Frage von etkared, 75

Ist Motorrad Fahren wirklich so gefährlich, wie immer gesagt wird?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nonameguzzi, 20

Nein sonst wär es verboten ;)

Wichtig ist:

Einfach zu fahrendes Motorrad

ABS ist sehr hilfreich

gute Reifen und auch gerne mal die Testsieger! ;D

Gute Schutzkleidung

Und den gesunden Menschenverstand einschalten

Dan ist Motorrad fahren kaum gefährlicher als Fahrrad, Auto oder über ne Straße zu laufen ;D

Antwort
von Lachlan, 13

Das gefährlichste am Motorradfahren sind die AutofahrerInnen, besonders wenn sie links abbiegen wollen. Diese Erkenntnis haben leider einige Bekannte und Verwandte nicht überlebt. Ich hatte bislang zwar die entsprechenden Erlebnisse, aber gut reagiert und Glück gehabt. Autofahrer fahren auch außerhalb der Ortschaft aus Feldwegen und biegen ohne Rücksicht auf den Verkehr links ab. Man muss bei solchen Situationen immer damit rechnen und reagieren können. Das schmälert allerdings nicht den Fahrspass, den Motorradfahren einem gibt. Aber man muss mit eingeschaltetem Hirn fahren und mit den Fehlern, der anderen Verkehrsteilnehmer, besonders der PKW-Fahrer, rechnen. Wichtig ist dann natürlich noch die richtige Schutzkleidung, denn das ist die einzige "Pufferzone", die man hat.

Antwort
von Anno19XX, 20

Dir fehlt vor allen Dingen einfach die Knautschzone die du in einem Auto hättest. Alles was dich vom Asphalt oder "gegnerischen" Fahrzeugen trennt ist deine Kleidung und dein Helm. Deshalb finde ich es auch immer ganz schlimm, wenn im Sommer die ganzen Roller aus dem Keller geholt werden, Helm aufgesetzt und dann in Bermudas, T-Shirt und Turnschuhen durch die Gegend gefahren wird. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Naturgemäß ist das Fahren mit einem Zweirad daher natürlich potenziell gefährlicher als wenn du ins Auto steigst. Aber mal im Ernst: Fahrradfahren ist da auch nicht sicherer. Denn das größte Risiko sind am Ende immer die anderen Verkehrsteilnehmer. Denn die kannst du nicht beeinflussen.

Trage stets, auch auf solchen typischen "ist doch nur ums Eck" - Strecken, qualitativ anständige Schutzkleidung (auch wenn es vielleicht im Sommer etwas warm sein sollte, es ist sinnvoll), spare nicht am Helm und schon gar nicht an den Reifen und halte die Augen auf wenn sich andere Verkehrsteilnehmer nähern.

Du kannst auch mal ein Fahrsicherheitstraining machen. Da merkst du dann auch, wie sich dein Zweirad in brenzligen Situationen verhält. Das kann am Ende stets das Quentchen Unterschied ausmachen.

Wenn du ein bisschen Sicherheitsbewusst bist, dann kannst du das Risiko zwar nicht ausschließen, aber minimieren. Und dann steht dem Spaß am Kurvenräubern nix mehr im Wege!

Antwort
von IchAlex, 31

Die Antwort das fast jede Vollbremsung mit Sturz endet ist schon mal Mist.

Es ist wie mit allem im Leben, wenn man mit Verstand an die Sache geht und genügend geübt ist kann man viel selbst entschärfen.

Ein Fahrsicherheitstraining hilft. ABS ist eine gute Hilfe, gerade für Anfänger. Gute Reifen sind das A und O.  Und nicht zuletzt sorgt eine gute Kleidung (Helm, Handschuhe, Kombi, Stiefel) für Sicherheit wenn doch mal was ist. 

Es gibt keine absolute Sicherheit, in den meisten Fällen wird ein Auto sicherer sein. Aber sich die Freude am Motorrad von verbohrten Angstaposteln nehmen zu lassen ist auch keine Lösung.

Antwort
von ZeRaT, 38

Jain. Das Problem ist motorradfahrer müssen nicht mal selbst schuld sein ziehen aber trotzdem den kürzeren. Das nächste ist motorradfahrer sind grundsätzlich zügiger unterwegs und wenn dann was passiert endets in der Regel tragischer. 

