Frage von Meereswelle,

Ist Judo oder Karate eher für mich geeignet?

Ich habe die Möglichkeit ein Semester lang an der Uni Judo oder Karate anfangen zu lernen. Beide Kurse kosten gleich viel. Ich suche eher eine Sportvariante, in der ich

  • einen ethisch / philosophischen / spirituellen Hintergrund mitbekomme
  • meinen Körper zu kontrollieren lerne
  • dabei mein Geist geübt wird
  • schrittweise ein wenig dazu lerne
  • es möglichst nicht schmerzhaft ist

Bekommt man bei Karate tatsächlich Schläge und Tritte ins Gesicht (ich bin Brillenträger)? Kann man Judo als eine Art Ringkampf sehen? Worin liegen die philosophischen Unterschiede zwischen Judo und Karate?

Hilfreichste Antwort von Tom625,
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Da man beim Karate erst nach einiger Zeit reif für Sparrings (Kumite) ist und in den ersten Monaten/Jahren kontaktlos oder kontaktarm trainiert, würde ich Karate dem Judo vorziehen.

Karate entspricht eher dem Konzept "Meditation durch Bewegung" als Judo.

Noch passender für dich wäre wahrscheinlich eine "weiche" Kampfkunst wie Tai Chi.

Kommentar von Meereswelle,

Ich habe Karate Shotokan gewählt und war heute Abend beim ersten Training im Dojo. Das Trainig gefiel mir sehr gut. Ich habe das Gefühl das Passende gefunden zu haben, auch wenn ich die anderen Kampfsportarten, die sicherlich auch toll sind, nicht kennenlernen konnte.

Kommentar von Tom625,

Super! Dann noch viel Spaß und Erfolg damit. Ich bin übrigens im letzten Jahr bei der Konkurrenz aus China (also KungFu/Wushu statt Karate) gelandet. Karate war auch in der engeren Auswahl, aber letztendlich waren die Trainingszeiten und die netten Leute in der KungFu-Gruppe das ausschlaggebende.

Antwort von blomp,
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Beide haben Hintergründe. Wenn du dich ganz offen auf der Straße z.B. verteidigen möchtest, würde ich dir mehr Karate empfehlen. Ansonsten ist Judo denke ich ein Allrounder und empfehlenswerter. Karate spezialisiert sich auf Schläge und wie man diese blockt, Judo auf Griffe.

Kommentar von Meereswelle,

Die Motivation eine Kampfsportart zu erlernen liegt bei mir nicht in der Selbstverteidigung. Es liegt eher an den oben genannten Motiven.

Kommentar von blomp,

Karate und Judo sind nach deinen Angaben oben weitgehend ähnlich. Bei beidem lernt man langsam etwas dazu und der Geist wird trainiert sowie gibt es bei beiden Hintergründe. Auch lernst du deinen Körper zu kontrollieren. Die Entscheidung muss dann bei anderen Faktoren liegen. Würdest du gerne lernen, wie man leicht und schnell einen zulaufenden Gegner über dich werfen kannst? Dann nimmst du Judo. Willst du aber Schläge abwehren und andere Schlagtechniken, nimmst du Karate.

Kommentar von ole93,

straßentüchtig sind beide nicht ;) glaub mir hab da schon so manches miterlebt und die ..ach so coolen.. karate/judo kämpfer hatten meistens keine chance

Antwort von Niklaus,
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Für dich ist jede asiatische Kampfsportart geeignet aber vielleicht auch Aikido und Kendo.

Das Prinzip der Meereswelle wird jedenfalls am Besten im Judo dargestellt.

Antwort von mrpervegt,
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Ich habe eine Zeitlang Ju Jutsu trainiert. Das ist ein Äussert effektives Gemisch von mehreren Kampfsportarten. ES geht schon zur Sache mit Körperkontakt aber weitgehend schmerzfrei. Das ist wahnsinnig gut fürs Selbstbewusstsein und für die Seele.

Folgende Kampfkünste enthält Ju-Jutsu: Judo, Jiu-Jitsu, Aikido, Karate, Kung-Fu.

Wird eingesetzt von der Polizei, Zoll, Bundeswehr, in Spielfilmen, Sicherheitsdienst

Bei Dir denke ich auch an Aikido. Sieh Dir Clips bei Youtube an!

Nicht zögern Tu es !!!

Antwort von Bonbon92,
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Ich habe 6 Jahre Judo gemacht! Es war einfach klasse. Es ist nicht schmerzhaft wenn man das Fallen ersteinmal gelernt hat. Meine Freundin hat 2 Jahre Karate gemacht... ihr hat es nicht gefallen und sie ist dann zum Judo übergewechselt. Beim Judo lernt man seinen Körper richtig kennen und vorallen Dingen lernt man ihn zu nutzen. Jedoch hat jeder andere Vorstellungen.

