Frage von vonHayek, 349

Ist Kommunismus schlecht?

Stalin, Mao und Pol Pot haben nur grauenhafte Morde begangen. Kann man damit sagen, dass der Kommunismus schlecht ist?

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 137

Stalin, Mao und Pol Pot haben nur grauenhafte Morde begangen. Kann man damit sagen, dass der Kommunismus schlecht ist?

Wenn  Stalin, Mao und Pol Pot Kommunisten waren, dann ist Kommunismus schlecht.

Allerdings haben auch Adolf Hitler, Saddam Hussein und Osama Bin Laden jede Menge grauenhafte Morde begangen. Und sie waren bekennende Kapitalisten. 

Kann man damit sagen, dass Kapitalismus schlecht ist?

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Darüber hinaus taugt die ultimative Bindung von Gesellschaftssystemen an Personen (Stalin = Kommunismus; also: Kommunismus = Stalin) bestenfalls für den bierseligen, BILD-lesenden Stammtisch.

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Lösungsansatz: Falls du dich für eine ernsthafte Antwort interessierst, solltest du zunächst einmal herausfinden, was "Kommunismus" überhaupt bedeutet.

Im einfachsten Falle ist es schon der reine Sinn des Wortes: Kommunismus = "gemeinsame Sache machen"; also "alle Menschen bilden eine Gemeinschaft, kein Mensch in dieser Gemeinschaft ist mehr oder weniger wert"

Es gibt zwar zahlreiche verschiedene Detail-Definitionen, aber in einem Punkt sind sie sich alle einig: "Kommunismus ist eine dauerhaft sozial gerechte und freie Gesellschaft, in der jeder seinen Fähigkeiten entsprechend handeln kann und niemand bevorteilt oder benachteiligt wird.

Und dann kannst du das vergleichen: Mao, ganz besonders aber Pol Pot und Stalin waren Diktatoren; und zwar nach jeder Definition von Diktator, die es gibt. "Diktatur" und "Kommunismus" schließen einander jedoch schon in der Wortbedeutung - und ganz besonders im Inhalt - vollständig aus. 

Es ist also reine Propaganda, wenn heute jemand behauptet, "Stalinismus" hätte auch nur annähernd mit "Kommunismus" zu tun gehabt. Mit der gleichen Argumentations-Qualität könnte man nämlich auch sagen, "Nationalsozialismus" wäre nur eine Variante des "Kapitalismus" (so wie etwa "soziale Marktwirtschaft" auch); also wäre der Kapitalismus schlecht.

Antwort
von Willy1729, 103

Ist das Christentum schlecht, weil es Zeiten gab, in denen im Namen Christi gemordet und gefoltert wurde? Oder der Islam, weil es Verbrecher gibt, die in Allahs Namen ihre Mordlust ausleben?

Der Kommunismus hatte das Ziel, Schranken zwischen Menschen, die sich aus der Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Klassen ergaben, abzubauen, um eine Gesellschaft hervorzubringen, in der die Chancen und der Besitz gerechter verteilt sind, als wenn nur wenige fast allen Besitz und fast alle Privilegien haben, während die meisten anderen ein eher karges Dasein führen. Dumm war eben nur, daß sich die Ungleichheit der Besitz- und Machtverhältnisse auch da, wo der Kommunismus umgesetzt wurde, ganz schnell wieder eingestellt hatte, was einfach daran liegt, daß der Mensch an sich kein Wesen ist, dem die Nächstenliebe, Bescheidenheit, Demut und Hilfsbereitschaft sozusagen in den Genen liegt, sondern dem Rücksichtslosigkeit, Egoismus, Macht- und Besitzstreben viel näher sind. 

Es ist viel schwieriger, einen Menschen dazu zu bringen, etwas Gutes, als etwas Böses zu tun.

Von der Idee her führt der Kommunismus zu einer gerechten Gesellschaft, in der alle ein gutes und zufriedenes Leben führen können. Das Christentum kommt von der Idee her sogar völlig ohne Gesetze aus: die Liebe zu Gott und den Menschen ist alles, was gefordert ist. Sobald Du aber versuchst, das mit Menschen umzusetzen, scheitert die Sache. Im Kommunismus wurden Menschen massenhaft gefoltert und gemordet - unter Mao verhungerten die Bauern scharenweise; im Christentum mißbrauchten Kirchenfürsten ihre Macht und unterdrückten, folterten und mordeten Andersdenkende; in islamischen Staaten sind Menschenrechte oft keinen Pfifferling wert - es ist überall das Gleiche: Gib einem Menschen Macht und Reichtum, so wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Tyrann, egal, welcher Religion oder Weltanschauung er angehören mag.

