Frage von Chriso222, 48

Ist meine Bekannte tablettensüchtig (Xanax)?

Hallo. Ich habe eine Bekannte, welche mir Sorgen macht, stark tablettensüchtig zu sein.

Diese konnte nie gut einschalfen und hat vor 15 Jahren angefangen, 0,5mg Xanax-Tabletten für den Schlaf einzunehmen. Aufgrund Ihrer schwachen Psyche und persönlicher Probleme (Sie ist eine sehr ängstliche Person) hat Sie dann die Dosis auf 1mg erhöht, um auch besser mit Ihren persönlichen Problemen klar zu kommen. Im Laufe der Jahre hat Sie verschiedene Medikamente probiert, und in den letzten Jahren nimmt sie 2mg Xanax zusammen mit dem Anti-Depressivum Zyprexa (Wirkstoff Olanzapin).

Ich habe Ihr gesagt, dass Sie davon wegkommen soll, um endlich wieder Ihr normales Leben aufnehmen zu können, da Sie zur Zeit sehr schläfrig und schwach wirkt. Diese entgegnet mir allerdings mit festester Überzeugung stets das Argument, dass Sie ohne diese Medikamente überhaupt keine Energie hätte, irgendetwas zu machen und den ganzen Tag im Bett liegen würde.

Habt Ihr vielleicht Erfahrung mit einer solchen Situation und könnt Ihr mir empfehlen, was diese Person machen sollte? Ich bin der Meinung, dass es Ihr gut gehen würde, wenn Sie einige Wochen/Monate durchweg keine einzige derser sch.... Medikamente nehmen würde, aber sie ist nicht dazu zu bewegen und bevor ich Sie zu sehr in die falsche Richtung dränge, hätte ich gerne einen Ratschlag dazu gehört.

Vielen Dank im Voraus!

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Chriso222,

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Gesundheit Medizin

Antwort
von ArcadiaMcDowell, 16

Hallo,

ob deine Bekannte tablettensüchtig ist, kann ich nicht beantworten, doch zumindest handelt es sich bei Xanax um ein Medikament, welches für seine Suchtgefahr bekannt ist und wenn sie es bereits seit fünfzehn Jahren nimmt, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch.

Allerdings wird dieses Medikament nicht leichtfertig verschrieben und es ist natürlich, dass die Dosis im Laufe der Jahre erhöht werden muss, weil der Körper eine Toleranz für die Wirkstoffe entwickelt. Theoretisch ist Xanax ein Medikament, welches begleitend zu einer Psychotherapie verschrieben wird, dadurch sollte deine Bekannte unter stetiger Kontrolle eines Arztes stehen, der in diesem Fall am besten einschätzen kann, ob sie das Medikament braucht – da er es
verschreibt und ihre Dosis erhöhte, scheint er es für nötig zu befinden.

Die Medikamente „einfach mal ein paar Wochen nicht nehmen“ ist erstens leicht gesagt und zweitens sicherlich nicht die beste Alternative, denn der Arzt deiner Bekannten wird sich sicherlich etwas bei der Verschreibung gedacht haben. Nicht nur, dass
deine Bekannte unter den Entzugssymptomen, die bei jedem derartigen Medikament und unabhängig von bestehender Abhängigkeit auftreten, leiden müsste, sie wäre ihrer Krankheit zudem schutzlos ausgeliefert. Psychische Störungen verschwinden nicht einfach, weil man das gerne so hätte, oftmals müssen die Betroffenen ihr Leben lang Medikamente einnehmen, um ein normales Leben führen zu können. Einem
Krebskranken sagst du sicherlich auch nicht, er solle einfach seine Chemo abbrechen, dann würde die Übelkeit schon aufhören!

Lethargie, Müdigkeit usw. sind häufige Nebenwirkungen. Wenn dir jedoch aufgefallen ist, dass diese Symptome erst kürzlich aufgetreten sind, dann liegt es sicherlich nicht an dem Medikament, welches sie bereits seit fünfzehn Jahren einnimmt, sondern an etwas anderem. Wenn du ihr wirklich helfen willst, dann überzeuge sie, dass sie ihrem Arzt diese neuen Symptome mitteilen soll, denn dieser wird am besten einschätzen können, woran es liegt. Ihr die Einnahme entgegen des ärztlichen Rates und auf eigene Faust ausreden zu wollen, ist vermutlich das Dümmste, was du in dieser Situation machen kannst.

Antwort
von Kittylein16, 19

Ich kenne die Medikamente nicht, aber ich glaube nicht, daß sie abhängig ist. Die Dosierung ist niedrig. Kann aber nur ein Arzt beurteilen.

Aber ich denke, sie hat wohl eher Depressionen. Das würde nämlich erklären warum sie so ist. Es wären typische Anzeichen für eine Depression. Aber die Medikamente verschreibt ja wohl ein Arzt. 

Man kann nicht pauschal sagen, wenn du die Tabletten nicht mehr nimmst hast du mehr Energie. Wenn sie wirklich depressiv ist braucht sie Gespräche, eine Therapie.

Vermutlich sind die Tabletten um es nicht schlimmer zu machen. Depressiv ist ähnlich wie schläfrig sein. Da kommt man nicht so schnell raus.

Wenn man ihr sagt, daß sie es falsch macht hilft man ihr eigentlich nicht. Auch, wenn es gut gemeint ist.

Antwort
von kleinh, 20

Klar, man muss echt aufpassen mit medikamenten. Man kann immer süchtig werden und es wäre auch möglich, dass deine freundin sich schon so fühlt, als ob sie ohne die tabletten nicht mehr klar kommt. ABER du kannst nicht entscheiden, dass sie die nicht mehr nehmen soll. Diese medikamente sind verschreibungspflichtig, das heißt ihr arzt weiß bescheid! Sie sollte nicht selbstständig die dosis erhöhen, aber es könnte durch absetzen der Medizin echt zu einem emotionalen zusammenbruch kommen. Ich spreche da aus erfahrung, du musst immer bedenken, dass es ihr im moment nur durch dir tabletten "gut" geht. Sie ist nicht geheilt

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