Frage von Mavoras, 612

Ist Homosexualität wirklich "normal" und in der Natur vorgesehen?

Nein ich bin nicht Homophob, doch Frage ich mich ob Homosexualität wirklich "normal" ist, also auch von der Natur, der Evolution so vorgesehen? Ich meine welchen Sinn macht das? Also jetzt Wissenschaftlich betrachtet. Es soll ja viele Tierarten bei denen es auch Homosexualität gibt. Aber welchen Sinn macht das? Ich meine diese Tiere pflanzen sich ja nicht wirklich fort, also welchen Sinn macht das?

Antwort
von scorpion87, 85

Nach dem Sinn zu fragen, ist manchmal etwas müßig. Reicht es nicht zu erkennen, dass es so ist und sich damit zu frieden zu geben, dass man es nicht immer verstehen muss?

Ich will aber gerne auf deine Frage eingehen. Wonach beurteilt man, ob etwas normal und in der Natur vorgesehen ist? Indem man nach wiederkehrenden Regeln und Mustern sucht, die die Natur vorgibt. Wenn man das so sieht, dann lässt sich leicht folgendes Erkennen:

1. Homosexualität gibt es bei vielen Spezies, und noch keine ist deswegen ausgestorben. Menschen sind auch nur eine Spezies von vielen.

2. Es ist stets so, dass nur ein sehr kleiner Prozentsatz einer Population homosexuell ist. 

3. Dieser kleine Prozentsatz hingegen kann als eine Konstante angesehen werden, wir wissen, dass es zu jeder Epoche der Menschheit Homosexuelle gegeben hat - nur die Art und Weise wie man damit umgeht, hat sich gewandelt. Ich denke wir können ruhigen Gewissens sagen, dass Homosexualität im Tierreich eine ähnlich lange Geschichte hat und nicht nur eine Erfindung der Neuzeit/des Westens/ der Homolobby ist, wie man der menschlichen Homosexualität so gern unterstellt. 

Daraus lässt sich für mich eigentlich nur folgendes Schlussfolgern: 

Es ist eine natürliche Konstante der menschlichen Spezies (sowie auch vieler anderer Spezies), dass stets ein kleiner Prozentsatz homosexuell ist. Homosexualität ist somit etwas Natürliches und Normales. 

Ich möchte darauf hinweisen, dass das häufige Argument, die Norm ist das, was die Mehrheit ausmacht, falsch ist. Wenn man sich die Weltbevölkerung anschaut, so wäre die Norm zum Beispiel schwarze Haare. Rothaarige wären wahrscheinlich mit nicht einmal 1% vertreten. Daraus jetzt zu Schlussfolgern, sie wären unnormal und unnatürlich, ist genauso falsch wie die Schlussfolgerung Homosexualität wäre unnormal, weil es ja nur ca. 5% der Bevölkerung sind. 

Im Übrigen gibt es zwar 100e von dokumentierten Spezies, bei denen Homosexualität vorkommt, aber nur eine einzige - der Mensch - die Homophobie kennt. Hier möchte ich meinen, ganz klar etwas Unnatürliches zu erkennen: Homophobie. 

Und jetzt zum Zweck von Homosexualität:

Jede Spezies hat eine eigen Strategie, die sich herausgestellt und dafür gesorgt hat, dass es sie heute noch gibt. Während Insekten und Fische einfach Hunderte von Eiern und somit Nachkommen in die Welt setzen, um die Chancen zu erhöhen, dass ein paar das Erwachsenenalter erreichen, funktioniert das beim Menschen und den meisten Säugetieren anders. 

Dazu darf man allerdings nicht unsere heutige Gesellschaft als natürliche Umgebung betrachten, sondern eher die Affen, die gerade noch in einer Sippe leben, denn das ist der Ursprung unserer natürlichen Entwicklung, unserer Spezies. Dann schauen wir uns mal unsere Spezies an. Wir brauchen 9 Monate, um überhaupt ein Kind in die Welt zu setzen, und sagen wir mal mindestens 15-20 Jahre, um es wirklich überlebensfähig zu machen. Wie sorgen wir also dafür, dass wir eine Umgebung schaffen, in der die Nachkommen überleben? Na klar - so viel Vermehrung wie möglich, aber irgendwann sind auch alle Weibchen schwanger und es gibt bald mehr Kinder und Schwangere als es erwachsene gibt, die sich um die Sippe kümmern können. Es ist also überhaupt nicht notwendig, dass sich ALLE Erwachsenen der Sippe an der Fortpflanzung beteiligen, ein paar reichen aus. Es nämlich viel sinnvoller, noch genügend weitere Erwachsene zu haben, die sich der Sippe zugehörig fühlen, die sie verteidigen und sich kümmern, die aber nicht zwangsläufig selbst noch mehr Nachwuchs produzieren. Und so stärkte es eine urzeitliche Affen-Menschen-Sippe durchaus, wenn da ein paar Schwule Onkel und Tanten dabei sind, die zusätzlichen Schutz und Fürsorge bieten. 

Unsere heutige Version von Zwei Eltern, 4 Großeltern, und viele Kinder wäre damals nicht Überlebensfähig gewesen.

Wenn man also die Frage stellt "Ist homosexualität natürlich" muss man sich unsere Spezies zu einem Zeitpunkt betrachten, wo sie selbst noch "natürlich " war. Und da lassen sich aus meiner Sicht durchaus logische Argumente finden, warum Homosexualität zumindest nicht nachteilig ist. 

