Frage von Ginny1990, 90

ist man egoistisch, wenn man glücklich ist?

hi ihr lieben, die frage meine ich ernst.

es heißt immer, es ist das schönste, wenn man glücklich ist. aber wenn man die Realität betrachtet, was jeden tag passiert, wie kann man dann wirklich glücklich sein? natürlich kann man nicht jedem helfen und alles besser machen, und auch diese ständigen Gedanken um negatives ist sicherlich nicht gut. aber wenn man sich garkeine Gedanken macht, ist das dann auch egoistisch?

denn im Endeffekt kann man die welt (zumindest alleine) nie zu einem ort machen wo es weder leid noch Ungerechtigkeiten gibt.

lg.

Antwort
von Gatios, 25

Es ist schwierig, jedoch stimmt es leider aber auch zum Teil. Ein Mensch, der von sich selbst aus sagt, er sei Super* Mega* Glücklich, von dem ist anzunehmen, dass ihm Gesellschaftliche und Weltweite Probleme nicht wirklich beschäftigen. 

Ein Mensch jedoch der sagt ich bin zufrieden mit meinem Leben, den würde man anders deuten können, ich mein welche Art von Person Antwortet auf die Frage - Bist du Glücklich mit deinem Leben - mit Ja bin ich ! UND welche Art von Person DENKT ERST NACH bevor er Antwortet? Vielleicht verstehst du was ich damit meine :) 



Zitat: denn im Endeffekt kann man die welt (zumindest alleine) nie zu einem ort machen wo es weder leid noch Ungerechtigkeiten gibt.



Ich gehe dieses Problem oft durch, bzw. versuche eine Lösung zu finden, doch im Endeffekt komme ich immer wieder auf das eine Ergebnis, man müsse bei sich selbst anfangen. Das Problem ist, dass ich dann einen Konflikt auslöse, warum und warum man nicht bei sich alleine Anfangen sollte. Letztendlich komme ich aber auf einen Lösungsweg, der zum teil befriedigend ist aber auch nur zum (kleinen teil). 

Vor einiger Zeit gab es in Amerika einen Schüler an einer Schule. Diesen mochte keiner, er wurde immer gemobbt und von seinen Klassenkameraden nicht ernst genommen und nur Ignoriert. Er wechselte die Schule doch auch da wurde er Ignoriert. Also überlegte er sich folgendes. 

Am nächsten Tag stellte er sich neben die Eingangstür und hielt seinen Mitschülern die Tür auf.Morgens und Nachmittags als die Schule aus war, hielt er ihnen die Türen auf. Natürlich waren die ersten Reaktionen nur Gelächter und Schluchzen vor Lachern. Das hielt ihn aber nicht davon aber weiter zu machen. Eine Woche verging dann zwei Wochen. 

Es fingen immer mehr Schüler der Schule an diesen Jungen zu Begrüßen. Sie wussten wenn sie Morgen sich anziehen und auf den Weg zur Schule machen würden, auf den Bus warten würden und dann vor der Schule aussteigen würden, das DER eine Mitschüler von ihnen, den sie immer Ignorierten, schon an der Tür stehen würde und jeden einzelnen von ihnen mit einem warmherzigen guten Morgen begrüßen würde, während er ihnen die Tür aufhält. 


Wenn ich solche Geschichten höre, gibt mir das etwas Trost und Hoffnung also gib auch du nicht auf etwas ändern zu wollen. 

PS: Es freut mich, dass du dir auch soviel Gedanken machst. 


Viele Grüße, hoffe es hat dir wenigstens etwas geholfen. 



Antwort
von Enzylexikon, 10

Hier mal meine persönliche Meinung:

Ich denke, wirkliches Glück kann es nur ohne übersteigertes Ego geben, da sich das Ego praktisch immer von äußeren Dingen - Anerkennung, Macht, Besitz - abhängig macht. Fallen sie weg, leidet meist selbst das größte Ego.

Natürlich könnte man angesichts des weltweiten Leidens in Depressionen und dumpfer Hoffnungslosigkeit versinken - doch wem wäre damit geholfen?

Es geht nicht um Passivität und Mitleid,also darum, mit anderen kollektiv zu leiden, sondern um Mitgefühl - die Gefühle des Anderen nachvollziehen und eigene Gefühle teilen zu können.

Auf diese Weise teilt man nicht nur das Leiden, sondern auch das Glück mit anderen Menschen.

Meiner Meinung nach sollte jeder versuchen, im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten dazu beizutragen, diese Welt etwas glücklicher zu machen.

