Frage von MaToRiXZzZ, 39

Ist mein Gedicht im Trochäus geschrieben?

Ich muss eine Gedichtinterpretation schreiben und dem zu folge auch stilistische Mittel und deren Wirkung angeben. Jetzt habe ich meine Probleme mit diesem Daktylus, Trochäus, Jambus und Anapäst. Ich tendiere ja zum Trochäus in diesem Text, was ist eure Meinung?

Zeus
Im Himmel machte er die Blitze,
auf Erden aber lieber Witze.
So hatte er, als Tier verwandelt,
sehr oft mit Damen angebandelt !
Einst näherte er sich – als Stier –
Europa und sprach keck zu ihr:
“Ich bin der Zeus ! Macht keine Zicken
und setzt Euch hier auf meinen Rücken !
Halt’t Euch am Horne fest und flieht
mit mir dorthin, wo’s keiner sieht !“
Erst zierte sich das Mädchen sehr – – –
dann weniger – dann wieder mehr —
da wurde es selbst Zeus ganz klar,
wie uneinig Europa war !
Und es ist gar nicht übertrieben,
zu sagen, es sei so geblieben ! –
Durch alte Schriften ist belegt,
daß Vater Zeus fast unentwegt
nach unten kam, sich abzulenken –
statt oben ans Regiern zu denken,
bis seine Frau, die Hera hieß,
ihn einfach nicht mehr runterließ.
Im Himmel aber, da verlor
er jeden Sinn für den Humor –
drum hört man auch vom alten Zeus
nichts Neus !

~ Heinz Erhardt

Expertenantwort
von LolleFee, Community-Experte für Schule & deutsch, 18

Da gibt es keine Meinungen. Das ist eindeutig ein Jambus. Auf eine unbetonte Silbe folgt eine betonte. Teilweise mit männlicher, teilweise mit weiblicher Kadenz.

Kommentar von MaToRiXZzZ ,

Danke sehr! Tut mir leid, hab da leider meine Probleme mit :/

Kannst du noch einmal kurz erläutern, wie du das mit der weiblichen/männlichen Kadenz meinst?  

Kommentar von LolleFee ,

Wenn ein Vers mit einer betonten Silbe endet, handelt es sich um eine männliche Kadenz; endet er mit einer unbetonten Silbe, ist es eine weibliche Kadenz.

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