Dennoch bringen Religionen und Weltanschauungen zum Teil auch Beispiele von aufopferungsvoller Nächstenliebe und Einsatz für Menschen in Not und Weisheit und Demut hervor, die all diesen Haß und Egoismus zumindest teilweise überwinden. 

Es gibt eben auch den Kommunisten, der sich mit Leib und Seele dafür einsetzt, daß unterdrückte Menschen zu ihrem Recht kommen; den Moslem, der hilfsbereit, freundlich und liebevoll eine Seite des Islam vertritt, die auch Angehörige anderer Religionen respektieren und achten können; den Christen, der seinen Nächsten wirklich liebt wie sich selbst und dies auch in seinen Taten umsetzt.

Es gibt verantwortungsbewußte Politiker, die ihre Macht eben nicht mißbrauchen, sondern zum Wohle aller einsetzen; es gibt reiche Menschen, die sich eine soziale Ader bewahrt haben und ihren Angestellten gute und faire Vorgesetzte sind.

Es hängt von den einzelnen Menschen ab, was eine Religion oder eine Weltanschauung Gutes oder Böses bewirkt.

Herzliche Grüße,

Willy

Kommentar von SchakKlusoh ,

Die Antwort lautet "ja"

Alle Ideologien und Religionen sind im Kern menschen- und lebensfeindlich.

Der Weg in die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

Antwort
von voayager, 89

All diese Beispiele sind Ausdruck einer Rohform des Sozialismus, also noch nicht mal ein entwickelter Sozialismus, erst recht nicht ein Kommunismus, den es bis jetzt nirgendwo auf der Welt gab und gibt.

Marx und Engels hatten oft genug erwähnt, dass der Sozialismus nur was für entwickelte kapitalistische Länder sei, also nichts für Habenichts-Staaten, die nur auf rohe Weise die Armut entweder mehr oder minder gleichmäßig verteilen, (Pol Pot, Mao) oder aber in einem Gewaltmarsch sich industrialisieren. (Stalin)


Antwort
von PIwolf, 104

Es gibt ein buch pber den kommunismus indem gezeigt wird dass es eine super staatsform wäre jedoch hat sie noch nirgends wirklich gut funktioniert und wenn doch sind die leute trozdem arm wie in kuba (da funktioniert kommunismus ganz gut)

Kommentar von ollesgemuese ,

Kuba wurde aber von den USA jahrzehntelang wirtschaftlich abgeriegelt, also wären die Leute vlt. gar nicht soo arm ohne Gegenmaßnahmen :) oder?

Kommentar von surfenohneende ,

Kuba wurde aber von den USA jahrzehntelang wirtschaftlich abgeriegelt, also wären die Leute vlt. gar nicht soo arm ohne Gegenmaßnahmen :) oder?

JA,

die USA hat Kuba versucht auszuhungern, ähnlich wie Israel es mit Gaza tut

Kommentar von PIwolf ,

warst du schonmal in kuba? den leuten geht es einigermassen gut aber ein schönes leben hatten die nicht ausserdem wurden sie von der usa mehr unterdrückt als unterstützt

Kommentar von surfenohneende ,

den leuten geht es einigermassen gut aber ein schönes leben hatten die nicht ausserdem wurden sie von der usa mehr unterdrückt als unterstützt

JA

Kommentar von SchakKlusoh ,

Es gibt viele Bücher. Manche sagen dies, andere sagen das.

Antwort
von Nijori, 109

Der Kommunismus ist eine sehr gute Idee, wenn man ihn dann tatsächlich umsetzen würde.

Leider hat noch kein kommunistischer Staat das lange Zeit geschafft, wenn er dann überhaupt jemals auf kommunistischen Prinzipien basierte.

Sicher ist die Gefahr das jemand ein System, welches so zimlich alles über den Staat laufen lässt, ohne groß zu privatisieren, ausnutzt und sich bereichert groß, doch mit einer ehrlichen Führung und guter Kontrolle über Beamte, in Positionen die zu soetwas einladen, könnte ein kommunistischer Staat ein Idealstaat werden.

Man kann nicht eine so weitreichende Idee verteufeln nur weil jede bisherige Umsetzung an der Gier der Mächtigen gescheitert ist.

Jedes solcher System hat seine Nachteile, doch ich würde einen echten Kommunismus dem Kapitalismus um Längen vorziehen.

