Frage von beccsKicker, 47

Ist Lektor ein handwerklicher Beruf?

Hallo, ich möchte gerne wissen, ob der Beruf Lektor ein handwerklicher Beruf ist oder nicht. Also wo man Geschichten von Autoren liest und 'bearbeitet'.

Antwort
von mychrissie, 9

Ein Lektor betreut einen Autor. Er berät ihn, empfiehlt ihm, Stellen zu streichen, bei denen der natürlich befangene Dichter fälschlicherweise denkt, sie wären unverzichtbar, er weist ihn auf logische Fehler hin, motiviert ihn, wenn er eine Schreibblockade hat, er ermutigt ihn, sich mal dem Thema xyz zu widmen, wenn er das Gefühl hat, das dies dem Dichter liegen würde.

Mit einem Wort, er ist ein geistiges "Mädchen" für alles, und verbindet den oft nur mit seiner Fantasie verbundenen Dichter mit der Realität.

Viele Dichter wären verloren ohne ihren Lektor. Oft sind die beiden regelrecht Brüder im Geiste.

Inwieweit das mit Handwerk zu tun hat, vermag ich eigentlich nicht zu erkennen.

Antwort
von Marbiherz, 12

Die Berufsbezeichnung Lektor ist nicht geschützt - das heißt, dass sich jeder, der sich dazu "berufen" fühlt, als solcher bezeichnen kann. Ein Lektor, der diese Bezeichnung verdient, muss jedoch über gute Kenntnisse - vor allem in Stilfragen - verfügen, denn die Sprache ist eine mächtige Waffe, die zu beherrschen nicht einfach ist, wie wir alle wissen. Hinzu kommt ein erforderliches Fachwissen, um bei dem jeweiligen Thema des Manuskriptes Logikfehler und inhaltliche Fehler (z. B. bei zeitgeschichtlichen Themen) aufdecken zu können. Deshalb spricht man im Zusammenhang mit einem Lektor durchaus davon, dass er sein Handwerk verstehen muss. Ein Lektor muss sich diese Fähigkeiten aneignen und es ist meiner Meinung nach durchaus angebracht, das umfangreiche Wissen, das vor allem Stilkunde beinhaltet, mit dem Erlernen eines Handwerks gleichsetzen. Jeder Autor ist daher gut beraten, genau zu prüfen, ob der Lektor seiner Wahl diese Bezeichnung auch verdient. Im Zweifelsfall kann man diesen auch unter www.autoren-service.com prüfen lassen oder vielleicht sich von dort eine Empfehlung für einen guten, erfahrenen und bezahlbaren Lektor geben lassen.

Kommentar von Aliha ,

" Deshalb spricht man im Zusammenhang mit einem Lektor durchaus davon, dass er sein Handwerk verstehen muss." 

Das sagt man auch bei Ärzten, Architekten, Schauspielern usw. usw. Dennoch sind das alles, genau so wenig wie Lektoren, Handwerker.

Kommentar von Marbiherz ,

Das bezieht sich auf die Redensart "sein Handwerk verstehen", und das versteht man, wenn man etwas erlernen muss oder Erfahrung dahinter steht. Man also eine Tätigkeit nicht einfach so "aus dem Ärmel schütteln" kann.

Antwort
von voayager, 30

Wieso solte ausgerechnet ein Lektor ein handwerklicher Beruf sein. Es geht um Korrektur von Texten als auch Interpretation ,also eine rein geistige Angelegenheit.

Antwort
von Aliha, 31

Außer zum Umblättern der Seiten benötigst du in diesem Beruf deine Hände nicht.

Kommentar von beccsKicker ,

So muss man das nicht nennen. Es gibt auch genügend handwerkliche Berufe, wofür man sich nicht körperlich anstrengen muss.😐Zum Beispiel: Friseur. Muss man auch "nur" Haare schneiden.

Kommentar von Ghostwriter2 ,

Aliha spricht auch nicht von körperlicher Anstrengung, sondern von manueller Tätigkeit - wie z.B. der Arbeit eines Frisörs. 

Antwort
von ponter, 15

Es handelt sich wohl um einen Trollbeitrag.

Zuerst greife ich mal deinen Kommentar auf.

Zum Beispiel: Friseur. Muss man auch "nur" Haare schneiden.

Du scheinst davon wenig Ahnung zu haben. Zu diesem Beruf gehört wesentlich mehr, als "nur das Haareschneiden".

Man muss u.a. gestalten können.

Zudem benutzt  zum Haareschneiden der Frisör i.d.R. seine Hände oder nicht?

Dann; kennst du Google? Das ist eine Suchmaschine, relativ leicht zu bedienen.

Da findet man u.a. Infos zum Beruf "Lektor".

Beispiel:

http://www.geo.de/geolino/berufe/9438-rtkl-beruf-lektor

Du siehst, der Beruf hat so wenig mit Handwerk zu tun, wie Fußball und Fallschirmsprung.

So, jetzt hast du wieder etwas dazugelernt.

Antwort
von AnnJabusch, 4

Nein, Lektor ist ein künstlerischer Beruf. Jedenfalls zahlen wir in die Künstlersozialkasse ein.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community