Frage von linaschmidt, 22

Ist man auch in diesem Fall Magersüchtigen?

Hey Leute,
Ich habe mir in letzter Zeit viele Gedanken über Magersucht etc gemacht, da ich selber einige Fälle in meinem Bekanntenkreis habe, selber betroffen bin ich aber nicht. Ein typisches Anzeichen für Magersucht ist ja, in KURZER ZEIT sehr viel Gewicht zu verlieren. Und ja, ich weiß, dass es eine psychische Krankheit ist und im Kopf entsteht usw. Meine Frage ist nun aber: wenn jemand unbedingt abnehmen will, "vom kopf" her auch schon eine essstörung hat, es aber nur ziemlich langsam schafft, da er sich häufig nicht "disziplinieren" kann,kann man das in diesem Fall auch schon als Magersucht bezeichnen?

Antwort
von Hopetocanhelp, 14

Essgestört ist es auf jeden Fall. Also von EDNOS wird wohl gesprochen (eating disorder not otherwise specified).

Ein Kriterium für Magersucht ist zB Untergewicht...aber es wird wahrscheinlich auf eine Magersucht hinauslaufen.

Habe übrigens genauso angefangen.

Antwort
von sinaso01, 5

Ich würde sagen Essstörung auf jeden fall, aber Magersucht ist es denke ich erst wenn man schon Untergewichtig ist aber trotzdem weiter abnimmt/abnehmen will.

Antwort
von milonguero, 10

Magersucht bedeutet im Prinzip, dass man immer weiter abnehmen möchte, auch wenn man schon untergewichtig ist. Wie schnell man damit vorankommt, spielt keine große Rolle.

Antwort
von sonnymurmel, 12

auch schon eine essstörung hat,

Eine Essstörung hat viele "Gesichter"...der Übergang ist meist fließend.

Lg

Kommentar von onyva ,

beste Antwort (bisher). Essstörungen sind heimtükisch. Gedanken ebenso. Fakt ist du bzw diese Person hat ein Problem und sollte dringend herausfinden was dahinter steckt und wie man dagegen angehen kann bzw was das Leben ausfüllt. Meist fehlt etwas oder xy wurde nicht verarbeitet. 

Kommentar von linaschmidt ,

Und wie findet man bitte heraus was fehlt? Diese Person sieht glaube ich nicht mal ein dass sie ein Problem hat.

Kommentar von sonnymurmel ,

@ Lina

So schlimm es ist und so schwer es einem Außenstehenden auch fällt- ist es so, dass:

So lange der Betroffene sich nicht selbst eingesteht, dass eine Ess-Störung vorliegt- kannst du gar nichts machen.

Es klingt vllt. brutal, aber in der Praxis hat sich gezeigt, dass "sog.Hilfe" von Eltern/Freunden/ect. die Essstörung - zumindest am Anfang- noch verschlimmert.

Professionelle Hilfe ist wichtig, aber auch da muss gegeben sein, dass der Betroffene von selbst kommt und die Hilfe auch annehmen will.

Das bedeutet oftmals, dass die Angehörigen und Freunde "drumrum" sich absolut fertig machen und viel mehr leiden als der Betroffene selbst.

Richtig wäre-den Betroffenen fallen zu lassen!

Ich weis, dass es in den wenigsten Fällen so passiert, weil es eben sehr schwer ist zuzuschauen.

Vielmehr wird zunächst mit allen möglichen Mitteln versucht den Betroffenen zu überreden dies oder das zu tun........

Was dazu führt, dass der Betroffene immer neue Strategien und "Tricks" überlegt - um seine Ess-Störung/sucht zu verbergen.


Um zu deiner Frage zurückzukommen:

Du kannst - wenn du diese Person gut kennst-  in einem Gespräch und auch nur 1 mal anbeiten:

.....dass du für sie da bist, sie nicht verurteilst und sie während einer Therapie begleitest.

...mehr nicht.

Wichtig ist auch: Die Ess-Störung nicht zum Dauerthema machen.


Lg







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