Frage von Kaffeeklatsch24, 124

Ist Gott Real oder Fiktiv?

Antwort
von OlliBjoern,

Ich denke, dass die Beantwortung dieser Frage schon mit der Definition von "Gott" zusammenhängt. Ob man nun von dem christlichen Gott spricht (in welcher Ausprägung? der koptischen? der orthodoxen? der katholischen? der evangelischen?), oder von einem germanischen Gott, von einem hinduistischen, oder von einem ganz anderen. Ob man von Gott spricht als Metapher für etwas anderes... 

Die Eigenschaften von Gott sind mitunter umstritten, auch wenn es innerhalb der christlichen Lehren einen gewissen Konsens über diese gibt. Das heißt, man spricht leicht über etwas/jemanden, das/der nicht genau spezifiziert ist, und dessen Eigenschaften nicht so ganz klar sind.

Und bei einer unklaren Definition lässt sich kaum eine definierte real/fiktiv Antwort geben. Und selbst wenn man den christlichen Gott (und der ist ja nur ein Beispiel von vielen) etwas schärfer definiert, bleibt es schwierig, denn die Definition beinhaltet schon oftmals die Eigenschaft, dass man ihn nicht direkt sehen/beobachten kann. Diese Eigenschaft ist noch kein Garant für die "Fiktivität" (denn es ist denkbar, dass es Dinge gibt, die real, aber nicht beobachtbar sind). Sie erschwert jedoch den positiven Nachweis der Realität enorm oder verunmöglicht ihn sogar.

Antwort
von Viktor1, 27

Das SEIN Gottes hat eine gewisse Wahrscheinlichkeit.
Wie groß diese jeder für sich annimmt oder "erkennt" ist  unterschiedlich.
Für Atheisten geht diese eben gegen 0.
Wahrscheinlichkeit bezieht sich immer auf real angenommene Möglichkeiten.
Fiktionen sind reine ausgedachte, gestaltete oder erdichtete "Größen".
Die Vorstellung daß Gott IST (wie auch immer) kommt aus unterschiedlichsten menschl. Befindlichkeiten (im weitestem Sinne).

Antwort
von MarkusPK, 27

Ich persönlich glaube an Gott. Ich habe genug erlebt, um davon überzeugt zu sein, dass es irgendetwas gibt, das mein Handeln lenkt. Und dass ich in irgendeiner Weise auch nach meinem Tod noch bestehen werde, auch wenn ich nicht genau weiß, wie genau. Aber das weiß niemand von uns.

Meine eigene Überzeugung hat aber keinen Einfluss darauf, wie ich über Menschen urteile, die an etwas anderes oder eben auch an gar nichts glauben. Ein Atheist hat keine Gründe, an einen Gott zu glauben, also lässt er es. Das ist völlig in Ordnung. Dort sollte es aber auch aufhören. Beweise gibt es weder für das eine noch für das andere. Die ewigen Überzeugungsparolen der einen wie auch der anderen Seite führen nur zu Verstimmung und zu Streit. Man sollte einfach akzeptieren, dass andere Menschen auch andere Weltanschauungen haben als man selbst. Darum: Vielfalt bereichert, Einheitsbrei ist langweilig.

Antwort
von DerBuddha, 7

die märchenfiguren sind NUR in den köpfen der gläubigen "real", in wahrheit jedoch nicht, wie auch, wenn der mensch sich seine märchen und dessen figuren darin selbst erschaffen hat.............zudem sind die religionen immer nur auf lügen und betrug aufgebaut worden............. der monotheistisc he märchenonkel z.b. stammt aus einem heidenglauben und wurde zusammen mit einer göttin von den schasu-nomaden angebetet, später dann als alleiniger märchenonkel dann an die gläubigen als wahr verhökert........:

Jahwe, Gott oder JHWH/Allah: ist in Wahrheit ein "Heiden"-Gott, denn er war der Vulkangott der Schasu-Nomaden, der zusammen mit der Göttin Aschera von den Schasu angebetet wurde und in die Ägyptische Tausende-Götter-Welt der ägyptischen Mythologie hinausgetragen und verbreitet wurde.
800 v. Chr. wurde dieser Gott dann zum alleinigen monotheistischen Gott, denn zu dieser Zeit führte Israel viele große Kriege und in dieser Zeit war kein Platz mehr für eine Fruchtbarkeistgöttin, die allmählich aus diesem Glauben verschwand, im Schöpfungsmärchen jedoch noch indirekt erwähnt wird, mit der Aussage: "Gott schuf den Menschen zum eigenen Bilde, als Mann und Frau". Im übrigen entspringt der Name Jahwe der gleichnamigen Region, aus dem die Schasu ursprünglich kamen und dieser Ortsname wurde schon 1400 v. Chr. erwähnt, denn es gibt in Soleb im Sudan einen Tempel vom Pharao Amenophis dem 3., auf dem er alle Völker in Hieroglyphen verewigt hat, die er in Feldzügen jemals besiegt hat. Selbst in der Bibel wird seine echte Abstammung beschrieben, z.b. beim brennenden Dornbusch, oder bei der Beschreibung des wandernden Volkes Israels, denn was steht dort in der Bibel? Genau, am Tage weist eine Rauchfahne den Weg, in der Nacht eine Feuersäule. So sieht man auch einen Vulkanausbruch, aber keinen echten Gott, der jemanden einen Weg weist....*g*. Selbst bei der Beschreibung, als Moses die Gebote empfangen hat, wird ein möglicher Ausbruch eines Vulkanes beschrieben, denn die ganze Gegend war vor über 2000 Jahren tektonisch sehr aktiv.............:)

es gibt also KEINE echten geistwesen,halbgötter/götter oder göttinen.........:)

Antwort
von Maxieu, 32

Als fiktiver real, da er in den Köpfen mancher Mitmenschen existiert.

Für moderne Mainstream-Protestanten ist die Sache übrigens einfach:
Gott ist Liebe, m. a. W.: Glaube ist Sentimentalität, und die ist in diesem Zusammenhang zwar kitschig, aber auch real.

Noch mal m. a. W.: "Gott gibt es, denn wenn ich an ihn denke, habe ich schöne Gefühle." Sein Wirken und seine Existenz sind für diese Art Gläubigen damit real. Die richtig Begeisterten haben dabei so schöne Gefühle, dass sie sie am liebsten mit anderen teilen würden ("Jesus liebt dich!"). Das ist der (europäische) moderne Rest von Mission.

Antwort
von Halbkornbrot13, 37

Es gibt keinerlei nachprüfbare Indizien, welche darauf hindeuten würden das Gott real existiert.

Deshalb ist es nur logisch das man, ähnlich wie bei Einhörner oder beispielsweise der Zahn Fee davon ausgeht das Gott ein rein fiktives Wesen ist.

Auch wenn man natürlich die Existenz eines realen irgendwie gearteten göttlichen Wesens , wohl nie 100% ausschliessen können wird, aber wie bereits erwähnt trifft selbiges auch auf die Zahn Fee zu.

Kommentar von MarkusPK ,

Die Zahnfee kann man erstens auch zusammenschreiben, und zweitens ist dieser Vergleich nur dazu gedacht, zu provozieren und Gläubige Menschen als naiv und infantil darzustellen. Wenn du diese Einstellung hast, finde ich das schade, denn sie ist wirklich nicht sehr menschenfreundlich, weil respektlos. Viele Gläubige sind nämlich sehr erwachsen in ihrem Glauben wie auch ihrem Weltbild, und überdies haben sich viele namhafte Wissenschaftler bereits als gläubig bekannt. Du solltest dir diesen Vergleich in Zukunft vielleicht schenken und etwas reifer und anschaulicher argumentieren, warum du nicht an Gott glaubst. Denn dagegen gibt es auch absolut nichts einzuwenden.

Kommentar von Halbkornbrot13 ,

Zuerst mal danke für die Rechtschreib-Tipps.

Die Zahnfee kann man erstens auch zusammenschreiben, und zweitens ist dieser Vergleich nur dazu gedacht, zu provozieren und Gläubige Menschen als naiv und infantil darzustellen.

Nein, mir ist zwar Bewusst das dieser Vergleich Provokant ist und vielleicht  hätte ich ein anderes Beispiel nehmen sollen, es ging mir aber bei meinem Vergleich einzig darum das von mir angewandte Prinzip zu verdeutlichen, denn aufgrund der nachweisbaren Faktenlage ist es schlicht nicht rational an einen Gott zu glauben, was einen solchen Glauben aber nicht per se schlecht macht.

Ich würde nie gläubige egal welcher Konfession pauschal als Infantil oder Naiv darstellen, höchstens solche die Ihren Glauben überall als die Absolute Wahrheit darstellen und aggressiv missionieren.

 und überdies haben sich viele namhafte Wissenschaftler bereits als gläubig bekannt

Das ist mir klar, dieser Umstand allein macht aber das glauben an einen Gott, nicht rationaler.

Wie gesagt mein Beispiel ist bewusst plakativ gewählt, was die objektive Beweisbarkeit anbelangt ist die Zahnfee aber nun mal wirklich mit Gott auf eine Stufe zu stellen

Kommentar von MarkusPK ,

Mit vielem, was du schreibst, hast du Recht. Und deine Überzeugung möchte ich dir auch gar nicht schlecht reden. Du hast wie jeder Mensch ein Recht auf deine eigene Sicht auf die Dinge und gewiss einen guten Grund dafür.

Dein "plakatives" Beispiel ist trotzdem schlecht gewählt. Die Zahnfee ist ein Wesen, dass Kindern eine art Token ermöglicht und ihnen das Gefühl gibt, etwas besonderes zu sein, wenn sie einen Zahn verlieren. Da dieser Umstand real eintritt und sie sich sehr darüber freuen, wenn sie quasi fürs Nichtstun beschenkt werden, ist sicherlich schon eine Parallele zu gewissen Formen des Glaubens, ja. Aber nur zu denen der Fundamentalisten: sie glauben ähnlich einem Kind, dass einen Zahn verloren hat, dass sie bereits durch ihren bloßen Glauben etwas besonderes sind. Der Belohnungsaspekt tritt hier nicht über Süßigkeiten, sondern über das Versprechen auf ein ewiges Leben ein. Mit derartigen Glaubensvorstellungen kann ich ebenfalls nichts anfangen.

Trotzdem wird sich auch jeder andere Gläubige durch deinen Vergleich irgendwie angegriffen, weil nicht ernstgenommen fühlen. Für mich ist Gott die treibende Kraft, die sich in den Naturgesetzen offenbart. Das braucht für dich keine Rolle zu spielen, tut es ja auch nicht, denn du kannst auch ohne die Vorstellung leben, Teil von etwas größerem zu sein. Ich bin jedoch anderer Auffassung, und das hat rein gar nichts mehr mit der Zahnfee zu tun. Es geht hier um etwas metaphysisches, etwas bestimmendes, etwas, das losgelöst von nicht existierenden Zufall in meiner Vorstellung durchaus eine Existenzwahrscheinlichkeit hat. Und in dieser tiefen Überzeugung möchte ich mich nicht mit einem naiven Kind verglichen sehen. Ich bin nämlich anders als ein Kind in der Lage, meine Wahrnehmung und meinen Glauben zu reflektieren und ständig zu hinterfragen.

Was macht also Gott für mich aus, was trennt ihn von der Zahnfee? Die Zahnfee hat eine ganz bestimmte Funktion, eine Aufgabe. Gott hingegen ist die Ursache von allem, er hält das Universum zusammen. Für mich war er derjenige, der wie beim Billiard den allerersten Stoß geführt hat, der letzten Endes zum Vorhandensein von Zeit, Raum und Materie geführt hat. Er ist also keineswegs so trivial wie die Zahnfee. Die Zahnfee hat ganz bestimmte Attribute und Eigenschaften, die jeder sofort begreift. Kind verliert Zahn, Zahn kommt unters Kopfkissen, Fee holt Zahn während das Kind schläft und lässt Süßigkeiten da. Das war es auch schon. Das ist alles, was sie ausmacht. Gott ist da um einiges komplexer, denn ihn kann man nicht beschreiben, so komplex ist er. 

Seine Existenz oder Nichtexistenz beziehungsweise die Beweisbarkeit des einen oder anderen tut hier also nichts mehr zur Sache und ist eine eher schwache Gemeinsamkeit. Du hast auch den gleichwarmen Stoffwechsel, die opportunistische Ernährungsweise, eine lebendgebärende und milchgebende Mutter sowie die mit Haaren bedeckte Haut mit einem Schwein gemeinsam, trotzdem würde es dich beleidigen, wenn ich dich mit einem Schwein vergleichen würde und du in diesem Augenblick gerade nicht verstehst, in welchem Kontext ich das tue. Vermeide einfach in Zukunft diesen Vergleich, auch wenn du immer noch nicht die Unterschiede für dich verinnerlicht hast. Der Vergleich ist eben nicht plakativ, er ist für viele Menschen aber sehr kränkend. Für viele, wenn nicht alle Gläubige ist der Glaube an Gott nämlich Teil ihrer Identität, die man nicht lächerlich gemacht sehen möchte. Ich hoffe du verstehst das jetzt ein bisschen.

