Frage von azallee, 92

Ist mein Kind überfordert oder unterfordert?

Mein Sohn (14) spricht sehr wenig. Im Unterricht beteiligt er sich sehr selten, wirkt sehr zurückgezogen. Auch beteiligt er sich selten an Gesprächen mit Erwachsenen. Ich habe ihn mal beim Schulpsychologischen Dienst austesten lassen und da hatte er folgende Ergebnisse: 16 von 18 Punkten bei der logischen Intelligenz, alles andere 12 von 18 Punkten.

ADHS konnte beim Schulps. Dienst ausgeschlossen werden.

Er quatscht aber gerne mit seinem Sitznachbarn während dem Unterricht, bekommt aber trotzdem noch Vieles mit.

Als er klein war, hat er das Krabbeln ausgelassen und ist gleich gelaufen. Auch die Zweiwortsätze hat er auch ausgelassen und ist von einzelnen Wörtern auf 3-Wort-Sätze gesprungen.

Die Noten sind seit der 7. Klasse in den Keller gefallen, vorher waren seine Noten überdurchschnittlich.

Er kommt mündlich nirgendwo auf eine 2, scheint sich zurückzuziehen.

Ist er überfordert? Unterfordert? Seine Lehrerin schiebt es auf die Pubertät.

Antwort
von Kabeltante1266, 46

Hast du ihn mal gefragt, wie ER sich fühlt? Es scheint so, dass er im Moment besonders viel Zuspruch braucht, damit er sich nicht völlig zurück zieht. Hat er Hobbies, die du fördern könntest? Interessen, die du unterstützen kannst? Wäre ein Tapetenwechsel (Schüleraustausch, Sprachkurs im Ausland) eine Option, um sich zu entfalten? Ich würde das im Auge behalten. Da wir deinen Sohn alle nicht kennen, kann es ja sowohl das eine (Überforderung) wie auch das andere (Unterforderung) sein. Ich würde auf jeden Fall versuchen, mit ihm zu reden, ob er sich wohl fühlt, was du tun könntest, damit es ihm (noch) besser geht....und ihn fragen, wie er das sieht, was er sich wünschen würde. Vielleicht sitzen seine Probleme - so er denn darüber spricht - ganz woanders....

Antwort
von djNightgroove, 10

Das kann tausend Ursachen haben. Für schüchterne Kinder ist es oftmals nicht einfach, am mündlichen Unterricht teilzunehmen. Oft werden sie vom Lehrer quasi übersehen und die Kinder, die reinbrüllen, kommen dran. Hatte das Problem selbst in meiner Schulzeit, da hat man dann halt irgendwann keinen Bock mehr.

Ob das oder eine der vielen anderen Möglichkeiten bei deinem Sohn zutrifft, kann dir hier keiner sagen. Deine Erwartungshaltung könnte auch eine Rolle spielen, ebenso wie die Pubertät. Am besten führst du mal in aller Ruhe ein ausführliches Gespräch mit deinem Sohn, um herauszufinden, wie er sich in der Schule fühlt.

Ich glaube nicht, dass dein Sohn unter- oder überfordert ist, dass die Noten nach der Grundschule bzw. ab der 7. erst mal nach unten gehen, kann auch daran liegen, dass dann mehr Fächer zu bewältigen sind. Kein Schüler kann den Notendurchschnitt der Grundschule halten, denn da gibt es noch Welpenschutz, danach wird selektiert. Außerdem zählt das Mündliche im fortschreitenden Schulalter immer mehr.

Biete deinem Sohn Hilfe bei den Schularbeiten an und versuche ihm zu erklären, dass er viel einfacher durchs Schulleben kommt, wenn er sich mündlich beteiligt. Auch kannst du ihm anbieten, dass er Nachhilfe bekommt, wenn er in einem Fach besondere Schwierigkeiten hat.

Antwort
von WelleErdball, 30

Wenn es die Pubertät wäre hätte es nicht bereits im Kindesalter Auffälligkeiten gehabt. Ich würde zur weiteren Abklärung einen Kinder- und Jugendpsychiater hinzuziehen vorausgesetzt für ihn ergeben sich auch Schwierigkeiten im Alltag, ein Leidensdruck, wenig Sozialkontakte etc.

"Nur" wenig sprechen und sich wenig im Unterricht beteiligen, krabbeln auslassen ... das würde ich nicht gleich pathologisieren. Was sagt er denn eigentlich dazu?

Antwort
von 1234swen, 24

Sprich am besten mit ihm. Versuche mal, ihn zu fördern. Was hat er für Wünsche? Wie denkt er, denkt er wie ein Kind und alles ist toll, oder denkt er wie ein Erwachsener und hat seine realistischen Ziele, die er erreichen will?

Die Möglichkeit der Unterforderung ist da, aber genausogut eine pubertätsbezogene Ich-Krise, bei der der Übergang vom Kind-Sein ins Erwachsen-Sein mit dem Problem verbunden ist: Was bin ich, was kann ich, was darf ich, was wird aus mir? Wer bin ich?

Fragt einen Psychotherapeuten mit dem Fachschwerpunkt Jugend, der als neutraler Beobachter euren Jungen unterstützen kann. Aber zwingt ihn nicht unbedingt dazu, da hin zu gehen. Überredet ihn einfach mal, und vielleicht macht er von sich aus gerne weiter.

Antwort
von TomahawkDonVito, 24

Meiner Meinung nach Pubertät. Es ist keine Seltenheit, dass Jungen, welche in der Kindheit noch extrem begabt waren, in der Pubertät zu "normalen" bis "schlechten" Schülern werden.

Antwort
von Dahika, 10

Das hat die Lehrerin recht. Überfordert wird er nicht sein, unterfordert wohl auch nicht. Der Junge ist in der Pubertät und hat viel mit sich selbst zu tun.

Antwort
von FrauFanta, 20

Es gibt IQ Test, sowas solltest du mal machen. Liegt der IQ über 130 sind Kinder oft in Regelschulen unterfordert, liegt der IQ unter 95, dann wird er überfordert sein

Antwort
von WerWeissEsDoch, 45

du meinst, er ist verschlossen, aber er stört den unterricht?

sorry, ist doch normal in der pubertät...

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