Man hört dauernd, Kritik sei dann gerechtfertigt, wenn sie "kontruktiv" ist. Aber dieser Begriff dient als Abgrenzung zu was?
Gewiss, wenn eine Aussage beleidigend ist, kann sie nicht konstruktiv sein, aber ist Kritik selbst nicht immer destruktiv? Ist das denn nicht ihr Wesen?
Wenn ich zB einer übergewichtigen Person sage, dass sie Übergewicht hat, ist es aus medizinischen Gründen schon konstruktiv, aber für die Person selbst? Oder ich rate einer ungebildeten Person, mehr zu lesen... wenn ich es nur gut meine, aber der Person schadet?
Wie kann man eine Trennlinie ziehen zwischen konstruktiver und destruktiver Kritik (wie gesagt, von Beleidigungen abgesehen)?
ich denke doch das man konstrktive kritik äußern kann. es hängt zum einen davon ab was du mit der kritik erreichen willst und wie du diese äußerst. und wenn jemand nicht in der lage ist, kritik anzunehmen ohne direkt beleidigt zu sein, kann man denjenigen eh nicht mehr helfen ;) find ich zumindest ^^

Kritik kann auch positiv sein! Wie z.B. das fand ich ganz toll...
Konstruktiv finde ich Kritik immer, wenn es hilft, seine Handlungen aus den Augen von jemand anderes zu sehen, sodass man mitbekommt, wie man auf andere wirkt und was man evtl. noch verbessern kann.
WEISTDUS am 28. Dezember 2008 23:36 ...das hat Klasse...DH

Als erstes lobe ich Dich! Dann bist Du positiv gestimmt. Dann sage ich Dir, was Du verbessern kannst. Ganz simpel erklärt ist das "kontruktive Kritik". Die soll dich nach vorn bringen, nicht behindern.

Aber natürlich! Das Wort kommt ja aus dem Griechischen (to krinein oder so ähnlich) und heisst erstmal nichts anderes als gründlich unterscheiden.
Da schwingt noch gar nichts mit von Runtermachen oder Abwertung.
Siehe auch die zahlreichen philosophischen Werke, die im Titel die Kritik anführen.
Die bekanntesten sind: Kritik der reinen Vernunft und Kritik der zynischen Vernunft...

Genörgel ist destruktiv, verbesserungsvorschläge sind konstruktiv. beleidigungen??????? haben so gar nix mit kritik zu tun
das gegenteil habe ich auch nicht behauptet...
KBB0815 am 28. Dezember 2008 23:40 einem Dicken zu sagen, dass e dick ist ist kein Verbesserungsvorschlag
ich fang gleich an zu weinen... so habe ich es doch gar nicht gemeint. aber auch wenn ich verbesserungsvorschläge mache, jemanden dann mit zum sport nehme oder vorschlage, gemeinsam zu kochen usw, wird die absicht dahinter immer erkennbar sein. und das meinte ich mit der kritik, die konstruktiv zwar ist, für die betreffende person aber nie sein kann...
du darfst aber konstruktiv nicht mit "angenehm" verwechseln. gerade konstruktive Kritik ist ja darauf aus, etwas zu verändern. Damit teilst du dem Empfänger also immer mit "in meinen Augen machst du etwas falsch". Es kommt dann eben darauf an, wie man es rüber bringt - und ob der Empfänger überhaupt etwas ändern will. Wenn der - um beim Beispiel zu bleiben - Übergewichtige sich wohl fühlt und schön findet oder so gar keine Lust hat, etwas an Ernährung oder Verhalten zu ändern, wirst du ihm bestenfalls mit Deiner Kritik - so nett und konstruktiv sie auch gemeint sein mag - auf die Nerven fallen.
Wenn die Person aber selbst ein Problem hat und nur kein Durchhaltevermögen oder keine Idee, wie sie sich verbessern könnte, dann wird sie oft sogar für Deine konstruktive Kritik dankbar sein.
Ich bin ja nun Tanzlehrerin. Wer sich verbessern will und was erreichen will, der nimmt Kritik gerne an und versucht sie umzusetzen. Es gibt aber auch Frauen, die kommen zum Tanzen, weil sie einmal in der Woche was anderes machen wollen als fernsehen - denen geht das am A... vorbei, wenn ich ihnen Verbesserungsvorschläge unterbreite. Im schlimmsten Fall sind sie gernervt und sagen "ich will kein Profi werden, sondern Spaß haben".
Also - den Empfängerhorizont musst du bei jeder Kritik natürlich einkalkulieren.
KBB0815 am 29. Dezember 2008 00:10 SCHÖN GESAGT: OFT IST DER KRITIKER BELEIDIGT; WENN SEINE KRITIK NICHT UMGESETZT WIRD. WO ER ES DOCH NUR GUT MEINT.UND DAS NERVT SO RICHTIG
korrekt
ein bekannter hat mir mal gesagt: wer nicht auf mich hört, wenn er mich um rat fragt, der braucht auch hinterher nicht ankommen, wenn es schief gegangen ist.
ein freund, auf den ich verzichten konnte ;-)
LiloB am 31. Dezember 2008 17:46 wie richtig, - das Können liegt teilweise darin, zu entscheiden, ob man kritisieren möchte - und ob der andere diese Art von Hilfe wirklich benötigt. Daher DH

Natürlich geht das. Man muss seine Wörter gut aussuchen um mit der Kritik eine Veränderung zu mobilisieren.