Liebe Grüße,

Markus

Kommentar von Abahatchi ,

Du hast wie jeder Mensch ein Recht auf deine eigene Sicht auf die Dinge und gewiss einen guten Grund dafür.

Natürlich haben wir das Recht, nach dem es gegen die Macht von Religionen, sprich, gegen die Macht von Theisten durchgesetzt wurde. Dieses gegen die Macht der Theisten durchgesetzte Recht gilt also nicht nur für uns, sondern auch für Dich, sprich für alle. 

Aber gut, dasz Du es noch einmal angesprochen hast.

Antwort
von Buckykater, 2

Das kann ich nicht zu 100 % sagen. Ich bin zwar nicht gläubig kann aber auch nicht zu 100 % sagen daß es keinen Gott gibt. 

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 12

Für die tatsächliche Existenz eines allmächtigen Schöpfergottes gibt es keine objektiven Beweise, die von den Naturwissenschaften anerkannt werden.

Das als real empfundene Gefühl, Gott im Gebet zu begegnen, findet auf der emotionalen Erfahrungsebene des Menschen statt und ist somit kein Beweis.

Daher ist der Glaube an Gott letztlich eine Frage der persönlichen Überzeugung und der subjektiven Wahrheit. Wer glauben will, braucht keine Beweise.

Antwort
von grtgrt, 6

Bitte lies

Der zweite dieser Artikel zeigt: Real ist Gott für jeden, der an ihn glaubt, nicht real ist er für jeden Atheisten. Wie wirklich er ist, können wir nicht entscheiden.

Kommentar von Abahatchi ,

Real ist Gott für jeden, der an ihn glaubt,

Hurra, Bea ist Real, hab ichs mir doch gedacht.

Antwort
von alexander329, 6

Gott hat uns zwei "Instrumentarien" geschenkt, damit wir ihn erkennen können.  das Denken und den Glauben!

Beides gehört zusammen. Ein Glauben ohne Denken gleitet sehr schnell in
Aberglaube oder Fanatismus ab. Das Denken ist das erste Instrument, um Gott zu erkennen. Gott hat uns Menschen die Anlage zum Denken geschenkt, freilich liegt es an uns, sie auch zu verwenden.

Ein Tier kann nicht so denken wie wir. Es kann die Frage aller Fragen
erst gar nicht stellen:    "Warum ist etwas und nicht nichts?" "Woher kommt die Welt?" usw. Wir Menschen können es dank unseres Verstandes. Das ernsthafte Nachdenken über die letzten Fragen nennen wir Philosophie. Jeder Mensch kann philosophieren, und jeder Mensch kann in diesem Suchen nach Erkenntnis schon auf wichtige Antworten stoßen: Schon hunderte Jahre vor Christus haben zum Beispiel die alten Griechen
- Sokrates, Plato, Aristoteles usw. - bereits erkannt, dass es nur einen Gott
geben kann, dass dieser Gott gut sein muss, dass er zugleich "ganz
anders
" sein muss und doch diese Welt durchwirken muss usw.

Dass es Gott gibt, dass brauche ich im strengen Sinn des Wortes gar
nicht zu "glauben", denn das ist ja Einsicht der Vernunft! Dazu muss
man ja nur zwei und zwei zusammenzählen, denn :"Von nichts kommt
nichts!" Wo nichts ist, kann nichts werden. Anders gesagt: Der Urknall
kann sich nicht selbst hervorgebracht haben.

Und warum sind dann bei uns in Europa immer weniger Menschen religiös,
warum glauben immer weniger an Gott? Eine der Ursachen ist auch, weil sie nicht mehr denken! Wir lernen zwar viel technisches Wissen und Fachwissen und Detailwissen. Aber wir verlernen , über die großen und letzten Fragen
nachzudenken!

Aber die Vernunft ist nicht alles. Es gibt eine zweite Stufe, auf der
sich Gott zu erkennen geben will.Denn die "Ratio"erkennt zwar viel
von Gott, aber nicht sein letztes Wesen!        

Der "Gott der Philosophen", den wir denkend erkennen, ist zwar
groß und erhaben, er ist aber auch schaudererregend fern und unnahbar. Das
philosophische Nachdenken über Gott gibt uns keine Antwort, warum ein
allerhabener Gott in der Schöpfung Leiden, Krankheit, Ungerechtigkeit und Tod zulässt.

