Frage von mschreiber15, 111

Ist jede Religion fundamentalistisch?

Meinung gerne Ausführlich

LG

Danke im Voraus

Antwort
von ArbeitsFreude, 69
Nein

Nein, quatsch!

Das Protestantentum ist es in vielen Ausprägungen NICHT, es gibt auch nicht-fundamentalistischen Katholizismus (sogar derzeit vom herrschenden Papst teilweise praktiziert!) - es gibt viel nicht-fundamentalistischenn Buddhismus.

...ja, so gar nicht-fundamentalistischen Islam - der ist aber am allerseltensten und seine Befürworter meist akut gefährdet - eben durch die Fundamentalisten...

Aber eine Religion MÜSSTE immer dazu da sein, den Menschen zu dienen (NICHT GOTT!!!) - deshalb DÜRFTE es eigentlich GAR keine fundamentalistische Religion geben - ist leider selten, denn:

Fundamentalismus nimmt einem das Denken ab;

und Denken ist schwer - einfach nur Glauben ist leicht - Fundamentalisten machen sich es also immer zu leicht...

Kommentar von Giustolisi ,

Du verwechselt anscheinend Fundamentalismus mit Extremismus. Sowohl Christentum als auch Judentum und Islam sind fundamentalistisch, sie setzten die Existenz eines Gottes voraus, dieses Fundament ist unbelegt. Sie alle beinhalten unbelegte Lehren, die das Fundament des Glaubens bilden

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Danke für den Hinweis, lieber Giustolisi - doch denke ich NICHT, dass ich das verwechsle, wenn ich von folgender Definition ausgehe:


Fundamentalismus (von lateinisch fundamentum
‚Unterbau‘, ‚Grund‘, ‚Fundament‘) ist eine Überzeugung oder eine
Geisteshaltung einer sozialen Bewegung, die ihre Interpretation einer
inhaltlichen Grundlage (Fundament) als einzig wahr annimmt.
Fundamentalismus wird durch eine stark polarisierte Auslegung einer Letztbegründung umgesetzt.

Ausgehend hiervon, halte ich meine Aussage aufrecht, weil die o.e. Religionsvertreter großenteils den "Einzigwahrheitsanspruch" aufgegeben haben. (s. auch die Antwort hier bspw. von Suziesext)

Kommentar von Giustolisi ,

Die Welt wäre eine Andere wenn die Religionsvertreter ihren Anspruch auf alleinige Wahrheit aufgegeben hätten. Sie reden nur ungern drüber, dass sie ihren Glauben für den Richtigen halten, denn das macht sich nicht gut in den Medien, wie der Franzl erfahren musste und auch schon der Polen Paule vor ihm.
Papst Franziskus sagte vor nicht allzu langer Zeit selbst: "Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel". Er hätte kaum deutlicher sagen können, dass er seinen Gott für den einzig wahren hält.
Die Bücher der abrahamitischen Religionen stecken auch vol Intoleranz gegenüber Andersgläubigen.
Da sich viele Glaubensinhalte der diversen Religionen erheblich widersprechen, können gar nicht alle richtig sein.
Natürlich glauben sie alle, ihr heiliges Buch und ihre Auslegung davon wäre das einzig Wahre, sonst würden die Religionen ja in der Beliebigkeit versinken.
So steht die Existenz Gottes oder die Wiederauferstehung Jesu für Christen nicht zur Debatte, Fundamentalismus eben.


Kommentar von ArbeitsFreude ,

also gut, also gut: Du hast Recht! - Ich wollte etwas zur Versöhnung beitragen...

Kommentar von Jogi57L ,

DH :-)

Antwort
von MarkusPK, 64
Nein

Die meisten Mitglieder einer Religionsgemeinschaft achten heutzutage zwar noch die meisten Traditionen, vertrauen aber genauso auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Ihre heiligen Schriften haben die nur wenigsten komplett gelesen. Ich würde behaupten, dass nur ein Bruchteil aller Gläubigen zumindest in Deutschland "aufgeklärte" Christen sind, die fundamentalistische Lehren und ihre Vertreter eher als befremdlich und unzeitgemäß empfinden.

Antwort
von SibTiger, 52
Eher Nicht

Religiösen Fundamentalismus, so wie ich ihn verstehe (mit einem sehr negativen Beigeschmack) sehe ich heutzutage hauptsächlich noch im sunnitischen oder schiitischen Islam.

In anderern Religionen oder auch etwa bei den Alewiten ist man doch schon sehr im 21. Jahrhundert angekommen und versteht die Texte der Offenbarungsgeschichten eher metaphorisch und nicht mehr wörtlich. Es gibt aber sicher überall Ausnahmen, in die eine oder andere Richtung.

Und etwas freiere religiöse Gedanken werden natürlich auch nicht überall von der Kanzel gepredigt.

Antwort
von Accountowner08, 16

Ich glaube, nicht die Religion ist fundamentalistisch oder nicht, sondern die Anhänger einer Religion können mehr oder weniger fundamentalistisch sein.

Antwort
von Buckykater, 20
Eher Nicht

Das kommt darauf an. Nicht immer. Aber in jeder Religion gibt es fundamentalistische Menschen. Sehr extreme Fundamentalisten können gefährlich sein egal in welcher Religion. 

Antwort
von Giustolisi, 57
Ja

Ja, jede Religion ist fundamentalistisch.

Eigentlich ist es einfach. Jede Religion hat ein Fundament, das nicht angezweifelt wird, Glaubensinhalte auf denen der Rest aufbaut, die aber vollkommen unbelegt sind.
In den meisten Religionen wird zumindest die Existenz eines Gottes oder mehrerer Götter vorausgesetzt, oft aber noch viel mehr. Bei den Buchreligionen bilden die jeweiligen heiligen Schriften das Fundament.

