Frage von Sandraaaa15, 93

Ist man verpflichtet, eine Brille am Arbeitsplatz zu tragen?

Beispielsweise arbeitet man in einem technischen Beruf (Bsp Mechatroniker...) und braucht eine Brille (weil der Augenarzt sagt, dass man nicht alles scharf sehe). Jedoch ist die Person überzeugt, dass sie alles sieht auch ohne Brille. Und die Person findet die Brille lästig.
Darf die Person dann auch ohne Brille arbeiten? Oder gibt es da ein Gesetz dafür?

Antwort
von whatatragedy, 48

Über was sich manche Gedanken machen.... 

Es gibt kein Gesetz was einen zwingt ständig seine Brille zu tragen. 

Wen soll es überhaupt an der Arbeit interessieren ob jemand seine Brille trägt? Sowas ist den Leuten total egal. Manche sind kurzsichtig und sehen das weite schlecht, andere weitsichtig und können nahes schlechter sehen - sollen die alle die ganze Zeit ihre Brille tragen egal ob sie die gerade brauchen, damit der imaginäre Brillenkontrolleur nicht durcheinander kommt, wer wann eine Brille braucht??

Es kann jeder selbst entscheiden, wann er seine Brille trägt. Ausser beim fahren wenn es im Führerschein eingetragen ist. Sonst ist man da völlig frei wenn keine Auflage irgendwo eingetragen ist.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht, 50

Wenn von einem Arzt dokumentiert ist, dass du bei der Arbeit eine Brille tragen musst, verstößt du gegen die Unfallverhütungsvorschriften.

Kommt es dann zu einem Arbeitsunfall, wird dir eine Eigenschuld angerechnet. Die BG würde dann wohl nur insoweit zahlen, wie der Unfall auch MIT BRILLE passiert wäre

Kommentar von whatatragedy ,

" (Bsp Mechatroniker...)"

Ich glaube nicht dass bei Mechatronikern was in der Art vom Arzt dokumentiert wird. Wenn überhaupt wohl eher in gefährlichen Bereichen und da wird der betroffene wenn er schlecht sieht, in seinem eigenen interesse freiwillig Brille tragen. Kontrollieren tut es aber sicherlich niemand.

Kommentar von DerHans ,

"kommt es dann zu einem Arbeitsunfall...."

Ein Arbeitsunfall kann auch ein Wegeunfall sein. Da die FS ja beim Augenarzt war, weiß auch ihre Krankenkasse, dass sie eine Brille tragen sollte.

Im Schadensfall wird das selbstverständlich überprüft.

Kommentar von whatatragedy ,

Die Fragestellerin schrieb nichts von einem Arbeitsunfall. Es ging in der Frage darum, ob man mit Brille arbeiten muss obgleich man gut genug sieht.

Kommentar von Wippich ,

Und wenn was passiert ist das in meinen Augen Fahrlässigkeit.@whata

Antwort
von AnnaSCV, 50

So wie ich das bisher kenne, dient das nur der Versicherung.

Also du kannst dir vom Arzt eine Bescheinigung geben lassen, wie gesund deine Augen bei Beginn der Arbeit z. B am Bildschirm-Arbeitsplatz sind.

Wenn du dann Probleme mit den Augen bekommen solltest, bezahlt das in der regel der Arbeitgeber. Wenn du allerdings die Brille trotz "anordnung" nicht trägst, wird das eben nicht übernommen.

So wurde das mir zumindest von meinem Arbeitgeber anfangs erklärt.

Kommentar von Skibomor ,

Wer sollte was übernehmen?

Kommentar von AnnaSCV ,

Wenn du Probleme mit den Augen bekommst aufgrund der Ausübung deiner Tätigkeit am Arbeitsplatz.

Sagen wir also deine Augen sind überlastet weil du eine Bildschirmtätigkeit ausübst. Du brauchst also nach einigen Jahren eine Brille, dann übernimmt das der Arbeitgeber.

Das war bei uns jedenfalls so, kann natürlich auch sein, dass das jeder Arbeitgeber nochmal individuell festlegt.

Antwort
von Rheinflip, 14

Dein Ausbilder hat die Pflicht ,  dich zur Benutzung aller notwendigen SchutzVorkehrungen anzuhalten. Da du ohne Brille nicht alke Gefahren erkennen  kannst und auch unnötig viel Ausschuss  produzieren wirst, gibt's nur einen Schluss.

Antwort
von Tronje2, 27

In D ist vieles geregelt, so auch der Arbeitsschutz.

Die Berufsgenossenschaften schreiben für viele Brufe vor, dass jeder eine Schutzbrille tragen muss. Das ist dann so ähnlich wie beim Schutzhelm, der auch für verschiedene Berufe vorgeschrieben ist.

Wenn du also keine Brille trägst und hast einen Arbeitsunfall, kann das für dich erhebliche Folgen haben.

Das geht los bei der Heilbehandlung (Arzt, Krankenhaus) bis hin zur Rente.

Ich wünsche dir keinen Unfall, aber denke daran, dass er passieren kann.

Der Arzt darf ja nichts sagen, aber wenn du mal eine Bemerkung gemacht hast wird das dein Chef und damit die BG erfahren. Die BG ermittelt nämlich . MfG

Kommentar von Sandraaaa15 ,

Ich meine keine Schutzbrille sondern so eine normale mit der man besser sehen soll

Kommentar von Tronje2 ,

Das habe ich schon verstanden. Ich habe mich vielleicht nicht klar genug ausgedrückt.

Es gibt eine indirekte Verpflichtung eine geeignete Brille zu tragen. Du bist nämlich als Arbeitnehmer verpflichtet alles zu tun um Unfälle zu vermeiden. Wenn also ein Unfall auf deine Sehschwäche zurück geführt wird, dann bist du der Leidtragende mit den genannten Folgen.

Dann kommt die Frage nach deiner Brille auf.

Jetzt klar? MfG

Antwort
von esabeliaa, 31

Man kann dich ja nicht zwingen eine Brille zu tragen und solange du alles gut sehen kannst ist da ja kein Problem:) ein gesetzt gibt es sobald ich weiß nicht:)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community