Frage von HontaYOYO, 207

Ist herkömmliches Brot vegan?

Konventionelle Mehle enthalten Mehlbehandlungsmittel. Eines ist L-Cystein, was aus Tierhaar und Federn hergestellt wird. Zudem muss L-cystein (= E920) l nicht deklariert werden.

Was macht mehr Sinn, einen veganen Bäcker zu suchen oder Brot selbst zu backen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sabrina11, 131

Das kannst nur du entscheiden, wie weit du gehen willst. Voraussetzung fürs Selberbacken wäre, zu allererst einmal ein Mehl zu finden, mit dem du einverstanden bist. Oder Getreide selber mahlen....

Stell dir auch die Frage, Backautomat oder Backofen. Beide Möglichkeiten nehmen Zeit in Anspruch.

Wobei wahrscheinlich dein Stromverbrauch für immer nur ein frisches Brot höher wäre, als beim Bäcker, der viele Brote auf einmal in seinem Ofen backt.

Meine Nachbarin back wegen diverser Lebensmittelallergien nur noch selber. Back für meine Familie gleich mit. Ist ein Abwasch und beide Familien haben täglich ein halbes frisches Brot. Im Gegenzug bekommt sie von uns Biogemüse aus dem eingen Garten. Vielleicht schließt du dich auch mit ein paar Leuten zusammen, dann würde sich soetwas wenigstens etwas lohnen. So im Sinne einer selbstversorger Arbeitsgemeinschaft.

Antwort
von SunshineHorse, 125

Ich rate dir , back es selber ! Schmeckt super gut , man weiß was drinne ist und man kann verschiedne Arten backen . Vor allem ist das Brot immer zu 100% vegan wenn man selber backt und es auch möchte .

Aber der Geschmack ist top ! Wenn man sich ein gutes Rezept ausgesucht hat . Diese findest du haufenweise im Internet . Oder schaff dir einBuch an über Veganer Ernährung . Also Rezepte .

Lg :)

Antwort
von AppleTea, 74

Back selber. Aber normalerweise ist Brot vegan :)

Antwort
von Schwoaze, 48

Diese Frage kannst Du Dir nur selber beantworten, nämlich was in Deinem Leben für Dich mehr Sinn macht.... so weltbewegend ist ja das Problem nun nicht!  Kannst ja beides ausprobieren.

Antwort
von Omnivore08, 86

Was macht mehr Sinn, einen veganen Bäcker zu suchen oder Brot selbst zu backen?

brot beim Bäcker zu kaufen und nicht so überzudramatisieren! Auch vegane Bäcker, falls es das überhaupt geben wird, beziehen ihr Getreide aus Feldern, welche mit tierischen Dünger gedüngt wurde!

Wenn du Viehzucht ablehnst, dann bleibt dir nur eins übrig: Probier dein Getreide selbst anzubauen. Viel spaß beim düngen!

Kommentar von Sabrina11 ,

Es gibt für den Menschen eine Möglichkeit zu düngen ohne tierischen Dünger oder Chemie. ;-) UND 100 % vegan.

Haben die Bauern früher zusätzlich zur Gülle noch aufs Feld gefahren.

Kommst du drauf? ^^

Aber da ich nichts gegen tierischen Dünger habe, nehme ich für meine Kartoffeln, was bei Nachbars Pony so abfällt.

Kommentar von Omnivore08 ,

Es gibt für den Menschen eine Möglichkeit zu düngen ohne tierischen Dünger oder Chemie. ;-) UND 100 % vegan.

LOL...wie soll das denn aussehen? Schon mal Kartoffeln gezüchtet mit Kompost? DUUU zu hause kannst dir ja alle 2 Jahre neuen Mutterboden im Baumarkt kaufen. In der Landwirtschaft geht das nicht. Da braucht man hochwertigen Dünger!

Und selbst WENN es das geben WÜRDE, dann wäre das so eine Nieschenwirtschaft, dass man damit ganz sicher nicht die 600.000 Veganer damit ernähren kann (oder wieviel auch immer diesen Trend schon hinterher rennen). Veganer Landbau ist Raubbau. Erst recht wenn man dann noch auf Kunstdünger verzichtet.

Haben die Bauern früher zusätzlich zur Gülle noch aufs Feld gefahren.

Kommst du drauf? ^^

Kapier den Satz nicht....komischer Satzbau

Aber da ich nichts gegen tierischen Dünger habe, nehme ich für meine Kartoffeln, was bei Nachbars Pony so abfällt.

