Frage von MissLeMiChel, 210

Ist die Produktion von Honig (durch Haltung von Honigbienen) eigentlich auch Tierquälerei?

Bitte nicht wieder Leute die den Tierschutz leugnen ...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Knoppi2, 48

Naja, hättest du jetzt gefragt ob wir die Bienen veräppeln hätte ich ja gesagt, aber Tierquälerei ist das nicht.

Wie oben schon richtig bemerkt können die Bienen ja durchaus wieder aus der Beute ausziehen. Der Imker stellt denen ja quasi nur eine Behausung als Baumloch Alternative zur Verfügung. Die Bienen tun dann das wozu die Natur sie auserkoren hat, sie ziehen los und sammeln Blütenpollen und Nektar, ganz nebenbei bestäuben sie dann noch die angeflogenen Blüten.

Zu bestimmten Zeiten nimmt der Imker den Bienen dann den Futtervorrat weg indem er die Waben entnimmt und schleudert, allerdings stets sehr darauf bedacht das seine Bienen nicht verhungern, denn das wäre ja auch sein Schaden. Den Bienen ist es eigentlich ziemlich egal ob sie nun ihren eigenen eingelagerten Honig verzehren oder das Futtersirup bzw. den Futterteig des Imkers. Wichtig für die Biene ist der Zucker, der auch im Nektar vorkommt. Die Bienen lagern übrigens das Futter ebenfalls in den Waben ein und arbeiten es um.

Eigentlich erleichtern wir den Bienen mit dieser Methode sogar ein wenig das Leben da das zugefügte Futter für die Bienen leichter verdaulich ist als der eigene Honig.

Einige Imker bedienen sich zur Bekämpfung der Varroamilbe dem sogenannten Drohnenbrut schneiden. hierbei werden Waben, die aus Drohnenbrut bestehen, aus dem Volk entnommen und eingefroren. Dies tötet sowohl die Drohnenlarven ab aber auch die Varroamilbe die sich gerne in die Drohnenwaben setzt. Nach dem einfrieren werden die Waben dann eingeschmolzen. Sicherlich keine schöne Methode, bekämpft aber wohl recht effektiv die Varroamilbe die der Mensch in den 70ern aus Asien nach Deutschland geschleppt hat und gegen die sich unsere Biene, im Gegensatz zu den Asiatischen Bienen, nicht wehren kann.

Also die Honigernte und die Bienenhaltung würde ich nicht als Tierquälerei einstufen. Die Varroabekämpfung die durch Drohnenbrutschneiden und Säurebehandlungen durchgeführt wird aber auch nicht. Denn würde der Imker das nicht machen wäre das Volk aller Wahrscheinlichkeit dem Tod geweiht.

Letztendlich betreibt jeder Imker Naturschutz in ganz großem Stil, ob er sich nun darüber bewusst ist oder nicht...

Kommentar von MissLeMiChel ,

ich habe dazu noch eine Frage... wenn der Honig aus den Waben rausgeschleudert wird... wieso steht dann im Türkei Urlaub eine Wabe mit Honig im Buffet?!

Kommentar von Knoppi2 ,

Hierbei handelt es sich um sogenannten Wabenhonig, dieser wird natürlich nicht geschleudert sondern ausgeschnitten bzw. gestanzt. Den Bienen wird hierfür ein Leerrähmchen in den Honigraum gehangen welches sie ausbauen und Honig einlagern. Dieses Rähmchen wird dann entnommen, die Bienen anbgekehrt, also zurück ins Volk, und die Wabenplatte dann ausgeschnitten/ausgestanzt und verpackt.

Kommentar von MissLeMiChel ,

hm ist das immer noch so Bienen freundlich?

Kommentar von Knoppi2 ,

Ja ist es immer noch. Wenn man es vernünftig macht dann kommt keine Biene zu schaden. Ja, wir nehmen ihnen ein Teil des Futters weg, aber sie haben immer noch genug, und wenn es nicht reicht bekommen sie von mir halt was nach. Das Zuckerwasser nehmen die genauso gerne und nein, es macht denen immer noch nichts. Würden sie es nicht mögen würden sie es nicht einlagern, würden sie es nicht einlagern würden sie über den Winter verhungern, meine Völker sind nicht verhungert und hatten im Frühjahr immer noch gut 4Kg Futter eingelagert. Habe vorgestern einen Ableger aufgefüttert und so schnell wie die Damen das Futter weggeholt haben konne ich gar nicht gucken.

