Frage von PcFreak000, 37

Ist Mineralwasser das gleiche wie Sprudel?

Bzw. ist Mineralwasser ein anderes Wort für Sprudel? Oder ist Mineralwasser nicht zwingend mit Kohlensäure.

Antwort
von Brunnenwasser, 14

Ich pflichte dem Wiki - Text bei, Sprudel ist für mich Umgangssprache und bezeichnet letztendlich Mineralwasser mit Kohlensäure.

So wie man in manchen Gegenden angeblich immer noch "Selters" bestellen muß. Habe einmal in meinem Leben für ein "Wasser" tatsächlich ein "Alsterwasser" bekommen, also ein Bier mit Limonade.

Die gute Bedienung wollte mich doch tatsächlich aufklären, "daß man hier Selters bestellt wenn man Wasser will". Wie sich herausstellte, hatte sie einfach einen schlechten Tag.

Antwort
von MicaelJaeger, 22

Wikipedia erklärt:

Mineralwasser ist nach der deutschen Mineral- und
Tafelwasserverordnung bzw. der österreichischen Mineralwasser- und
Quellwasserverordnung ein Grundwasser
mit besonderen Eigenschaften. Seine Inhaltsstoffe dürfen nur
unwesentlich schwanken. Es muss aus unterirdischen Wasservorkommen
stammen und von ursprünglicher Reinheit sein. Mineralwasser wird direkt
am Gewinnungsort – Quelle/Brunnen – abgefüllt und benötigt eine amtliche
Anerkennung.[1]

Historische Bezeichnungen ohne gesetzliche Normierung ist Sauerwasser, das genau wie Sauerbrunnen auch gleichzeitig die Quelle eines solchen Mineralwassers bezeichnet.[2]

Rechtliches

Die nationalen Regelungen beruhen auf der EG-Richtlinie über die Gewinnung von und den Handel mit natürlichen Mineralwässern (2009/54/EG).
Bei Unklarheiten oder Differenzen sind stets die europäischen
Bestimmungen vorrangig gültiges Recht. Die Zusammensetzung des
natürlichen Mineralwassers, die Temperatur in der Quelle und seine
übrigen wesentlichen Merkmale müssen im Rahmen natürlicher Schwankungen
konstant bleiben. Natürliches Mineralwasser darf gemäß Art. 4 der
EG-Richtlinie nur eingeschränkt behandelt werden. So dürfen unbeständige
Inhaltsstoffe wie Eisen- oder Schwefelverbindungen mit physikalischen
Verfahren entfernt werden (enteisentes und entschwefeltes
Mineralwasser). Unter bestimmten Bedingungen ist es erlaubt, mittels
Ozon verschiedene aus dem Gestein stammende Inhaltsstoffe zu entfernen.
Einem natürlichen Mineralwasser darf – mit physikalischen Verfahren –
Kohlensäure entzogen oder hinzugefügt werden. Des Weiteren dürfen
unerwünschte Bestandteile wie zum Beispiel Mangan oder Arsen mit
genehmigten Verfahren entfernt oder reduziert werden. Auch Fluorid darf
durch den Einsatz aktivierten Aluminiumoxids entfernt werden (Europäische Verordnung Nr. 115/2010)

Rechtliches in Deutschland

Mineral- und Tafelwasserverordnung

Die rechtliche Grundlage von Mineralwasser ist die deutsche Mineral- und Tafelwasserverordnung (Min/TafelWV)[3]
(letzte Fassung vom 1. Dezember 2006). Dieses schreibt strengere
mikrobiologische Grenzwerte als beim Trinkwasser vor, die durch die
Lebensmittelüberwachung kontrolliert werden. Sie gelten aber nur für den
Ort der Abfüllung, nicht für den weiteren Weg bis zum Verbraucher,
während die Anforderungen an Trinkwasser für den Ort der Entnahme
gelten. Jede Quelle muss amtlich anerkannt sein, von diesen gibt es in Deutschland derzeit 820.[4] Amtlich anerkannte Mineralwässer werden mit dem Namen und dem Ort der Quelle vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit im Bundesanzeiger bekanntgegeben.[4] Heilwasser gilt nicht als Lebensmittel, sondern fällt unter das Arzneimittelgesetz.

Besteuerung

Im Gegensatz zu anderen Lebensmitteln wird Mineralwasser nicht mit lediglich 7 % Umsatzsteuer besteuert, sondern wie alle Getränke mit 19 %, da es laut Liste der dem ermäßigten Steuersatz unterliegenden Gegenstände nicht in die Kategorie der Grundnahrungsmittel wie Kaffee oder Tee fällt. Diese Einordnung wurde vorgenommen, weil durch das Leitungswasser ein Substitut zum Mineralwasser vorhanden ist.

Verkehrsbezeichnung

Verkehrsbezeichnung für natürliches Mineralwasser im Sinne der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung sind:

natürliches Mineralwasser

natürliches kohlensäurehaltiges Mineralwasser

natürliches Mineralwasser mit eigener Quellkohlensäure versetzt

natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure versetzt

Säuerling oder Sauerbrunnen

Mineralwasser mit einem natürlichen Kohlendioxidgehalt
von mehr als 250 mg/L darf zusätzlich als Säuerling oder Sauerbrunnen
bezeichnet werden. Die Bezeichnung Sprudel kann diese Benennung
ersetzen, wenn das Mineralwasser im Wesentlichen unter natürlichem
Kohlensäuredruck aus der Quelle hervorsprudelt. Oft ist die Bezeichnung
„Sprudel“ auch Bestandteil des Quellnamens.

