Kürzlich hatte ich eine solche Gelegenheit, und es ging nicht um eine Kleinigkeit. Nach einer heiß-kalten Sekunde nutzte sie nicht. Nicht, weil ich mich für einen 'guten' oder 'moralischen' Menschen hielte- es war mehr ein Reflex, eine instinktive Reaktion. Bekannte zeigten mir später den Vogel, als ich es ihnen erzählte. Was meint Ihr?
Nein, man ist nicht "schön blöd", man hat einfach fair und ehrlich gehandelt. Es ist "schön blöd" sich jetzt noch Gedanken darüber zu machen. Sei doch einfach froh, dass du moralisch gut gehandelt hast!
Nein auf keinen Fall! Abgesehen von dem ethischen Fehltritt ist dies auch strafbar!
Nein, auf keinen Fall. Glücklicherweise ist die Anzahl der ehrlichen Menschen weitaus grösser, als die der potentiell Straffälligen.

Das war nicht "schön blöd", sondern ein Beweis, dass eine gute Erziehung sich auch nach (vermutlich) langer Zeit noch positiv auswirkt.
Kleine spontane Grenzerfahrung mit den eigenen Wertigkeitsgedanken? Ich glaube nicht, dass man darüber nachdenkt, was gut und was böse ist, sondern einfach nur, was sich für einen in diesem Moment besser anfühlt. Wenn sich dieses Gefühl auch rückblickend als richtig erweist, hast Du Glück gehabt. Und da ist es auch gleichgültig, um wieviel Geld es ging. Blöd ist es nur, wenn sich nach längerem Überlegen die spontane Handlung als weniger glücklich für einen darstellt. Das Gesetz hat in diesem Fall eine klare Meinung dazu, Diebstahl ist strafbar. Und ob Platz für ein Vogel ist, kannst nur Du entscheiden.

is wirklich eine moralische frage. aber ich denk wegen einer kleinigkeit lohnts sich einfach net, sich die weisse weste zu besudeln; des hab ich (u du vermutl auch) gar net nötig wegen ein paar lumpigen euro.
waldmeister am 16. Januar 2007 18:43 ich mein damit auch grössere kleinigkeiten (s. frage). es lohnt sich einfach nicht.