Ist mein Zukunftsplanung richtig?

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4 Antworten

Hallo, 

zur Schulbildung: Die EU macht da keinerlei Vorgaben, allerdings können die Airlines ihre eigenen Anforderungen stellen. 

Das wäre bei LH die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, bei AB mindestens die Fachhochschulreife, bei Royal Jordanien weiß ich es nicht, aber jede Airline macht ja Angabe bezüglich Voraussetzungen auf ihrer Bewerberseite. Es gilt: Mehr ist immer besser! 

Du musst drei Voraussetzungen mitbringen: 

1) die der Luftfahrtbehörden (EASA für die EU und der nationalen) 

2) die der jeweiligen Airline 

3) die flugmedizinischen 

Das Kopftuch: Wird sicher problematisch, weil uneingeschränktes Hören eine Grundvoraussetzung für Berufspiloten ist. Und ein Headset über dem Kopftuch ... na ja. 

Und was machst Du, wenn Du eine Sauerstoffmaske (Vollgesichtsmaske bei Rauch und Feuer) aufsetzen musst? Geht das so einfach? 

Frag einfach mal beim Luftfahrt-Bundesamt (lba.de) nach, ob Kopftuch ein GO oder NO GO ist. In der EU-FCL ist jedenfalls nichts zu finden bis auf den Hinweis, dass bei der Audiometrie kein Hörverlust sein darf. 

Meine Meinung, kein Fakt: Wenn Du hier geboren wurdest, lass das Kopftuch weg! Kopftücher waren nach dem Zweiten Weltkrieg bei den "Trümmerfrauen" gang und gebe, aber nur, weil die Haare beim Wiederaufbau Deutschlands im Weg waren. 

Aber im Cockpit weht ja nur - wenn überhaupt - ein laues Lüftchen von der Klimaanlage. Ansonsten brauchst Du ein Kopftuch nur noch, wenn Du als Pilotin mal mit Deinem Cabrio an der Côte d’Azur entlangfährst :-) 

Flugausbildung: Heutzutage nur noch sinnvoll bei einer Airline, die ihren Nachwuchs selbst ausbilden lässt. Der Pilotenmarkt ist überlaufen, da ist die Ausbildung an einer "freien" Flugschule ein hohes finanzielles und zeitliches Risiko, weil: 

a) Ausbildung machen, b) danach Stelle finden, c) Auswahltestsder Airline bestehen, d) während der Ausbildung und danach muss das Medical aktuell gehalten werden. Was passiert, wenn Du fluguntauglich wirst? Und wie willst Du die vorgeschriebenen Flugstunden bekommen? 

Nein, sich bei einer Airline mit angeschlossener Schule bewerben, ist besser. 

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Ob Deine Zukunftsplanung richtig ist, kann Dir hier niemand beantworten, denn es ist Dein Leben. Niemand weiß, mit was Du glücklich wirst.

Fakt ist. Eine Pilotenausbildung ist der schlechteste Zeitpunkt. Nie war die Luftfahrt auf einem so tiefem Level, die Jobnot, die Ausbeute und schlechte Bezahlung der Mitarbeiter so mies wie derzeit. 

Du hast für die nächsten 20 Jahre einen Berg Schulden, keine Aussicht auf Arbeit und viele andere Unannehmlichkeiten in diesem Job. 

Als Frau musst Du noch mehr Leistung bringen wir Deine männlichen Kollegen, um gleichermaßen anerkannt zu werden.

Du brauchst einen dicken Geldbeutel, um Dir das alles leisten zu können, ein breites Kreuz, um Dich behaupten zu können.

In ein paar Jahren wirst Du dann erkennen, welchen Fehler Du gemacht und wieviel Zeit und Kohle Du in den Sand gesetzt hast. Dann wirst Du zu der Erkenntnis gelangen,  dass ein vernünftiges Studium um Welten besser gewesen wäre. 

Damit hättest Du Dir Tür und Tor für einen vernünftigen Job mit Aufstiegschancen,  geregelten Arbeitszeiten und gutem Einkommen geöffnet. 

Statt dessen schlägst Du Dich jetzt mit 1000 anderen arbeitslosen und hoch verschuldeten Piloten um einen mies bezahlten Arbeitsplatz im Cockpit und hältst Dich bis dahin mit Gelegenheitsjobs am Leben. 

Aber Du kannst Dir jetzt eine tolle Uniform im Laden kaufen, sie anziehen und Dich "Pilot" nennen.

Zu Hause vor dem Spiegel übst Du am besten schon mal die Ansprache an "Deine Passagiere " in allen möglichen Sprachen. 

Nee Mädel - im Ernst! Zu diesem Thema werden hier jedem Tag Fragen gestellt und beantwortet. Lies Dir die Antworten doch einfach mal durch und recherchiere die Fakten zu diesem Berufsbild. Aber nicht nur die Vorteile, sondern auch die Nachteile.  

Dann entscheide selbst, ob Du auf die Art und Weise glücklich wirst. Ich glaube es nicht.

Wenn Du mal Lust hast, kannst Du das hier mal lesen: http://www.welt.de/wirtschaft/article139087743/Eigentlich-duerfte-man-mit-uns-nicht-mehr-fliegen.html

Manchmal traut sich auch mal einer, offen darüber zu reden.

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Das ist ziemlich gewagt, denn nach der Susbildung bei der FFL (sitzt die nicht in Essen-Mülheim?) hast Du die CPL und einen Berg Schulden. Ob Du danach einen Job findest, ist sehr ungewiss. Das hat nichts mit dem Kopftuch zu tun, sondern damit dass der Pilotenmarkt zur Zeit sehr wenige Chancen bietet. Auf jede freie Stelle als Pilot kommen zig fertig ausgebildete Piloten, die einen Job suchen.

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Kommentar von Luftkutscher
27.03.2016, 20:32

Weniger risikoreich wäre es, wenn Du die Allgemeine Hochschulreife anstrebst und Dich bei einer Airline bewirbst, die ihren Pilotennachwuchs selbst ausbilden lässt. Falls Du nach der Ausbildung nicht übernommen wirst, sitzt Du wenigstens nicht auf einem Berg Schulden. 

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Du bist gebürtige Deutsche ;) 

Prinzipiell hört sich das gut an, du musst auf jeden Fall fließend Englisch sprechen können, und auch sonst sollten deine Noten sehr gut sein.

Ob jetzt Pilotin für Verkehrsflugzeuge generell so eine gute Idee ist weiß ich nicht, denn das mittelfristige Wachstum dieser Branche ist mit einigen Unsicherheiten verbunden, und langfristig ist eine Reduzierung des Flugverkehrs unausweichlich.

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Kommentar von LamaPhalestina
27.03.2016, 18:46

ich kann gut englisch sprechen arabisch auch noch

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Kommentar von LamaPhalestina
27.03.2016, 18:47

ich bin sehr sportlich bin Boxerin und bin in ein Fußballverein

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Kommentar von Luftkutscher
27.03.2016, 18:55

Weshalb sollte sie fliessend Englisch sprechen können? Sie will doch Pilotin und nicht Dolmetscherin werden.

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