Darum wollte uns Gott noch mehr als den Verstand schenken: Er wollte,
dass wir ihn im Glauben ganz und gar erfassen können. Und dazu ist Gott in
unsere konkrete Weltgeschichte eingetreten: Er hat sich uns in der Geschichte geoffenbart. Hier beginnt die Bibel, dass Gott selbst nach dem Menschen zu suchen beginnt. Der unendliche Gott spricht endliche Menschen wie Abraham, Mose, Jesaja, Jeremia usw. an und teilt sich ihnen mit.     Das kann man nun nicht mehr mit der Vernunft begründen, denn hier hat sich die Bewegung umgedreht: Philosophie ist die Suche des Menschen nach Gott mit Hilfe des Denkens; die Bibel bezeugt die Suche Gottes nach dem Menschen. Und der Mensch gibt seine Antwort durch den Glauben.

Die Vernunft konnte von Gott - ohne Glauben- schon sehr viel erkennen:
dass er eins ist, dass er unverursachter Schöpfer ist. Vor allem: er ganz
anders ist. Darum spricht ihm die Philosophie ja so viele Eigenschaften zu, wo
einfach weltliche Eigenschaften verneint werden: Die Welt ist endlich, Gott ist
un-endlich, wir sind sterblich, Gott ist un-sterblich, Materie ist fasslich,
Gott ist un-fasslich usw.

Der Glaube an Gottes Selbstoffenbarung in Jesus Christus hebt das
vernünftige Denken nicht auf, aber er übersteigt es. Es ist absolut vernünftig,
bei der heiligen Messe vor einem Stückchen Brot niederzuknien und darin Gott anzubeten. Denn kein Philosoph - und sicher nicht die Apostel - hätten sich soetwas ausdenken können: Dass Gott seine Größe offenbart, indem er ganz klein wird. Dass Gott die Nahrung - die Hostie - verwendet, um mit uns Gemeinschaft (Kommunion) zu haben. Kein noch so religiös Überdrehter hätte sich einfallen lassen können, dass Gott seine Lebendigkeit darin offenbart, dass er den Tod auf sich nimmt. Und kein noch so gefinkelter Betrüger hätte sich angesichts des Elends, Leidens, und Unrechts in dieser Welt ausdenken können, dass Gott all das am Kreuz selbst auf sich nehmen möchte.

Im Denken ruft Gott uns zu: Ich bin ein unendlicher erhabener Gott! Im
Glauben ruft uns Gott zu: Ich liebe dich unendlich!

Antwort
von Illuminaticus, 3

Gott ist weder real noch fiktiv. Gott ist nicht jemand oder etwas.

Gott ist alles das was jetzt ist. Das was geschieht, aber es ist nicht etwas.

Gott ist das ewig waehrende Bewusstsein, vom dem du ein Teil bist, aber es ist nicht etwas, was du erklaeren, erfassen oder benennen koenntest.

Gott ist das was seine Kreationen betrachtet um sich selbst zu erkennen, deswegen hat es alle moeglichen Ausdrucksformen gewaehlt, die ein Gefuehl vermitteln, was es sein koennte, obwohl es die Kreationen selbst nicht ist.

Antwort
von Grimwulf78, 17

Hi Kaffeeklatsch! Die Frage aller Fragen :D

Wir sind als Menschen nicht "vom Himmel gefallen" sondern wir sind Früchte unseres Planeten und bestehen aus den Elementen die uns umgeben.

Der Planet wiederum ist ein hochkomplexer, lebender, atmender und offensichtlich intelligenter (da anpassungsfähiger) Organismus der sich aus Milliarden von Lebensformen zusammensetzt, genau wie unser Körper. Er hat Adern, eine Lunge, eine Außenhülle, ist innen warm und außen kühler, er schwitzt und kriegt Schüttelfrost wenn er aus dem Gleichgewicht gerät (wie zur Zeit).

Meiner Überzeugung nach sind wir so sehr Symbionten des Organismus Erde wie die Milliarden von Kleinstlebewesen die Deinen Körper im Gleichgewicht halten Symbionten von Dir sind.

Damit schließt sich auch der Kreis zu Jesus & Co. Gott ist in Dir und in Allem. Ja natürlich, was denn sonst? Gott IST die Natur.

Was die Religionen aus dieser simplen Botschaft gemacht haben ist wiederum eine vollkommen andere und unfassbar traurige Geschichte ...

In diesem Zusammenhang auch interessant:

http://evobioblog.de/der-evolutionsbeweis-unserem-blut/

Herzliche Grüße & ein schönes WE!!

Kommentar von Maxieu ,

Was ist das Kriterium für Anpassungsfähigkeit (bei dir = Intelligenz)?