Aber all das ist akademisch, wir sind heute in einer Zeit, wo man doch bitteschön so weit sein sollte, dass es möglich ist, jedem Menschen zu erlauben zu lieben, wen er lieben will - egal ob das für Außenstehende einen Sinn ergibt und nicht. 

Kommentar von loema ,

Danke für deine Erlärung! Vielen Dank!

Antwort
von Jordh, 183

Was ist "normal"? Normal bedeutet, dass etwas der Norm entspricht. Das ist die eigentliche Definition und nichts aderes. Da geschätzt lediglich ca. 2-10% der Weltbevölkerung homosexuell ist, ist das nicht die Norm, also strikt nach Definition nicht "normal" – Was aber nicht heißt, dass das in irgendeiner Weise abwertend wäre.
Zum Vergleich: 10% der Weltbevölkerung sind Linkshänder und dementsprechend nicht "normal". Dennoch würde heutzutage niemand auf die Idee kommen, Linkshänder als nicht normal zu bezeichnen. Ich denke (und hoffe), dass das bald auch bei Homosexualität der Fall ist.

Welchen Sinn das macht – keine Ahnung. Aber muss etwas Sinn ergeben, um seine Existenz zu rechtfertigen? Mag sein, dass Homosexialtät ein ungewollter "Unfall" der Natur ist. Aber genau so sind es auch Linkshändigkeit, Haarfarbe, angewachsene Ohrläppchen, die Fähigkeit zum "Zungenroller" etc. Wenn wir das ganze noch weiter zurück verfolgen, war es auch ein Unfall, dass ein paar Moleküle angefangen haben, sich selbst zu replizieren und dabei versehentlich das Leben entstanden ist (welches, kosmisch betrachtet, zum Sinnfreiesten überhaupt gehört).

Und auch wenn sich homosexuelle Tiere (der Mensch eingeschlossen) tendentiell eher nicht fortpflanzen, so erfüllen auch sie – mal ganz nüchtern betrachtet – eine Funktion, indem sie z.B. Nahrung sammeln, Feinde abwehren oder sich um den Nachwuchs der Geschwister kümmern (deren Gene sich ja zum großen Teil mit den eigenen decken, wodurch das eigene genetische Material indirekt weitergegeben wird).

Kommentar von hertajess ,

Grandios formuliert. :)))

Antwort
von Kitharea, 181

Ich sage mal so - es gibt auch Homosexualität bei Tieren insofern sollte es natürlich sein. Soweit ich weiß gibt es Affenarten die auch sexuellen Kontakt zu gleichgeschlechtlichen Partnern suchen. Soweit ich mitbekommen habe, dient es der Entspannung. Insofern gehe ich davon aus dass diese auch eine wichtige Rolle spielt.

Grundsätzlich muss allerdings nichts einen "Sinn" ergeben. Alles ist Evolution und die lässt alle Spielarten zu die möglich sind. Sonst gäbe es Homosexualität schlichtweg nicht.

Und global gesehen hat keiner was davon es als "unnormal" zu bezeichnen weil es Fakt ist dass es homosexuelle Menschen gibt und das nicht wenige. Niemand wird das ändern können nur weil er plötzlich angeblich nicht mehr normal ist.

Komische Antwort vielleicht aber es sollte egal sein. Weil eine Änderung der Einstellung nur die Einstellung ändern kann nicht aber die Fakten.

Antwort
von Nicciabc, 167

Das Gegenteil von natürlich ist künstlich. Ist alles Natürliche immer gut und alles Künstliche immer schlecht? Wenn man an natürlichem Schlangengift, einer natürlichen Naturkatastrophe oder einem natürlichen Löwenbiss stirbt, dann ist das  gut, aber künstliche Medikamente, künstliche Schulen und künstliches fließendes Wasser sind immer schlecht? Wir Menschen ragen durch unsere Denkfähigkeit heraus, das macht uns besonders. Wir verändern die Natur so, dass wir überleben und deshalb entwerfen wir künstliche Dinge, die uns schützen und uns ein besseres Leben bereiten sollen. Sind diese
Dinge schlecht, weil sie nicht natürlich sind?

Darüber hinaus ist bei mindestens 1500 Tierarten homosexuelles Verhalten beobachtet worden. Diese Befunde sind gut dokumentiert und nur die Spitze des Eisbergs. Homophobie ist lediglich bei einer Spezies dokumentiert worden. Außerdem sind 80 Prozent der Zwergschimpansen bisexuell. Unter Pinguinen konnte man zehn Prozent homosexueller Paare ausmachen, die auch kleine Pinguin-Waisen adoptieren. Bei Vaterschaftstests in einer Möwenkolonie ermittelten verblüffte Zoologen eher zufällig, dass 20 Prozent der Paare dasselbe Geschlecht hatten. Bei Zwergkakadus soll die Homosexuellen-Quote 40 Prozent sein.

Antwort
von laynapor, 146

Ja, Homosexualität kommt wirklich in der Natur vor. Unter anderem hat das den Sinn, dass homosexuelle Paare, die selber keinen Nachwuchs produzieren, sich um die kümmern, deren Eltern sterben oder sich aus anderen Gründen nicht kümmern. Sekundäre Sicherung des Artenfortbestands sozusagen. Das gibt es bei erstaunlich vielen Tierarten, Homophobie existiert dagegen nur bei den Menschen..

Antwort
von Hamburger02, 115

Homosexualität ist auf jeden Fall ein natürliches Phänomen. "Normal" ist eine menschliche Kategorie und frei wählbar. Was dem einen normal vorkommt ist für den anderen ganz schrecklich.

