Frage von ifeelbroken, 42

Ist meine Beste Freundin depressiv? Und wenn ja, wie helfe ich ihr?

Meine beste Freundin (17) verhält sich in letzter Zeit sehr komisch und da ich durch ein paar Bekannte Erfahrungen damit habe, fürchte ich sie ist depressiv. Sie ist verhäuft sehr schlecht gelaunt, betrinkt sich ständig(sogar unter der Woche), weint sehr viel und verlässt kaum ihr Bett. Die größten Sorgen bereiten mir allerdings zwei sehr parallele "Kratzer" an ihrem Handgelenk die mir vor kurzen bei einem Besuch aufgefallen sind. Ich weiß nicht was ich machen soll, da ich auf der einen Seite Angst habe dass ich überreagiere, auf der anderen Seite aber auch Angst habe, den Moment zu verpassen in dem man ihr noch gut helfen kann. Ich wollte sie mehrmals drauf ansprechen und dann hat sie entweder geweint und mich ignoriert, oder das Thema gewechselt und gemeint es sei egal. Sie ist nicht der Typ der sich gerne Ausfragen lässt, sie wird dann häufig wütend und ich habe Angst sie zu verlieren oder zu verschrecken, wenn ich das ganze falsch angehe. Wie kann ich ihr am besten helfen ohne meine beste Freundin zu verlieren? Sie ist mir wie eine Schwester, wir kennen uns seit unserer Geburt. Bitte helft mir. Danke im Voraus !

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Antwort
von Ani77777, 42

Hallo,

also ich weiß das Depressive Menschen sich immer gern zurückziehen und allgemein nicht mit Menschen reden wollen und auch nicht über ihre eigenen Probleme. Sie wollen einfach alleine sein in Ihrem Kummer. Aber genau das tut Ihnen nicht gut. Sie drehen sich nur um sich selbst und ihre Probleme. Es ist in erster Linie garnicht so wichtig alles zu erfahren was mit Ihr ist. Sondern du solltest sie aus diesem Teufelskreis rausholen. Was nicht so leicht ist. Man könnte versuchen sie dazu zu bringen mehr raus zugehen, ihr gute Laune machen etc.

Kommentar von ifeelbroken ,

Danke, dass werde ich mal versuchen. Ich wünsche mir so sehr, dass es ihr bald besser geht. Danke

Antwort
von Nirakeni, 31

Ja, das ist schwierig, wenn der andere sich nicht öffnen kann, oder will. Ein guter Weg ist, verbal Anteilnahme zeigen, wie: "Ich mache mir Sorgen um Dich". "Ich glaube, es geht dir nicht gut." - Also, nicht drängen, ganz als wahrer verständnisvoller Freund reden. Oder: " Ich bin bereit dir zuzuhören, denn du sollst wissen, dass ich dein Freund bin." - Vielleicht reagiert sie positiv darauf. Denn schließlich zeigst du ihr deine Gefühle. Mehr kannst du im Moment nicht tun. - Erziehungsberechtigte reagieren oft direkter. Mit Beschuldigungen, die real zutreffen. Oft gerät der Betroffene dadurch in eine ausweglose Situation, fühlt er sich ertappt, dann kann diese Hemmschwelle auch aufbrechen Aber du solltest es erst einmal auf die sanfte Tour versuchen. Und: Alkohol ist ein Nervengift und verstärkt mitunter die Depression, "Probleme können schwimmen". Vielleicht liegt ja auch ein ungelöstes lastendes Problem auf ihr. Doch überfordere dich nicht, du bist kein Psychologe und kannst nicht mehr geben als du hast. Also wäre im schwierigen Fall eine Therapie angebracht.

Viel Glück!

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