Frage von CBA123ABC321, 101

Ist man verpflichtet den Radweg zu benutzen, wenn nebendran ein Radweg existiert?

Ich sehe manchmal Radfahrer die trotzdem auf der Bundesstraße fahren, obwohl ein Radweg existiert oder die, die Landstraße nutzen, auch wenn gleich daneben ein Radweg ist. Okay, meistens sind es Rennradfahrer, aber mitunter gibt es auch andere Radfahrer, die keine Rennräder haben. KÖnnte ich jetzt auch mit einen Sesselrad auf solche Straßen fahren, auch wenn nebenan ein Radweg existiert? Ich meine auf der Landstraße bin ich auch schon mal gefahren, aber auf der Bundesstraße eher nicht....

Antwort
von Lorimbir, 18

Die Benutzungspflicht ist nur  dann gegeben, wenn der Radweg durch ein blaues Schild (Zeichen 237, 240, 241) gekennzeichnet ist.

Wenn ein als benutzungspflichtig ausgeschilderter Radweg objektiv unbenutzbar ist, muss man ihn nicht befahren. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn er vereist, von Pflanzen überwuchert oder von falsch geparkten Autos blockiert ist. Auch wenn der Radweg nicht erreichbar ist (Beispiel: Liegedreirad oder Fahrradanhänger passt nicht durch eine vor dem Radweg angebrachte Umlaufsperre hindurch) muss er nicht benutzt werden. In solchen Fällen darf man auf die Fahrbahn (nicht aber auf den Fußweg!) ausweichen. 

Mit dem Gewicht des Fahrrades hat die Frage der Radwegbenutzung übrigens nichts zu tun: Die manchmal in diesem Zusammenhang erwähnte 11 kg-Grenze hat keine Relevanz für die Radwegbenutzung, sondern galt für die Ausstattungsvorschriften zur Beleuchtung: Für Rennräder bis 11 kg gab es bis zur allgemeinen Freigabe der Batteriebeleuchtung im Jahre 2013 die Sonderregelung, dass anstelle des sonst vorgeschriebenen Dynamos auch batterie- bzw. akkubetriebene Leuchten verwendet werden durften.

Antwort
von Traixrider, 17

Mal ein Paar Antworten aus der Praxis :

Ich bin Liegeradfahrer und versuche mal etwas zum Thema Radwege zu erzählen.

Punkt 1 : Gerade Überland sind Radwege oft ungepflegt..heißt es liegt Dreck und Steine von Landwirtschaftfahrzeugen darauf rum und im Winter viel Splitt. 

Punkt 2. Oftmals schlechte Oberglächenqualität,  Baumwurzeln,  Schlaglöcher,  Kannten..

Punkt 3. Fußgänger...echte Radwege gibt es leider selten..

Legt man die Stvo und Gerichtsurteile streng aus darf man auf solchen Radwegen nur in Hollandrad typischen Tempo fahre..

Rennradfahrer z.B. haben schmale Reifen und sind gut doppelt so schnell wie der typische Hollandradfahrer...Sportliegerad Fahrer und erst recht Velomobile sind noch schneller..passiert etwas ist man dran wegen nicht angepassten Tempo. 

Ich fahre meist auf Radwegen , aufgrund Maraton Green Guard Bereifung und guter Heckfederung kann ich da gut fahren mit 30 bis 40 Kmh in der Ebene und am leichten Gefälle auch mal 55+

Antwort
von frax18, 74

Ja, dazu bist du verpflichtet, es sei denn ein Fahrzeug parkt darauf bzw. eine Baustelle versperrt dir den Weg.

Kommentar von Olokun ,

Eine allgemeine Radwegebenutzungspflicht exitstiert in Deutschland seit 1998 nicht mehr! Allein weil ein Radweg vorhanden ist, muss er niemals benutzt werden! Benutzt werden muss er nur, wenn er als benutzungspflichtig beschildert ist - und auch dann nur wenn er befahrbar ist.

§ 2 Absatz (4) Satz 2 StVO:  „Eine Pflicht, Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung zu benutzen, besteht nur, wenn dies durch Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. “

Antwort
von Dotter1981, 60

Wenn ein Radweg da ist, dann muss der von Radfahrern  genutzt werden. Das Hinweisschild "Radfahrer frei" verpflichtet aber nicht zum Fahren auf dem Fußweg.

Kommentar von Olokun ,

Eine allgemeine Radwegebenutzungspflicht exitstiert in Deutschland
seit 1998 nicht mehr! Allein weil ein Radweg vorhanden ist, muss er
niemals benutzt werden! Benutzt werden muss er nur, wenn er als
benutzungspflichtig beschildert ist - und auch dann nur wenn er
befahrbar ist.

