Frage von Knox1988, 73

Ist Haarausfall/Glaze durch Antidepressivamedikamentation eine duldbare/akzeptable Nebenwirkung bei chronisch, starken Depressionen ?

Vorgeschichte: Ich habe schon viel Psychofarmaka genommen und sie fast nie vertragen. bzw habe ich immer massiv Gewicht zugenommen. Seit zwei Monaten nehm ich Elontril 150mg und ich hatte nur leichte Nebenwirkungen, wie Jukreize mit Ausschlag, Hämoriden, Gelenkschmerzen, Kraftlosigkeit in den Muskeln mit echt lustigen Wahrnehmungs-hallus, Übelkeit, Schwindel und Schlafstörungen. Diese Cons sind allerdings zu vernachlässigen, da ich mich ansonsten endlich wieder so gut fühle wie seit einem ganzen Jahrzent nicht mehr!!! Ich kann mein Gewicht halten/reduzieren, keine Sexuellen und Konzentrationsstörungen, Keine Antriebslosigkeit. Ich kann meinen Lebenstraum endlich erfüllen und hab meinen Wünschstudiumsfach an einer tollen Uni mit vielen netten Menschen belegen können. Ich kann mich immer mehr ins normale Leben integrieren und bin wieder neugierig, da sich der allumgebende Nebel der Hoffnugslosigkeit langsam verzieht...

HEUTE ist mir erst aufgefällen das ich einen massives Lichtes/dünnes Haar am ganzen Schädel bekommen habe und sich in den letzten 4 Wochen deutlich Geheimratsecken ausgebildet haben. Es besteht keine genetische Vorbelastung und alles deutet auf meine Antidepressivpille Elontril 150mg hin. Ich kann es mir während der Vorlesungszeit einfach nicht leisten auszuchleichen und Nebenwirkungslolotto mit einem neuen Medikament zu spielen. Ich MUSS Antriebs- und Konzentrationsfähig bleiben. Ist es deswegen gerechtfertig das ich als 27Jähriger Man schon ne Glaze bekomme??? IST das temporär oder wachsen die Haare wieder nach, wenn ich das Medikament nicht zu lange nehmen werde(weniger als ein Jahr, bis die die Episodenweise wiederkehrende Depression fürs erste geheilt sein könnte). Von Halbglatze halte ich nichts und würde dewegen voll Abrissbirne gehen. Was hier sozial eher kritisch sein könnte, da ich mit meinen 130 KG, 1,90 m und grobschlächtigen Gesicht dann aussehen werde wie ein germanischer Berserker und die vielen ausländischen Studentinnen aus Furcht warscheinlich anfangen zu schreien, sollte ich mal auf sie zujoggen-.-, obwohl ich innerlich ein ganz freundlicher und hilfsbereiter Mensch bin....

Im Blutbild von vor 2 wochen war alles ok- bis auf den HB, der auf 49 erhöht war und die Leberwerte gamma gt leicht erhöht sind(normal bei mir)...

Was noch ein Haarausfallfaktor sein könnte, ist der vermehrte Stress und das sich das Elontril eventuell mit dem Blutdrucksenker Delix 5mg nicht verträg(evtl das absetzten? denn durch viel Sport könnte ich es auch vllt ohne schaffen). Außerdem ist Delix auch für Haarausfall bekannt, hatte aber damit noch nie Probleme vorher.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun???

Mir fallen als Optionen nur das Absetzten von Delix in kombi mit Sport zur Blutdrucksenkung, in der Hoffnung das hilft,ein oder to go Full Berserk, sodass ich viellcht sogar als Nazi betrachtet werde könnte, was in dem Sozialen Berufsfeld das ich anstrebe, die KARRIERE voerzeitig VERNICHTEN KÖNNTE.

Schlaue Ideen/Tip?

mb asap plz

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Expertenantwort
von Chillersun03, Community-Experte für Medikamente, 52

Wo fallen dir denn deine Haare aus? Bezeichne einmal die genauen Stellen am Körper oder Kopf. Ausserdem wie stark bist du sonst am Körper und im Gesicht behaart?

Nur weil Nebenwirkungen im Arzneimittelzeitraum auftreten heißt es noch nicht, dass es durch die Arzneimittel kommt, das gilt insbesondere für Hämorrhiden, nicht dauerhaften(!) Ausschlag und Haarausfall.

Zu deiner eigentlichen Frage: du musst selbst pros und contras abwägen und wissen was dir wichtiger ist. Für mich wäre in dem Fall das Elontril viel wichtiger als Haarausfall.

Antwort
von Knox1988, 41

Ich habe einen normalerweise einen sehr hohen Rasierklingenverbrauch. Ich besitze sehr starkes Haarwachstum an Extrimitäten,Genitalbereich, Brust(könnte mit Magnum konkurieren;), und Gesicht. Innerhalb von 3 bis 4 Studen bekomme ich schon wieder einen Baartschatten. Beim Frisör wurde mir früher öfters gesagt, wie toll dichtes und kräftiges Haar ich doch habe. Selbst bei ultrakurzschnitt sah man kaum Kopfhaut. Wie ein Teppich halt. Desto stärker ist der Unterschied jetzt. Ich sag mal ohne zu übertreiben, das mein Haarvolum am Kopf, innerhalb von kurzer Zeit(2 Frisörbesuche) um 50 prozent gesunken ist. Meine Haaransatzline oberhalb der Schläfen ist um 4 bis 5 cm nach hinten gewandert. Und jetzt habe ich Angst es könnte weiter so rapide vorranschreiten bzw irreversible sein, wenn ich weiterhin die Tabletten einnehme. Am Montag werde ich mir einen Termin in der Hautklinik geben lassen und nichts bis da hin an meiner Medikamention ändern, solange bis mir ein Doc bestätigt kann,dass es reversible ist. Wenn ich wüsste das es nur temporär ist und dank eurem Beistand, wäre es mir jetzt fast egal. Nur eine Umgewöhnung auf Zeit und könnte sagen ich hab eine Wette verloren, wenn man mich danach fragt.

Antwort
von Jewiberg, 43

Blos nicht absetzen oder ausschleichen. Die Suche nach einem passenden Psychopharmaka ist immer ein Kompromiss aus Wirkung und Nebenwirkung. Ich empfinde Haarausfall als Nebenwirkung akzeptabel, wenn es dich sonst stabilisiert.

Antwort
von voayager, 40

Ich würde das Medikament an deiner Stelle lieber absetzen.

Antwort
von Dexter10x, 40

Was sind schon Haare gegen ein unbeschwertes Leben?

Du scheinst ein wirksames Mittel gefunden zu haben. Endlich. Dann bleib dabei und pfeif erstmal auf die Nebenwirkungen. Von den anderen Medikamenten sind die nicht besser.

Ich freue mich für dich, genieße erstmal wieder dein zurück gewonnenes Leben!  

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