Glückwunsch...ich nehm Kuhmist, ist genauso gut wie Pferdemist. Jedoch muss dir bewusst sein, dass man die deutschen Kartoffeln noch lange nicht mit den 1mio Reitpferden düngen kann. Außerdem glaube ich kaum, dass das legal wäre, weil Reitpferde ja nicht der Düngemittelverordnung als Schlachtvieh unterstehen. Naja...nebensächlich...

Großflächig veganer Landbau in ein irrwitziger Traum, hat mit der Realität aber nichts zu tun. Ackerland ist nun mal kein Garten, wo man sich ständig neuen Mutterboden holen kann, wenn die Nährstoffe fehlen.

Kommentar von Sabrina11 ,

Danke du brauchst mich nicht zu belehren. Meine Familie betreibt seit 70 Jahren eine kleine Landwirtschaft für den Eigenbedarf und ich bin nicht vegan! Neuen Mutterboden im Baumarkt kaufen? Hilfe! Auf die Idee wäre ich nicht mal gekommen!

Ich bezog mich auch NICHT auf eine komplette Umstellung der heutigen Landwirtschaft, sondern viel mehr auf deinen Vorschlag Getreide selber anzupflanzen und den Mangel an hochwertigem Dünger.

Selbstversorgung ist, wenn man Platz hat, eine tolle Sache und Hobby zugleich. Frische Luft, körperliche Betätigung, Kontakt zur Natur und gute Lebensmittel. Das finden auch Nicht-Veganer toll.

-------------------------------

Aber du hast mich mit deinem Kommentar

Veganer Landbau ist Raubbau. Erst recht wenn man dann noch auf Kunstdünger verzichtet.

sehr zum Nachdenken angeregt und ich habe mich gleich in Google auf die Suche begeben. Jetzt weiß ich, dass ich meine Idee leider nicht als Patent anmelden kann, da sie schon andere hatten. Aber naja... :-(

Landwirtschaft OHNE tierischen Dünger, IST Raubbau. Keine Frage. Es würde kein geschlossener Nährstoffkreislauf bestehen.

Aber nicht nur Nutztiere können natürlichen Wirtschaftsdünger produzieren. Der Mensch kann es auch! Er wird sogar bereits regelmäßig in Form von Klärschlamm in der Landwirtschaft verwendet. http://www.bmub.bund.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-...

Die Bauern haben während des 2. WK so ihre Felder gedüngt, da zu diesem Zeitpunkt nicht genug tierischer Dünger verfügbar war.

ich nehm Kuhmist, ist genauso gut wie Pferdemist

Ganz deiner Meinung. Aber das Pony ist näher. Grundsätzlich kann man sagen, die Gülle von Pflanzenfressern ist besser, als die von Fleischfressern für die Landwirtschaft. Merkst du, worauf ich hinaus will? Es gäbe also eine hochwertige Alternative ohne tierischen Dünger.

Ganz Deutschland lässt sich so natürlich nicht versorgen. Das ist mir klar. Aber es wäre ein Anfang. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass dieser Dünger als vegan anzusehen ist, wenn der Produzent vegan lebt.

Hier ein weiter Link zu diesem Thema:

www.die-erfinder.3mdeutschland.de/technologien-und-produkte/chinas-%E2%80%9Eschw...

Ich finde diese Idee hat Potenzial für die moderne Landwirtschaft und die Energiegewinnung. Mal sehen was China daraus macht.

-------------------------------------------------

@HontaYOYO: Sorry, dass ich deine Frage missbrauche, aber ich habe dieses Argument von @Omnivore08 bestimmt bereist 15x gelesen.

@all: Ich möchte mit meiner Argumentation niemanden beleidigen. Ich kann verstehen, wenn es für einige, die sich nicht tiefer mit Landwirtschaft auseinander gesetzt haben oder selbst auf einem Hof aufgewachsen sind, als befremdlich, ekelhaft, beleidigend etc. empfunden werden könnte. Mir geht es allein um den biologischen Aspekt!

Kommentar von Omnivore08 ,

Die Bauern haben während des 2. WK so ihre Felder gedüngt, da zu diesem Zeitpunkt nicht genug tierischer Dünger verfügbar war.

Das kannst du heute nicht mehr machen, da neben Essensreste auch Duschzeug, aggressive Kloreiniger, Bodenreiniger, Pille und andere Medikamente im Klo landen.

Der Klärschlamm, beispielsweise bei biologischen Kläranlagen, bleibt als Rest am Boden und wurde eben nicht geklärt. Wer weiß was da noch für aggressive Stoffe drin sind oder Dinge, die gar nicht geklärt werden können (wie Ohrstäbchen und Wattebausch). Das würde heutzutage keiner mehr auf die Felder kippen.

