Ein Bekannter hat Ärger mit seiner Frau, weil er jeden Tag 1-2 Bier trinkt. Ist er Alkoholiker oder nicht?

Die Gefahr scheint mir nicht in der Menge zu liegen (obwohl ich wie loopwithme der Meinung bin, die "1 - 2 Bier" meint er wahrscheinlich pro Tageszeit ;-)), sondern in der Regelmäßigkeit. Das könnte er schnell testen, wenn er es mal nur eine Woche ganz ohne Alkohol versuchen würde. Aber das wird er nicht machen, denn "könnte jederzeit aufhören, wenn ich wollte, aber das Bier zum Essen laß ich mir nicht verbieten und außerdem ist Bier gesund und gar kein richtiger Alkohol". Schon mal so oder ähnlich gehört? Das ist der Anfang zum Alkoholismus: leugnen, schön reden, vertuschen, sich selbst belügen. Und die Frau, die das bemerkt und den Anfängen wehren will, ist keine Xantippe, sondern vermutlich nur um ihren Mann und ihre Ehe besorgt.

Ein bis zwei Flaschen Bier am Tag ist schon nicht mehr so ganz harmlos.
Die letzte Stufe des Alkoholikers ("Spiegeltrinker") hat er sicherlich noch nicht erreicht, aber wenn er es nicht lässt, auch wenn er Ärger dafür bekommt, dann ist das schon bedenklich.
Vorsicht, wenn die Mengenangaben von ihm selbst stammen, denn fast alle verharmlosen ihren Konsum ("Gläschen, Fläschchen etc. gehören auch zu den besonders beliebten Verharmlosungen). In der Regel kannst du dann locker mal das Doppelte rechnen.
Seine Frau wird einen Grund haben, Ärger deswegen zu machen. Auch das spricht dafür, dass es ein größeres Problem bei ihm ist...

Der Arzt nennt es so. Und ich glaube, ganz unrecht hat er nicht.

Evistie hat vollkommen Recht. es kommt keineswegs nur auf die Menge an, sondern die Regelmäßigkeit macht einen Menschen zum Alkoholiker. Mit 1-2 Bieren jeden Tag ist der gute Mann sicher noch im Anfangsstadium, aber er ist unleugbar schon alkoholkrank. Das Teuflische an dieser Krankheit ist ja, dass sie schleichend kommt, und dass sie sich nicht bemerkbar macht. Nach 1-2 Bieren täglich kommt irgendwann eine Steigerung. Aber auch bei dieser "geringen" Menge ist man durchaus schon "Spiegeltrinker", der Pegelstand muss eben gehalten werden. Seine Frau macht sich mit Recht Gedanken.

Abhängig ist er auf jeden Fall.
Und als Ehefrau oder auch nur Freundin würde ich darin auch ein Problem sehen, weil er auf dem besten Wege dazu ist, ein Pegeltrinker zu werden und frau sich darum sorgt, denn im Falle einer ausgewachsenen Sucht als Folge des jetzigen Verhaltens wird auch die Frau in Mitleidenschaft gezogen.
Wer ein bis zwei Flaschen am Tag trinkt, trinkt auch immer wieder mehr.
So ist es.

was ist schon dabei wenn er tatsächlich 1-2 Bierchen trinkt? Davon wird man nicht betrunken. Allerdings gebe ich den Vorrednern recht, das die Gefahr groß ist das er abhängig wird. Ich hatte auch schon Phasen wo ich ein paar Biere jeden Tag getrunken habe. Ich habe mir dann so geholfen das ich normalerweise kein Bier oder anderen Alkohol im Hause habe. Wenn ich dann mal Lust auf nen Bier habe kaufe ich immer nur wenig, sodaß ich gar nicht erst in Versuchumg komme mehr zu trinken.
Fazit: In meinen Augen ist er noch kein Alkoholiker allerdings ist der Schritt nicht mehr weit. Die Frage ist nur ob er die Wahrheit sagt mit der Menge.

der ärmste,was hat der für ne frau?(wenns echt nur zwei sind!)..ich denk der ist keiner.
Mit Dir einverstanden, wenn er nicht schwindelt. Denn wenn, dann hat seine Frau doppelt Grund. Trinken und Luegen !
evistie am 2. Juni 2007 06:45 Vielleicht hat er eine Frau, die es einfach satt hat, daß ihr Oller jeden Abend eine flatternde Bierfahne vor sich herträgt!
UlfDunkel am 12. Juni 2007 22:01 Hi AA, Du liegst mit Deiner Vermutung relativ weit daneben. :-)
Aalbärt Ainstein0815 am 13. Juni 2007 13:44 ...sowas...

Die Medizin unterscheidet je nach Alkoholkonsum verschiedene Stufen von Alkoholismus.
Ein Alpha-Alkoholiker ist demnach schon jemand, der einmal im Quartal 1-2 Bier trinkt.
Dein Bekannter ist definitiv Alkoholiker. Da hilft auch alles Schönreden nicht.
Es kommt nicht nur auf die konsumierte Menge sondern auf den Grund an, warum Alkohol konsumiert wird (Probleme, Ängste, Sorgen..) Definitiv kann eine Alkoholkrankheit nicht nur am Konsum analysiert werden!
Wenn er es regelmässig trinkt und es braucht, ist er schon psychisch abhängig.