..."konstruktiv" ist im Sinne von "aufbauend" zu verstehen. Wenn du also jemanden kritisierst, und er aus deinen Worten etwas entnehmen kann, das ihm i.w.S. "weiterhilft", irgnedeinen Weg zu verfolgen (in welchem Zusammenhang auch immer), dann war deine Kritik hilfreich...
Hat natürlich schon mit bisschen Einfühlungsvermögen (hinsichtlich der Wortwahl) zu tun. Ohne das geht´s kaum.

"Ich finde gut, wie Du Deine Frage stellst"
ist z. B. eine konstruktive Kritik.
Kritik ist nicht zwingend eine negative Äusserung zu etwas. Es gibt genausogut positive Kritik, wenn cih zB in einer Rezension ein Buch etc lobe... Genau so kann es auch konstruktive Kritik geben, indem ich meine Äusserungen begründet darlege.

konstruktiv wäre die kritik, wenn sie zb einen vorschlag zur verbesserung gibt oder anregungen. btw einem übergewichtigen menschen zu sagen, dass er übergewicht hat ist etwa so wie zu sagen "wasser ist nass" die jenigen wissen das schon.
ein beispiel... mehr nicht. war wohl ein blödes beispiel...

Einer übergewichtigen Person zu sagen sie sei Übergewichtig bringt höchsten etwas, wenn sie nicht sehen kann. Ansonsten weiß sie es selbst.
Konstruktive Kritik ist es höchstens, wenn diese übergewichtige Person jeden Tag zur Pommesbude rennt und du sie 'kritisierst', weil direkt neben der Pommesbude eine Salatbar ist, die sie aufsuchen könnte. Natürlich macht auch hier der Ton die Musik.
Ist auch nur als Beispiel gedacht.
Das war ja auch nur ein Beispiel... bitte nicht darauf herumhacken... und die eigentliche frage beantworten...
das war eine antwort auf die eigentliche frage. destruktiv wäre jetzt "du hast die antwort nicht kapiert"
konstruktiv:
"bitte lies noch einmal genau. in der antwort wird dein beispiel aufgegriffen und ein lösungsvorschlag unterbreitet, wie man in deinem beispiel die kritik in konstruktiver Form umsetzen kann"
oder "du wirst die antwort verstehen, wenn du durch entsprechende lese-verständnisübungen deine Auffassungsgabe für geschriebenen Text verbessert hast"
frechgrins amiria
sie hat ihre antwort aber auch editiert. anfangs stand da nur der erste satz... sonst hätte ich das nicht geschrieben :-)
ah, ok, das konnte ich widerum nicht wissen.
mecanoqueen am 28. Dezember 2008 23:44 Jepp, ist so. Brauch beim Tippen manchmal was länger. Daher schreibe ich oft den ersten Satz und 'positioniere' ihn schonmal. Sorry.
trotzdem ein guter beitrag von dir ;-)

Konstruktive Kritik ist "annehmbar" und hilft weiter. Nicht konstruktive Kritik mag nicht angenommen werden...

Das kommt immer darauf an, wie man etwas sagt, bei konstruktiv geht es hauptsächlich darum, nicht beleidigend, oder persönlich zu werden!
konstruktive Kritik heißt: du gibst dem zu kritisierenden konkrete Ratschläge an die Hand.
Also statt "du bist zu fett" reicht eben nicht das unzukehren in "nimm doch mal ab".
sondern: "wenn Du Deine Figur verbessern möchtest, würde ich vorschlagen, dass Du statt chips äpfel ißt"
(ich bitte ausdrücklich das jetzt nicht als diätvorschlag sondern als beispiel für konstruktive Kritik zu betrachten)
Ach du böser Bub ,du
was ist denn los? das ist eine ernst gemeinte Frage...

wie erfreulich, allein die Fragestellung zeigt Nachempfinden und nicht "Sichwichtigmachen". Was jede Art von Kritik meistens ist. Ich bin der Meinung, daß nur der Arzt einem übergewichtigen Menschen den Rat geben sollte, abzunehmen. Und das auch nur dann, wenn es medizinisch erforderlich ist. Jeder wäre gern schlank und jung und attraktiv. Was sollte da Kritik bringen, außer, daß derjenige sich noch weniger attraktiv findet.
Sehr gute Antwort. Man muss sich wirklich überlegen, ob das sinnvoll und die Sache wert ist, die Kritik zu äußern und ob das für den andern überhaupt etwas bringen kann, ausser verletzend zu sein. Und wie man sie äußert, das ist dann der nächste Schritt!
auch richtig. DH