Kommentar von voayager ,

so weit so gut, doch einen Kommunismus hatte es bisjetzt noch nie gegeben

Kommentar von Nijori ,

Sage ich ja und für meine Ideale waren die bisherigen Versuche auch zu sehr auf gänzliche Kontrolle aus, aber das macht die Idee an sich noch nicht schlecht.

Antwort
von Steve3072000, 22

democracy is the worst form of government, except all those others that have been tried” – Winston Churchill.

Antwort
von robbenkk, 34

Meinst du Che nicht ? Oder die Polnischen kommis ? Alles schmarotzer sie wollten die Kirche (Orthodox) in der Udssr als neben sächlich gelten lassen und stellten sich groß durch ihr selbstvertrauen zu Atheisten ist auch der letzte Wiederstand gebrochen . Nach Cuba und China ist schluss ;)

Antwort
von CatNSaege, 117

Stalin Mao und Pol Pot haben Menschen getötet. Der Gedanke, dass alle Menschen gleich viel Wert sind und niemand mehr hat, als der Rest der Gesellschaft, hat hingegen noch keinen einzigen Menschen getötet. Also nein. Der Kommunismus ist nicht schlecht. Menschen sind schlecht.

Kommentar von voayager ,

sie sind auch nur Kinder ihrer Zeit im Guten wie im Schlechten

Antwort
von SchakKlusoh, 63

Alle Ideologien sind schlecht.

Alle beruhen auf einer Lüge (ich weiß, wie die Welt funktioniert) und falschen Versprechungen (wenn alle Menschen dies oder jenes tun, dann sind alle Probleme gelöst) und verführen Menschen dazu anderen schlimme Dinge anzutun.

Antwort
von leunam99, 97

Naja, Stalin, Mao etc. sind für mich keine echten Kommunisten. Das Proletariat der Arbeiter ist ja zentraler Bestandteil des Kommunismus, manche verstehen das aber falsch. Eigentlich alle kommunistischen Regime sind beim Sozialismus stehen geblieben, welcher in der Tat (meiner Meinung nach), da meist mit Diktaturen verknüpft, negativ zu bewerten ist. Kommunismus an sich, also der Gedanke ,,alle sind gleich!'' ist ja nicht wirklich schlecht. Jedoch sollte klar sein, dass auch der Besitz von Eigentum nicht gewährt werden würde. Das ist - aus Erfahrung und Wissen - bei uns Menschen unmöglich. Kommunismus ist also an und für sich nicht unbedingt schlecht, er ist schlicht nicht so umsetzbar, wie es Marx etc. forderten.

Kommentar von SchakKlusoh ,

Das Proletariat der Arbeiter

Man nehme ein paar aufgeschnappte Wörter, schmeisse sie in einen Würfelbecher, schüttele ihn heftig und schon hat man einen Beitrag geschrieben.
Schon mal nachgeschaut, was Proletariat auf deutsch heißt?

Kommentar von leunam99 ,

Es fehlt ein Komma zwischen ,,das Proletariat'' und ,,der Arbeiter'', wenn du/sie mir gestattest, sieh nach, meine Satzstellung ergibt durchaus Sinn. Ansonsten sind inhaltliche Mängel Ansichtssache und ich muss ihnen leider Mitteilen, das mich ihr Kommentar recht wenig interessiert.

Antwort
von Interesierter, 78

Ich habe mit dem Kommunismus so meine Probleme. 

Das Hauptproblem sehe ich in der Unterdrückung der persönlichen Individualität. Der Kommunismus scheitert an der Unmöglichkeit, der freien persönlichen Entfaltung. 

So bleibt die Diktatur des Proletariats nach Marx und Engels im Grunde immer noch eine Diktatur, da sie vorgefertigten Ideologien folgt, denen der Einzelne zu gehorchen hat. Der Einzelne wird in seinem privaten und individuellen Streben nach Glück und Zufriedenheit eingeengt und der herrschenden Staatsdoktrin unterworfen. 

Kommentar von surfenohneende ,

Das Hauptproblem sehe ich in der Unterdrückung der persönlichen Individualität. Der Kommunismus scheitert an der Unmöglichkeit, der freien persönlichen Entfaltung. 

Das schafft der Kapitalismus genauso ^^ -> z.B. Saudi-Arabien oder ISIS-Land

Dieses Bild sagt schon Alles

https://saudiarabiaisbasicallyisis.com/images/isvssa.jpg

Kommentar von Unsinkable2 ,

Der Kommunismus scheitert an der Unmöglichkeit, der freien persönlichen Entfaltung. 

