Frage von LOLITAVIENNA, 40

Ist gute Laune ein Krankheitszeichen?

Hallo! Ich habe Angst vorm Erbrechen und durch die damit verbundene Zwangsneurose ist für mich eigentlich alles ein Krankheitszeichen und/oder Anzeichen dafür, dass ich definitiv kxtze. Ich hab keine Ahnung, wieso das so ist, ich versteh's auch echt nicht. Mir ist JEDEN TAG kotzübel, obwohl ich kerngesund bin. Ich "prophezeie", wann ich kxtze, ich fühl mich ständig krank und bin überzeugt davon, einen Infekt zu haben. Ich bin daher auch die meiste Zeit relativ besch*ssen drauf, aber WENN ich dann mal zur Abwechslung richtig gut gelaunt bin, seh ich selbst DAS als Krankheitszeichen für 'nen kommenden Magendarminfekt. Ich hab ohnehin den Zwang zu denken, dass ich permanent mit so einem Virus infiziert bin, das mich jederzeit zum Kxtzen bringt. Heute Morgen zum Beispiel bin ich ausnahmsweise mal ohne starke Übelkeit Bus gefahren, obwohl ich vorm Busfahren immer voll Panik habe. Aber da war nichts, gar nichts?!?? Na gut, es war mir ziemlich wichtig, dass ich "beweise", dass ich es "schaffe", Bus zu fahren, aber so ganz ohne Panik, nee das ist nicht normal. Ich bin die Angst so gewohnt, dass ich schon Angst habe, wenn die Angst weg ist. Ich frage mich nur: Wieso? Wieso ist das alles so? Mein Magen ist gesund, wieso ist mir dann täglich(!) so schlecht, dass ich glaube, krank zu sein? Wieso habe gerade ausgerechnet ICH, die Angst vor Magendarminfekten hat, ständig Symptome eines solchen Infekts? Was ist das?

Antwort
von voayager, 31

Wir können dir nicht helfen, das haben wir oft genug "bewiesen", das wird sich auch nicht ändern. Wahnideen lassen sich nun mal nicht durch rationale Erklärungen beseitigen. Lwerne bis zum Beginn deines Klinikaufenthaltes mit deinen Ängsten zu leben, sprich akzeptiere sie zunächst einmal.

Die Busfahrt war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, die Erfahrung, dass diese dich nicht aus den Pantinen kippen ließ.

Nochmals, man stelle sich der Angst, um sie so step by step zu besiegen oder sie so zu minimieren. Dabei geht es nicht darum, bei einer Spinnenphobie sich mit Spinnen zu bewerfen, wie du meinst herauswittern zu müssen, sondern da gilt schon mal die sogenannte Salamitaktik, also schrittweise Annäherung an das beängstigende Geschehen. Auch Klaustophobiker werden nicht gleich eingesperrt, sondern die Tür immer ein wenig mehr zugemacht, bis sie letztlich eben zu ist. Das sind alles dynamische Prozessse, die du dir als Metaphysikerin nicht vorstellen kannst, diese Welt der dialektik, wo die Bewegung Priorität hat.

Weiterhin ist anzumerken, dass wir hier keine Ansammlung hochspezialisierter Therapeutwen sind, du selbst hobest ja deren langjährige Ausbildung hervor! Auch wenn wir das hier in dieser Runde wären, die persönliche Begegnung, die etlichen Rückfragen, die anmerkungen über deine Äußerungen, deine Stimme, deine Mimik und Gestik als auch Körperhaltung sehen wir nicht, können sie auch nicht in einen ändernden Prozeß einbeziehen. Begnüg dich daher mit "bloßen" rationalen Erklärungen unsererseits, sofern sdu was Neues auf der Pfanne hast. Ist es das Wohlbeknnate, dann lies eben noch einmal die zurückliegenden Beiträge einiger Foristen durch.

Dein Text weist wie immer Widersprüchlichkeiten auf, angefangen von deiner behaupteten körperlichen Gesundheit. Offensichtlich unterliegst du auch da einer metaphysischen Anschauung, siehst im Magen nur so einen art Sack, ohne dessen Arbeitsweise einzubeziehen.

Wie gefiel dir eigentlich mein letzter Link -"der Schrei" von Munch?

Antwort
von Russpelzx3, 32

Geh zu einem Psychologen, der kann dir das erklären und nicht einfach irgendwer aus dem Internet

Antwort
von putzfee1, 28

Die Antwort auf deine Frage hast du in deinen zahlreichen Accounts schon längst bekommen. Lies bitte da nach.

Antwort
von MaggieSimpson91, 22

Weil du es dir einredest, self fulfilling prophecy.

Kommentar von CARMENVIENNA ,

Nee? Ich sitz doch nicht den ganzen Tag da und sag zu mir selbst, dass mir schlecht is. Das is einfach da.

Kommentar von MaggieSimpson91 ,

Ich habe ja auch nicht über Selbstgespräche geschrieben.

Kommentar von CARMENVIENNA ,

Und wie sonst soll ich mir das dann so einreden, dass mir davon schlecht wird? Ich denke auch nicht IMMER dran, also von daher.

Kommentar von MaggieSimpson91 ,

Das geschieht durch dein Unterbewusstsein. Dieser Vorgang "handeln- infizieren - erbrechen" hat sich bei dir so manifestiert, dass dieses Denkmuster automatisch abläuft, ohne dass du das gezielt bewusst anschieben musst. Auch wenn es gar nicht so kommt. Gedankenkraft kann viel bewirken, vorwiegend aber negatives.

Kommentar von CARMENVIENNA ,

Wieso handeln, infizieren, erbrechen? Ich bin einfach ÜBERZEUGT davon, mit nem Magendarminfekt infiziert zu sein. Aber allein von dem GEDANKEN oder der ÜBERZEUGUNG kann mir ja nicht körperlich schlecht werden.

Kommentar von MaggieSimpson91 ,

"Handeln" war falsch gewählt, eher "assoziieren". Aus deinen vielen vorhergehenden Fragen liest sich heraus, dass du die abwegigsten Assoziationen zu einer dich möglicherweise betreffenden unwahrscheinlichen Infektion hast (unwahrscheinlich ist sie natürlich nur für den, der nicht an deiner psychischen Erkrankung leidet). Und natürlich kann man das, du bist das beste Beispiel: krank bist du ja gar nicht, aber du hast den Gedanken daran. Das macht dir Angst. Und Angst löst starke körperliche Reaktionen aus. Es ist ja schon 'nur" keine Angst mehr, sondern eine richtige Phobie. Und so Stärke Ängste lösen Schweißausbrüche, Zittern, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Hyperventilation und und und aus (die Symptome müssen nicht alle auf dich zutreffen, sie sind möglich). Teilweise sind diese Symptome deckungsgleich mit Symptomen einer Magen-Darm-Infektion. D.h. die Symptome werden von der Phobie, die sich speziell aufs Erbrechen bezieht ausgelöst. Durch deine psychische Erkrankung begreifst du das evtl. noch in der Theorie, du kannst aber nur durch eine Therapie eine Verankerung in dein Bewusstsein erreichen.

Kommentar von CARMENVIENNA ,

Maggie, hast du zufällig Kik oder Facebook?

Kommentar von MaggieSimpson91 ,

Bin generell in gar keinem sozialen Netzwerk unterwegs.

Antwort
von graues, 40

DU: wieso ist mir dann täglich(!) so schlecht, dass ich glaube

Es ist so weil du es glaubst, das es so ist.

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