Nehmen wir einmal an, man wird von jemandem versehentlich angerempelt und beschimpft diese Person. Dieser Mensch wird dadurch aggressiver und beleidigt dann seinen Vorgesetzten. Dieser kündigt ihm. Der nun Arbeitslose betrinkt sich aus Frust und fährt volltrunken Auto. Dabei fährt er ein Kind an, das stirbt. Die Eltern erfahren, wer der Fahrer ist und töten ihn....

Alles begann mit einem kleinen Rempler und unserer Reaktion darauf - um schließlich zu zwei Toten zu führen.  :-(

Hätte man den kleinen Schubser ignoriert anstatt zu schimpfen, oder sich vielleicht sogar selbst entschuldigt, obwohl man nicht schuld ist, hätte sich diese ganze Gewaltspirale niemals so sehr entwickelt.

Deshalb ist es wichtig, Frieden mit sich selbst zu haben, so dass man nicht übertrieben egoistisch reagiert.

Frieden mit uns selbst trägt auch zum Glück der Anderen bei. :-)

Das "Helfen" bedeutet also nicht zwangsläufig, sein ganzes Geld zu spenden, oder Entwicklungshelfer zu werden.

Aus meiner Sicht beginnen Frieden und Glück in der Welt mit Frieden mit sich selbst und einem ehrlichen Lächeln für jeden. :-)

Antwort
von Suboptimierer, 9

Ja, es ist egoistisch.

Es gibt jedoch gesunden, positiven Egoismus und destruktiven.

Da der destruktive Egoismus, einer, bei dem man auf Kosten anderer lebt, naturgemäß öfter auffällt, weil man sich öfter darüber aufregt oder ärgert, denkt man bei Egoismus automatisch an eine negative Eigenschaft.

Antwort
von LuzifersBae, 34

Durch Negatives, kann man etwas Negatives nicht zum positiven machen. 

Sei glücklich, helfe Menschen, lächle fremde Menschen an, sei einfach fröhlich! Du weißt echt nicht wie du Menschen mit solch einem Verhalten -auch wenn nur für einen Moment- Glück schenken kannst. Ich war selbst so wie du, hatte ein Hass auf diese Welt, bis ich ohne Vorurteile ranging und gewisse Menschen selbst positiv waren und es dann mir übertragen haben. Glaub mir sowas tut unglaublich gut! Man sieht dann einfach in allem Hoffnung und das gute, und genau DAS zählt

Klar sollte man nicht Komplett die Realität übersehen, man soll es akzeptieren und DENNOCH glücklich sein! Alles andere wäre zwecklos und man würde nur in Verzweiflung und negativen Gefühlen ertrinken. 

Kommentar von dumbiduumbdum ,

was ist mit dem der sich der realität völlig bewusst ist und trotzdem glücklich ist

wie würdest du diesen menschen bewerten ?

hoffe du verstehst was ich meine

Kommentar von LuzifersBae ,

Die meinte ich doch? So sollte man doch sein? Wenn man unter Glück, nur egoistisch sein versteht, kann ich auch nix für. 

Man kann glücklich sein, wenn man anderen hilft, man kann Glück spüren, wenn man für die Welt etwas Gutes tut, OBWOHL einem bewusst ist das die Welt dank den Politikern und Eliten zum k.tzen ist. Aber wieso immer die negativen Seiten sehen? Was soll dir ein hängendes Mundwinkel und ständig schlechte Laune bringen? Nichts, außer paar mehr Fältchen und mehr schlechte Laune/psychische Probleme. 

Antwort
von Ginalolofrigida, 7

Ist egoistisch gleich schlecht? Ist es verwerflich, für sich selbst gut zu sorgen und sich alle Wünsche zu erfüllen, wenn man niemandem etwas schlechtes will und verneidet?

Ich kenne jemanden, der hat einen Privatjet und jetzt will er noch einen Hubschrauber. Dieser Mensch ist die Güte in Person, zahlt immer, was von ihm verlangt wird, auch wenn er weiß, es ist zu viel, und tut alles, um die Leute, mit denen er zu tun hat, zufrieden zu sehen. Ist es nun verwerflich, daß er sich einen Hubschrauber gönnt, den er vielleicht zweimal im Jahr fliegen wird?

