Wüsste gern, welche Erfahrung Ihr damit gemacht habt.
ein guter freund von mir hat das lange gemacht, u.a. in einem grossen wirtschaftsprozess, der auch dauernd im TV war. nun du musst halt ständig dort auftauchen und der Materie folgen. Das erfordert Disziplin und eben: Interesse an der Sache. Bei kleineren Sachen, die nur einen halben Tag oder so dauern, ist es vielleicht eine willkommene Abwechselung vom Arbeitsalltag.
Bin zwar kein Schöffe, aber kann trotzdem darüber etwas sagen:
Schöffen sind Laienrichter, die dasselbe Stimmrecht haben, wie ihre Berufskollegen. Allerdings wird niemals jemand erfahren, wie welcher Richter in einem Schöffengericht oder einer Kammer mit Schöffen jeder einzelne Richter abgestimmt hat - das unterliegt dem Beratungsgeheimnis. Manchmal haben Schöffen Probleme mit ihrem Arbeitgeber, für die jeweilige Sitzung freigestellt zu werden, aber das ist gesetzlich eindeutig geregelt - der AG muss seinem Arbeitnehmer dafür freistellen; egal wie lange die Sitzung dauert. In grösseren Prozessen können das auch mehr als 20 Verhandlungstage sein. Durch den Einsatz von Schöffen soll das gesunde Volksempfinden für die Bewertung von Straftaten mit in das Urteil einfliessen. Sobald allerdings Schöffen die Berufsrichter überstimmen sollten, haben der/die Berufsrichter das Recht, ihe Meinung schriftlich in einem verschlossenen Umschlag den Akten beizufügen - für die nächste Instanz, die dann wenigstens die Gründe für das Überstimmen nachvollziehen kann.