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In Managua müssen Taxifahrer keine Straßennamen lernen, denn: Es gibt fast keine. Auf den Adresskärtchen der Einwohner steht zum Beispiel: An der Bäckerei Jimenez drei Blocks Richtung Norden, das gelbe Haus hinter dem Kiosk. „Man orientiert sich an markanten Punkten“, sagt Reiseführer Adrian. Auch el arbolito, das Bäumchen, war ein Wegsymbol. Vor einigen Jahren wurde es von einem Auto umgefahren. Und nun? Kein Problem. „Jetzt heißt es eben: Dort, wo der arbolito einmal war, zwei Blocks südlich undsoweiter“, erzählt Adrian grinsend. Die Einheimischen finden sich zurecht, Touristen haben es schwer. Wo auch sollten sie flanieren? „Managua ist wahrscheinlich die einzige Stadt der Welt, die kein Zentrum hat“, sagt der Chef der Reiseagentur Kool Tour, Carlos Mejía Kornfeld.










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