Frage von Jackunzel, 220

Ist mein Buch gut (Klappentext)?

Hallo alle zusammen, ich habe ein Buch geschrieben und wollte bezüglich eures ersten Eindrucks des Klappentextes einfach eine spontane Meinung dazu hören:

Jack ist tot, es wurde ihr tausend Mal gesagt, doch Rachel kann es nicht glauben. Jack konnte nicht tot sein, sie wollte diese Tatsache nicht akzeptieren. Sie wollte der Welt beweisen, dass er es wider jede Logik geschafft hat, seinen schrecklichen Unfall zu überleben. Zusammen mit dem Genie Tom, der den Wettkampf gegen die Logik mehr als eine Herausforderung an seine Intelligenz sieht, versucht sie, das Unmögliche zu beweisen. Doch Rachel ahnt nicht, vor welche Entscheidungen sie gestellt wird, die sie zwischen Verstand und Wunsch gefangen halten und sie letztendlich begreifen lassen, dass es manchmal besser ist, loszulassen.

Natürlich sind das ziemlich wenige Informationen über die Geschichte, aber es soll ja auch Lust auf mehr machen! Eure Meinung würde mich wirklich sehr interessieren.

Antwort
von Jerne79, 95
Nicht mein Stil.

Mein Ding ist das nicht, und ehrlich gesagt ist das auch nur bedingt ein funktionierender Klappentext. Rein sprachlich betrachtet muss ich den Lobeshymnen hier widersprechen.

Einmal ganz davon abgesehen, dass ein Klappentext meist im Präsens steht, gehst du mit deinem ersten (Bandwurm)Satz emotional zu sehr in die Tiefe, zu sehr ins Detail. Statt den Platz für mehr Details zu nutzen, verlierst du dich in einem einzigen Gefühl.

Der 2. Satz ist ganz in Ordnung, ist aber wieder zu verschachtelt und driftet bei "das Unmögliche beweisen" ins pathosbehaftete Klischee ab.

Doch Rachel ahnte nicht, vor welche Entscheidungen sie gestellt wird,
die sie zwischen Verstand und Wunsch gefangen halten und sie
letztendlich begreift, dass es manchmal besser ist, loszulassen.

Hier verlierst du mich entgültig, denn dieser Schachtelsatz geht nicht auf. Übrigens wechselst du plötzlich ins Präsens.

Zusammenfassend: Wäre ich in freier Wildbahn mit diesem Klappentext konfrontiert worden, hätte ich das Buch zwischen Zeile 2 und Zeile 3 weggelegt.

Also: Präsens, kürzere, prägnantere Sätze, etwas mehr Information.


Kommentar von Jackunzel ,

Vielen Dank für die konstruktive Kritik! Ich werde daran arbeiten und du hast recht, ich habe wirklich ein Problem mit Schachtelsätzen, wenn du vielleicht noch ein konkretes Beispiel hättest, wie ich einen dieser Sätze umformulieren könnte, wäre ich dir sehr dankbar!

Kommentar von Jerne79 ,

Das ist jetzt ernsthaft verwirrt und nicht patzig gemeint:

Wie soll ich denn mit den paar Informationen einen besseren Text verfassen, der viel mehr Informationen beinhalten sollte? Ich hatte kurz überlegt, den 3. Satz neu aufzubauen, aber letztlich würde ich den doch ziemlich pathetischen Mittelteil nicht verwenden. Und schon bleibt mir zu wenig Fleisch.

Sobald ich ansetze, habe ich bei jedem Satz mehrere Fragen.

Wer ist dieser Jack? In welchem Verhältnis steht die Protagonistin zu ihm, dass sein Tod sie so berührt? Wer ist die Protagonistin? Und wer dieses Genie? Was sind das alles für Leute, die so alters- und professionslos daherkommen?

Zumindest ein paar dieser Fragen sollte dein Klappentext beantworten.