Religiös wird HS oft als "unnormal" abgelehnt. Eine Kirche oder Sekte hat umso mehr Macht, je mehr Anhänger sie hat. Daher geht die Sexualmoral in der Regel in die Richtung, möglichst viele neuen Gläubigen zur Welt zu bringen. Alles andere wird verboten. Aus demselben Grund, nämlich möglichst viele Anhänger zu haben, wird oft auch die Heirat mit Andersgläubigen verboten.

Die Evolution hat kein Ziel und keine Absicht. Sie hat lediglich das Bestreben zu immer höheren Ordnungsstrukturen. Nicht alles, was die Evolution erzeugt, muss nach menschlichen Maßstäben sinnvoll sein. Entscheidend ist nur, dass eine Änderung des Genoms die Überlebenswahrscheinlichkeit der Art nicht reduziert oder noch besser, sie sogar verbessert.

Tatsache ist jedenfalls, dass Homosexualität eine Art nicht so "schwächt", dass sie ausstirbt. Also bleibt sie erhalten.

Antwort
von Andrastor, 114

Bei einigen Tierarten ist Homosexualität ein wichtiger Bestandteil des Paarungsrituals.

Bei einer Vogelart zum Beispiel sind etwa 1/3 der Männchen homosexuell und die heterosexuellen Männchen lassen sich von diesen besteigen, was ihren Testosteronspiegel erhöht und sie für Weibchen attraktiver macht.

Antwort
von 5000steraccount, 52

Mit meiner Antwort bewege ich mich auf sehr dünnem Eis und werde vermutlich einige Menschen beleidigen. Ich spreche hier rein aus Sicht der harten Natur, wie sie für wildlebende Tiere heute noch ist und für Menschen auch einmal war.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen "natürlich" und "normal". Nur weil es etwas in der Welt gibt, heißt es nicht, dass das unbedingt "normal" sein muss. Zum Beispiel hat ein normaler Mensch ein großes Verlangen nach Sex, das ist ganz natürlich. Wenn jetzt jemand aber asexuell ist, ist das nicht normal, nicht von der Natur vorgesehen. Und trotzdem existiert dieses Phänomen. Oder, extrem gesagt, nur weil einige Menschen durchdrehen und zu Serienmördern werden, ist dieses Verhalten noch lange nicht "normal" oder "natürlich".

Biologisch gesehen ist auch Homosexualität nicht normal. Dass etwas in der Natur vorkommt, bedeutet halt nicht unbedingt, dass es - aus Sicht der Evolution - gewünscht ist. Es gibt vereinzelt z.B. Mutationen, Behinderungen, Missbildungen von Körperteilen, Verhaltensstörungen. Das ist aber nicht von der Natur beabsichtigt und dient auch keinem höheren Zweck. Es ist, sozusagen, ein Fehler in der Produktion. Der Sinn des Lebens, aus biologischer Sicht, besteht nunmal darin, so viele gesunde, starke und lebensfähige Nachkommen wie möglich zu zeugen. Alles, was davon abweicht, bringt die Evolution nicht voran. 

Ich weiß aber auch nicht, was daran so schlimm sein soll, "unnormal" zu sein. Auch wenn ein Mensch sehr still ist, sehr klug oder ein fotografisches Gedächtnis hat, ist das nicht "normal". Und weiter? Wenn die Mehrheit der Menschen die ganze Zeit zu behaupten versucht, dass Schwule "normal" sind, bedeutet das ja in gewisser Weise, dass sie "Unnormalsein" für was Schlechtes halten, das man unbedingt ändern muss. Und ist DAS nicht irgendwie auch auf eine gewisse Art und Weise intolerant?

Kommentar von scorpion87 ,

"Der Sinn des Lebens, aus biologischer Sicht, besteht nunmal darin, so viele gesunde, starke und lebensfähige Nachkommen wie möglich zu zeugen." 

Das ist so nicht richtig. Denn dann wären uns Insekten und Fische weitaus überlegen, die viel mehr Nachkommen mit einem mal erzeugen. 

Der Sinn des Lebens für eine Spezies besteh aus biologischer Sicht besteht darin so viele nachkommen wie möglich überhaupt in ein Lebensfähiges alter zu bekommen. Und da hat jede Spezies ihre eigene Strategie. 

Man kann eine Spezies nicht nur nach der Geburtenrate charakterisieren, sondern muss auch die Spezifika der Spezies betrachten, beim Mensch seine Fähigkeit zu sozialen gebilden sowie die lange Zeit die er braucht, bis er überlebensfähig ist.

Ich male als Beispiel mal ein Bild: der Mensch vor 20000 Jahren in der Urzeitsippe. Frauen sind 9 Monate Schwanger, Kinder brauchen mindestens 15 Jahre bis sie überlebensfähig sind. Wenn sich alle nach Ihrem Prinzip nur ständig fortpflanzen ist das nicht unbedingt sinnvoll - denn irgendwann sind schließlich alle Frauen Schwanger. Punkt. Und unsere Spezies hat einen viel sinnvolleren Mechanismus gefunden, das Überleben zu sichern - den Drang nach sozialen Beziehungen. Deswegen war es auch schon damals in der Sippe absolut sinnvoll, wenn nicht jedes Männchen den Drang hatte, sich paaren zu müssen. Zum überleben der Sippe, und zum Schwängern aller Weibchen ist das überhaupt nicht notwendig. Was aber notwendig ist, sind genügend Erwachsene in einem sozialen Verbund, die sich nicht alle um die letzten Weibchen streiten, sondern die für die Sippe, den Nachwuchs sorgen, die sie Verteidigen und Essen ranschaffen und dabei nicht ständig sexuell frustriert sind. In dem Fall macht es überhaupt nichts aus, dass ein paar Homosexuell sind, das ist genaugenommen sogar positiv für das Gesamtgefüge und die Harmonie. Da hat man dann halt ein paar erwachsene Männchen mehr, die sich nicht darum schlagen, das nächste Weibchen zu begatten, sondern die sich um die Sippe kümmern, weil sie sich ja dazugehörig fühlen, und trotzdem sexuell ausgeglichen sind. 