§ 2 Absatz (4) Satz 2 StVO:  „Eine Pflicht, Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung zu benutzen, besteht nur, wenn dies durch Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. “

Kommentar von Dotter1981 ,

Nichts anderes habe ich gesagt. Ein Radweg ist auch nur dann ein Radweg, wenn er mit den von dir genannten Schildern beschildert ist. Alles andere sind entweder Fußwege, die für die Benutzung von Fahrradfahrern freigegeben sind (Hinweisschild "Radfahrer frei"), aber nicht verpflichtend genutzt werden müssen, oder es sind Fahrradschutzstreifen (die aber auch keine Radwege sind).

Kommentar von Olokun ,

Ein Radweg ist durch seine bloße Existenz ein Radweg, ein Schild braucht es dazu nicht. Satz 2 zu §2 Absatz 4 habe ich bereits zitiert. Satz 3 lautet: „Rechte Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen benutzt werden.“ Es gibt also sehr wohl Radwege ohne diese Schilder.

Kommentar von Olokun ,

BayObLG v. 21.06.1978:

Ein seiner baulichen Gestaltung nach eindeutig für die Benutzung durch Radfahrer bestimmter Straßenteil ist auch ohne Kennzeichnung durch Zeichen 237 ein Radweg.

Antwort
von FLUPSCHI, 71

Wenn ein Radweg da ist muss er genutzt werden wenn nicht gibs ordnungs geld

Kommentar von Olokun ,

Eine allgemeine Radwegebenutzungspflicht exitstiert in Deutschland
seit 1998 nicht mehr! Allein weil ein Radweg vorhanden ist, muss er
niemals benutzt werden! Benutzt werden muss er nur, wenn er als
benutzungspflichtig beschildert ist - und auch dann nur wenn er
befahrbar ist.

§ 2 Absatz (4) Satz 2 StVO:  „Eine Pflicht, Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung zu benutzen, besteht nur, wenn dies durch Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. “

Kommentar von FLUPSCHI ,

Es iat pflicht frag ein Verkehrs anwalt du wirst sehen es ist ein Muss wenn es nämlich zum Unfall auf der Straße kommt bist du mit Schuld weil du den Radweg nicht genutzt hast das ist Fakt

Kommentar von Olokun ,

Jetzt geht es auf einmal um die Haftung bei einem Unfall? Schriebst Du nicht was von Ordnungsgeld?

OLG Köln, Urt. v. 14.1.1994 - 19 U 208/93:

„Benutzt der Radfahrer die Fahrbahn der Straße, weil der vorhandene Radweg in so schlechtem Zustand ist, daß er nicht schnell befahren werden kann, so trifft ihn kein (Mit-) Verschulden, weil der Rechtswidrigkeitszusammenhang zwischen dem Verstoß und den Folgen fehlt.“

Das Urteil kennt dein Verkehrsanwalt anscheinend nicht? Meiner (denn ich habe einen!) kennt es.

Und jetzt

Kommentar von FLUPSCHI ,

Du verstehst es nicht was ich meine laß es Der Klügere gibt nach

Kommentar von claushilbig ,

Er versteht sehr wohl, was Du meinst - aber Deine Antwort ist schlicht falsch.

Ein Radweg muss dann und nur dann genutzt werden, wenn er

  1. mit einem entsprechend Schild (Zeichen 237, 240 oder 241) versehen und
  2. in "zumutbarem" Zustand  ist. (Die entsprechende Verwaltungsvorschrift nennt das "unter Berücksichtigung der gewünschten Verkehrsbedürfnisse ausreichend breit, befestigt und einschließlich einem Sicherheitsraum frei von Hindernissen beschaffen".)

Und wenn Dein Verkehrsanwalt etwas anderes sagt, sollte er noch mal zurück zur Uni ...

Kommentar von FLUPSCHI ,

Wenn ein Schild da ist muss der Radweg genutzt werden um mehr gings hir nicht und von schäden hat hat hir niemand geredet

Antwort
von minecrafter340, 69

Eigentlich müssen alle auf dem radweg fahren. Ich selbst fahre auch ein Rennrad und immer auf radwegen

Kommentar von Olokun ,

Eine allgemeine Radwegebenutzungspflicht exitstiert in Deutschland
seit 1998 nicht mehr! Allein weil ein Radweg vorhanden ist, muss er
niemals benutzt werden! Benutzt werden muss er nur, wenn er als
benutzungspflichtig beschildert ist - und auch dann nur wenn er
befahrbar ist.

§ 2 Absatz (4) Satz 2 StVO:  „Eine Pflicht, Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung zu benutzen, besteht nur, wenn dies durch Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. “

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community