Frage von benz7173 26.05.2009

Ist mein Vermieter im Recht?

  • Antwort von FordPrefect 26.05.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nein, so einfach ist das für den Vermieter nicht. Naturgemäß wird man immer versuchen, möglichst alle Parteien an einem oder zwei Tagen (bei Ablesen durch Fremdfirma) abzuarbeiten, aber realistisch ist, dass immer jemand in Urlaub oder krank oder wer weiß wo ist. Einen Ersatztermin muss der Vermieter zugestehen, und zwar kostenlos. Erst wenn auch der Ersatztermin schuldhaft durch den Mieter platzt, können evtl. enstehende Mehrkosten kostenpflichtig auf den Mieter umgelegt werden. Das gilt auch, wenn die Wärmemessdienstfirma die Kosten für die Zweitablesung vom Vermieter verlangt. (LG München I, Az. 12 O 7987/00, aus: WM 2001, S. 190)

  • Antwort von maffner 26.05.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du hast zum Ablesen (Heizung, Strom) IMMER das Recht auf einen 2. Termin! Nach dem 1. Termin darf er nicht schätzen. Wenn du den den zweiten Termin auch noch sausen lässt, dann darf er das allerdings. Ich finde es aber auch äußerst komisch, daß der Termin am Wochenende war.... ich hatte schon sehr viele solche Termine, aber die waren alle nie am Wochenende, und da kamen auch immer professionelle Ableser, und ich bin mir nicht sicher, ob der Vermieter das selbst überhaupt darf. Er sollte eigentlich mit dem Ablesen eine Firma beauftragen, das ist der normale Weg, und die kommen dann Mo-Fr während der Arbeitszeiten. Aber wie gesagt, nach einem verpassten Termin darf er definitiv noch nicht schätzen, das ist zu früh. Ich kann dir allerdings grad nicht sagen, in welchem Paragrafen das steht.

  • Antwort von tuppergirl 26.05.2009
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ihr könnt euren Zählerstand doch z.B. auch selber melden. Die Stadtwerke haben dafür z.B. Online-Services. Ob der Vermieter im Recht ist, kann ich dir leider nicht sagen, aber so einfach schätzen kann nicht rechtens sein...

  • Antwort von aurata 01.06.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Teile deiner Vermieterin den Zählerstand mit.

    Mein Energieversorger-"Zählerleser" war auch da, als ich nicht da war. Da lag eine vorgefertigte Karte im Briefkasten, ich habe alle Zählerstände aufgeschrieben (Wasser, Strom, Gas) und habe es per Post hingeschickt...völlig problemlos und unkompliziert.

    Warum das bei deinem Vermieter nicht möglich ist, solltest du ihn fragen.

  • Antwort von Padri 27.05.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich gehe mal davon aus, dass es sich um Zähler handelt, die in er Wohnung platziert sind. Dann könnt ihr den Zählerstand doch selbst ablesen und dem VM durchgeben. Zu einigen anderen Antworten hier: Nur die Hauptzähler, z.B. für Strom und Wasser werden von Mitarbeitern der Energieunternehmen, bzw. Kommunen abgelesen. Die Wohnungszähler werden vom Vermieter abgelesen oder können vom Mieter selbst abgelesen werden. Wenn die Mieter berufstätig sind, dann ist eine Ablesung am Wochenende verständlich und sollte vom Mieter auch ermöglicht werden. Allerdings sollte es einen 2. Termin geben. Oder wurde der 1. Termin nicht rechtzeitig abgesagt?

  • Antwort von Tabaluga1961 27.05.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    lest den/die Zähler selbst ab und teilt V mit. Behaltet aber unbedingt die Notiz.

    • so schnell schätzen geht nicht, es muss ein nachablesetermin (kostenpflichtig) geben. habt ihr schon mal darüber nachgedacht, einer vertrauenswürdigen Person einen Schlüssel für diesen Tag zu geben??? Das wäre die 3. Variante. Mutter oder Opa für den Tag in die Wohnung setzen - wenn ihr verhindert seit.
  • Antwort von Obelhicks 26.05.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    kein vermieter kann dich zwingen, dafür urlaub, krankenhausaufenthalt oder sonstige verpflichtungen aufzugeben. Nachtermin ist obligatorisch.

    im übrigen ist eine schätzung nicht erforderlich, wenn du abliest, es schriftlich mitteilst und gelegenheit zur überprüfung nach terminabsprache gibst. kein vermieter ist gezwungen, das in eigener person zu erledigen.

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