Lies dir einmal vernünftige Klappentexte durch. Also Texte zu von seriösen Publikumsverlagen publizierten Romanen, nicht irgendwelche Ergüsse auf Wattpad oder aus dem Selfpublishing-Bereich.

Antwort
von TheCoon324, 68
Vielleicht, mit ein wenig Überarbeitung

Ich musste mich unweigerlich an Tom von Schloss Einstein Staffel 1 erinnern.. Gewollt oder Zufall oder denkst du, der Name Tom passt einfach zu einen Intelligenten? :D

Ist auf jeden Fall nicht schlecht geschrieben. Bin nicht so der Lese-Typ, weshalb ich es höchstwahrscheinlich nicht lesen würde, aber Story hört sich nicht schlecht an.

Kommentar von Jackunzel ,

Muss wohl an dem Namen Tom liegen :D ich kenne Schloss Einstein nicht, was ist das?

Aber danke für deine Antwort!

Kommentar von TheCoon324 ,

Ach, eine Kinder-Teen Serie von damals. Läuft heutzutage, wie ich neulich mitbekommen habe, aber immer noch mit ~700-800 Folgen oder so :D

Antwort
von Mikafan111, 31

Bei zwei sätzen hintereinander der satzanfang Jack. In zu kurzem abstand Logik verwendet. Im ersten satz würde ich eher schreiben: Er ist tot. Es wurde ihr tausendmal gesagt doch Rachel kann es nicht glauben. Jack konnte nicht.....

Antwort
von chaosisntapit, 107

Ich persönlich bin vollkommen hin und weg. Du benutzt die Sprache in einer gewandten Art und Weise, wie ich sie selten gesehen habe.
Ich würde das Buch sofort lesen, allein, weil mich das Genre auch schon unglaublich anspricht!

Fazit: Sprachlich exzellent, ein wahrer Genuss.

Kommentar von Jackunzel ,

Vielen lieben Dank! Das bedeutet mir wirklich viel, besonders weil ich gerade aus Seiten verschiedener Communities schon viel Kritik bekommen habe! Wenn du Interesse hast, dir die Geschichte einmal durchzulesen, ich werde sie nächste Woche auf Wattpad hochladen und freue mich über jeden Leser :D

Vielen Dank nochmal!

Kommentar von DorotheaWinkler ,

Ich bin erstaunt über diese Bewertung.

Kommentar von Jerne79 ,

Da sind wir dann schon zwei...

Kommentar von chaosisntapit ,

Nun, meine Bewertung ist nun einmal subjektiv, und ich, als siebzehnjährige Hobbyautorin empfinde diese Worte als Genuss. Klar, es ist kein Goethe, aber seien wir uns ehrlich, von diesem elitären Schaumschläger haben wir doch alle genug.

Kommentar von Jerne79 ,

Der "elitäre Schaumschläger" hat immerhin seine Sätze grammatikalisch korrekt zu Ende gebracht...

Kommentar von chaosisntapit ,

Jetzt stellen wir also schon Grammatik über den Inhalt? Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin eine große Freundin der richtigen Ausdrucksweise, aber in Sachen Literatur bin ich öfter gewillt darüber hinwegzusehen, weil es dort dann doch um ein wenig mehr geht, als seine Kommata an die richtigen Stellen zu setzen. In meinen Augen sind die vom Herz geschriebenen Werke oftmals viel berührender, als diejenigen, die penibel genau auf die Syntax jedes Satzes achten.

Kommentar von Jerne79 ,

Du lobst die Sprache, und Grammatik ist nunmal ein elementarer Bestandteil der Sprache.

Und über den Inhalt wissen wir nun beim Willen nicht die Welt.

Einer ist tot, eine will das nicht glauben, sie sucht mit jemandem anderen zusammen Klarheit. Inhaltlich ist der Rest des Textes bedeutungslos.

Und was deine Frage betrifft: Ich stelle Grammatik nicht über den Inhalt, ich halte sie für die Grundvoraussetzung für Lesegenuss.

