Frage von TheTruePacFan, 58

Ist hier ein Hobbyanwalt?

Moin, (ich bin volljähriger Azubi in einem Hotel in MV)

  1. Darf mein Ausbilder mich aus der Berufsschule nehmen, gegen meinen Willen?
  2. Darf mein Ausbilder mir, ohne meine Zustimmung, einen 6. Arbeitstag verordnen? 8h/Tag
  3. Darf man mir meine Ersatzruhetage mit Minusstunden verrechnen?

Liebe Grüße

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Antwort
von ChrisIsCrazy, 23

Hey,

1.) Nein darf er prinzipiell nicht, er muss dich für die Berufsschule freistellen

2.) Ja darf er!! Aber, wenn im Ausbildungsvertrag eine geringere Arbeitszeit als 48 Stunden und eine Fünf-Tage-Woche angegeben sind, gilt diese Regelung (UNBEDINGT VERTRAG ANGUCKEN, DENN ER DARF DICH THEORETISCH LÄNGER ABREITEN LASSEN, ABER ES MUSS IM VERTRAG VERANKERT SEIN)

3.) Weiss nicht genau was du meinst, du musst schauen was in dem Vertrag steht. (du meinst wahrscheinlich den Ausgleich der "überstunden" , also schau in den Vertrag!)

Viele Grüße!

Antwort
von dandy100, 19

In den Verordnungen und Gesetzen zur Berufsausbildung steht, daß jeder
Berufsschulpflichtige (also alle unter 18 Jahren) zur Berufsschule müssen. Der Betrieb darf dies nicht verweigern. Tut er dies doch, so ist das nach Ablauf der 3monatigen Probezeit ein wichtiger Kündigungsgrund. 

Was die Azubis über 18 Jahre angeht, so darf ihnen der Besuch der Berufsschule nicht verweigert werden. In allen Ausbildungsverträgen gibt es einen Absatz über den Besuch der Berufsschule. Der wird im Normalfall bei volljährigen Azubis nicht gestrichen.

Wenn der Betrieb dem Azubi den Besuch der Berufsschule verweigert, ist das ein Kündigungsgrund.

Antwort
von KleinerEngel18, 16

1. Die Berufsschule ist Pflicht, diese sollte auch in deinem Ausbildungsvertrag stehen. Ein AG darf keinen Azubi einfach so von der Berufsschule fern halten, das geht nicht!

2. Er darf dir einen "6." Arbeitstag verordnen, wenn du dann einen zusätzlichen Tag frei bekommst, die Stunden ausbezahlt bekommst, oder eben dieser Tag mit deinen Minusstunden verrechnet wird.

3. Die Frage sollte dann in 2. schon geklärt sein.

Antwort
von OnkelRuediger, 40

Du bist als Auszubildener Berufschulfpflichtig und dein Ausbilder muss dich für diese Zeit freistellen also darf er das nicht.

Dein Arbeitgeber muss sich an die Arbeitszeiten in deinem Vetrag halten.

was genau meinst du damit?

Kommentar von TheTruePacFan ,

Für die Arbeit am Feiertag bekomme ich einen Ersatztag, da ich aber Minusstunden habe verrechnet er diesen einfach mit ihnen

Kommentar von OnkelRuediger ,

Das ist so in Ordnung

Kommentar von ChrisIsCrazy ,

Das ist i.O wenn es im Vertrag festgehalten ist!

Kommentar von Familiengerd ,

@ OnkelRuediger, @ ChrisIsCrazy:

Das könnt ihr so einfach nicht behaupten, wenn ihr nicht wisst, was die Gründe für die Minusstunden sind, wer sie zu verantworten hat, ob es ein Arbeitszeitkonto gibt!

Kommentar von Familiengerd ,

Ob der Arbeitgeber Minusstunden verrechnen darf, hängt davon ob, wodurch die Minusstunden entstanden sind/wer sie zu verantworten hat, und ob es ein vertraglich vereinbartes Arbeitszeitkonto gibt, das Regelungen zum Umgang mit Minusstunden enthält.

Kommentar von TheTruePacFan ,

An Tagen an den wenig los ist, dürfen wir dementsprechend früher gehen. Dadurch entstehen bei mir Minusstunden

Kommentar von Familiengerd ,

Hat man euch das freigestellt, früher zu gehen, oder musstet ihr das?

Denn wenn ein Arbeitgeber nicht genug Arbeit hat, um einen Arbeitnehmer für die Dauer der vereinbarten Arbeitszeit zu beschäftigen, dann ist das sein Risiko, das er nciht auf den Arbeitnehmer abwälzen dar.

Wenn er ihn deshalb nach Hause schickt, gehen die so entstandenen Minusstunden zu seinen Lasten und nicht zu denen des Arbeitnehmers (Bürgerliches Gesetzbuch BGB § 615 "Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko").

Antwort
von MenschMitPlan, 5

Wie kommst du als Azubi zu Minusstunden?

Kommentar von TheTruePacFan ,

Die Arbeit ist erledigt und sie lassen mich früher gehen

Kommentar von MenschMitPlan ,

Wenn nicht genug Arbeit da ist, ist das nicht dein Problem, dadurch dürfen dir keine Minusstunden angerechnet werden.

Teilnahme am Berufsschulunterricht ist für dich Pflicht und nur in absoluten Ausnahmefällen darf dich dein Arbeitgeber stattdessen im Betrieb einsetzen.

Antwort
von RoCMu, 3

Ich denke nicht, dass es hier Hobbyanwälte gibt ;-)

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