Antwort
von Skoph, 5

Das ist wirklich ganz einfach: 1) Ein momentanes Glücksgefühl (vgl. Freude)entsteht durch die Hormonausschüttung im Gehirn (Endorphine - meist mit anderen zugleich); diese Ausschüttung wird durch sehr viele verschiedene Reize ausgelöst, z. B. Schokolade essen, sanfte Berührung, Liebe - Sex, Schenken und Beschenkt-werden, Konfliktlösungen - Erfolgserlebnisse. 2) Das Gehirn lernt diese Möglichkeiten der Reize - und gesunde Gehirne suchen diese dann ständig. 3) Mit dem Gewissen, also der wohl mehr erlernten als angeborenen Ethik, kann man nun diese Glücksgefühle verbinden: Man verhilft Unglücklichen zu deren Glücksgefühlen und wird selbst glücklich; z. B. Freundschaft, Unfallrettung, Hausbau, Musik komponieren, Musizieren, Gaststätte haben usw. usw. usw.. Unser ganzes Leben ist so gestaltet, nur die so heimlich-unheimliche "Banalität des Bösen" (Hanna Arendt) will dies immer zunichte gemacht haben... Machtgier, Neid, Mitgefühlslosigkeit, Geringschätzung, Rache usw. sind die Anti-Glücksgefühle zur Selbstvernichtung und Vernichtung anderer.... 

Antwort
von Nube4618, 7

Auf deine Frage gibt es ein ganz klares NEIN. 

Egoismus zeichnet sich durch das Verhalten aus, zum eigenen persönlichen Vorteil beliebigen Schaden für andere in Kauf zu nehmen. Das hat nichts mit dem Wunsch glücklich zu sein zu tun. 

Im Gegenteil, wenn du glücklich bist, bist du auch für die Umwelt ein Segen, du strahlst das aus, und gibst mindestens soviel wie du nimmst, vielleicht sogar mehr. 

Alles Gute Dir! 

Antwort
von dumbiduumbdum, 17

Ja !
Der Mensch ist meiner Meinung nach von Natur aus ein egoistisches Lebewesen und das meine ich nicht einmal im schlechten Sinne.

Woher rührt denn der Antrieb beispielsweiese anderen zu helfen?
Wenn du jemand anderem hilfst fühltst du dich gut weil du glaubst ein guter Mensch zu sein. Also hilfst du dem anderem Menschen nur weil du dich dann gut fühlst. Du hast etwas eigenütziges getan.

Also ist es meiner Meinung nach jedermanns Recht zu versuchen sich selbst glücklich zu machen auch wenn es damit einbezieht das man schlechte Dinge ausblendet wenn man glaubt, dass das für jemanden besser so ist.

Antwort
von Akecheta, 44

Glücklich und fröhlich zu sein, steckt an.

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum wenn Menschen meinen, sie können etwas an der Gesellschaft im Gesamten ändern, das ist unmöglich. Sie können aber einen kleinen Baustein setzen.

Du kannst in deinem Umfeld viel bewegen, wenn du das möchtest.

Die meisten Weltverbesserer und Gutmenschen, in erster Linie im Internet, schmeißen mit tollen Aussagen nur so um sich, während nebendran die Omi Schwierigkeiten hat jemanden zu finden, der ihr beim Einkaufen hilft.

So einfach kann man es auch sehen.

Viel Glück beim Glücklich sein.


Antwort
von iPlaying, 14

Hey das ist schon eine gute frage 

Aber ich bin der Aussicht das glücklich sein etwas ist womit man sich nicht befassen sollte sondern es sein sollte damit meine ich wen man daran zweifelt glücklich zu sein dan ist man nicht glücklich 

Und wen man sich um alles und Welt Gedanken machen würde wäre das glaube ich auch nicht gut 

Also ich finde es nicht wirklich egoistisch sondern eher ja ..

Ich denke einfach man sollte sich nicht zu viele Gedanken darüber machen 

Das ist meine Meinung dazu

Mfg domenik

Antwort
von Bendy, 36

Ich glaube nicht das glücklich sein Egoistisch ist. Du verletzt oder enttäuscht dabei ja niemanden.

Antwort
von Devlce, 35

Bist du glücklich , ist die Welt glücklich

Kommentar von 486teraccount ,

wow schön gesagt ^^

Antwort
von zahlenguide, 24

wenn du glücklich bist, kannst du menschen wirklich helfen. wenn du unglücklich bist, kannst du nicht mal dir selbst helfen. du kennst sicherlich auch leute, die einfach nur einen raum betreten müssen und schon haben alle spaß.

außerdem beschäftigst du dich nur mit den schattenseiten. dass die menschenheit unglaubliches leistet, siehst du nicht, weil du dich nur mit menschen umgibst, die jammern.

schau dir als beispiel diese doku an...

Antwort
von jessica268, 8

Egoistisch finde ich das nicht.

Ich mache es so, daß ich gern helfe. Aber an erster Stelle komme ich. Schließlich habe ich es verdient glücklich zu sein. Also bin ich gut zu mir und teile mir meine Kräfte gut ein.

Antwort
von malour, 19

Glück ist etwas gutes, mehr gibts dazu nicht zu sagen.

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