Nicht Überlebensfähigkeit der Art und Fortpflanzung?
Siehst du vielleicht die Erde schwanger mit weiteren Erden?
 
Und: Unser Körper ist gewiss ein Tummelplatz verschiedener Lebensformen. Aber es scheint sich für die Anpassungsfähigkeit dieses Tummelplatzes als von Vorteil erwiesen zu haben, dass er über ein Gehirn verfügt (auch wenn manche - nicht du! - bisweilen den Eindruck erwecken, dass sich dort nur ein weiterer, ein piepsender, Organismus eingenistet hat).

Siehst du irgendwo eine planetarische Entsprechung des menschlichen Gehirns?

Oder reicht dir das bloße Vorhandensein der Erde, um deren Anpassungsleistung zu behaupten ?
 
Selbst dann sieht es für die Zukunft dieser Intelligenz ja schlecht aus. Auch wenn die Zukunft, die ich meine, wohl noch ca. 2 Mrd. Jahre weg ist.

Aber ich bin sicher, für den Fall hast du auch schon intellektuell vorgesorgt.
Denn der Wärme"tod" unseres Planeten wäre dann vermutlich nur eine Anpassungsleistung des intelligenten Universums.

Oder bist du so optimistisch zu glauben, dass die Erde selbst für diesen extremen Stressfall eine adaptive Lösung hat - z. B. die Auswanderung in ein anderes Sonnensystem?

Kommentar von Grimwulf78 ,

Hallo Maxieu und danke für Deine spannenden Rückfragen!

Ich bin ein Freund von Zynik :) unterstelle Dir aber auch ernsthaftes Interesse an der Auseinandersetzung.

Was ist das Kriterium für Anpassungsfähigkeit (bei dir = Intelligenz)?

Naja, halt die Fähigkeit sich anzupassen. Die meisten Lebewesen sterben, wenn die Umweltbedingungen denen sie sich in der Evolution angepasst haben sich ändern. Der Mensch nicht. Er konstruiert in kürzester Zeit Strategien, in jedem noch so feindlichen Umfeld ein Weiterbestehen seiner Vitalfunktionen zu gewährleisten bzw. seine Umwelt so umzugestalten dass sie sich seinen Bedürfnissen anpasst. Das mag nicht immer sehr reflektiert von statten gehen aber zeugt von hoher Kreativität (creare - lat.: "schaffen")

Nicht Überlebensfähigkeit der Art und Fortpflanzung?

Wer behauptet denn wir seien nicht fähig zu überleben? Wir ignorieren nur nach Kräften die Zusammenhänge zwischen unserem Umgang mit unserem Planeten als unsere Quelle und dessen zunehmenden "Krankheitssymptomen", die es für uns ungemütlicher werden lassen. :)

Siehst du vielleicht die Erde schwanger mit weiteren Erden?

:D witzige Vorstellung! Nein, leider nicht. Sie geht aber ständig schwanger mit neuem Leben das aus ihren Elementen erwächst. Und jede Lebensform (das ist biologisch nachweisbar) sondiert im "Keim-Zustand" ihre Umweltbedingungen und versucht notwendige Anpassungen "ab Werk" einzubauen. Das Leben sucht sich seinen Weg ;)

Hierzu ganz spannend: https://zakunibonn.hypotheses.org/153

Aber es scheint sich für die Anpassungsfähigkeit dieses Tummelplatzes als von Vorteil erwiesen zu haben, dass er über ein Gehirn verfügt

Definitiv. Meiner Meinung nach ist dies der ursprüngliche Nutzen eines Gehirns. Kein Einspruch.

Siehst du irgendwo eine planetarische Entsprechung des menschlichen Gehirns?

Ja natürlich. Die weltweite Vernetzung von Datenaustausch auf verschiedensten Wegen. Das Internet, als die gegenwärtig am höchsten entwickelte Erscheinungsform dieses Phänomens fungiert als Kollektivgedächtnis und quasi-neuronales Netz, ermöglicht uns z.B. in diesem Moment unsere divergierenden Ansichten miteinander abzugleichen und daraus ggf neue Erkenntnisse abzuleiten. In rudimentärer Form tun wir das bereits seit wir Erkenntnisse unserer Vorfahren in Form von Erzählungen oder Schriften tradiert bekommen (Tradition). Mittlerweile tauschen wir global Informationen in einer Größenordnung und mit einer Geschwindigkeit, die der Arbeitsweise unseres Gehirns durchaus ähnelt.

