Schaue mich zur Zeit nach einer neuen kreativen Tätigkeit zum Ausgleich um und kam dabei auf Ikebana. Eine Freundin von mir macht das und meint, es gehe dabei eher um eine Form der Lebenseinstellung ("der Weg ist das Ziel") und gar nicht so sehr um die Ergebnisse...Ist das allgemein so oder nur ihre Ansicht?

Ikebana ist die japanische Kunst des Blumenarrangierens. Das hat nichts mit "Lebenseinstellung" zu tun.

Sich mit Ikebana zu beschäftigen ist ein wunderbares Hobby, aber daraus eine Lebenseinstellung abzuleiten, entschuldige, da kann ich Deiner Freundin nicht so ganz folgen. Muß heutzutage eigentlich alles in irgendwelchen Lebenseinstellungen münden? Darf nichts einfach nur schön sein oder Spaß machen?

Ikebana zu gestalten, ist mehr, als Blumen dekorativ anzuordnen. Auf den ersten Blick unterscheidet es sich von anderen Arten des Steckens durch die asymmetrische Form und den "Raum für die Gedanken". Freiräume sind ein wichtiges Gestaltungselement. Gefühl für die Harmonie der Materialien, Farben, Formen und Gefäße ist entscheidend. Als Teil der japanischen Kultur hat Ikebana die gleiche ästhetische Basis und Geschichte wie andere traditionelle Künste, z.B. Teezeremonie, Bogenschießen, (Tempel-)Architektur, Wohnstil oder Gartenkunst.
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..ich empfinde dies auch so, es hat mit meditativer Kunst zu tun und das Wort Kreativ und Technik ist da nicht so stimmig, wie das in der Frage ankommt.