Das genaue Gegenteil ist der Fall: "Kommunismus" ist erst dann Realität, wenn JEDER sich seinen Fähigkeiten entsprechend entfalten kann.

Das heißt: Wenn du Maurer bist, aber gut Malen kannst, dann musst du im Kapitalismus mauern gehen, um wenigstens satt zu werden. Wenn du abends noch die Kraft dazu hast, kannst du es ja mit Malen versuchen. Dann brauchst du nur noch einen Gönner, der dich in die passenden Kreise einführt und dir das eine oder andere Bild abkauft, bevor du deine Karriere als Maler starten kannst...

Im Kommunismus ist hingegen für deine Grundbedürfnisse gesorgt. Du hast den ganzen Tag Zeit, dich als Maler zu entfalten. Und wenn du gut bist, wirst du ein begehrter Maler...

So bleibt die Diktatur des Proletariats nach Marx und Engels im Grunde immer noch eine Diktatur

Marx nicht bis zum Ende gelesen? Oder gar nicht erst angefangen? Oder einfach nur nicht verstanden?

Die "Diktatur des Proletariats" bezieht sich auf eine KLASSEN-GESELLSCHAFT. Der Kommunismus ist aber per definitionem eine KLASSEN-FREIE Gesellschaft. Es wäre also bestenfalls eine "Diktatur, in der JEDER EINZELNE MENSCH Diktator ist". Und so eine Gesellschaft, also eine Gesellschaft, in der JEDER - und zwar gleichzeitig - Diktator ist, darf man wohl mit Fug und Recht als "diktatur-freie Zone" erklären, nicht wahr?!

Der Einzelne wird in seinem privaten und individuellen Streben nach Glück und Zufriedenheit eingeengt und der herrschenden Staatsdoktrin unterworfen. 

Du hast das Wesen von "Gesellschaften" sehr gut beschrieben. Listigerweise ist es das Wesen JEDER Gesellschaftsform; sogar der "Anarchie".

Die eigentliche Frage lautet also: "Wie weit wird der Einzelne eingeengt?"

Und wenn wir uns nur allein den Kapitalismus hernehmen, dann müssen wir konstatieren, dass sogar Armut, und damit ganze Lebenswege vererbt und damit vorgezeichnet werden, die "Einengung" also nahezu allumfassend ist. 

Kommentar von Interesierter ,

Das stimmt so nicht. Wenn ich im Kommunismus Bauer sein wollte und einfach nur meine eigenen Lebensmittel anbauen wollte, dann wäre das nicht möglich, da es im Kommunismus kein Privateigentum gibt. Sprich, ich würde gehindert, meinen eigenen Weg zu gehen. Ich müsste mich ins Kollektiv einfügen und meinen Beitrag leisten.

Ich habe Marx sehr wohl verstanden. Die Krux dabei ist, dass alles, was der Staatsdoktrin zuwiderläuft, einfach plattgemacht wird. 

Genau so funktioniert die "Diktatur des Proletariats". 

Das ist das genaue Gegenteil von Freiheit. 

Kommentar von Unsinkable2 ,

Wenn ich im Kommunismus Bauer sein wollte und einfach nur meine eigenen Lebensmittel anbauen wollte, dann wäre das ... 

... nicht mehr unbedingt "Kommunismus". 

Kommunismus bedeutet GEMEINSAM, nicht "jeder für sich".

Insofern setzt dir natürlich auch der Kommunismus Schranken, die das Durchbrechen der Gesellschaftsordnung verhindern, weil er sich anderenfalls selbst auflösen und - wie in deinem Fall - durch Anarchie ersetzt werden würde.


... dann wäre das nicht möglich, da es im Kommunismus kein Privateigentum gibt.

Das ist ebenfalls ausgemachter Unfug. Natürlich gibt es auch im Kommunismus "Privat-Eigentum". 

Es gibt aber kein "Privateigentum an Produktionsmitteln" mehr. Du könntest also durchaus "deine eigenen Lebensmittel" anbauen; aber es wäre dir wohl eher nicht möglich, dein Leben als "gewerblicher Privat-Bauer" zu fristen. (Das wäre aber letztlich eine Interpretationsfrage, die im Detail erst geklärt werden könnte, wenn die Rahmenbedingungen stünden. Und bislang gibt es sie noch nicht. Also ist eine korrekte und endgültige Antwort (noch) nicht möglich.)