Antwort
von Serendipity87, 45
Nein

Nein, natürlich nicht. Wobei es natürlich in jeder Religion schwarze Schafe gibt. Aber es gibt ja auch keine einheitliche Religion. Im Christentum ist Fundamentalismus z. B. in den Freikirchen verbreitet, in der katholischen Kirche wiederum fast gar nicht. Und im Judentum auch kaum, weil es traditionell keine Dogmen kennt.

Das Abstimmungsergebnis ist ja gerade richtig interessant, Fifty Fifty ;)

Kommentar von Giustolisi ,

Wieder einer, der Fundamentalismus mit Extremismus verwechselt. Auch der Katholizismus ist fundamentalistisch, denn es gibt zahlreiche Dogmen, die das Fundament (daher kommt das Wort) ausmachen. Zum Beispiel wird die Existenz eines Gottes oder von Jesus Christus, Schöpfung, Auferstehung und allerlei andere absurde Geschichten vorausgesetzt, welche das Fundament des Glaubens bilden. Ohne dieses Fundament, wäre die ganze Religion nicht mehr wiederzuerkennen.

In einem nicht fundamentalistischen Katholizismus gäbe es Katholiken, die die Existenz Gottes oder Jesu ablehnen, welche die nicht an ein Leben nach dem Tod glauben, oder andere Dogmen ablehnen.
Wer aber nicht an Gott glaubt, kann eben kein Katholik sein.

Antwort
von suziesext10, 35
Eher Nicht

fundamentalistisch haben sie doch eingeführt, um ne Glaubenspraxis zu bezeichnen, in der die heiligen Schriften wortwörtlich und für alle Zeiten unverändert ausgelegt und die religiösen Regeln und Vorschriften unveränderlich befolgt werden müssen.

Das ist vor allem ein Problem der monotheistischen Religionen, die glaubensbasiert sind und den richtigen Glauben, nämlich ihren eigenen, als Weg zum Himmel ansehen.

Ich glaub, so ne Auffassung muß nicht zwangsläufig zum Fundamentalismus führen, aber sie ist wie ne Nährlösung. Und wenn ein Glauben nicht streng kontrolliert wird vom Verstand und ner Moral, dann wird er fundamentalistisch und bösartig für seine Mitmenschen.

Kommentar von suziesext10 ,

ich glaub sogar, auch außerhalb von Religionen gibts fundamentalistisch. zb bei Kommunisten, die einen haben das Kapital als Methode gelesen und die andern haben alles, was Marx und Engels geschrieben hatten, als so ne Art Weissagung oder Rezeptbuch gelesen; und ohne Verstand und Moral angewendet, geht das total schief, und am Schluß kommt dann so n Stalin raus oder n Mao, die mehr Macht als Kompetenz und Anstand haben und nur noch mit Dreck schmeißen können.

Antwort
von ninamann1, 56
Eher Ja

In allen Religionen gibt es Fundamentalisten, die Schriften zu irgendwas missbrauchen.

Dabei sind es alles Märchenbücher , wie Schneewittchen oder Rumpelstilzchen 

Kommentar von MarkusPK ,

Hast du schonmal besagtes Märchenbuch gelesen? Und ist dir klar, dass Märchen eine völlig andere Literaturgattung sind? Und dass nur die wenigsten Christen das, was in der Bibel steht, wortwörtlich nehmen?

Kommentar von ninamann1 ,

Jesus läuft übers Wasser , die heiligen 3 Könige folgen einem Stern , den nur sie sahen. Die waren entweder auf einer starken Droge oder es sind Märchen

Kommentar von uzaktan ,

Auf dem betreffenden See bildet sich, in größeren zeitlichen Abständen, (Jahrzehnte bis Jahrhunderte), im Winter, eine begehbare Eisschicht, die durch Wind und Wellen überflutet sein kann.

Antwort
von uzaktan, 11
Eher Ja

Die Unterschiede sind sehr groß, und hinzu kommt die Interpretation.

Antwort
von xSimonx3, 34
Eher Ja

Voraus*

Wenn sie es nicht tun würden, wären sie doch keine Religion? 

Antwort
von 1988Ritter, 12
Nein

Der Fundamentalismus setzt einen Absolutismus voraus.

Dieser Absolutismus ist in dem Moment gegeben, wenn Andersgläubige weder toleriert noch akzeptiert werden.

Eine besondere Kennzeichnung des Fundamentalismus ist die aggressive Behauptung, bis hin zur tätlichen Verfolgung Andersgläubiger.

Diese Atribute finden sich weltweit nur bei einer Religion.

Was sehr oft mit Fundamentalismus verwechselt wird, wenn Menschen streng nach den Vorschriften ihres Glaubens handeln und leben. Dies findet man oft im jüdischen und christlich orthodoxem Glauben. Derartige Gläubige bezeichnet man gemeinhin als orthodox 

Antwort
von Rationales, 37

Die Religionen verführen - je nachdem was in ihren scheinheiligen Büchern steht - in ganz unterschiedlichem Grad zu Fanatismus.

Am schlimmsten fanatismusgefährdet ist der Islam, wie seit vielen Jahren die ganze Welt vorgeführt bekommt.

Das liegt daran, daß der Koran über 100 Tötungs- und Vertreibungsaufrufe gegen Andersdenkende enthält und den Moslems jedes Zweifeln an der Schrift verboten ist. Ihr Glauben verpflichtet sie zum Kampf gegen jeden Zweifler, Abweichler oder Andersgläubigen.


Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community