Frage von Eidolon150, 9

Ist Konfrontation das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, eine Phobie (Angst) zu bekämpfen?

Jeder kennt Phobien, z.B. Abneigung gegen Spinnen, Ratten etc.. Es gibt aber auch Phobien mit gravierenderen Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen. Wie werden Phobien bekämpft - bzw. welche Massnahmen begleiten die Konfrontation. Gibt es Alternativen zur Konfrontation, z.B. im sozialen Bereich?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Illuminaticus, 3

Es gibt keine Alternativen zur Konfrontation. Es ist ja der Sinn der Angst, erloest und gefuehlt zu werden, sonst haette die Angst ja keinen Sinn.

Hinter der Angst steht ein Gefuehl, welches du abgelehnt hast zu fuehlen und dann unterdrueckt hast.

Konfrontation heisst ja Ansehen. Du siehst dir die Situation an, ein ungutes Gefuehl kommt hoch und du blockst es ab. Nun kannst du aber auch bewusst z.B. dies Ohmacht fuehlen, dieses Gefuehl absolugt nichts ausrichten zu koennen, was sehr unschoen ist, aber frueher oder spaeter klingt das Gefuehl aus du hast es quasi ausgefuehlt und bist befreit.

Kommentar von Eidolon150 ,

Und was ist mit Hypnose? Wäre das -in bestimmten Fällen- keine Alternative?

Antwort
von schloh80, 5

Bei spezifischen Phobien und Agoraphobie ist die Konfrontationstherapie / Exposition (Verhaltenstherapie) das Mittel der Wahl. Eine Alternative gibt es eigentlich nicht. Denn auch in den psychoanalytischen Verfahren kommt der Patient nicht ohne die Konfrontation mit den angsauslösenden Situationen aus (das handhabte auch Freud schon so), allerdings muss der Patient hier selbständig in der Lage sein, sich zu konfrontieren (bei zu großer Vermeidung wird die Therapie scheitern), während dies in der Verhaltenstherapie in der Regel unter "Aufsicht" des Therapeuten erfolgt.

Antwort
von Sysiphus74, 5

Es kommt darauf an ob die Angst als alleinige Problematik oder, was häufig ist, in Kombination mit anderen psychischen Problemen, z.B. Depressionen, behandelt werden muss. Auch muss berücksichtigt werden, ob die Angst sich in “Flucht“ oder “Angriff“ also Vermeidung oder sogar Aggression zeigt.Konfrontation sollte innert therapeutisch begleitet und in kleinen Schritten erfolgen. Eine Konfrontationstherapie im Alleingang ist IMHO nicht zielführend wenn eine echte Phobie vorliegt. Bei Problemen im sozialen Bereich wie Rechte einfordern oder Grenzen setzen vielleicht auch Nein sagen, ist ein SKT ( soziale Kompetenztraining) angeraten. Hier wird in Rahmen der Gruppentherapie in Form von Gesprächen und Rollenspielen gearbeitet. In jeden Fall ist ein Gang zu einem Therapeuten oder Selbsthilfegruppe mit therapeutischer Begleitung angeraten um gute Ergebnisse zu erzielen.

Antwort
von ZomyNozomy, 8

Ich kenne mich da nicht aus, habe noch nie eine Phobie gehabt, aber wenn ich mal bei irgendetwas Angst habe, stelle ich mich vor die Angst, als würde man sich gegenseitig in die Augen schauen. Also, dagegen kämpfen.

Wenn man was gegen Spinnen oder Ratten hat, würde ich zusammen mit den Tieren in einem Raum sein, solange bis ich mich daran gewöhnt habe. Wenn man Platzangst hat würde ich das gleiche wie bei den Tieren versuchen, mich in einen kleinen Raum sperren und warten bis ich mich daran gewöhnt habe, oder aber auch öfters machen.

Antwort
von Annrobot97, 6

Ich denke am besten ist es, wenn man sich seiner Angst stellt.
Denn so lernt man am schnellsten, dass das, wovor man Angst hat, garnicht so gefähtlich ist :D

Antwort
von Maarduck, 9

Fast alle Therapeuten sagen, dass die Konfrontationstherapie am schnellsten und leichtesten Erfolge bringt. Es gibt aber zahlreiche Alternativen gegen Angst vorzugehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Konfrontationstherapie

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