Frage von Neutralis, 330

Ist man automatisch Rechts wenn man gegen den Islam ist?

Antwort
von OlliBjoern, 13

Nein. Aber es gibt schon einen Unterschied zwischen dem Islamismus (gegen den ich auch bin) und dem Islam, der oft viel unspektakulärer abläuft. Wenn die Oma von Ali, dem Dönerverkäufer, in die Moschee geht (wie sie es schon immer macht), ist das für mich zunächst mal nicht zu verurteilen.

Es gibt immer den Unterschied zwischen einem Mainstream und einer fanatischen Auslegung einer Religion, das findet man selbst in Religionen, die allgemein als "friedlich" gelten (es gibt z.B. fanatische Buddhisten, die Muslime verfolgen, das ist hierzulande weniger bekannt).

Ich finde viele Strömungen des Christentums in Ordnung, dennoch konnte ich mich noch nie besonders für Kreuzzüge oder den Dreißigjährigen Krieg erwärmen.

Antwort
von Maarduck, 28

Nein, es ist umgekehrt. Wer für den Islam[faschismus] ist, ist automatisch "rechtsextrem". 

Es gibt aber auch viele Menschen die rechts sind und trotzdem gegen den Islam. Und natürlich gibt es auch viele Menschen die links sind, und gerade deshalb gegen den Islam sind, weil dieser wohl die schlimmste aller Religionen ist. Und natürlich gibt es auch viele Menschen die links sind und sich aus einer antirassistischen Haltung  für Muslime einsetzen. 

Ein friedlicher, laizistischer Islam passt in unsere bunte Gesellschaft. Ein Islam der sich solange unterdrückt fühlt, solange er daran gehindert wird andere Religionen zu unterdrücken ist dagegen ein Feind unserer bunten Gesellschaft. 

Auch wenn es schwer fällt, aber wir sollten immer den einzelnen "Muslim" und den einzelnen  "Rechten" nach seinem Verhalten beurteilen.

Antwort
von marylinjackson, 42

Wenn das "automatisch" stimmt,  sind alle Linken in den Islam vernarrt.

Antwort
von josef050153, 9

Nein, aber einige Halbintelligenzler sehen das so. Das gilt auch leider hier im Forum.

Das andere Problem ist aber, dass der Islam keine Kritik verträgt und deshalb sehr schnell die Rechtsextremismuskeule zückt, weil sie religionsbedingt nachdenken und eine kritische Auseinandersetzung mit ihrer Religion nie gelernt haben, es strenggenommen auch gar nicht dürfen.

Sie haben Freiheit nie kennengelernt und wollen jetzt ihre beschränkte Sicht (und nicht nur die ist beschränkt) zur allgemeingültigen Wahrheit erheben.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 58

Man ist wegen einer islamkritischen Haltung nicht automatisch rechtsextrem - aber Pauschalaussagen über eine bestimmte Weltanschauung sind häufig problematisch.

Außerdem wird das Thema gerne von Rechtsextremen als Vorwand für ihre Fremdenfeindlichkeit genutzt, indem sie gezielt massiv Vorurteile gegen den Islam schüren.

Das Problem des Islam besteht aus meiner Sicht in der Verbindung einer Religion mit einem eigenen Rechtssystem (Scharia), die von konservativen Gläubigen beide über weltliches Recht gestellt werden.

Wenn alle Muslime diesen absoluten Anspruch fallen lassen und nicht ihren Alltag von der Religion diktieren lassen würden, wäre des Islam viel kompatibler zu unseren Werten.

So lange es aber konservative Muslime gibt, die eine Diskriminierung von Frauen - etwa  durch Kleidungsvorschriften - und eine extrem restriktive Sexualmoral für angemessen halten, wird es vermutlich Spannungen geben.

Wer also sagt "Ich bin gegen den Islam", aber nicht differenzieren kann, sondern mit polemischen Parolen antwortet, der ist möglicherweise bereits zum Opfer rechtsextremer und fremdenfeindlicher Propaganda geworden.

Kommentar von Philippus1990 ,

Das Problem ist ja wohl nicht eine restriktive Sexualmoral. Oder willst Du die Leute zwingen möglichst schnell möglichst viel Sex mit unterschiedlichen Partnern zu haben wie es heute im Fernsehen mitunter als "cool" dargestellt wird?

Kommentar von Enzylexikon ,

Das Problem ist ja wohl nicht eine restriktive Sexualmoral

Doch, das sehe ich schon so - weil wir im Vergleich zu islamisch geprägten Staaten ein liberales Verhältnis zur Sexualität haben.

