Frage von Cosy99, 20

Ist Joseph Stiglitz eher "Keynesianer" oder "Hayekianer"?

welches trifft auf ihn eher zu und warum.

Antwort
von berkersheim, 8

Genaugenommen ist er beides nicht. Stiglitz ist ein halblinker Ideologe, der auf Staatsschulden setzt und Europa empfiehlt, noch mehr Schulden zu machen. Das keynesche Konzept hat ja beinhaltet, dass bei einer Initialzündung durch den Staat über Kreditaufnahme bei Erholung der Konjunktur diese Schulden wieder zurückgezahlt werden. Mit Hayek hat dieser Halbsozialist aber auch gar nichts am Hut. Die Folgen der Stiglitzchen Verschuldungsempfehlungen werden die nächsten Generationen bereits auszubaden haben, falls sich dann von denen überhaupt noch jemand an Stiglitz erinnert. Die Schuldenpolitik der westlichen Länder wie USA, Europa oder Japan ist eine gut getarnte Umverteilung kleiner und mittlerer Vermögen an Finanzhaie und ihre Seilschaften.

Dass sich im Rahmen dieser damit verbundenen irrsinnigen Geldschöpfung ein Großteil der Wirtschaftsenergie nur noch im spekulativen Verschieben komplexer Finanzkonstrukte abspielt, Spekulation mehr bringt als Produktion und die Spekulanten immer gewinnen, weil man sie so groß hat werden lassen, dass für ihre Verluste die Steuerzahler erpresst werden und haften, das sind die Folgen der Schuldenpolitik. Besonders gut zu sehen ist das im Umgang mit den Schulden Griechenlands. Da kommt in der realen Wirtschaft gar nichts mehr an und das Geld kreist nur noch von den Steuerzahlern und kleinen und mittleren auf kaltem Weg enteigneten Vermögen zu den Finanzhaien.

Neuester Plan: Die Schuldentilgung Griechenlands soll erst ab 2040 beginnen. Bis dahin werden die Zinsen von den Steuerzahlern und enteigneten Sparern und Vorsorgefonds geleistet. Bis dahin sind alle jetzt Verantwortlichen unterm Boden (vorher mit fetter Rente) und nicht mehr haftbar zu machen. Selbst Herrn Stiglitz kann man dann nicht mehr zum Scheitern seiner Theorien und Empfehlungen befragen.

Antwort
von Dichter1Denker, 9

Wohl eher ein Anhänger Keynes. Da dieser das gesamtwirtschaftliche Denken einbezieht und nicht verdrängt, dass in unserem Geldsystem niemand sparen kann, ohne dass sich jemand an anderer Stelle dafür Verschuldet. Außerdem ist er auch für mehr staatliche Kontrolle und Regulierung, während Hayek die Marktmechanismen als perfekt und optimal ansah und staatliche Eingriffe diese Perfektion stören würden. Was aber aus der empirischen Erfahrung leider ein Trugschluss ist.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten