst verbieten, egal aus welchem Grund?
ich finde ja. denk mal an die menschen, die dort ihr leben lassen mußten. gut, es gibt ja auch traurige gedichte, aber ich finde das ein kapitel, da gehört kein gedicht und auch keine musik hin. das ist meine persönliche meinung
JinxValentine am 3. November 2009 20:56 Gerade in Theresienstadt ist sehr viel Kunst entstanden.

Nach Durchblättern eines Geschichtsbuches ein Kind in die Welt zu setzen - DAS ist barbarisch!

Diese These entbehrt jegliche logische Grundlage.
barbarisch ist das falsche Wort. Darüber lustig sollte man sich schon nicht machen.

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