Wenn leicht bekleidete Frauen als "unmoralisch" stigmatisiert werden (um es höflich auszudrücken), dann lebt man geistig einfach in einer anderen Zeit - was eine Integration erschweren kann.

Das bezieht sich aber nicht nur auf Muslime, sondern ist grundsätzlich ein Problem mit geistig "ewig gestrigen".

Kommentar von Zicke52 ,

@Philippus1990: Du meinst also, wenn man den Menschen nicht jeden ausserehelichen Sex verbietet ("restriktive Sexualmoral"), zwingt man sie automatisch dazu, dauernd Sex mit möglichst vielen Partnern zu haben? Dazwischen gibt es nichts?

Dass man den Menschen einfach selbst bestimmen lässt, ob, wie oft und mit wem er Sex hat, kommt in deiner Gedankenwelt offenbar nicht vor.

Kommentar von DerKleineRacker ,

Polemische Parolen können aber auch von links kommen, ebenso ist Religions "Feindlichkeit" keine Erfindung der Rechten sondern ist auch den Linken bekannt, es ist bloß ein Umstand unserer Zeit dass man damit momentan nicht hausieren geht.

Kommentar von Enzylexikon ,

Völlig richtig, Fremdenfeindlichkeit oder Polemik ist nicht auf Rechtsextremismus beschränkt. Da stimme ich dir zu.

es ist bloß ein Umstand unserer Zeit dass man damit momentan nicht hausieren geht.

Ich würde fast sagen "Gott sei dank", denn wenn jeder öffentlich mit menschenfeindlichen Gedankengut hausieren gehen könnte, halte ich das für gefährlich.

Natürlich ist das grundlegende Problem der Fremdenfeindlichkeit vor allem individuell - nur weil sich jemand tolerant verhält, muss das nicht seiner Überzeugung entsprechen.

Wenn man dann allerdings mit Parolen wie "Kauft nicht bei Juden" oder "Ausländer raus" auf einmal gesellschaftsfähig ist, sehe ich das sehr kritisch.

Antwort
von Eselspur, 17

Nein.

Wenn man pauschal gegen den Islam ist kann an das auch sen, weil man gegen jede Religion ist -oder gegen jede Religion außer einer. 

Wenn man gegen bestimmte Ausformungen des Islam ist, differenziert man einfach.

Antwort
von Latosius, 18

Das kommt darauf an, aus welchem Motiv du gegen den Islam bist. Wenn du gegen ihn bist, weil du generell gegen Religionen und für eine säkularisierte Gesellschaft bist, würde man dich eher als links einstufen.

Antwort
von voayager, 33

Kommt drauf an, wie man gegen den Islam ist - es ist ein weites Feld, wie Fontane sagen würde.

Antwort
von SibTiger, 15

Nein, sicher nicht. Ich war eigentlich schon immer politisch links orientiert und mag den Islam nicht. Ich lehne insbesondere den Koran ab, wenn er denn auch noch fundamentalistisch ausgelegt wird.

Fundamentalismus ist im Islam nun einmal weiter verbreitet als in anderen Religionen.

Antwort
von nowka20, 6

das hängt von der motivation ab

Antwort
von scatha, 59

Man ist automatisch "rechts", sobald man eine politische Meinung hat, die von derjenigen abweicht, die uns von der globalen Bank-und-Industrie-Mafia verordnet wird. Oder manchmal auch linksextrem, wenn "rechts" nicht gut paßt.

Kommentar von Maarduck ,

Du bringst eine komplizierte Wahrheit auf den Punkt. Tausend DHs von mir.

Antwort
von hummel3, 35

Nein, man beweist damit nur, dass man einer als autoritär und totalitär bekannten Religion und Kultur kritisch gegenübersteht.

Und das ist gut so. - Zu viele Menschen glauben immer noch, unwissend oder irrtümlich, mit Freundlichkeit oder mit unserer schon sprichwörtlichen "Willkommenskultur", dem Islam sein in der Lehre enthaltenes "Gift" nehmen zu können. 

Muslimen oder bestimmten politischen Interessen bleibt dann mangels besserer Argumente meistens nur, diese Menschen in die "rechte Ecke" zu stellen.

Antwort
von Susii01, 37

Ist man automatisch islamist wenn man gegen die westliche lebensweise ist?

Kommentar von DerBuddha ,

JA...............*g*

denn die westliche lebensweise ist viel mehr menschlicher, als die des islam........... offener, toleranter, gleicher und vor allem, demokratischer........*zwinker*

und islamisten sind genau gegen DIESE dinge..............!!!

