Frage von Technikinfo, 68

Ist hier eine Rückgabe möglich?

Hallo zusammen, 

da ich bei uns in der Videothek jobbe und gelegentlich den Ankauf von Objekten betreue, habe ich eine Frage: 

Jemand hat eine Konsole zum Ankauf vorbei gebracht, nachdem ich sie geprüft habe und alles in Ordnung war, kam es zum Ankauf, sprich ich gab ihm 140 € mit denen er zufrieden war. 

Er unterschrieb auf dem Bon, dass die Konsole seine war und das Ganze erfolgte ohne jegliche Gewährleistung. 

Später stellte sich jedoch heraus, dass bei der Konsole die Onlinefunktionen eingeschränkt sind, da ich die Personalausweis-ID vom Verkäufer aufgenommen hatte, kontaktierte ich diesen und dieser reagierte freundlich und kooperativ, jedoch wusste er nichts von dieser Fehlfunktion, da er sie bereits gebraucht gekauft hatte. 

Da bei solchen Ankäufen keine Gewährleistung gegeben wird und der Kaufvertrag rechtsmäßig abgeschlossen wurde und der Verkäufer sich nicht des Fehlers bewusst war, ist eine Rückgabe nicht möglich, oder irre ich mich da?

Mit freundlichen Grüßen

Technikinfo

Danke im Voraus.

Antwort
von Ifm001, 29

Von einem Gewerbetreibenden werden von rechtlicher Seite Kenntnisse über die Ware und der sonstigen Gegebenheiten erwartet. Somit ist das angenommen. Macht halt einfach nicht solche Zusagen. Zukünftig einfach Ankäufen nur unter Vorbehalt eines positiven technischen Prüfungsergebnis. BTW: Bitte diese Vordrägelei mit "dringend" u. ä. unterlassen. Es gibt hier keine Prioritätsvergabe. Formulierte deine Überschrift stattdessen zielführend (habe ich eben bei GF als Änderungsvorschlag eingereicht)

Antwort
von NSchuder, 43

Der Verkäufer hat als Privatmann verkauft. Er haftet also nur für solche Mängel, die ihm zum Zeitpunkt des Verkaufs bekannt waren und die er Dir in arglistiger Täuschungsabsicht verschwiegen hat.

Vielleicht solltet Ihr Euren Ankauf  künftig per Vertrag regeln und eine Klausel aufnehmen dass der Ankauf nur vorbehaltlich einer genauen Prüfung durch Eure Technik erfolgt.

Kommentar von Technikinfo ,

Soweit, wie ich dass weiß, muss man demjenigen erst einmal nachweisen, dass es arglistige Täuschung war und das ist ja fast unmöglich, falls es überhaupt eine arglistige Täuschung war oder irre ich mich da?

Kommentar von NSchuder ,

Völlig korrekt. Man müsste dem Verkäufer nachweisen dass er Kenntnis von dem Mangel hatte oder hätte haben müssen - was in diesem Fall sehr schwer zu beweisen sein dürfte.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community