Frage von Lukas1990, 79

Ist man ein waschechter Amerikaner, wenn man in den USA geboren wurde?

Angenommen die Mutter ist Deutsche, war aber NUR an dem Tag der Schwangerschaft zu Gast in den USA. Das Kind wurde dort geboren. Kurz nach der Geburt aber in Deutschland aufgewachsen. Das Kind hat quasi überhaupt keinen Bezug zur USA. Trotzdem steht dann ja im Pass, dass man in den USA geboren wurde, oder? Ist man dann tatsächlich waschechter Amerikaner (obwohl man möglicherweise nicht mal Englisch kann)? Kann sowas sein? Falls nein, warum ist der GebortsORT dann immer so wichtig? Und warum steht der in jedem Reisepass und Personalausweis?

Antwort
von JBEZorg, 15

1.Der Geburtsort steht im Pass. Und drin steht er zur vereinfachten Identifikation der Person.

2.Staatsbürgerschaft hat nichts mit Sprachkenntnissen oder kulturellem Hintergrund zu tun. Das ist nur eine juristische Zugehörigkeit.

3.In angelsächsichen Ländern ist es raditionell so, dass die Staatsbürgerschaft nach Geburtsort vergeben wird. D.h. man hätte mindestens Anspruch auf die US-Bürgerschaft wenn man dort geboren ist. Natütlich kriegt ein deutsches Kind von deutschen Staatsbürgern die deutsche Saatsbürgerschaft wenn die Eltern so möchten. Es hat dann een nach amerikanischen Recht immer Anspruch auf die amerikanische.

Antwort
von AnglerAut, 52

In den USA gilt, dass derjenige als US-Amerikaner geboren wird, der in dem Land zur Welt kam. Also ist dein Beispiel zutreffend.

Geburtsort gilt neben Name und Geburtsdatum als weiteres Merkmal um eine Person genau bestimmen zu können.

Kommentar von Lukas1990 ,

Ich meinte nicht die Staatsangehörigkeit, sondern "waschechter Amerikaner". Wenn man zu den USA überhaupt keinen Bezug hat, nicht einmal Englisch spricht, geschweige denn verstehen kann, man in Deutschland aufgewachsen ist, dann ist Deutschland doch die Heimat. Trotzdem muss so jemand damit leben, dass im Pass USA stehen wird. Ist ja schon komisch.

Kommentar von oelbart ,

Der Geburtsort steht nunmal im Pass. In meinem Pass steht ja auch mein Geburtsdatum, obwohl ich zu dem Tag ansonsten überhaupt keinen Bezug habe. Hab ihn ja nichtmal komplett miterlebt.

Antwort
von Januar07, 44

Soweit ich weiß, hat ein Kind, welches in den USA geboren wurde, Anspruch auf die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Aus diesem Grund gibt es einen richtigen Tourismus hochschwangerer Frauen Richtung USA. Diese Frauen kommen vorwiegend aus ganz bestimmten Staaten, worauf ich aber nicht näher eingehen möchte.

Kommentar von Lukas1990 ,

Ich meinte nicht die Staatsangehörigkeit, sondern "waschechter
Amerikaner". Wenn man zu den USA überhaupt keinen Bezug hat, nicht
einmal Englisch spricht, geschweige denn verstehen kann, man in
Deutschland aufgewachsen ist, dann ist Deutschland doch die Heimat.
Trotzdem muss so jemand damit leben, dass im Pass USA stehen wird. Ist
ja schon komisch.

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 21

Ein "waschechter Amerikaner" ist nur der, der als Indianer geboren wird.

Alle anderen "Amerikaner" sind Nachfahren freiwilliger oder unfreiwilliger Migranten aus den übrigen Kontinenten.

Was die Staatsbürgerschaft der USA angeht: sie wird dort nach dem "Geburtsortsprinzip" vergeben. Das Kind kann also auch Staatsbürger der USA sein, wenn es will.

Ansonsten ist es deutscher Staatsbürger nach dem "Abstammungsprinzip".

MfG

Arnold


Antwort
von butz1510, 21

Nein, man ist dann zwar ein rechtskräftiger Amerikaner mit anderem Migrationshintergrund, der zufällig in den USA geboren wurde. Und wenn er eine deutsche Mutter hat, hat er zudem die deutsche SB. "Waschecht" wird man nun mal nicht dadurch, dass man in einem Land geboren wird, sondern, dass man dort auch lebt.

Antwort
von atzef, 16

Man bekommt die US-Staatsangehörigkeit, wenn man in den USA geboren wird. "Waschecht" ist keine rechtsverbindliche Kategorie.

Der Geburtsort ist ein Individualisierungsmerkmal, dass der Identifikation der Person dient.

Antwort
von colorgamer, 38

Ja ist man :) meine Freundin ist in England geboren und ist Engländerin, Dementsprechend obwohl die Eltern beide deutsche sind

Kommentar von Lukas1990 ,

Ich meinte nicht die Staatsangehörigkeit, sondern "waschechter
Amerikaner". Wenn man zu den USA überhaupt keinen Bezug hat, nicht
einmal Englisch spricht, geschweige denn verstehen kann, man in
Deutschland aufgewachsen ist, dann ist Deutschland doch die Heimat.
Trotzdem muss so jemand damit leben, dass im Pass USA stehen wird. Ist
ja schon komisch.

Kommentar von colorgamer ,

jop, gebe ih dir recht. komisch ist das. aber difiniere mir mal dann einen "waschechten" Ammi :D

Kommentar von Lukas1990 ,

Man sollte auf jeden Fall dort aufgewachsen sein. Darüber hinaus auch das Land gut kennen und sich damit verbunden fühlen. Es soll ja z.B. auch Deutsche geben, die nicht mal wissen, wie die Kanzlerin heisst, die nicht wissen wie viele Bundesländer es gibt u.s.w. die gar nichts wissen. Das ist auch nicht wirklich waschecht. Da ist so mancher Zugereister deutlich überlegener.

Kommentar von colorgamer ,

dann würde ich sagen hast du deine Frage doch gerade beantwortet^^

Antwort
von josef050153, 14

Wenn jemand in den USA geboren wird, dann ist er US-amerikanischer Staatsbürger. Ich weiß aber nicht, was du unter einem 'waschechten Amerikaner' verstehst.

Bestenfalls kann das aber für männliche Kinder zutreffen. Mädchen wären nämlich dann waschechte Amerikanerinnen.

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