Frage von hvladi, 41

Ist Krieg gut für das Wirtschaftswachstum?

Wenn Krieg beginnt, wird viel Rüstung benötigt, die sehr teuer ist und hergestellt werden muss. Es entstehen auch viele Arbeitsplätze. Das Bruttoinladprodukt BIP wächst. Außerdem erhöht die Ausbeitung anderer Länder den materiellen Standard im eigenen Land. Durch das entstehende Wachstum kann sich die Regierung die benötigten Kredite erlauben. Ist mein Gedankengang richtig?

Antwort
von archibaldesel, 7

Das setzt voraus, dass man den Krieg gewinnt. Ansonsten bomben die Gegner nämlich die Produktionsanlagen in Grund und Boden. Schau dir mal Bilder von Deutschland aus dem Jahr 1945 an. Das dürfte deine Frage beantworten.

Antwort
von Unbekannter55, 24

Soweit richtig.

Waffenexporte fließen aber nicht mit ins BIP.

- Mehr Menschen haben arbeit ... aber im bereich waffenproduktion. Die Landwirtschaft hat davon nicht viel. Die Preise für Lebensmittel müssten steigen.

Kommentar von hvladi ,

Exporte werden vom BIP ausgeschlossen, Importe nicht?

Kommentar von vitus64 ,

Natürlich gehen Waffenexporte ins BIP ein.

Antwort
von MrNaas, 21

Die Logik macht aber nur Sinn, wenn die Rüstungsgüter auch im eigenen Land hergestellt werden.

Antwort
von Traveller24, 7

Nein. Das war vielleicht im 19. und frühen 20. Jahrhundert so, als die Wirtschaft von einigen Stahlbaronen und Grossgrundbesitzern dominiert wurde. Heutzutage sind Konsumenten und Kapital ausschlaggebend und beides leidet eher unter Krieg. Niemand investiert / konsumiert in unsicheren Zeiten / Gebieten und Geld welches für den Bau von Rüstungsgütern draufgeht fehlt woanders.

Schau Dir die wirtschaftliche Entwicklung seit dem Ende des Kalten Krieges an, also seitdem nicht mehr jedes Jahr Milliarden Euro für unnützen Panzerstahl ausgegeben, Millionen von Menschen nicht mehr ihre produktivsten Jahre in Kasernen verbringen und kluge Köpfe in Laboren statt in Kommandobunkern sitzen und google mal den Begriff "Friedensdividende"

Antwort
von GuenterLeipzig, 7

Krieg geht in der Regel einher mit Inflation.

Inflation enteignet auf die kalte Tour.

Günter

Antwort
von rawierawie, 13

Nein, das Gegenteil ist der Fal! Es werden Arbeitskräfte für den Kriegsdienst abgezogen, die zusätzliches Geld kosten und man kann sie nicht ersetzen! Fehlanzeige und zwar absolut!

Antwort
von soissesPDF, 12

Nein, der Gedanke ist falsch.
Nachhaltig ist kein Krieg zu gewinnen, im Gegenteil der kostet nur noch mehr Geld.

Glaubst Du ernsthaft der Afghanistankrieg ist für Deutschland ein Schnäppchen?
Ein properierendes Land wurde Afghanistan auch nur nicht.
Umgekehrt wird ein Paar Schuhe daraus Frieden schafft Wohlstand, falls die Politik nicht gerade neoliberalisiert, wie aktuell.

Wenn Kanzlerin Merkel (CDU) Truppen in Polen und Littauen stationiert, sind das keine Touristen, sondern Soldaten und die kosten Geld, nicht zu knapp.

Kommentar von therightway ,

Das stimmt nicht ganz. Deutschland bekommt sehr viel Geld von der Nato. :)
Genau weil Soldaten dort sationiert sind. Wären Soldaten nicht stationiert und unterwegs hätte es einen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft.

Das wissen hab ich auch nicht aus dem Internet sondern durch die Bundeswehr.

Antwort
von Illuminaticus, 2

Ja, absolut, Krieg war immer und auch heute ein Mittel, die Menschen in Lohn und Brot zu halten!

Zigtausende Menschen in der Arme, dann Zigtausende in der Ruestungsindustrie. So eine Bombe ist nicht billig und du kannst sagen, ein Schuss = eine Million. Da kommst ganz gut was zusammen.

Also vom finanziellen und wirtschaftlichen Standpunkt aus, muessen wir Krieg wollen und so wird es geschehen.

Was nun dagegen spricht, ist das Leid der Menschen, aber sein wir ehrlich, die Leute leiden sowieso, wir wollen uns damit jetzt nicht tiefer beschaeftigen.

Nun siehe das zerstoerte Land, alle haben Arbeit, das alles wieder aufzubauen, das ist doch positiv, vorher hohe Arbeitslosigkeit, nun alle in Lohn und Brot, sie sollten dankbar sein!

Was soll ich sagen? Deine Frage ist mit Ja zu beantworten!

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