Insofern schadet Homosexualität unserer Spezies nicht und hat in Zeiten als wir noch nicht dinge wie Moral und Religion erfunden hatten definitiv einen kleinen Beitrag zum Überleben der Sippe geleistet. 

Das heutige Prinzip von 2 gesunde Eltern, viele, viele Kinder wäre damals untergegangen. Da sieht aus Sicht des damaligen Überlebens 2 gesunde Eltern, 2 homosexuelle Onkel die mit Beschützen und arbeiten und viele viele Kinder viel sinnvoller aus.

Kommentar von 5000steraccount ,

Man kann eine Spezies zwar nicht an der Geburtenrate charakterisieren, sie ist aber ein sehr wichtiger Bestandteil der Bestandssicherung einer Spezies. Dank heutiger Medizin, Technik und Aufklärung ist der Tod im Kindesalter zum Glück relativ selten geworden, aber noch vor wenigen Jahrhunderten, zum Beispiel im Mittelalter, hat eine Familie vielleicht 10 Kinder bekommen, wovon 3 an Krankheit verstorben, 2 verhungert, 1 verunglückt und 1 unmittelbar nach der Geburt gestorben ist. Somit verbleiben 4 Kinder, und wäre die Frau nicht so oft wie möglich schwanger geworden (wäre die Geburtenrate niedriger gewesen), hätte die Familie sich nicht ernähren können und wäre umgekommen.

Zum Streit um die Weibchen kann ich nur sagen, dass dieser Konkurrenzkampf aus Sicht der Natur nichts Schlechtes, sondern etwas Nützliches und Notwendiges ist (heutzutage auch noch in der Tierwelt zu beobachten). Die Stärksten wurden mit einem harten Auswahlverfahren zur Paarung ausgewählt, um den bestmöglichsten Nachwuchs zu zeugen. Durch Todesfälle bei Jagd und Kämpfen, für die nunmal die Männer zuständig waren, wurde das "Angebot" ohnehin schon ausgemerzt, und wenn dann auch noch welche wegfallen, weil sie schwul sind...

Ich könnte mir auch vorstellen, dass gerade die Homosexuellen aufgrund ihrer Zurückhaltung beim Paarungskampf als schwach angesehen, verspottet und ausgestoßen wurden. Sie haben ja wohl kaum gesagt "macht ihr mal, ich bin schwul". 

Und den Stamm beschützen können übrigens auch die Heterosexuellen und die älteren Kinder. Es ist ja jetzt nicht so, als ob alle gleichzeitig ohne Unterbrechung miteinander schlafen würden. Im Übrigen waren die damaligen "Verlierer" des Paarungskampfes in den meisten Fällen wohl schlau genug, ihre Niederlage ohne Murren einzugestehen, denn wer randaliert und einen Aufstand macht, wird schnell aus der Sippe vertrieben, und alleine war es zur damaligen Zeit quasi unmöglich, zu überleben.

Es tut mir leid, aber ich bin noch immer nicht überzeugt, dass die Natur sich mit Absicht und mit irgendeinem Plan das Phänomen "Homosexualität" ausgedacht hat. Das ist eher Wunschdenken/Hineininterpretieren.

Antwort
von Ursusmaritimus, 168

Wenn du natürlich sexuelles Begehren nur auf Fortpflanzung und ihren Erfolg beschränkst wäre es evolutionär unnormal. Aber dann müsste jede Frau mit Beginn der Wechseljahre tot umfallen da ihre evolutionäre Aufgabe erfüllt ist.

Aber (zum Glück) ist Evolution nicht so kleinkariert und schielt weiter über den Tellerrand, probiert immer etwas Anderes und Neues, es könnte ja einen Vorteil bieten.

Mein Tipp Homosexualität ist vorhanden und ein Teil der Natur, also ist sie natürlich....und ansonsten gilr:

Pervers ist wenn es einem der Beteiligten Personen, Pflanzen oder Tierarten keinen Spaß mehr macht.

Kommentar von angelohn ,

Vorhanden defintiv - nur die Frage wieviel davon von den Genen abhängt. Aufgrund der Grundlegenden Funktion der Evolution -das ist nur meine Meinung- dürfte es weniger von Genen mehr von Sozialen / Psychischen Aspekten abhängen.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Da tanzt du auf dünnen Eis Pogo; die Gene sind der Topf aus welchem wir Essen, aber wer dieses oder jenes Stück vom Eintopf erhält......solltest du Homosexualität in den Genen verankern landest du schnell bei optimierten Babies etc. Auch deine sozialen psychischen Aspekte bedeuten ja auch man könnte Homosexualität an/aberziehen.....