Motorrad fahren heist Kopf ein, Vernunft an und protzen angeben und prahlen aus

Kommentar von Freerunner15 ,

Zitat: "
Das nächste ist motorradfahrer sind grundsätzlich zügiger unterwegs."

Blödsinn. Du kannst nicht einfach sagen ALLE Motorradfahrer sind zu schnell.

Kommentar von annokrat ,

motorradfahrer schon. aber heute schimpft sich jeder motorradfahrer, der sich mit hilfe eines motorrades von a nach b bewegt und dabei eine kfz-schlange hinter sich her zieht.

annokrat

Antwort
von piadina, 26

Zum einen kommt es darauf an, wie man selbst fährt, aber leider auch darauf, wie die anderen Verkehrsteilnehmer unterwegs sind. Passieren kann immer was.

Ein Bekannter von mir verlor seinen Sohn, ein Arzt von mir verlor (ohne eigenes Verschulden) den linken Arm und das linke Bein.

Antwort
von mefsio, 25

Ich behaupte das kann man durchaus pauschalisieren.
Es wirken einfach viel mehr Faktoren, die Fahrsituation ist weniger stabil und es gibt nur ein Minimum an Schutz bei einem Unfall.

Beispiel: du fährst mit dem Motorrad über die Landstraße, von einem verschlafenen Nest zum nächsten.
Eine Vollbremsung auf dem Motorrad  endet fast immer mit einem Sturz.
Mittleres bis starkes Bremsen in der Kurve ist quasi eine Sturzgarantie.
Du musst also bei der Fahrt in eine Landstraßenkurve beachten:

- hab ich genug Platz für die Schräglage
- ist der Asphalt ok oder hat er große Schlaglöcher in der Kurve
- überholt ein entgegen kommendes Fahrzeug an der Stelle eventuell
- ist die Fahrbahn sauber oder dreckig und damit rutschig
- fährt kurz hinter der Kurve eventuell ein langsames Fahrzeug/Fahrradfahrer/Landwirtschaft auf meiner Spur (so dass ich bremsen muss)
- was für Wetter war vor ein paar Stunden (und ist die Kurve weil sie unter Bäumen liegt vielleicht noch nass vom Regen oder Tau -> rutschig)
- kann in der Kurve jemand auf die Straße gefahren kommen z.B. vom Feldweg oder aus einer Einfahrt
- kommt hinter mir jemand der mich übersehen hat und mich am Ende rammt (Motorräder sind leichter zu übersehen)
- fuhr jemand vor mir, der in der Kurve stärker bremst als ich (im Grunde alles ab Kleinwagen)
- sind die Reifen in Ordnung oder schon so abgewetzt, dass sie bei spitzem Geröll platzen
-...

Viele Faktoren kann man abschätzen, manche haben einen Toleranzbereich (z.B. Asphaltqualität) manche kommen selten vor (Übersehen werden) und manche sind einfach nicht kalkulierbar.
Entweder man fährt dann auf Vertrauen (da kommt schon nix/fährt schon keiner) und hat im schlimmsten Fall eben den Jackpot oder man fährt sehr vorausschauend - was auf dem Motorrad sehr an den Nerven zehrt und selten Spaß macht.

Ist schon nicht ohne.

Antwort
von Still, 36

Zumindest die Folgen eines Unfalles sind heftiger als bei einem Autofahrer.

Antwort
von fiwaldi, 24

Nicht das Motorrad, sondern der Fahrer ist gefährlich.

Logisch geht jeder Unfall oder Sturz gleich auf den Körper. Beim Auto gibt es ja noch eine "Pufferzone", die dem Motorradfahrer fehlt.

Eigentlich müsste man damit besonders umsichtig fahren, aber genau das Gegenteil wird von vielen praktiziert

Antwort
von Simon545, 27

Ja oder Nein!
Passieren kann immer was! Nur das du beim Motorrad keinen Schutz um dich rundum hast, wie beim Auto das Blech!

Voraussagen, ob was passiert, kann man nie, aber wenn man wenigstens vernünftig fährt, ist das Risiko zumindest nicht mehr so groß!

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