Kommentar von chaosisntapit ,

Hmm. Ich muss zugeben, ich bin dennoch nicht überzeugt von Ihrer Herangehensweise.
Sie verlieren sich zu sehr im Detail, versuchen zu sehr, den Klappentext nach Ihren eigenen Maßstäben umzuformen. Mir ist bewusst, dass die Autorin um Rat fragt, aber ich finde, dass Sie dabei berücksichtigen sollten, wer die eigentliche Zielgruppe dieses Romans ist.
Ihrer Reaktion zu urteilen nach nicht Sie, aber genau das gibt Ihnen kein Recht, das Buch in seiner Wesentlichkeit verändern zu wollen.
Ich, die eindeutige Zielgruppe eines Mystery- und Coming-of-Age-Werks, fühle mich durch die "pathetischen" Formulierungen keineswegs abgeschreckt.
Ich bin sicher, Ihr literarisches Verständnis ist äußerst weit gefächert, und ich kann nicht umhin, mich zu fragen, ob Sie nicht mit zu großen Erwartungen an die Sache herangehen.
Das Potential ist doch ganz eindeutig da! Und die paar sprachlichen Ungereimtheiten, die mich persönlich kein bisschen abgeschreckt haben, werden in späteren Fassungen doch ebenfalls ausgemerzt werden.
Betrachten wir das Ganze doch differenziert: Das Mädchen hat Talent, das können Sie nicht leugnen.
Vielleicht reicht es nicht für einen Pulitzer, aber glauben Sie mir wenn ich Ihnen versichere; für eine Zielgruppe von Jugendlichen wie ich, die zu großer Zahl unsere Erdkreise bevölkern, wird dieser Aufwand allemal genügen.

Kommentar von Jerne79 ,

Ich sehe hier ehrlich gesagt keinen Grund, gesiezt zu werden.

Und um meine Antwort hier auf das Wesentliche einzudampfen: Ich kann durchaus unterscheiden zwischen meinem Anspruch (der im Übrigen sehr unterschiedlich ausfallen kann) und dem einer anderen Zielgruppe. Der Großteil der Kinder- und Jugendliteratur wird auch nicht von Jugendlichen  geschrieben, genug Autoren schaffen es, sich in eine andere Zielgruppe einzudenken und einzufühlen.

Es ist völlig in Ordnung, dass du dich von dem Text angesprochen fühlst. Nur solltest auch du selbstkritisch genug sein, deine Ansprüche zu hinterfragen und einen Text nicht über den grünen Klee loben, wenn er nunmal offensichtiche Mängel hat.

Und an einem Punkt, an dem eine Zielgruppe keinen Wert auf ordentliche Grammatik legt, sollte man sich nicht an die Zielgruppe anpassen. Auch und gerade wenn ein Text für Jugendliche geschrieben wird, ist das sprachlich kein Freifahrtschein.

Wenn wir einmal alles andere beiseite lassen: Was bringt einen jungen Autor wohl weiter? Unreflektiertes Lob oder konstruktive Kritiv, auch wenn sie vielleicht auf einem etwas höheren Level daherkommt als man es selbst anstrebt?

Kommentar von chaosisntapit ,

In einer Zeit, in der Grammatik und korrekte Rechtschreibung kaum mehr gewürdigt werden, habe ich es gelernt, über arge Formverstöße einfach hinwegzusehen.
Sie sind für mich nicht länger von Bedeutung, es sei denn, der vorliegende Text wird dadurch vollkommen unverständlich.
Das ist hier nicht der Fall.

Außerdem kann Grammatik ausgebessert werden. Ich verstehe Ihre Besessenheit einfach nicht. Es ist fast so, als würde Sie sich auf einer Position festfahren, die es Ihnen ganz eindeutig erlaubt, objektive Kritik zu üben.
Ja, über Grammatik ist schwerlich zu streiten, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, Sie pochen deshalb so darauf, weil Ihre übrige Kritik nicht handfest ist.
Sobald wir zum Inhalt kommen, verschwimmen die Grenzen; und sehen Sie, dort werden wir niemals eine Einigung erzielen!