Kommentar von 5000steraccount ,

Zu deinem "Aber dann müsste jede Frau mit Beginn der Wechseljahre tot umfallen da ihre evolutionäre Aufgabe erfüllt ist" - früher war die Lebensdauer von Menschen nicht viel mehr als 40 Jahre, also kommt das schon hin mit deiner Theorie zu den Wechseljahren. Nur dank besserer Ernährung, moderner Kentnisse und Medizin werden die Menschen mittlerweile so alt.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

....und warum wurden dann die Männer nicht älter? Sie sind zeugungsfähig bis zum Tode. Also klappt der Ansatz nicht.

Kommentar von Meatwad ,

Die Antwort ist ja ok. Allerdings finde ich es eher unvorteilhaft, die Evolution so zu anthropomorphisieren, da dies nur zu noch mehr Missverständnissen führt.

Antwort
von Miramar1234, 220

Es gibt viele Dinge die nach menschlichen Ermessen keinen Sinn machen.Also unlogisch,unvernünftig,unerklärbar oder mysteriös sind.Sexualität dient in Sachen der Vernunft der Fortpflanzung,darüberhinaus zum Glücksbefinden des Menschen bei.Letzteres ist bei jeglicher sexuellen Ausrichtung so.Der Rest Deiner Frage kann nur rhetorisch oder philosophisch betrachtet und beantwortet werden.Beste Grüße

Kommentar von angelohn ,

Vorhanden defintiv - daher auch Normal. Nur die Frage, wieviel davon von den Genen abhängt. Aufgrund der Grundlegenden Funktion der Evolution -das ist nur meine  Meinung- dürfte es weniger von Genen mehr von Sozialen / Psychischen Aspekten abhängen. Nur meine Meinung, sag nicht das es stimmt :)

Antwort
von PieOPah, 134

Interessante Frage.

Im Wort "normal" steckt das Wort "Norm". Gerade da sind die Deutschen eben sehr genau. Alles muss genormt sein.

Auf die Gesamtbevölkerung gesehen ist Homosexualität in der Minderheit. Legt man die Norm also danach fest, was die Mehrheit ausmacht, dann ist Homosexualität nicht normal.

Genau genommen ist Homosexualität einfach Homosexualität. Seine sexuelle Prägung sucht man sich nicht aus. Auch genetische Faktoren sind unwahrscheinlich. Selbst bei eineiigigen Zwillingen kommt es vor, dass einer heterosexuell veranlagt ist und der andere schwul. Trotzdem haben beide die gleichen Gene.

Es gibt Berufsgruppen, in denen auffällige Häufungen von Homosexualität zu beobachten sind.

Vereinfacht gesagt, in Bezug auf deine Frage: Homosexualität ist eine natürlich vorkommende sexuelle Ausrichtung, die gehäuft auftritt und nicht so häufig vorkommt, wie heterosexuelle Orientierung. Allerdings ist die Zahl so hoch, dass man sie in eine Normmenge mit einbeziehen muss als Varianz des Normalen.

Funktionsweise, Ursachen sowie Bewertungen im Sinne von richtig oder falsch wurden in der Frage nicht gestellt und werden deshalb bei der Antwort auch nicht berücksichtigt.

Antwort
von Darkabyss, 251

Homosexualität ist normal, wenn die Auswahl beschränkt ist (laut Natur), siehe auch Tiere. In der heutigen Gesellschaft prägen Erfahrungen und die kindliche Entwicklung sowie Pubertät die sexuelle Orientierung, was auch normal ist, aber da spielt das Menschliche Gehirn eine Rolle.

Kommentar von Mavoras ,

Also ist es bei uns Menschen nicht normal?

Kommentar von Darkabyss ,

Doch natürlich, durch unser Gehirn können wir selbst eine Entscheidung fürs Leben treffen und hat wesentlich bessere Kontrolle über natürliche Triebe als Tiere.

Kommentar von DasRentier ,

So ein Unsinn! Als würden wir uns dafür entscheiden ...

Kommentar von Kitharea ,

Versuchst du einen "Trieb" durch dein Gehirn zu kontrollieren wird dein Gehirn auf Dauer verlieren.

Kommentar von Mavoras ,

Ja leider..

Kommentar von Kitharea ,

Zum Glück wenn schon...
Instinkte sind etwas überlebenswichtiges - ohne sie gäbe es uns längst nicht mehr

Kommentar von Mavoras ,

Na und?

Antwort
von ev0let, 167

Mein Nachbar hatte zwei männliche Kaninchen die sich immer gegenseitig "geliebt" haben, er versucht sie zu Züchten was nicht ging da sie alle Weibchen angegriffen haben, dann musste er sie in ein separates Gehege tun.

Ich glaube in der Natur ist nichts normal.

Kommentar von Kitharea ,

Oder Alles :P

Antwort
von holodeck, 97

Aber welchen Sinn macht das?   

Zwei Männchen verteidigen ein Nest bzw. die Jungen erfolgreicher als eines. Die Überlebenschance der Brut steigt. Schwule Männchen, die von Balz- und Revierkämpfen freigestellt sind, haben viel Zeit und Energie, sich um Kuckucks- und/oder verwaisten Nachwuchs zu kümmern. Bei Löwen gibt es gelegentlich schwule Doppelspitzen,  besser kann es um die Überlebensrate des gesamten Rudels überhaupt nicht mehr bestellt sein.

Und natürlich pflanzen sich auch diese Tiere fort. Der Geschlechtsakt wird dann halt ganz bibelkonform ausschließlich zur Fortpflanzung betrieben und auf das Allernotwendigste beschränkt ;-)   

Homosexualität ist insgesamt ein aktiver Beitrag zur Erhaltung der Art. 

http://www.welt.de/vermischtes/article125832354/Von-wegen-Revierkampf-Liebesspie...