Die Krux dabei ist, dass alles, was der Staatsdoktrin zuwiderläuft, einfach plattgemacht wird. 

Ja. Und? Das ist das Wesen von Gesellschaften; ganz egal, welche Ordnung du dir anschaust.

Im Kapitalismus werden Sozis "plattgemacht". Im Sozialismus werden Kapitalisten "plattgemacht". Im Anarchismus werden die Schwachen "plattgemacht". Im ... [beliebige Gesellschaftsordnung nennen] ... werden ... [beliebige "Randgruppe" der Gesellschaftsordnung finden] ... "plattgemacht".


Das ist das genaue Gegenteil von Freiheit.

Schon Frau Luxemburg wusste zu berichten: "Freiheit ist immer die Freiheit der Anderen."

Wenn du Marx wirklich verstanden hast, dann wirst du wissen, was sie damit meinte. 

Kommentar von Interesierter ,

Freiheit ist für mich das zu tun und zu lassen, was ich für richtig halte und zwar dort, wo ich es will. 

Land ist ein Produktionsfaktor und wäre somit als Privateigentum im Kommunismus für mich als Einzelnen nicht verfügbar. Damit wäre mein Traum vom eigenen Anbau meiner Lebensmittel schon ausgeträumt. Die individuelle Entscheidung läuft dem Kommunismus zuwider. 

Ich möchte damit nicht den Kapitalismus loben sondern einfach die grundlegenden Schwächen des Kommunismus aufzeigen. 

Wer den Kommunismus will, der muss mit diesen Einschränkungen leben und sie bewusst in Kauf nehmen. 

Im Übrigen kann sich der Kommunismus nur auf eine echte Demokratie berufen, denn sonst ist der eine Lüge. Und nun nenne mir ein Land auf der Erde, welches über demokratische Wahlen jemals den Kommunismus legitimiert hätte. Folglich: Der Kommunismus ist (zumindest in der heutigen Zeit) nicht mehrheitsfähig. Würde er trotzdem einführt, wäre das demokratiefeindlich und würde dem Willen des Volkes zuwiderlaufen, was ihn von vornherein als Diktatur diskreditieren würde. 

Kommentar von Unsinkable2 ,

Auch Wiederholungen machen es nicht wahrer.

Da du dich aber von Fakten nicht stören lässt, wird es schwierig, mit dir zu argumentieren.

Und nun nenne mir ein Land auf der Erde, welches über demokratische Wahlen jemals den Kommunismus legitimiert hätte.

Es gibt (noch) keines. Unter anderem deshalb ist es ja auch schwierig, zu behaupten, "der Kommunismus sei gescheitert", denn tatsächlich gab es ihn noch nie, wie du gerade selbst feststelltest.

Der Kommunismus ist (zumindest in der heutigen Zeit) nicht mehrheitsfähig.

Das ist richtig und wird auch von niemandem bestritten. Anders als für bisherige Gesellschaftsordnungen (einschließlich des Sozialismus) müssen die Menschen über sehr viel mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortung verfügen, um überhaupt über eine Realisierung des Kommunismus nachzudenken.

Es ist jedoch keine "neoliberale Eigenverantwortung", die letztlich nichts anderes als "Der Stärkere nimmt den Schwachen aus, und zwar ganz einfach weil es geht." bedeutet; sondern eine "soziale Eigenverantwortung", die, und da sind wir wieder bei Luxemburg, anerkennt, dass man nur so viel Freiheit hat, wie sie die Freiheit der anderen nicht einschränkt.

Würde er trotzdem einführt, wäre das demokratiefeindlich und würde dem Willen des Volkes zuwiderlaufen, was ihn von vornherein als Diktatur diskreditieren würde.

Damit sagst du, dass die Bundesrepublik eine Diktatur ist. Das ist dir klar, ja?!

Als man damals nämlich vor der Frage stand, ob man ein sozialistisches oder ein kapitalistisches Land gründen wolle, war sogar die CDU ein starker Vertreter von "Sozialismus! Und nichts anderes!" (Klingt heute unglaublich, nicht wahr?! Aber du kannst es nachlesen. Nimm dir die Redeprotokolle des Bundestages von damals her. Da vertritt die CDU noch Positionen, die so links sind, dass du sie heute nicht einmal mehr von der Linkspartei hörst.)

Und Umfragen im Land zeigten noch 1956 und sogar noch 1962, dass 78 bzw später 74 Prozent der Bevölkerung den Sozialismus haben wollten. In der Bundesrepublik. Nicht in der DDR.