Übrigens haben Sie angemerkt, dass ein Jugendbuch-Autor die Sprache nicht übernehmen muss, um sich in seine Protagonisten hineinzuversetzen. Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht!
Natürlich bin ich nicht der Meinung, dass Bücher mit fehlerhafter Grammatik oder Rechtschreibung gedruckt werden sollen.

Eine Bekannte meiner Eltern zum Beispiel hat ein Buch veröffentlicht, das eine wahnsinnige dichte Atmosphäre vermittelt und auch in anderen literarischen Belangen wirklich großartig zu lesen ist. Nur ist die Grammatik und die Rechtschreibung nicht wirklich ihre Stärke. Aber siehe da; ihr Buch ist (in einer korrigierten Auflage natürlich) trotzdem bei einem namhaften Verlag unter Vertrag, da solche Kriterien bei einem Auswahlverfahren nicht mehr so eng gesehen werden.

Und nun noch ein letztes Mal; der Schreibstil ist sehr gut. Die Handlung klingt äußerst vielversprechend.

Ich weigere mich standhaft, dem Buch (oder sagen wir der Buchidee) irgendetwas von seiner Relevanz abzusprechen, nur weil ein paar grammatikalische Fehler hineingerutscht sind.

(Das zwanghafte Siezen ist übrigens ein direktes Resultat der übertriebenen Höflichkeit, die mich von der breiten Masse der Jugendlichen absondern soll und meiner drakonischen Erziehung, die es mir unmöglich macht, meinen Respekt den Älteren und Weiseren unserer Gesellschaft nicht auf diese Weise auszusprechen.)

(Scherz. Eigentlich macht es mir Spaß.)

Kommentar von Jerne79 ,

aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, Sie pochen deshalb so darauf, weil Ihre übrige Kritik nicht handfest ist.

Nein, es ist der Aspekt, über den wir hier diskutieren, weil du die Sprache so überschwenglich gelobt hast.

Wo ist meine andere Kritik nicht handfest? Der Klappentext verwendet ausschließlich Schachtelsätze und gibt dem Leser kaum Informationen. Letztlich gibt es nicht einen Ansatzpunkt, der den Text als zu einem Jugendbuch gehörig kennzeichnet. Bei genauerer Betrachtung wird nicht einmal das Genre definiert, eben weil keine Informationen vermittelt werden. Diese Kritik nicht weiter zu thematisieren war nicht meine Entscheidung, sondern deine.

Aber ich denke, eine weitere Diskussion ist hier völlig unnötig, da scheint kein Weg zueinander zu führen.


Antwort
von DorotheaWinkler, 69
Nicht mein Stil.

Ich möchte mich der Kritik von @Jerne79 in allen Punkten anschließen und würde vielleicht noch dies hinzufügen:

...und sie letztendlich begreift, dass es manchmal besser ist, loszulassen.

Da es in diesem Roman offensichtlich um einen schwierigen inneren Prozess geht, empfinde ich persönlich hier den letztlichen Schluß, zu dem die Protagonistin am Ende kommen wird, als ungünstig "verraten".

Die Leser sollen das Buch lesen, um zu erfahren, was den Hauptcharakter im Detail antreibt, welche Wege er geht und wo er letztlich mit sich selbst bzw. in der Sache ankommt. Ein Ende, ein Fazit, ein Schluß sollte nicht bereits im Klappentext erfahrbar sein, denn vor allem dies sollte - neben dem Thema - neugierig machen, das Buch überhaupt zu lesen.

Kommentar von Jerne79 ,

Mal ganz frei von Häme:

Da es in diesem Roman offensichtlich um einen schwierigen inneren Prozess geht,

Sind wir uns da sicher?