Antwort
von Thyralion, 197

Jepp ist es.

Lassen wir mal Freuds Betrachtung ausser acht, die besagt, dass jeder Mensch von natur aus bisexuell veranlagt und erst im Laufe seines Lebens geprägt wird und schauen auf unsere nächsten Verwandten. Die Bonobos.

Hier wird der Sex nach allen Arten der Kunst regelrecht zelebriert. Unabhängig vom Fortpflanzungscharakter.
Der Sex nimmt hier einen gesellschaftlichen Nutzen ein, in dem er beispielsweise zum Stress- und Aggressionsabbau dient. Auch wird damit Gruppenverbundenheit demonstiert und gepflegt. Letztlich dient er so zur Gruppenharmonie. Hier vög... aber alles durcheinander.

Wenn wir das auf uns übertragen, siehe z.B. den guten alten Versöhnungssex, dann lässt das ohne Frage auch andere Rückschlüsse zu, die die Homosexualität "normales" Licht rücken.

Kommentar von Ellen9 ,

Damit ist doch schon alles top und plausibel beantwortet!

👫👬👭= naturgegeben.

Kommentar von Mavoras ,

Wirklich?

Kommentar von Thyralion ,

Ich für meinen Teil denke ja. Aber es hat den Anschein, als seist du dir unsicher. Wo ist denn deiner Meinung nach der Haken zur "Abnormalität"?

Kommentar von Mavoras ,

Ja ich bin Unsicher weil ich glaube das ich selbst irgendwie Homosexuell oder zumindest Bisexuell bin.

Kommentar von Thyralion ,

Und deswegen fühlst du dich unsicher. Kann ich verstehen.

Dein Gefühl resultiert aber weniger aus einer Abnormalität, sondern eher aus dem gesellschaftlichen Umfeld, in dem dieses Thema noch viel zu oft, als Absonderlichkeit diskutiert wird. Das hat einen großen Einfluss auf unser Stimmungsbild.

Leider wird in den verschiedensten Kulturkreisen, hauptsächlich religiös motiviert, die Homosexualität als Teufelswerk dämonisiert. Doch allzuoft haben sich die Meinungen als Quatsch herausgestellt.

Schau mal weiter in die Geschichte zurück oder in Kulturen in denen die Religion keine oder eine untergordnete Rolle spielt. Im alten Griechenland, galt es seinerzeit sogar als "chique" wenn Gelehrte und Politker, Beziehungen zu Knaben pflegten. Keiner hätte sie jemals als Abnormal bezeichet. In einigen Indigenen Völker, wird auch heutzutage noch eine "sexuelle Ausbildung" unter Männerkreisen gepflegt, um sie zu würdigen Liebhabern ihrer zunkünfitigen Frauen reifen zu lassen. Auch hier gibt es keine Anmaßung dies zu verteufeln.

Lass also mal die gesellschaftlichen Konventionen beiseite und betrachte die Fakten. Welchen Schluss du draus ziehen solltest, liegt aber letztlich bei dir.

Nur eines sei an der Stelle noch gesagt. Wenn du tatsächlich die Neigung verspürst, dann lass sie zu. Dich zu verstellen nur um "angepasst" zu sein, wird dich auf kurze oder lange Sicht nur kaputt machen.

Kommentar von Thyralion ,

Nur eines noch. Einige meiner besten Freunde sind Homosexuell und ich kann an der Stelle kein schlechtes Wort über sie finden. Sind alles wirklich tolle und wertvolle Menschen in meinem Leben.

Kommentar von Mavoras ,

Ich weiss nicht ob ich Homosexuell bin, wahrscheinlich eher Bisexuell.

Kommentar von Thyralion ,

Warum aucht nicht? Siehs dochmal so. Der "Pool" an für dich attraktiven Menschen, hätte sich somit den "normalen" gegenüber spontan verdoppelt. Das würde ich mal eine angenehme Ausgangslage nennen. ;)

Kommentar von Mavoras ,

Aber es ist nicht so normal...

Kommentar von Thyralion ,

Warum? Wer wenn nicht die Natur definiert Normal und Abnormal? Wer hat das recht das zu entscheiden, die Gesellschaft? Die beurteilt nur nach Mittelmaß. Und bin ich abnormal weil ich keine 1,86 Kinder und 2,5 Katzen habe? Ich denke eher nicht.

Normalität ist in meinen Augen kein erstrebenswerter Zustand. Er erfordert zuviel Anpassung. Individualität lässt dir den Freiraum für dich selbst zu entscheiden was normal ist.

Kommentar von Mavoras ,

Generell denke ich nicht gerne über Sexualität nach, ich finde das ziemlich Peinlich...  Manchmal wäre ich am liebsten Asexuell. 

Kommentar von Kitharea ,

Du wirst deinen Weg schon finden. Nicht zu viel drüber nachdenken. Ich lese viel Angst bei dir. Das ist natürlich in einer Situation die man nicht kennt. Lass dir Zeit.

Kommentar von Thyralion ,

Verstehe ich. Aber Sexualität ist aber ein wesentlicher Bestandteil unseres Daseins. Asexuallität wäre sicher einfacher, kann man sicher aber, genauso wie alle anderen Alternativen kaum aussuchen.

Schlimmer wäre es sich nicht mit der eigenen Sexualität auseinanderzusetzen. Das würde dich eher zermürben.

