gutefrage.net, die Ratgeber Community
version2_beta
Login   |  Forum |  Richtlinien |  FAQ

Vielen Dank an die gutefrage.net-Community für 1 Million hilfreiche Antworten - auch im Namen aller Fragesteller und Ratsuchenden. Weiter so!
73 

Ist Kostenreduktion wirklich der einzige Faktor um im Wettbewerb überleben zu können?

gefragt von rorahochrorahoch am 05.09.2006 um 10:09 Uhr

Kostenreduktion wird als Credo aller deutschen Wirtschafts-Gurus in die Öffentlichkeit posaunt - welche Alternativen gibt es dazu für die deutsche Wirtschaft, um wieder erfolgreich zu werden?


Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Beruf (3089)
Deutschland (932)
Kosten (804)
ähnliche Fragen

Reply


henry21
beantwortet von henry21 am 5. September 2006 11:18
3x
Thumb_up

moin, moin.ich bin der meinung, dass das wort "kostenreduktion, bzw. kostenreduzierung" viel zu oft mißbraucht wird von großen unternehmen, um personal loszuwerden. für mich ist es z.B. unverständlich, dass ein unternehmen 3,5 milliarden erwirtschaftet, aber im gleichen atemzug 10 000 angestellte entlässt. das prinzip der kostenreduktion ist auch sehr fragwürdig, da es erfolgsmodelle gibt, bei denen mehr leute eingestellt werden und dadurch noch mehr gewinn erwirtschaftet wird. dementsprechend glaube ich nicht, dass kostenreduktion der einzige faktor für ein überleben im wettbewerb ist. der aspekt der investition und der innovation sollte meiner meinung nachviel stärker gewichtet sein. zwar ist dieser teil sicherlich unstrttig auch mit kosten verbunden, jedoch wird sich die auf langer sicht irgendwann auch mal auszahlen. gruß henry


anonym
beantwortet von Lottner am 26. September 2006 22:30
3x
Thumb_up

als Konsoment würde ich solche Firmen bewusst boykotieren und sie das auch wissen lassen. Wir lassen uns in Deutschland viel zu viel gefallen. Eigentlich müsste man die Manager die mal eben 20 000 Leute entlassen sich aber ihr Gehalt erhöhen an den Pranger stellen, anspucken etc. Zumal Personalabbau meißt keine Lösung ist. Und wer soll die Produkte noch kaufen wenn keiner mehr Arbeitet? Die Chinesen? Die können sich doch die Produkte die sie für 1 Euro am Tag herstellen doch niemals leisten


anonym
beantwortet von einem Gast am 5. September 2006 10:44
2x
Thumb_up

Auf Dauer sicherlich nur ein Schutz durch Politik und Gesetzge, EU-weit. In den entlegenen ländlichen Regionen Chinas leben über 1 Mrd. Menschen die für einen Euro am Tag Arbeiten ausführen würden. Wenn wir kein anderes (politisches) Mittel zur Sicherung unseres einmel erzielten Lebensstandards - als Kostensenkung sehen, dann sind wir auf dem besten Weg zurück ins Mittelalter... Es gibt viele Länder in Europa die das erkannt haben und über entsprechnende Gesetze ihre Bürger und Unternehmen schützen (Mindestlohn in Frankreich 1475 €; 35 h/Wo Arbeitszeit per Gesetz; Bürgerversichrung in der Schweiz...Gleiche Löhne für Leiharbeiter und festangestellten Arbeithemer in 7 Ländern der EU; Steuererhebung nach Staatsbürgerschaft und nicht nach dem Wohnort in Ländern wie Frankreich und den USA!). Bei uns gibt es noch zu viele die von "Kostensenkungen" profitiren - deshalb ändert sich vorläufig bei uns noch nichts.


anonym
beantwortet von korfiote2008 am 15. September 2006 09:10
2x
Thumb_up

Moin, moin, Kostensenkung auf Personalkosten funktioniert zur Zeit in Deutschland noch ganz gut, die Wegrationalisierung von "Anlernjobs" wird im Zuge der fortschreitenden Automatisierung in der Industrie weiter zunehmen. Klassische Arbeiten wie Gebäudereiniger usw. (bitte keine bösen Antworten, ist nur ein Beispiel) kann man nicht wegrationalisieren, sie bleiben weiterhin zweitklassig, in Subunternehmen, bezahlt. Die Bevölkerungszahl ist in Deutschland rückläufig, weiterhin werden immernoch "alte" Fachkräfte in den Vorruhestand geschickt, aus der heutigen Jugend wächst aber entsprechend der demoskopischen (?) Entwicklung zu wenig nach. Werden die "alten Meister" in 15 Jahren mit 70 wieder attraktiv? Grüße nach Korfu ...


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 28. Dezember 2006 17:52
2x
Thumb_up

Kostenreduzierung ist keineswegs die einzige Möglichkeit, im Markt zu bestehen, dazu ein Beispiel:

Vor kurzem wurde mit viel Trara die letzte französische Klavierfabrik geschlossen, die jahrelang vergeblich versucht hatte, durch Kostenreduzierung mit den Japanern mithalten zu können.

Darunter litt dann die Qualität, damit der Ruf und schliesslich kam das Aus.

Die Firma Steinway dagegen, Fabrik für Konzertflügel in Hamburg, hat konsequent weiter auf Qualität gesetzt, die Produkte sind weiterhin (sau)teuer und die Geschäfte laufen glänzend.





Josef Pieringer
beantwortet von Josef Pieringer am 11. Oktober 2007 06:57
0x
Thumb_up

Kostenreduktion ist langfristig gesehen in der heutigen Zeit
ein sehr heißes, gefährliches Pflaster.
Meist werden dadurch die "teuren" älteren Arbeiter wegrationalisiert,
welche den größten Schatz an Erfahrung haben.
Man muss einen Faktor haben, der einem unverwechselbar macht,
möglichst nicht der Preis.
z.B.:
wie schon erwähnt Qualität,
einzigartiges Produkt, (kein Mitbewerb, nicht vergleichbar)
Produkt umweltfreundlicher, sparsamer, leiser, ...
Dienstleistung übersichtlicher, Vorteile einfacher zu erkennen, ...
besseren Service, (dem Kunden das gute Gefühl vermitteln, gut aufgehoben zu sein)
eine Marke erschaffen (ohne dieses Produkt x bist Du nicht "in")
Bessere Planung - Tischler - 3D Pläne mit Inventar und Menschen, …
(Kunde kann sich leichter vorstellen wie es wird,
sieht sich schon selber in der neuen Wohnung sitzen – gutes Gefühl, oder ?)
Einbindung der Kundenmeinung in die Produktentwicklung,
Produkt kann wirklich das was der Kunde will, nicht was er wollen sollte.
uvm ...
LG Josef




Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Mehr verwandte Fragen

Verwandte Fragen
Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.