Kommentar von Sabrina11 ,

Das würde heutzutage keiner mehr auf die Felder kippen.

Glaubst du das wirklich? Hast du meine Quelle überhaupt gelesen? Laut dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit "wird derzeit knapp die Hälfte der kommunalen Klärschlämme in der Landwirtschaft und im Landschaftsbau zu Düngezwecken eingesetzt".

Es gibt Verordnungen und strenge Vorgaben. Ich selbst habe vor ein paar Jahren erst eine Kläranlage besucht. Die von dir genannten Feststoffe, werden bereits zu Anfang heraus gefiltert. Damit, wie ein Mitarbeiter erklärte, diese NICHT auf den Feldern landen. Was die Schadstoffbelastung angeht, da kann ich dich auch beruhigen.

"Die Verwertung der Klärschlämme in der Landwirtschaft erfolgt auf der Grundlage der Klärschlammverordnung, die Grenzwerte für die Belastung des Klärschlamms mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen enthält.

Diese Regelungen und strenge Vorgaben auf der Grundlage des Wasserrechtes und des Chemikalienrechts haben dazu geführt, dass der Schadstoffgehalt in kommunalen Klärschlämmen in den letzten Jahren zum Teil um über 90 Prozent zurückgegangen ist. Neueste Zahlen aus dem Jahr 2012 belegen die Fortsetzung dieses Trends für die Mehrzahl der untersuchten Schwermetalle. Dies gilt auch für eine Reihe von organischen Schadstoffen." (http://www.bmub.bund.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-...)

Du siehst, den cleveren Menschen in der Abwasseraufbereitung ist auch dieses Problem bekannt.

Was die Medikamentenrückstände angeht, ist die Gefahr wahrscheinlich auch nicht höher als bei tierischer Gülle aus der Intensivtierhaltung.

Antibiotika, ein sehr beliebtes Thema. Natürlich ist die Anwendung an Nutztieren durch strenge Gesetze und Verordnungen geregelt. Nur ein Tierarzt darf diese im Bedarfsfall verschreiben. Die gesetzlichen Wartezeiten für Fleisch, Milch und Eier werden streng eingehalten, wie du selbst bereits mehrfach erläutert hast.

Aber Wartezeiten für Wirtschaftsdünger nach der Medikation mit Antibiotika kann ich im Internet nicht finden. Dafür aber einen interessanten Film auf der Seite des Bundesministeriums für Risikobewertung (Aufsichtsbehörde: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)) zu antibiotikaresisten Bakterien, die durch die Ausscheidungen von Nutztieren in Form von Gülle, wieder auf die Felder gelangen. http://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_den_auswirkungen_des_antibioti...

---------------------------

Aber wieder zurück zum veganen Dünger. Der Weg durch die Kläranlage wäre nicht vegan. Die Verwendung einer Kompost-Toilette hingegen schon. So kann in kleinem Stiel veganer (hochwertiger) Dünger hergestellt werden. Ob dies jemand machen möchte, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Es spart zusätzlich Trinkwasser und entlastet die Kläranlagen (zu einem winzigen Teil, aber immerhin). Für den von dir vorgeschlagenen Eigenanbau sicher ausreichend.

Kommentar von Omnivore08 ,

Danke, .... ist mir zwar neu, aber ich bezweifle, dass das ausreicht um diese Erträge von heute beizubehalten!

Antwort
von MehrPSproLiter, 66

Selber backen. Aber 100% vegan geht nie.

Antwort
von Undsonstso, 48

sorry, aber dein Brot wird nicht wirklich veganer, wenn du es selbst bäckst....

Gibt zwar vegane Mehle, jedoch gibt es nicht einen vegan hergestellten Brotbackautomaten. Die Backmaschienchen enthalten Kupfer und das bedeutet, Knochenleim wurde zur Reinigung des Kupfers bei dessen Erzeugung verwendet.

Antwort
von Falkenpost, 65

Hallo!

Ich würde primär das Brot selber backen. Es gibt allerdings auch sehr gute Bio-Bäcker.

Gruß
Falke

Antwort
von kokomi, 62

da du sowieso nicht 100 prozent vegan leben kannst, ist es egal

Antwort
von Bestie10, 58

also wenn du schon so kommst

dann darfst du nichts essen

weil ne Mücke vielleicht im Salat ist

oder ein Mehlwurm in deinem Mehl welches du selber zu Brot verarbeiten willst

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community