Und dich auf anonoymer Basis hier beispielsweise damit zu beschäftigen, kann je nachdem eine gute Option sein. Somit kannst du ansprechen, was dich bewegt, ohne dein Gesicht zu verlieren. (Auch wenn du das im Kreise deiner Familie / wahren Freunde auch nicht solltest)

Kommentar von Mavoras ,

Nein meine Eltern lehnen Homosexualität bzw. Bisexualität nicht ab das weiss ich, es würde mich dafür niemand hassen, warum auch? 

Kommentar von Thyralion ,

... warum auch? Genau das ist die richtige Frage / Antwort zu dem Thema.

Kommentar von Mavoras ,

Aber ich "hasse" mich dafür!!  Ich bin sehr sehr streng zu mir selbst, kann mich erst mögen wenn ich "Perfekt" bin.   Das heisst eigentlich, niemals denn leider bin ich nur ein Mensch...

Kommentar von Thyralion ,

Sei nicht so hart zu dir selbst. Wie du schon sagst, Perfektion wird niemals jemand erreichen.

Und selbst wenn. Wäre Bisexualtät kein Bestandteil der Perfektion? Du bist nicht auf einen Typen ausgerichtet und kannst das Leben mehr als andere genießen. Ist deine Variationsmöglichkeit nicht näher an Perfektion, als eingeengt nur eine Seite der Medallie betrachten zu können. Für dich wäre das Leben nicht Schwarz / Weiß, sonder bunt. Und dass soll dich schlechter als die "Normalos" machen? Nicht in meinen Augen.

Im Gegenteil ich bin sogar ein bisschen neidisch auf dich und den westentlich weiteren Horizont, der sich dir bietet.

Kommentar von Mavoras ,

Ich wiess ich bin sehr hart mit mir selbst, fällt mir halt schwer mich einfach so zu akzeptieren.

Kommentar von Thyralion ,

Das kommt auch nicht von jetzt auf gleich. Es ist ein Prozeß der mit Einsicht beginnt. Und du hast einen wahnsinnigen Vorteil anderen gegenüber, weil du dich offener als du zugibst, mit dir selbst beschäftigst und dich so lernst selbst zu verstehen. Viele andere wagen es nichtmal sich damit zu "belasten" und unterdrücken sich damit ein Leben lang selbst.

Wenn du dich aber mit all deinen Wesenzügen kennengelernt hast, dann wird auch die Akzeptanz und letztlich auch der Respekt dir selbst gegenüber folgen.

Damit will ich sagen, dass du auf den besten Wege ist!

Kommentar von Kitharea ,

Du hast die Wahl... unzufrieden sein ein Leben lang mit dir selbst weil du ohnehin nie perfekt sein wirst und auch dann noch Fehler findest wenn es da nichts mehr zu verbessern gäbe (das ist der Inbegriff von Menschen die immer nur am Fehler suchen sind - sie finden welche).
Oder dich einfach damit abfinden... und die Hoffnung zu haben irgendwann Glücklich zu sein damit wie es ist, wer du bist und wie du gesehen wirst...
Dein Leben - deine Entscheidung.

Antwort
von Erklaerbaer17, 181

Es gibt nun mal die Homosexualität die findest du überall bei (fast) jeden Lebewesen. Ob es von der Evolution so vorgesehen ist oder nicht tut nicht zu Sache. Sie ist da und stört einen nicht wirklich. Jedenfalls mich nicht!

Antwort
von Arxoz, 55

Vielleicht will die Natur auf diese Weise die Fortpflanzung einer Art einschränken. Wenn z.B. jeder Mensch heterosexuell wäre, würde es auch aus der Folge mehr Nachwuchs geben. Und wenn es der Natur entspringt, dann muss es ja irgendwie "natürlich" sein und einen Zweck haben.

Das sind aber nichts als Spekulationen meinerseits, ich seh jedenfalls Homosexualität und andere Orientierungen nicht als Krankheit an, nur weil sie nicht der Artenerhaltung dienen.

LG.

Antwort
von Aleqasina, 183

Nicht alles, was in der Natur vorkommt, hat einen evolutionsbiologischen Sinn und ist doch normal.

Antwort
von PissedOfGengar, 132

Einer meiner Kollegen auf 1jux hat es mal passend beschrieben.

Antwort
von redolino, 24

mal ganz abgesehen davon dass normal ein relativer begriff ist, denke ich dass homosexualität nichts anderes ist als heterosexualität. Wenn Adam und Eva Adam und heinz oder eva und julia gewesen wären, würden wir heutzutage männer mit frauen komisch finden. das geht gar nicht wenn man mich fragt. ein so genanntes outing solte doch nicht mehr relevant sein. es ist nihcts unnormales.

Antwort
von angelohn, 178

Gute Frage! :) Eigentlich gibt es nichts, was sich aufgrunde der Evolutionstheorie schneller genetisch aussortieren sollte, wie das man eben keinen Partner sucht, mit dem man Kinder haben kann. Hört sich Böse an, ja - ist aber das Gesetz der Natur. Daher meine ich, es hängt zu einem viel stärkeren Teil an der Psyche- Sexualität ist etwa Formbar. auch zu sehen an Sträflingen, die plötzlich Schwul sind. Meine Meinung!

Kommentar von Mavoras ,

Also ist es eigentlich nicht normal?

Kommentar von angelohn ,

Es ist Normal das es das gibt - sieht man ja. Komisch ist halt, das sehr viele Deutsche so sind Südländer oder Ostereuropäer ganz selten

Kommentar von Mavoras ,

Woher willst du das wissen?

