sillyqueen am 26.07.2007 um 15:16 Uhr
Damit meine ich Müßiggang, also keine absolute Lethargie oder quälendes Nichtstun.
wie seht ihr das?

Langeweile ist für mich in erster Linie Vergeudung kostbarer Lebenszeit - "Zeittotschlag".
wenn du die " grüne " langeweile meinst, die manche leute so beschleicht, die halte ich für absolute dummheit.
menschen, die nichts mit sich anzufangen wissen, keine hobbys und dgl. haben , müssen von dummheit gezeichnet sein.

Wenn ich wirklich mal gar nichts zu tun habe, dann ist mir bestimmt nicht langweilig - dann genieße ich einfach die Ruhe. Kann mich gar nicht erinnern wann mir das letzte mal langweilig war, dass muss lange her sein. Wenn der Tag 48 Stunden hätte, ich wüßte immer noch was damit anzufangen.
...so ist es !
Kurzzeitige Langweile halte ich für Luxus; dauerhafte Langeweile für Dummheit.

Gesunder Müßiggang ist Luxus und sollte ausgekostet werden, wenn mal die Möglichkeit dazu da ist.
Menschen die langeweile haben, kann ich nicht verstehen, ob sie unbedingt Dumm sind, weiß ich nicht, wahrscheinlich. Denn Langeweile zeugt von der Unmöglichkeit, sich zu beschäftigen.

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben
unter dem Himmel hat seine Stunde:
geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit,
weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit,
klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit,
suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit,
behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit,
schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit.
(aus Prediger 3,1-7)
So sehe ich es, Langeweile, oder wie immer man es nennen mag hat seine Berechtigung, wie das Schaffen auch. LG Lotusblume
Lieber eine Handvoll Ruhe als eine doppelte Handvoll harter Arbeit.... Also Zeit zu haben ist eindeutig Luxus - Menschen die viel Geld haben würde viel dafür geben, einfach Zeit zu haben.
Lotusblume12 am 27. Juli 2007 11:12 haben wir denn nicht alle die gleiche Zeit? Zumindest dachte ich das bisher, dass unser aller Tag 24 Stunden hat. Was wir mit der Zeit machen, das ist doch der Unterschied, oder? Dem Mammon hinterherrennen, weil einige glauben ganz wichtig zu sein, vielleicht sind sie das auch, wer weiß? Aber sicher nicht so wichtig, dass andere "scheinbar" über ihr Leben bestimmen. Jeder lebt und stirbt für sich allein und wir gehen alle genau so nackt wie wir gekommen sind. Trotz aller Studien und Statistiken, bestimmt hier keiner, wer wann diesen Erdenball verlässt, ist jedenfalls meine Theorie und meine Lebenserfahrung. LG Lotusblume
Antwort : Ganz klar Luxus ! Erst wenn ich Zeit (viel Zeit) für mich allein habe, kann ich mein Leben für meinen Geschmack geniesen. Wie mit allem im Leben ist es wichtig das Maß zu halten. Wer den ganzen Tag wie ein blöder seine kostbare Lebenszeit in irgendeinem sinnfreien Job verdödelt ist genauso dämlich wie der, der den ganzen Tag nur rumsifft. Und ganz wichig : Jeder sollte selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist.
Also ich mache nur das, was mir Spaß macht. Allerdings kann das auch Arbeit sein. Aber nicht jede.
Manchmal isr es sehr hilfreich, innezuhalten, man beginnt den Sinn und die Nützlichkeit des bisherigen Lebens und Treibens zu hinterfragen.
Ich glaube, ob Müßigang ein Laster ist oder nicht,
kann nicht so einfach beantwortet werden. Wenn z.B. einer nichts tut, dann zerstört er jedenfalls nicht die Umwelt, mordet und raubt nicht, beutet nicht andere aus usw. Er schadet möglicherweise sich selbst, aber niemand anderem, während jemand, der recht aktiv und "tüchtig" ist, möglicherweise offensichtlich oder verdeckt oder versteckt anderen oder unserer Umwelt Schaden zufügt.
Auf jeden Fall lohnt es sich darüber nachzudenken ,wofür und wozu man so aktiv ist.

Für mich sind Langeweile ubd Müßiggang überhaupt nicht identisch. Langeweile ist Dummheit, Müßiggang Luxus.
Müßiggang ist aller Laster Anfang. Und damit meine ich nicht die Zugmaschine vor dem 40 Tonner.
Wer ohne innezuhalten durch die Zeit hastet läuft eines Tages gegen eine Wand und bricht dann zusammen - er hat sich nicht den Luxus einer regelmässigen Bestandsaufnahme und Rückschau genommen - egal was er durch seine Rastlosigkeit und seinen großen Tatendrang geschaffen hat.