Stilles Mineralwasser ist ein natürliches Mineralwasser, das von Natur aus keine/wenig Kohlensäure enthält oder dem die Kohlensäure vollständig oder teilweise entzogen wurde. Es wird teilweise in die grüne Brunnen-Einheitsflasche abgefüllt. Deklaration und Kohlensäuregehalt stiller Wässer sind gesetzlich nicht vorgegeben.

Mineral- und Heilwässer werden in drei Haupttypen klassifiziert:[5]

Chlorid-Wässer:

Natrium-Chlorid-Wässer

Calcium-Chlorid-Wässer

Magnesium-Chlorid-Wässer

Sulfat-Wässer:

Natrium-Sulfat-Wässer

Calcium-Sulfat-Wässer

Magnesium-Sulfat-Wässer

Eisen-Sulfat-Wässer

Hydrogencarbonat-Wässer:

Natrium-Hydrogencarbonat-Wässer

Calcium-Hydrogencarbonat-Wässer

Magnesium-Hydrogencarbonat-Wässer

Ab einem Mineralstoffgehalt von mindestens 1.500 mg/L darf ein
Mineralwasser den Hinweis „Mit hohem Gehalt an Mineralien“ tragen.

Sprudel, Sauerwasser und andere amtliche Einzelbezeichnungen

Die Kennzeichnung von Mineralwasser ist in der Mineral- und Tafelwasserverordnung geregelt.[6]

Kohlensäurehaltiges Mineralwasser wird auch als saurer Sprudel oder als Selterswasser (kurz Selters) bezeichnet. Selters
darf in der Bundesrepublik Deutschland seit 1984 nicht mehr generisch
verwendet werden, ist seitdem nur noch Markenname und lebt nur noch
umgangssprachlich fort. In Deutschland darf rechtlich als Sprudel
nur Mineralwasser bezeichnet werden und nur dann, wenn es unter
Kohlendioxidzusatz abgefüllt wurde oder es sich um einen Sauerbrunnen
handelt, bei dem das Wasser natürlicherweise einen so hohen
Kohlensäuregehalt hat, dass es bei Druckentlastung sprudelt. Sauerbrunnen oder Säuerlinge
sind Mineralwässer, die natürlicherweise mehr als 250 mg/L Kohlendioxid
enthalten und keine weitere Behandlung erfahren haben; ausgenommen ist
weiterer Kohlendioxidzusatz.[7]

Neben der Verkehrsbezeichnung und anderen Angaben laut Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung sind nach § 9 Mineral- und Tafelwasserverordnung für Mineralwasser folgende Angaben erforderlich:

Name der Quelle und Ort der Quellnutzung,

ein Analysenauszug der wichtigsten Inhaltsstoffe,

soweit zutreffend, Hinweise auf einen Entzug von Kohlensäure, eine

Behandlung mit ozonangereicherter Luft, die Eignung für die Ernährung

von Kindern oder einen hohen Fluoridgehalt.

Rechtliches in Österreich

Die rechtliche Grundlage von Mineralwasser ist die österreichische Verordnung über natürliche Mineralwässer und Quellwässer (Mineralwasser- und Quellwasserverordnung), BGBl. II Nr. 309/1999, geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 500/2004.

Natürliches Mineralwasser ist danach Wasser, das seinen Ursprung in
einem unterirdischen vor jeder Verunreinigung geschützten
Wasservorkommen hat und wird aus einer oder mehreren natürlichen oder
künstlich erschlossenen Quellen annähernd gleicher Charakteristik
gewonnen. Es ist von ursprünglicher Reinheit und hat eine bestimmte
Eigenart, die auf seinen Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen oder
sonstigen Bestandteilen zurückzuführen ist, und weist gegebenenfalls
bestimmte ernährungsphysiologische Wirkungen auf. Seine Zusammensetzung,
Temperatur und übrigen wesentlichen Merkmale müssen im Rahmen
natürlicher Schwankungen konstant bleiben, sie dürfen insbesondere durch
eventuelle Schwankungen in der Schüttung nicht verändert werden.
Natürliches Mineralwasser darf nur in Verkehr gebracht werden, wenn es
vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen anerkannt ist.

Quellwasser ist Wasser, das seinen Ursprung in einem unterirdischen
Wasservorkommen hat und wird aus einer oder mehreren natürlichen oder
künstlich erschlossenen Quellen gewonnen. Es ist von ursprünglicher
Reinheit. Quellwasser muss zudem den Anforderungen der Verordnung über
die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch
(Trinkwasserverordnung - TWV), BGBl. II Nr. 304/2001, in der jeweils
geltenden Fassung, entsprechen.

Weiterlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Mineralwasser

Kommentar von ThommyHilfiger ,

Anm.: Ehe man hier die Seite mit ellenlangen Texten füllt, hätte der Wiki-link gereicht. Trotzdem Dank für das Copy & Paste...

Kommentar von MicaelJaeger ,

Eine Person hier auf GF hat gejammert dass es schließlich nicht Hilfreich wäre wenn man nur ein Link einfüge

Antwort
von rotesand, 21

Grundsätzlich würde ich das schon sagen.

In anderen Ecken Deutschlands sagt man z.B. "Bitzelwasser" dazu -------> das selbe Produkt hat unzählige verschiedene Namen :)

Antwort
von linksgewinde, 18

Mineralwasser ist natürlich vorkommendes Quellwasser das man mit Kohlensäure anreichern kann. Dann ist es Sprudel, weil es dann sprudelt.


Kommentar von PcFreak000 ,

Also ja oder nein? Denn du hast "anreichern kann" gesagt, nicht dass man es zwingend tut

Antwort
von Jens1327, 5

Ist das gleiche im umgangssprachlichen
Wie Marmelade und Magerine, alle kennen es, aber der Unterschied ist bei jedem 2. anders !!

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