Kommentar von DorotheaWinkler ,

Ich habe das erst einmal ganz abstrakt genommen und frage mich nicht, wie sie dies im Detail füllt. Ich gehe bei ihrer Beschreibung davon aus, dass dieser Prozess durchaus ein "dramatischer" sein soll, weil die Protagonistin offenbar Jacks Tod nicht akzeptieren kann. Wenn sie gegen Ende "loslassen" kann, hat sie ganz offenbar einen inneren Prozess durchlebt. Wenn dieser "easy" wäre, gäbe es diese Geschichte nicht.

Die FS möchte dieses "Ergebnis" im Klappentext verraten und ich rate ihr, dies offen zu lassen. Für "Häme" sehe ich an dieser Stelle ebenfalls keinen Anlass.

Antwort
von Bethmannchen, 16

Als Eyecatcher bzw. Teaser saugut.  Hätte ich das Buch in Händen, würde ich sofort loslesen.

Dein letzter Satz ist in deiner Fassung ist grammatisch falsch. (Wechsel von aktiv und passiv im Satz)  Du hast dadurch den Sinn verwurstelt.

EIn paar kleine Änderungen, die vielleicht nur meinen Geschmack eher treffen würden. Kurze Sätze "Gedankenstakato" steigern die Spannung.

Jack ist tot. Es wurde ihr wieder und wieder, wohl tausend Mal gesagt, doch Rachel will es nicht glauben. Er konnte nicht tot sein. Sie wollte diese Tatsache nicht akzeptieren. Sie würde der Welt beweisen, dass er es wider jede Logik geschafft hatte, diesen schrecklichen Unfall zu überleben.

Zusammen mit dem genialen Tom, der den Wettkampf gegen die Logik mehr als eine Herausforderung an seine Intelligenz sieht, versucht sie das Unmögliche zu beweisen. Noch ahnt Rachel nicht, vor welche Entscheidungen sie gestellt wird. Zwischen Verstand und Wunsch gefangen gehalten, wird  sie zuletzt begreifen, dass es manchmal besser ist, loszulassen.

Kommentar von Jackunzel ,

Vielen lieben Dank! Ja, du hast recht, das klingt wirklich besser, danke für deine Mühe :)

Antwort
von definitivtoll, 106

Ist wirklich sehr gut und spannend! :)

Antwort
von a2n0a, 65

Sehr gut und spannend ! Jetzt hab ich Lust die Geschichte zu lesen 😊 👍

Kommentar von Jackunzel ,

Danke :D ich lade sie bald auf Wattpad hoch

Kommentar von a2n0a ,

Ich suchte wattpad ständig 👌😂wie heißt du dort?

Kommentar von Jackunzel ,

LadyLavinia, wär super wenn du mal vorbeischauen könntest ;)

Kommentar von a2n0a ,

ja mach ich! :)

Antwort
von krispinchen, 124
Nicht mein Stil.

.. aber trotzdem ganz gut geschrieben. Aber manchmal ein paar Fehler, zB. das Unmögliche groß, aber das passiert :)

Kommentar von Jackunzel ,

Ja, tut mir leid, hatte den jetzt einfach schnell aus der Hand geschrieben, aber du hast natürlich recht :)

Kommentar von Jerne79 ,

hatte den jetzt einfach schnell aus der Hand geschrieben, 

1. Spielregel: Wenn du anderen Texte vorwirfst, gib dir als erstes selbst Mühe mit ihnen. Du willst ein Urteil, andere sollen sich mit deinem Text beschäftigen, aber du tust das nicht? Das geht so nicht.

Wenn du ehrliche Kritik und Hilfe erwartest, muss man schon auch das kritisieren können, was du wirklich leisten kannst.

Es sei denn natürlich, es handelt sich hier um eine banale Ausrede, warum noch Fehler im Text sind. Dann ist das aber auch die falsche Herangehensweise.

Kommentar von Jackunzel ,

Es ist ja schön, dass Sie so gerne kritisieren und glauben Sie mir, ich kann mit Kritik auch umgehen, sonst würde ich nicht danach fragen. Bei diesem Klappentext ging es mir primär darum einen ersten Eindruck zu vermitteln und dieser entsteht am besten, wenn man die Gedanken zu seinen Geschichten von der Hand schreibt, alles andere ist in meinen Augen gestellt.