Darüber setzten sich jedoch die damaligen "westlich orientierten" Kräfte schlicht hinweg und etablierten entgegen des "demokratischen Willens" mit Adenauer (und unter anderem seiner Renten-Lüge) die "soziale Marktwirtschaft" mit dem Versprechen, so das Beste aus beiden Welten zu bekommen.

Und wie "das Beste aus beiden Welten" aussieht, kannst du heute bestaunen: Nach einer kurzen Hoch-Phase in den 60er Jahren ging es rapide und kontinuierlich bergab ... und seit dem Fall der Mauer und damit dem Wegfall der "sozialistischen Vergleichs-Konkurrenz" hat dieser Abschwung sogar noch einmal rasant an Fahrt zugelegt: 

Größter Niedriglohn-Sektor in ganz Europa. Fast 35% der arbeitenden Bevölkerung hat kaum mehr, als jeden Monat über die Runden zu kommen. Drohende Altersarmut für 48% aller Lohnabhängigen. Immer weiter aufklaffende Spanne zwischen Arm und Reich. Und - genau das war damals der Grund, warum man unter dem Eindruck des Krieges den Kapitalismus auch in der CDU ablehnte - erneute massive Kriegstreiberei.

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Du siehst: Würden wir bei den Fakten bleiben, könnte dein ganzes Weltbild in Gefahr geraten. Insofern lass uns die Fakten lieber ignorieren und weiterhin annehmen, dass deine Propaganda-Wiederholungen ... nun, nicht wirklich richtiger, aber doch zumindest angenehmer ... sind.

Kommentar von Interesierter ,

Jetzt hast du sehr viele Worte geschrieben, aber die eigentlich wichtigen Punkte schön umschifft. 

Du stimmst mir auf der einen Seite zu, dass der Kommunismus momentan nicht mehrheitsfähig ist. Das heisst, die wählende Bevölkerung will zur den Zeit Kommunismus nicht und wenn sich die Mehrheit dagegen ausspricht, sollte er auch nicht eingeführt werden. Würde man es trotzdem tun, geschähe dies gegen den Willen des Volkes und wäre damit nicht demokratisch legitimiert. 

Wenn du mit dem Begriff "Sozialismus in der CDU" das Ahlender Programm von Jakob Kaiser meinst, dann liegst du einigermaßen falsch. Diese Linie gab es zwar, sie wurde von Adenauer aber recht zeitig unterdrückt, da sie nach Ansicht von Adenauer breite Wählerschichten verschreckt hätte. Mit Marxismus hatte die CDU seitdem gar nichts zu tun sondern betrieb die Stärkung sozialer Forderungen im Rahmen der Marktwirtschaft. Heraus kam letztlich die "soziale Marktwirtschaft" nach dem Prinzip von Erhard.

Antwort
von whabifan, 49

Da es nicht ein Beispiel in der ganzen Geschichte gibt wo der Kommunismus funktioniert hat...würde ich sagen, ja!

Antwort
von AskCriz, 96

Auch Linksextremismus ist nicht gut ;) Funktioniert einfach nicht.

Kommentar von TomasHobbes ,

Warum nicht? 

Kommentar von ollesgemuese ,

Das ist keine Staatsform...

Kommentar von leunam99 ,

Extremismus funktioniert allgemein nicht. Wie auch? In einer Demokratie mit der Annahme, dass 50% eher links, 50% eher rechts sind, wäre ja immer jemand unzufrieden. Deshalb gibt es ja so viele Parteien, damit alle Interessen vertreten werden. Abgesehen davon kommt es ja auch auf die Fälle an. Die Schweiz hat das Verstanden und die direkte Demokratie eingeführt.

Antwort
von surfenohneende, 88

Nicht automatisch ...

der Real-Kommunismus ( Besonders unter Stalin & Lenin ) hat seine eigenen Wurzeln ( theoretischer Kommunismus nach Marx & Engels ) missachtet / verraten & die Arbeiter teilweise wieder versklavt anstatt diese wie geplant zu befreien

Star Trek TNG ist Kommunismus

Kapitalismus ist nicht automatisch Freiheit & Wohlstand

Kommentar von surfenohneende ,

BTW: Star Trek TNG ist Wohlfühl- Kommunismus auf Steroide ->

https://www.youtube.com/watch?v=MySHQpkkakQ

https://www.youtube.com/watch?v=MySHQpkkakQ


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