Kommentar von Susii01 ,

sind aber zum Beispiel auch christliche armische ;-)

Antwort
von JungleMusic, 69

Natürlich nicht, auch wenn einem das viele Menschen weismachen wollen.


Antwort
von Viktor1, 17

Ja.
Gegen Islam rechts,gegen Christentum links und gegen Buddhismus mittig .
Oder alles umgekehrt ?

Antwort
von DerBuddha, 22

natürlich NICHT........... das behaupten nur dummköpfe und fanatiker...........*g*

wenn man gegen diese religion ist, dann ist man das aus verschiedenen gründen, z.b. der unmenschlichkeit in dieser religion, die irgendwelche gebote einer märchenfigur höher stellt, als das wort menschlichkeit..........:)

Antwort
von laurent1709, 46

Nein warum, das eine hat mit dem anderem nichts zu tun

Antwort
von Iflar, 14

Man kann auch als Linker gegen den Islam sein! 

Man sogar völlig ohne politische Gedanken gegen den Islam sein! 

Antwort
von Lumpazi77, 44

Nein, das bist Du nur, wenn Du gegen Menschen bist weil sie Islamisten sind !

Kommentar von Philippus1990 ,

Gegen "Islamisten" ist jeder Demokrat.

Kommentar von Lumpazi77 ,

Quatsch

Kommentar von Philippus1990 ,

Weißt Du überhaupt was das ist?

Kommentar von Lumpazi77 ,

hast recht, ich meinte natürlich MOSLEMS

Antwort
von cerveza, 6

Nein, nicht unbedingt. Viele Islamhasser sind selber Ausländer, zB die meisten Exil-Iraner. Leute wie Mina Ahadi usw sind sehr islamfeindlich und sind Ausländer.  Das heisst, nicht jeder der was gegen Moslems hat, hat gleichzeitig was gegen Ausländer oder gegen gebürtige Moslems. Aber ich stufe Islamfeindlichkeit dennoch als Rassismus ein. Rassismus ist die feindliche Haltung gegenüber einer bestimmten größeren Gruppe von Menschen mit einer gemeinsamen Kultur, gemeinsamer Religion oder gemeinsamer Herkunft. Und jmd der gegen den Islam ist, ist somit ein Rassist.

Antwort
von question04, 6

Wenn du es gut begründest dann nein.

Antwort
von Linkboy007, 50

Naja kommt drauf an wie du das ausdrückst

Kommentar von Fred4u2 ,

Wie du das ausdrückst, tatkräftig oder nur verbal?  http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/stefan-schubert/grenzenlos-...

Antwort
von AntwortMarkus, 35

Oft ist man auch einfach nur unwissend, und weiß gar nicht, was der Islam eigentlich ist.  

Und das sage ich als praktizierender Christ.

Kommentar von Neutralis ,

Was ist der Islam denn eigentlich ? 

Kommentar von AntwortMarkus ,

Er ist eine der größten Glaubensgemeinschaft der Welt,  die auf ein menschliches Miteinander aus ist. 

Leider wird Religion oft mißbraucht und der Hass gegen diesen Mißbrauch wird dann nicht gegen die Hassprediger,  sondern auf alle Gläubigen projiziert. 

Ich bin Christ,  war aber auf keinem Kreuzzug und habe niemanden auf dem Scheiterhaufen verbrannt. 

Kommentar von Fred4u2 ,

Oft ist es auch einfach Wissen, weil man weiß, was und wie der Islam eigentlich ist.  http://www.pi-news.net/category/islamisierung-deutschlands

Antwort
von muhamedba, 26

Wie soll dir das jemand beantworten, wenn du kein Wort dazu schreibst? Gegen etwas zu sein ist halt eine ziemlich schlechte Beschreibung.

Antwort
von peace1287, 21

Das kommt drauf an! Wenn du Atheist bist und deshalb Religionen im allgemeinen ablehnst, dann nicht.

Wenn du etwas gegen Menschen hast nur weil sie Moslems sind, dann ja! 

Antwort
von 1900minga, 11

Konservativ ist rechts, deswegen ja.

Aber konservativ ist ja akzeptabel.

Bin ich teilweise auch

Kommentar von Iflar ,

Konservativ ist rechts, deswegen ja.

Ist jeder, der gegen den Islam ist, konservativ?

Kommentar von 1900minga ,

Nicht umbedingt ;)

Kommentar von Iflar ,

Dann ist deine Schlussfolgerung falsch!

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