 

 

Kommentar von Grimwulf78 ,

Selbst dann sieht es für die Zukunft dieser Intelligenz ja schlecht aus. Auch wenn die Zukunft, die ich meine, wohl noch ca. 2 Mrd. Jahre weg ist.

Aber ich bin sicher, für den Fall hast du auch schon intellektuell vorgesorgt.
Denn der Wärme"tod" unseres Planeten wäre dann vermutlich nur eine Anpassungsleistung des intelligenten Universums.

Mutmaßungen über die Zukunft unseres Planeten zu tätigen ist Glaskugel-Business. Falls Du auf die Endzeit unserer Sonne als roter Riese anspielst, so ist es historisch betrachtet nicht sehr wahrscheinlich dass wir als Spezies in der heutigen Erscheinungsform in nur 50.000 Jahren noch existieren werden. Dinge wie unsere Restbehaarung, das Steißbein, die spitzen Eckzähne, der kleine Zeh, etc. verschwinden jetzt schon von Generation zu Generation zunehmend, weil wir sie nicht brauchen. Organische Mutationen die ein Überleben begünstigen wiederum, werden sich darwinistisch durchsetzen. Wir passen uns an oder wir sterben aus. Global betrachtet ist das nichts Besonderes. 

Falls Du Klimaerwärmung meinst: Ich halte mich lieber an Fakten und die sind momentan nicht schlüssig. Ist die Erwärmung der Erde menschengemacht oder eine der vielen, historisch belegten, natürlichen Schwankungen..? Keine Ahnung. Wird jede kohlenstoffbasierte Lebensform im Zuge der Klimaerwärmung aussterben? Unwahrscheinlich, aber einige sicher schon. Andere finden Wege sich anzupassen. Wird die Menschheit dezimiert? Gut möglich. Wird die Menschheit verschwinden? Da wir unter allen Säugern die bisher größte Anpassungsfähigkeit bewiesen haben, eher nicht. Es tut sich ja bereits viel im kollektiven Verständnis der Menschheit der Natur als etwas "Feindliches" und "Auszubeutendes" (ein Überbleibsel der konstruktivistischen Weltsicht aus den Anfängen der Industrialisierung). Spätestens wenn es uns kollektiv an den Kragen geht wird das Umdenken sehr schnell gehen. Bis dahin müssen wir noch einiges an "Lehrgeld" zahlen.

Oder bist du so optimistisch zu glauben, dass die Erde selbst für diesen extremen Stressfall eine adaptive Lösung hat - z. B. die Auswanderung in ein anderes Sonnensystem?

Was den Tod der Sonne angeht: Nein. Die Erde wird sterben und das ist ok. Optimismus ist hier ebenso wenig angebracht wie Pessimismus. Es ist wie es ist. Alles endet. Sich zu wünschen es wäre anders erzeugt nur Leid.

Im Kontext von Klimaerwärmung: Ich denke die Erde hat den längeren Atem. Als Planet mit allen stofflichen Voraussetzungen Leben zu produzieren, wird die Erde nicht aufhören zu existieren. Mit aller Umweltzerstörung werden wir es nicht schaffen ihre Rotationsachse um die Sonne oder die auf der Erde anzutreffenden chemischen Elemente zu wegzuwischen. Wenn die Zusammensetzung der Atmosphäre sich so verändert, dass wir sie mit unseren jetzigen Lungen nicht mehr atmen können, dann werden halt nur DIE Lebensformen überleben die es hinkriegen. Wenn wir das Wasser derart verschmutzen, dass es für uns zu Gift wird, dann werden halt die Organismen weiterexistieren, deren Organismen von diesen Giftstoffen nicht letal belastet werden oder die es sogar schaffen, sie in "Nährstoffe" umzuwandeln. Der Erde ist es doch egal ob wir gehen oder bleiben. Sie wird sich in einer anderen Erscheinungsform neu erfinden. Blöd für uns, das ist klar. Aber es ist ohnehin eine recht eigenartige Weltsicht, uns als Nabel der Existenz zu betrachten, wo wir doch so offensichtlich lediglich eine Erscheinungsform der Existenz sind.

Alles Gute und danke für Deine kritische Auseinandersetzung! :)

Kommentar von Maxieu ,

Danke für die sportliche Antwort.

