Wenn man keinen Respekt vor jemandem hat, sondern einfach nur höflich ist, ist man sich dann nicht selbst untreu?? Sollte man nicht seinen Gefühlen und seiner Meinung treu bleiben statt zu so zu tun, als müsse man nett zu dieser person sein??
lg Sam
Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

keinen respeckt haben und höflich sein sind 2 paar schuhe...

Höflichkeit ist niemals Selbstbetrug, sondern Behrrschtheit! Wenn du eine Person nicht magst, dann solltest du evt. Dinge die zwischen Euch stehen ansprechen und versuchen sie zu klären. Geht das nicht und du magst sie immer noch nicht.... dann bleibe trotzdem höflich! Das kostet oft viel Energie, doch jemanden schlecht behandeln den man nicht mag ..... das kann jeder! Wichtig ist nur, dass das "nicht mögen" nicht in Hass oder Wut gegen diese Person umschlägt, denn dass tut weder dir noch der anderen Person gut. Wenn möglich geht euch eben aus dem Weg.
Nein, man ist sich nicht untreu. Mit Höflichkeit kommt man weiter und nimmt auch evtl. dem Gegner den Wind aus den Segeln.

Och, man kann Höflichkeit auch wundervoll mit Sarkasmus würzen ...
Außerdem kann Höflichkeit auch als Abgrenzung genutzt werden, gerade wenn ich den Gegenüber nicht mag oder ich keinen Respekt vor ihm habe. :-)
Mit freundlichsten Grüßen,
Baiana ;-)
respekt haben tut man wenn man höflich sein will und nett ist man wenn man wirklich nett sein will, also wenn man das gerne macht
Höflichkeit hat nichts mit Selbstbetrug zu tun, sondern gehört zum gepflegtem Umgangston. Wenn du jemanden nicht magst, musst nicht mit ihm ins Kino, aber grüßen sollte man ihn schon. Wenn jemanden zu deiner Party kommt, als Ehemann/Ehefrau einer eingeladenen Person, den du nicht magst, brauchst du nicht stundenlang mit ihm zu Plaudern, aber ein Getränk und Essen solltest du ihm anbieten. Höflichkeit ist höflich, sonst nichts.
Eveline am 11. Juni 2009 14:54 DH
In gewissem Sinn haben alle Menschen Anspruch auf Respekt. Ihre Menschenwürde verdient Achtung. Darüber hinaus gibt es eine besondere Wertschätzung bestimmter Menschen.
Höflichkeit ist ein zivilisiertes Verhalten und betrifft die Umgangsformen. Ein Wunsch nach angenehmen Zusammenleben (der ja meistens auch in der eigenen Meinung einen hohen Rang einnimmt) führt zu einer Verfeinerung und Hemmung groben und rücksichtslosen Handelns. Dies kann zu Harmonie und Frieden beitragen.
Höflichkeit ist nicht Selbstbetrug (die betreffende Person wird nicht in einer Täuschung und einem Auslöschen der im Grunde vorhandenen Meinung idealisiert), sondern Selbstbeherrschung.
Höflichkeit kann einfach formal-distanziert und kühl sein. Freundlichkeit und Warmherzigkeit gehört nicht unbedingt dazu. Beim Ausmaß gibt es Spielraum. Höflichkeit kann wie ein äußerer Schein und eine aufgesetzte Fassade wirken. Wo die Grenze gezogen wird und etwas als zu unnatürlich empfunden wird, kann nicht allgemeingültig genau festgesetzt werden.
Es gibt spontane Regungen wie Ärger, Wut, Hass, Verachtung, Ekel und tiefsitzende Ansichten. Die Sache ist aber verwickelter und ein Treubleiben hat noch mehr Bezugspunkte. Es gibt auch weitere Gefühle und Überzeugungen, die aktuell in einer Situation gerade nicht im Vordergrund stehen, aber unter Umständen ein anderes Verhalten als die augenblicklichen Gefühlsregungen nahelegen. Dann bedauern manche später, wie sie sich hinreißen haben lassen. Geschätzte Werte gründen sich auf eine Gegenseitigkeit („Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest!“; „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg’ auch keinem andern zu“).
Höflichkeit möglichst zu wahren und nicht ohne Not aufzugeben, ist eine erfolgversprechende Kommunikationsstrategie. Die eigene Meinung kann dabei durchaus klar geäußert werden, nur eben nicht mit Beleidigungen. Dies erhöht die Bereitschaft, Kritik anzunehmen, auf die sachlichen Gründe einzugehen und dann im eigenen Handeln Entgegenkommen zu zeigen.
Auch wenn ich jemanden nicht leiden kann, muss ich mich ja nicht unbedingt auf sein Niveau begeben. Dann bin ich keinen Dreck besser und kaschiere mein "Luftmachen" noch mit der verlogenen Behauptung "nur ehrlich" zu sein.