Gruß,

Knoppi

Antwort
von DerTroll, 82

Nein, die Bienen machen das, was sie sowieso tun, nur halt in Bienenkästen. Und der Honig, den man denen wegnimmt, ersetzt man ja durch Zuckerwasser. Den Bienen ist das egal. Und so ein Bienenschwarm ist ja nicht gezwungen, in diesem Bienenkasten zu leben. Die bleiben da schon freiwillig, weil die dort optimale Bedingungen geboten kriegen. Sonst würden die einfach davonfliegen. Die sind ja nicht eingesperrt.

Kommentar von MissLeMiChel ,

ja aber Zuckerwasser ist ja nicht so hochwertig und man weiß ja auch nicht wie sie dann aus den Waben getrieben werden...

Kommentar von DerTroll ,

Im Bienenkasten sind es rausnehmbare Platten, die  werden rausgenommen und der Ersatz mit dem Zuckerwasser eingesetzt. Das reicht den Bienen vollkommen. Klar läßt man die Bienen, die man dann mit rausnimmt, wieder von der Platte abfliegen  bevor man die Platte in die Zentrifuge setzt. Glaub mir, das ist den Bienen lieber, als wenn in der Natur ein Tier den Stock zerstört, um an den Honig zu kommen.

Antwort
von Luftkutscher, 13

Ein Bienenvolk ist ein recht empfindlicher Superorganismus. Das bedeutet, dass sich nur nachhaltig Honig ernten lässt, wenn die Bienen wesensgemäß gehalten werden. Insofern kommt der Imker nur den Eigenschaften der Bienen entgegen, indem er für eine gute Behausung, sauberen Wabenbau und genügend Platz sorgt. 

Lediglich die Honigräuberei, wie sie in manchen asiatischen Ländern betrieben wird, bei dem das gesamte Bienenvolk zerstört wird, könnte man als Tierquälerei bezeichnen.  

Antwort
von Andrastor, 100

Warum sollte das sein? Ihnen wird ein zu Hause geboten, sie werden medizinisch versorgt, vor Wind und Wetter geschützt und so platziert, dass sie immer genügend Futterquellen finden.

Im Winter werden sie mit Zuckerwasser u.o.ä. durchgefüttert.

Also für eine Biene das schönste Leben.

Kommentar von MissLeMiChel ,

Naja ihre Wabe wird zerstört und Zuckerwasser ist ja wohl nicht mit Honig vergleichbar...

Kommentar von Punktsetzung ,

Das könnte ein Werbetext der Linken für die BRD in Kriegsländern sein...

Kommentar von MissLeMiChel ,

was?

Kommentar von Punktsetzung ,

das kommentar unter dem wir kommentieren liebe misslemichel

Kommentar von MissLeMiChel ,

die Frage ist was du meinst was ist schon klar

Kommentar von Andrastor ,

Ausser das Honig aus verschiedenen Zuckerverbindungen und einem verschwindend geringen Anteil an Enzymen besteht, besteht kein großer Unterschied zu Zuckerwasser.

Die Waben werden von den Bienen spätestens nach dem jährlichen Schwärmen wieder neu aufgebaut, das stört sie nicht besonders. Im Gegenteil ihnen wird dazu sogar ein passendes Fundament (der Rahmen der Wabe) angeboten, welches ihre Arbeit erleichtert.

Wer meint Bienenhaltung sei Tierquälerei hat keine Ahnung von Imkerei und von Insekten ebenfalls nicht.

Antwort
von 123Florian321, 102

Sie leben in freier Natur sehr ähnlich wie "in Gefangenschaft". Es kann ja eigentlich keine Tierquälerei sein, da Bienenvölker theoretisch ja umziehen können.

Das tun sie aber nicht, da die Imkerkästen von der Enge her gleich wie in der Natur sind, aber sogar schon praktische Halterungen für die Waben enthalten.

Außerdem werden die Bienen ja eigentlich nie eingesperrt, können sich also frei bewegen.

Ein Eingriff in die Natur ist das Ganze natürlich trotzdem, das kann man nicht leugnen.

LG Florian

Kommentar von MissLeMiChel ,

Ja das ist schon alles klar aber sie bekommen die Waben kaputt gemacht und ihr Essen durch wenig hochwertiges ersetzt... und wie die Bienen aus den Waben getrieben werden...

Kommentar von 123Florian321 ,

Konzentrier dich lieber auf Massentierhaltung, ich finde das wesentlich schlimmer. Du hast natürlich recht, ganz frei von störenden Dingen bleibt das ganze nicht - ist halt nicht die Natur.