Kommentar von angelohn ,

kenne zum großteils Migranten, hier leben mehr als Deutsche. Daher hab ich einen gewissen einblick in diese Gesellschaften. Kann wie gesagt daran liegen, das dort andere Familienwerte herrschen wie bei Deutschen. Ich denke aber auch -nur meine Meinung- das durch das strengere Gesellschaftsbild die Jungen Menschen etwas mehr beeinflusst werden in dem alter, wo sich das ganze eben Ausprägt. Am Endeffekt kann ja keiner sagen wieviel tatsächlich Homosexuell von denen sind und wieviele davon es offen zugeben. Allerdings verstehe ich dann nicht, wie man trotzdem eine Familie gründen kann ( Schliest ja ein, das man einen Partner hat, vor dem man sich eigentlich eckeln müsste ). Dann würde ich, wenn ich Schwul wäre, aber nicht offen dazu stehen dürfte, lieber alleine bleiben.

Die meisten Migranten haben aber Familien mit Kindern.

Kommentar von Kitharea ,

Könnte daran liegen dass es hier akzeptierter ist als dort. Dass man hier drüber reden kann inzwischen. Früher gab es das bei uns auch nicht - einfach weil es keiner hören wollte.... Wer outet sich schon gern wenn die Gesellschaft dazu nicht bereit ist

Antwort
von mefsio, 139

Vielleicht hat es denn "Sinn" (im Tierreich) dass diese Tiere der Gruppe dienen ohne ihre schwächeren Gene weiter zu geben.

Wenn es wirklich "Sinn" machen soll setzt das voraus, das die homosexuelle Entwicklung einem Plan folgt den wiederum jemand überwachen müsste.

Schon sind wir am Rande einer religiösen Grundsatzdiskussion.

Kommentar von DasRentier ,

Nein. Es hat seinen Sinn. Den des natürlichen Gleichgewichtes bzw. der natürlichen Auslese. Das hat mit religiösen Grundsatzdiskussionen gar nichts zu tun ...

Antwort
von loema, 72

Viele Heterosexuelle Paaare machen Analverkehr. Wozu? Normal?
Viele Menschen haben den Fußfetisch. Wozu? Normal?
Viele Menschen stehen auf SM. Wozu? Normal?
Viele Menschen schauen mehrmals die Woche Sexfilme. Wozu? Normal?

Die Heterosexualität kann in sich auch gegen Normen verstoßen.
Sich in dem Gewusel die Homosexualität herauszupicken ist doch n bischen komisch, oder?

Ca. 10 % der Menschen sind Homosexuell.
Überall. Ob sie es leben können oder so tun müssen als wäre nichts es gibt solche Menschen.

Es gibt noch viele andere Menschengruppen die einer Minderheit angehören.
Und wir zeichnen uns dafür aus in Deutschland, dass wir trotzdem die gleichen Rechte haben.

Kommentar von PissedOfGengar ,

Die gleichen Rechte? Haben homosexuelle Menschen in Dt. noch lange nicht.

Kommentar von Mavoras ,

Doch haben sie..

Kommentar von PissedOfGengar ,

Nein haben sie nicht... sie dürfen nicht heiratn, bekommen keine steuerliche gleichstellungen und dürfen keine kinder adoptieren...

Kommentar von scorpion87 ,

nein. haben sie nicht. noch dürfen sie weder heiraten, noch kinder adoptieren und dürfen sich regelmäßig im Alltag mit Formularen und bürokratischen Sinnlosigkeiten herumärgern, weil sie eben nicht verheiratet, sondern nur verlebenspartnerschaftlicht sind. 

Kommentar von Kitharea ,

Wir bestimmen was normal ist - ich vote mal für - alles normal sofern man keinen Anderen damit schädigt.

Kommentar von loema ,

Homosexuelle haben noch nicht die gleichen Rechte.
Aber wir sind über den Punkt hinaus, danach zu fragen, ob die Natur es wollte....

Kommentar von DasRentier ,

Dass wir wirklich darüber hinaus sind, sehe ich hier nicht wirklich.

Alleine dass noch danach gefragt wird - selbst im 21. Jahrhundert !!! - zeigt mir, wie unaufgeklärt viele immernoch sind. Auch jene, die meinen, darüber bescheid zu wissen - tut mir leid, aber manche hier reden und diskutieren sich hier eine Gülle sondergleichen zurecht.

Dabei ist es z. B. dermaßen einfach, dieses Thema einfach mal zu googlen oder jene zu fragen, die betroffen sind (meine Wenigkeit).
Oder man geht raus und lernt entsprechende Menschen kennen und tauscht sich mit denen mal aus.

Aber irgendwie ist da bei vielen wohl die Hemmschwelle immernoch zu groß und statt den Fehler bei sich zu suchen (wo er ja eig sitzt), suchen sie ihn lieber bei anderen.

Vielleicht sollten manche Eltern mal anfangen, dazu überzugehen, ihre Kinder in einem dafür angemessenen Alter komplett aufzuklären. Ihnen zu erklären, dass es auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften gibt und dass daran absolut nichts ungewöhnlich ist.

Aber wundern sich dann noch, warum sie nicht von der Stelle kommen ...

Wenn du mich fragst: Die Leute sollten sich lieber um ihren eigenen Kram kümmern bzw. sich sowas wie ein Leben zulegen statt hier so Fragen zu stellen, die offenbar hier auf GF sowieso kaum jemand imstande ist vernünftig zu beantworten...

Wie gesagt - man kann sich das gesuchte Wissen auch effizenter zusammensuchen ...

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