Ich finde schon.Manche Kinder werden zur Höflichkeit erzogen,die sollen dann immer lieb und artig sein.Wenn sie ihre Meinung äußern kriegen sie von den Eltern Dampf.
ich bin lieber ehrlich,das geht auch im netten Ton....
Jaunty am 11. Juni 2009 14:54 2x DH ;-)
kommt drauf an, höflichkeit kann viel verletztender und distanzierender sein als direkt rum zu pöbeln (spreche aus erfahrung ;-)) man kanndurch höflichkeit viel mehr erreichen und die leute nehmen dann auch viel mehr von einem an. und nett sein, naja, wenn dir das wort höflich nit gefällt dann denk dir einfach im kopf das du arrogant bist. höflichkeit ist aber meist nie verkehrt, man kommt damit einfach weiter. es ist viel besser mit einem höflichen grinsen "du penner" zu sagen

Wenn ich vor jemandem keinen Respekt habe bin ich auch nicht höflich. Mich kann niemand zwingen höflich zu sein. Für mich sind die meisten Menschen sowieso nur aufgesetzt höflich und das hat für mich den Beigeschmack von Scheinheiligkeit. Zum Beispiel das mittlerweile überall verbreitete "Einen schönen Tag noch". Das höre ich bestimmt 100 mal am Tag. Davon ist es vielleicht nur 1 mal ehrlich gemeint.

nett und höflich ist zweierlei. Jeder sollte soviel Anstand haben, anderen höflich zu begegnen, sonst ist man selbst nur ein "Stießel". Das hat überhaupt nichts damit zu tun, keine eigene Meinung zu haben oder es seinem Gegenüber recht machen zu wollen. Man kann auch die größten Meinungsverschiedenheiten höflich (statt beleidigend, ignorierend oder herablassend) diskutieren, das zeugt von Charakter.
"nett" braucht man dagegen nur zu Leuten zu sein, die man leiden kann.
höflichkeit kann oft auch als verschleierung der eigenen meinung benutzt werden und ist gerade dann nützlich und hat dann auch meistens nichts mit repekt zu tun ^^
ich denke nicht das es selbstbetrug ist, wenn man nicht jedem seine meinung vor den latz knallt. denn so ein verhalten führt nur zu neuen spannungen.
hoeflichkeit ist angenehm. hier wo ich wohne(in england) ist das normal und fuehrt zu einem entspannterem leben. auch wenn jeder "thank you, darling" sagt, kann man trotzdem seine meinung haben. ich denke man kann auch hoeflich und sachlich kritik sagen oder auf abweichenende meinung bestehen
Da habe ich doch gleich mal eine Frage zu. In letzter Zeit will ich mein Englisch verbessern und schaue deshalb regelmäßig CNN, BBC usw. Da fällt mir auf, dass es in hitzigen Diskussionen anscheinend schon als scharfe Reaktion wirkt, wenn ein im Satz unterbrochener Gesprächsteilnehmer den anderen auffordert, weiter zu reden; häufig entschuldigt sich der Unterbrecher dann und der erste Redner bringt seinen Satz zu Ende. Sowas kenne ich aus deutschen Talkshows gar nicht, da kommt dann regelmäßig ein Satz wie: "Ich habe Sie auch ausreden lassen, nun unterbrechen Sie mich auch nicht." Können Sie diesen -- eher feinen -- Unterschied bestätigen?