Frage von Schneeflocke210, 12

Ist mein Kopf jetzt völlig irre nach meiner Bein OP?

Vor einem halben Jahr hatte ich eine OP am Bein. Es ist alles bisher sehr gut verlaufen. Trotzdem vertraue ich seither meinem Körper ÜBERHAUPT nicht mehr! Bei jedem kleinen Weh-Wehchen denke ich, ich habe etwas, von dem ich garantiert sterben werde. Ich bekomme Panikattacken, obwohl ich selber doch weiß dass nichts ist, aber renne zum Hausarzt, Physiotherapeut und in die Notaufnahme (zuletzt bin ich wegen Wadenschmerzen am gesunden Bein nochmal nachts um 1 Uhr aufgestanden und bin in die notfallpraxis gefahren, um eine Venenthrombose auszuschließen - nachdem die OP ein halbes Jahr her war!!!) ich weiß wirklich nicht mehr weiter, mein Freund ist total liebevoll aber ich denke es nervt ihn schon tierisch. Vor der OP war ich garnicht so und jetzt frage ich mich was ich dagegen tun kann, ob das denn für immer so bleibt und ob das noch jemand von euch hat.. Ist das etwas psychisches oder bin ich einfach nur bescheuert im Kopf? Mit meinem Arzt traue ich mich nicht darüber zu reden, da ich ja kerngesund bin und keine lebensgefährliche Erkrankung habe. Ich denke einfach, dass er denkt oder sagen wird, ich solle mich nicht so anstellen...

Antwort
von EPzentrum, 8

Ein Hausarzt sollte eigentlich geschult sein sich auch deine Probleme anzuhören, wenn diese sich darin zeigen, dass du auch körperlich davon betroffen bist. du solltest nicht zögern ihm zu berichten, was dich beschäftigt und er wiederum sollte nicht zögern dir möglicher Weise eine Therapie zu empfehlen, die dir helfen könnte, wenn dich das so stark beschäftigt.

Auf jeden Fall, egal was es ist, du solltest dich nicht schämen dir auch helfen zu lassen. Soviel dazu.

Ich schilder dir mal was, das viel schlimmer sein könnte: Ich z.B. hab ein neues Herz, also ich wurde 2010 herztransplantiert und hab zu meinem Leidwesen lange genug Krankenhäuser von innen gesehen und meine Situation vor der OP und wärend des Eingriffs und auch noch bis zu einem Jahr nach der OP war mehr als lebensbedrohlich - ich hätte eigentlich Angst haben müssen. Aber ich habe diese Angst verdrängt und wenige Jahre später kam dann mein Nervenzusammenbruch mit Klinikaufenthalt Medikamentenbehandlung und allem drum und dran.

Ich nehme immernoch Medikamente gegen mögliche Angstzustände und mir kann man das nicht verdenken, auch wenn ich das eher mit mehreren Vollnarkosen und mehrmaligem Nahetoderfahrungen verbinde.

Und so schlimm wird es ja wohl bei dir noch nicht sein. Rede darüber ws dich bewegt, verdränge es nicht, selbst wenn das bedeutet, dass du eine Therapie machen musst. Ohne das wirst du das vieleicht nicht los.

Kommentar von Schneeflocke210 ,

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Das tut mir echt furchtbar leid, was du durch machen musst. Ich werde wohl wirklich mal mit meinem doc darüber reden. Danke für deine Bestärkung und dir wünsche ich alles gute!!! 

Antwort
von hanslernt2, 12

Weniger im Netz nach Symptomen googlen. Dachte auch ich sterbe an nen Herzinfakt war aber nur eine Verspannung im Rücken.

Kommentar von Schneeflocke210 ,

Ja, da hast du vollkommen recht. Das werde ich jetzt auch komplett einstellen.

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