Das ist mein Stil und wie gesagt es tut mir leid, wenn sich dann Flüchtigkeitsfehler reingeschlichen haben. Ich höre mir gerne die Meinung derjeniger an, die diese Herangehensweise akzeptieren, da Sie das offensichtlich nicht tun, würde ich Sie bitten nur noch zu kommentieren, wenn Sie wirklich etwas von dem verstehen, was Sie sagen und nicht bloß, um sich über die Fehler anderer zu ereifern.

Kommentar von Jerne79 ,

Ich ereifere mich nicht über Fehler, ich verstehe nicht, wieso man von anderen erwartet, dass sie sich mit Texten beschäftigen, die man selbst mal eben raushaut.

Warum will man eine Meinung zu etwas hören, bei dem man noch nicht einmal sein Bestes gegeben hat? Um eine Entschuldigung in der Hinterhand zu behalten?

Und statt dann etwas daraus zu lernen, wird die Kritik kritisiert. Die im Übrigen immer konstruktiv ist und dazu anregen soll, das eigene Vorgehen zu überdenken. Damit der, der da schreibt besser wird.

Aber am Ende stehe ich dann doch wieder da und bereue, dass ich soviel Zeit in anderer Leute Texte investiere.

Kommentar von Jackunzel ,

Dann sind wir ja schon zwei

Kommentar von DorotheaWinkler ,

@Jackunzel... um richtig gut zu schreiben brauchst Du neben Sprachgefühl, Beobachtungsgabe und Talent vor allem auch dies:

Kritikfähigkeit und Lernbereitschaft.

WARUM bittest Du oben um Feedback für einen Klappentext, der nun einmal ganz bestimmten Kriterien unterliegt, ebenso wie es grundsätzliche Kriterien für gutes Schreiben gibt, jenseits von Geschmack und künstlerisch-stilistischen Aspekten.... und akzeptierst dann doch nur, was Dir angenehm ist?

Wenn Du in vier Jahren noch wesentlich besser schreiben willst als heute (und ja, da ist noch viel Luft nach oben!), dann solltest Du Deine Chancen nutzen, wo immer sich erfahrene Leute Zeit für Deine Texte nehmen. Ich kenne Jerne nicht. Aber es ist offensichtlich, dass er / sie etwas vom Schreiben versteht, Du erhältst hier keine "Meinung", sondern durchaus fachliche Hilfe.

Genauso offensichtlich ist, dass bei Dir in manchen grundsätzlichen Dingen (noch) der Wurm drin steckt. Wenn Du Dir hier nichts erklären lässt und konstruktive Kritik nicht annehmen kannst und magst, wirst Du aus Deinen Texten hinauswachsen, ohne dass sich diese mitentwickeln. Fazit: Du verlierst Dein schönes Hobby, da Du selbst eines Tages nicht mehr zufrieden mit den Ergebnissen sein wirst. Dein Fokus auf Deine Arbeiten wird ein reiferer sein, während Du die Zeit aber nicht ernsthaft genutzt hast, mit zunehmend mehr Weitblick auch Deine Schreibkunst zu verfeinern, Dich zu korrigieren und zu verbessern.

Es gibt herausragend gute Hobbyschreiberinnen unter den jungen Leuten. Ich denke nicht, dass Du Dich auf Dauer unterhalb solcher Level bewegen möchtest. Auf dem Weg zum besseren Schreiben musst Du zäher, offener und flexibler sein, als Du es hier zeigst.

Es ist nicht "Stil", irgend etwas mal eben in die Tasten zu hauen und es gut genug zu finden, es spontan jeder beliebigen (und womöglich auch fachlicher und kompetenter) Kritik auszusetzen. Dies ist kein "Stil" und keine "Technik", sondern es ist chaotisch, wenig konstruktiv und schlichtweg unsauberes Arbeiten. Auch denen, die sich dann mit diesem Text auseinander setzen sollen, raubst Du Zeit und machst es ihnen schwer.

