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Ist man bei Farbenblindheit immer rot-grün-blind?

gefragt von Phoenix am 07.02.2007 um 10:09 Uhr

Wenn ja, warum rot-grün und nicht z.B. blau-gelb oder irgendwas anderes?


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anonym
beantwortet von Auskunft am 7. Februar 2007 10:21
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Da gibt es verschiedene Formen:

Die totale Farbenblindheit (Achromatopsie) ist eine sehr seltene, x-chromosomal rezessive Erbkrankheit der Netzhaut. Betroffene Menschen sind vollkommen farbenblind. Eine Variante, die atypische Achromatopsie, bei der noch eine größere Restsichtigkeit im Blaubereich besteht und die deshalb Blau-Monochromasie heißt, wird X-chromosomal vererbt (Genort Xq28).

Als Daltonismus bezeichnet man , die von Dalton an sich selbst diagnostizierte, Rot-oder Grün-Blindheit, bei er man beide Farben als eine Art Grauton wahrnimmt.

Dies ist jedoch nicht mit der häufigeren Farbenfehlsichtigkeit (Rot/Grün-Sehschwäche) zu verwechseln. Letztere nennt die Umgangssprache oft "Farbenblindheit", doch ist der korrekte Begriff "Farbfehlsichtigkeit".

(aus:Wikipedia)

Kommentar von SaliCS am 7. Februar 2007 10:37

Mir ist der Unterschied zwischen Daltonismus und Farbfehlsichtigkeit nicht klar geworden.

Kommentar von Auskunft am 7. Februar 2007 11:13

Daltonismus bedeutet, dass man die Farbe Rot und Grün gar nicht sehen kann, sondern sie als Grau sieht. Personen mit Rot/Grün-Sehschwäche (=umgangsspachlich Farbenblindheit)können diese beiden Farben lediglich schlechter als Normalsichtige unterscheiden. Ein schönes Beispiel dafür bietet ein Farbbild auf der Seite "Rot-Grün-Sehschwäche" in "wikipedia.de"

Kommentar von SaliCS am 7. Februar 2007 11:30

Danke

Kommentar von 7e754adda86a60e0a39d7204ba604243smallBetty am 7. Februar 2007 12:47

Mein Vater war ein echter Daltonist, sah alle gruene und rote Farben eigentlich grau! Wir mussten Ihm immer betreuen beim anziehen!


anonym
beantwortet von Auskunft am 7. Februar 2007 10:28
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Zweiter Teil der Frage: Bei den Farbenblinden fällt das Farbsehen (photopisches Sehen) durch eine Funktionsstörung der Zapfen auf der menschlichen Netzhaut aus. Die Zapfen (Blau-, Rot- und Grünzapfen) sind für das Farb-Sehen bei hellem Licht verantwortlich. Bei Farbenblinden existieren sowohl Stäbchen als auch Zapfen. Auf Grund des genetischen Defektes arbeiten die Zapfen jedoch nicht.


anonym
beantwortet von Carla32 am 8. Februar 2007 22:06
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Naja, Stäbchen gibt es ja Gott sei Dank bei jedem, die sind nämlich für's Kontrastsehen (Hell/Dunkel) zuständig. Was wichtig ist: Betroffene sehen bei der Rot-Grün-Anomalie die fehlenden Farben in verschiedenen Grautönen. Da sie aber meist von Geburt an diese Farbanomalie aufweisen, können sie ja gar nicht wissen, daß das, was sie als z.B. dunkelgrau sehen für uns Farbentüchtige ein sattes Rot ist. Sie haben gelernt, das dunkelgraue eben dann "Rot" zu nennen. Woher sollen sie auch wissen, daß wir ein anderes Rot sehen als sie. Die meisten Farbanomalien fallen also gar nicht auf. Ausnahme bilden die Männer, die bei der Bundeswehr waren: Hier wird ein spezieller Test am sog. Anomaloskop durchgeführt, das die Farbwahrnehmung prüft und so evtl. vorliegende Anomalien aufdeckt.


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