Aber sieh es mal so: In der Natur werden die Bienen von Wespen überfallen (und einige dabei umgebracht). Sowas passiert beim Imker weniger. Auch Krankheiten kriegen die Bienen weniger (wobei ich nicht weiß ob die sich durch Konzentration von mehreren Völkern auf einen Platz überhaupt erst ausbreiten können :/)

Das die Waben kaputt gemacht werden, ist finde ich nicht schlimm, Völker bauen eh wenn sie sich teilen neue Waben. (generell ziehen Bienen in der NAtur immer mal wieder um, soweit ich weiß)

Und wie gesagt: Die Bienen sind komplett frei. Währen die Bedingungen wirklich schlechter als in der Natur, dann wären die Bienen schon lange von den imkereien verschwunden und hätten sich wieder an Äste etc. gehängt...

Kommentar von MissLeMiChel ,

ja ich weiß mache ich auch, Milchprodukte sind noch schlimmer... naja ich wollte mich mal ganz über alles informieren... danke

Kommentar von 123Florian321 ,

Gerne :)

Auf Honig zu verzichten, ist nicht unbedingt notwendig. Bei Honig ist es aber wirklich gut, etwas regionales zu kaufen... Wer weiß schon, was bei importiertem Honig wirklich alles drin ist :D

Meine Mutter war übrigens selbst langjährig Imkerin und ich war häufig beim Schleudern etc. dabei.

Abgesehen von ein bisschen Rauch zum Vertreiben passiert den Bienen selbst nichts, davon stirbt keine einzige. Außerdem gibt man Medikamente, wenn wieder eine Krankheitswelle durch die Bienen geht. (Die Waben werden natürlich wirklich zerstört)

Kommentar von Bakaroo1976 ,

Zu: "Milchprodukte sind noch schlimmer" - Schlimmer als was? Warum sind Milchprodukte überhaupt "schlimm"?

Kommentar von MissLeMiChel ,

Ja hatte ich auch gar nicht vor aber ich habs mir einfach mal überlegt und ja...

Kommentar von Bube1602 ,

Jetzt noch zum besseren Verständniss:
Die Waben werden aus dem Bienenstock genommen und die Bienen die darauf sitzen werden VORSICHTIG mit einem weichen Handfeger abgekehrt. Das stört sie nicht im Geringsten. Danach werden die Waben entdeckelt weil die Bienen sie mit Wachs verschlossen haben. Dann kommen die Waben in eine Honigschleuder welche schonend den Honig herausschleudert. Die Waben bleiben dabei intakt und werden nicht zerstört. Sind sie entleert setzt man die Waben zurück in den Bienenstock bis sie wieder voll sind.
Bienen ernähren sich auch nicht vom Honig. Sie produzieren Honig für ihren Nachwuchs. Bienen ernähren sich hauptsächlich von pflanzensäften wie zB blütennektar.
Und Zuckerwasser wird nur im Winter zugefüttert

Antwort
von Bube1602, 90

Wie kommst du darauf? Mein Vater ist Imker seit ich denken kann. Da gibt es keinerlei Tierquälerei.
LG

Kommentar von MissLeMiChel ,

Ja hm okay danke

Antwort
von Baujahr77, 21

 Ich bin Imker geworden , Weil ich gerne Tierquälerei  betreibe. Zudem ist es wunderschön denen das ganze Futter weg zu nehmen um mir eine goldene Nase zu verdienen. Die Bienen  die Bienen sind mir so etwas von egal dass ich die sogar mit Ameisensäure behandle Um auch  die Milben zu töten. 

Antwort
von drittefrage, 92

Sie werden ja nicht dazu gezwungen, den Honig zu produzieren?

Kommentar von MissLeMiChel ,

Sie sichern damit ihr Überleben also doch!!!

Kommentar von BalisongOwner ,

ja, dazu zwingt sie aber die natur

Kommentar von MissLeMiChel ,

Ja und das bekommen sie weggenommen

Kommentar von BalisongOwner ,

und dafür zuckerwasser

was verstehst du an dem wort nutztiere nicht?

nutztiere halten, ausbeuten und auch schlachten ist gesetzlich keine tierquälerei

und das ist der rahmen, in dem wir uns alle bewegen

Kommentar von Baujahr77 ,

 Vergleiche das mal so du bist die Biene und der Imker ist das Finanzamt ,

Kommentar von MissLeMiChel ,

Hier geht's aber nicht um das Wort Nutztiere!!! Hier geht es um Tierschutz

Kommentar von Bakaroo1976 ,

Dann stellst Du diese Frage also nicht im Sinne des gesetzlichen Rahmens sondern möchtest wissen, ob es aus der Sicht von einzelnen Personen moralisch Tierquälerei ist, Imkerei zu betreiben. Diese Frage jedoch Imkern zu stellen, führt nicht zu einer Diskussion innerhalb dieses Forums. Du bekommst nur Argumente dafür, dass Imkerei keine Tierquälerei ist - selbsterklärend, oder?

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