Dass Du, auf diesen zugemuteten Zeitaufwand hingewiesen, nur schreibst: "Dann sind wir ja schon zwei", zeigt eine immense persönliche Unreife und eine so geringe Wertschätzung, dass ich mich frage, ob Du nicht noch eine Weile auf gehaltvollere Kritik verzichten und besser zuhause vor Dich hinschreiben solltest, bis Du hier mehr Reife erlangt hast.

Es kann nicht Dein Ernst sein, dass Du hier einen unausgegarten Text hinrotzt und dann diejenigen am meisten beschimpfst, deren Kritik hilfreich und sachlich ist. Es sind DEINE Fehler und sie sind in DEINER Verantwortung. Wenn Du sie behalten willst, ist es an Dir, jeder Kritik auszuweichen, anstatt hier öffentlich Kritik einzufordern.

Kommentar von Jackunzel ,

Wenn ich anmerken darf für Jernes erste Kritik war ich ja durchaus dankbar, was ich in meinem ersten Kommentar auch zum Ausdruck gebracht habe. Allerdings gab es im Laufe dieser Diskussion den Punkt, bei dem ich für mich persönlich keine neuen Erkenntnisse herausziehen konnte. Über eine Kooperation hätte ich mich dann an dieser Stelle gefreut, aber anscheinend hatten die beiden Parteien diesbezüglich verschiedene Vorstellungen.

Kommentar von Jerne79 ,

Du wirfst hier zwei unterschiedliche Sachen in einen Topf.

Die Diskussion mit Chaos(usw) ist eine Diskussion über Geschmack, Meinung, m.E. unreflektiertes Lob und die Einschätzung eines Textes. Du hättest jederzeit die Möglichkeit gehabt, einmal Stellung zu beziehen, beispielsweise zur Frage, ob es sich um ein Jugendbuch handeln soll oder welches stilistische Niveau angstrebt ist.

HIER habe ich kritisiert, dass du anderen einen Text zur Einschätzung vorwirfst, den du selbst nicht einmal gründlich bearbeitet hast. Und das ist in meinen (und offenbar DorotheaWinklers) Augen ein absolutes Unding. Warum, das wurde bereits erläutert. Auch dazu könnte man sich äußern.

Aber für mich ist hier der Punkt erreicht, an dem ich mich zurückziehe. Die Begründung hat mir DW abgenommen.

Kommentar von DorotheaWinkler ,

Über eine Kooperation hätte ich mich dann an dieser Stelle gefreut, aber anscheinend hatten die beiden Parteien diesbezüglich verschiedene Vorstellungen.

Liebe Jackunzel, Dir war aber doch erklärt worden, warum man Dir hier nicht zu einem weitaus stimmigeren und besseren Klappentext verhelfen konnte: WEIL DU KEINEN INHALT PREISGIBST, mit dem man arbeiten könnte. Du gabst uns kein Material, keine Infos, also konnten keine alternativen Sätze vorgeschlagen werden. Was an dem oben gezeigten Inhalt nicht gut bzw. ungenügend ist, wurde Dir erklärt. Allein daraus ließe sich also nichts brauchbar umformen. Wir kennen Deine Story nicht.

Was Du oben inhaltlich schreibst, taugt so nicht für einen Klappentext. Es hätte mehr Infos über die Geschichte gebraucht und es fehlen auch sämtliche Informationen über die Hauptpersonen und ihr Verhältnis zueinander. Dies wurde Dir auch exakt so erläutert, direkt unter Deiner Bitte um konkrete Vorschläge zur Formulierung eines neuen Textes. Jerne war auf Deine Bitte direkt eingegangen, hatte Dir geschrieben, was fehlt. Darauf hast Du aber nicht reagiert, Du warst mit dem Tippen unfreundlicher Kommentare beschäftigt. ;-)

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