LG Bonbon92

Antwort von lenticularis,
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das ist nicht so einfach zu beantworten, da judo nicht gleich judo ist und karate nicht gleich karate. ich würde dir raten beides mal anzuschauen und dann zu entscheiden (wobei das nach einmal zu schauen nicht einfach ist, aber immernoch besser als ganz "blind" zu entscheiden)

aber um mal auf die einzelnen punkte einzugehen:

sie sollten in der regel alle auf beides zutreffen, aber jeder verein und jeder trainier ist anders.

tritte und schläge ins gesicht bekommt man höchstens wenn der angreifer nicht aufpasst oder wenn man die techniken nicht richtig beherrscht ;)

Antwort von bibabumsebaer,
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Bei allen Kampfsportarten musst du auf dein Gesicht achten. Willst du einem übermachtigen Gegner gegenüber stehen und sagen "Moment, ich lege mal eben die Brille weg, bevor du mich trittst."? Zusätzlich sind alle Kampfssportarten anstrengend und schmerzhaft. Das ist der Sinn der Sache. Du kannst keine heiße Suppe essen wollen und dann meckern, wenn du dir den Mund verbrennst.

Kommentar von Meereswelle,

Sollte man bei Karate demnach keinen Brillen, sondern Kontaktlinsen tragen (habe noch Linsen getragen)? Ist es bei Judo egal ob man eine Brille trägt?

Kommentar von bibabumsebaer,

Man sollte auf Brillen oder sonstige Hilfsmittel generell keine Rücksicht nehmen, wenn es um "Kampfsport" geht.

Kommentar von lenticularis,

für den anfang ist es völlig in ordnung mit brille zu trainieren, zumindest beim karate. im jude kugelt man ja viel über den boden, da könnte sie schneller stören

Antwort von life4bananas,

Judo ist der weg des nachgebens, heisst nicht unsonst "der weiche weg". ich kanns gut gebrauchen, nicht nur gegen killerbananen xD (?) und mit der zeit lernst du dich selbst kennen, weisst was ethisch ist^^

Antwort von kevinskater,

judo si besser ich mach da sselber es amchts spass un karate si sdoh nur uf eienm bein stehn aber judo si viel bessere glaub mir da smacht spoass un bringt was uff dem schulhof oder strasse da kanstd u dein ganz stress weg lassen ^^^

mfg judokevin

Antwort von thecuestion,

hi! ich bin selber seit einigen jahren judoka und habe letzte woche den 3.Platz bei der deutschen meisterschaft erkämpft. beim judo lernst du : -wie man richtig fällt ohne sich zuverletzen -seinen körper perfekt zu beherrschen -vor allem selbstverteidigung -es gibt keine schläge oder tritte -du lernst wie du den gegner leicht aus dem gleichgewicht brigst und wirfst -und vor allem es macht rießen spaß!

Kommentar von Meereswelle,

Gratulation zum dritten Platz!

Antwort von parodie,

also um eins klar zu stellen bei mudo kugelt man nicht übern boden!!!das nennt man fallschule! so um auf dich zu kommen..du solltest es danach entscheiden was du lernen willst beim karate lernt man tritte und schläge abzuwehren und natürlich auch selbst auszuführen..beim judo fängst du erst mit der fallschule an..dh du lernst wie man dort fällt ohne sich weh zu tun (das kann im alltag nützlich sein) danach lerns du wie du einen partner durch einen wurf zu boden bringen kannst

Antwort von lina141,

Werden noch andere Kurse angeboten? Lg

Kommentar von Meereswelle,

Ja, zahlreiche andere. Oder meinst du andere Kampfsportarten? Dort werden noch Aikido, Iaido, Kendo, Tae Kwon Do und Taji Quan angeboten.

Kommentar von lina141,

Aikido ist noch viel mehr als ein Körpertraining oder eine Form von Selbstverteidigung. Denn frei übersetzt bedeutet Aikido "Weg des harmonischen Geistes": "AI" steht für die Harmonie und Liebe zu Mensch und Natur sowie die Balance zwischen Körper und Geist. Letzteres ist Voraussetzung für die geistig-seelische Kraft, "KI" genannt. "DO" ist der Weg, diese Prinzipien unbewusst durch regelmäßiges Training zu erlernen, um sie dann auf alle Bereiche des Lebens anzuwenden. Geschicklichkeit statt Muskelkraft

Aikido beinhaltet viele fließende, runde Bewegungen. Wie etwa beim Judo tragen auch hier die einzelnen Techniken und Positionen eine japanische Bezeichnung. Den Großteil der Techniken machen verschiedene Würfe und Hebel aus. Um diese erfolgreich auszuführen, braucht der Aikidoka nicht unbedingt viel Muskelkraft. Es kommt vielmehr auf Geschicklichkeit, Beweglichkeit und das intelligente, präzise Einsetzen der vorhandenen Kräfte an.

Dabei soll vor allem die Energie des gegnerischen Angriffs so umgelenkt werden, dass damit der Angreifer selbst vorübergehend angriffsunfähig wird (ohne ihn dabei zu verletzen!). Da es beim Aikido also nicht auf starke Muskeln ankommt, ist die Kampfkunst prinzipiell für Männer und Frauen, Groß und Klein, Alt und Jung gleichermaßen geeignet. Also ich würde eben das hier machen, aber kommt auf Dich an

Kommentar von Meereswelle,

Vielen Dank für deine Ausführliche Antwort.

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