Leider ist dies nicht der geeignete Ort für eine weitere Auseinandersetzung. Wie du dir denken kannst, teile ich dein
- ich hätte gedacht von Lovelocks "Gaia-Prinzip" inspiriertes - Konzept von der Erde als Organismus nicht , aber du verteidigst deine Position so gut, daß es gewiss ein Vergnügen gewesen wäre, solche Diskussionen über einen Kaffee- oder Kneipentisch hinweg weiterzuführen. Irgendwie auch ein bisschen schade.

Kommentar von Grimwulf78 ,

Ja, das find ich auch. Das Duell hätt ich gern gefochten ;)

Aber auch wenn die Möglichkeiten hier begrenzt sind, ich muss noch mal einsteigen. Oder wie unser großer Reformator sinngemäß sagte: Gott helfe mir, ich kann nicht anders :D 

Es stimmt. Das Gaia-Prinzip ist mir nicht fern. Die Ähnlichkeiten terrestrischen Stoffwechsels zum organischen Stoffwechsel sind aber auch bestechend, findest Du nicht? Die Gaia-Idee wiederum ist stark geprägt durch Buddhismus/Hinduismus. Ich teile aber auch die Botschaften Jesu. Im Kern sehe ich da keinen Widerspruch. Unter uns gesagt schließe ich auch nicht aus, dass Jesus mal auf östliche Lehrer gestoßen ist. Die Haltung ähnelt sich enorm und zwischen Kindesalter und seiner Zeit mit den Jüngern ist eine Weile lang nichts in der Bibel dokumentiert.

Die Idee eines exogenen Gottes finde ich befremdlich und sie deckt sich nach meinem Kenntnisstand auch nicht mit den Aussagen der Bibel, Gott sei in Dir und in allem das IST. Klassisch christliche Botschaft.

Der Hauptunterschied zwischen meiner Sicht der Dinge und der zeitgenössischen christlichen Glaubenslehre besteht darin, dass ich "Gott" keine Absichten unterstelle, keinen expliziten Willen die Dinge müssten soundso sein...

Dies würde ja einen Dualismus zwischen Mensch und Gott implizieren. Nach meinem Verständnis ist der Mensch ein Element von "Gott" und "Gott" ist kein wertendes, strafendes, denkendes Wesen mit Plänen und einem Richterhammer sondern einfach die Summe alles Lebendigen und dabei im Ergebnis mehr als die Summe seiner Teile.

Unreflektiertes, nicht nachhaltiges Verhalten wird sich durch den karmischen Kreislauf ohnehin in irgendeiner Form niederschlagen, als Resultat des Prinzips von Ursache und Wirkung. Dazu brauchen wir keinen strafenden Gott bzw. ist möglicherweise die ganze Zeit genau DAS in der Bibel gemeint, abstrahiert in bildhafte Geschichten die diese schwer vermittelbaren Zusammenhänge für die breite Masse erlebbarer machen.  

Wenn GottErdeAllahJahweGaiaManitou jemals eine Ebene bewussten, absichtsvollen Denkens entwickeln sollte, dann nicht im Kontrast zu unserer Spezies sondern DURCH unser globales Datenaustauschkollektiv als Äquivalent zum menschlichen präfrontalen Cortex ;) Wir sind der (noch) rudimentär entwickelte Frontallappen der Erde. Dieses Statement ist zwar nicht völlig aus der Luft gegriffen aber eine sehr spekulative Hypothese, das geb ich zu ;P

Sorry dass ich nun doch noch einmal in die Breite gegangen bin. Eigentlich wollte ich Dich nur fragen, was Dir an der Vorstellung von unserem Planeten als "Gott-Vater/Mutter" so unwahrscheinlich erscheint?

Antwort
von Veikko, 39

Musst du für dich entscheiden

Antwort
von fricktorel, 4

Unser ewige Gott ist Wahrheit (Joh.14,6).

Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) jedoch ist "Lüge" (1.Mose 3,1-4).

Dieser wird aber bald "abgesetzt" (Offb.20,2).

Antwort
von xolo8, 34

Für manche ist er real, für andere nicht existent. Es ist der innere Glaube, der darüber bestimmt.

Antwort
von ETechnikerfx, 27

In der Fiktion ist er real.

Kommentar von comhb3mpqy ,

Ich glaube, dass es Gott wirklich gibt, ich bin Christ. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt,
dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Antwort
von comhb3mpqy, 26

Ich bin Christ. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Kommentar von Fuchssprung ,

@comhb3mpqy, Immer der gleiche Text! Fällt dir nichts Neues ein?

Kommentar von Abahatchi ,
Kommentar von Abahatchi ,

Ich bin kein Christ. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es keinen Gott gibt, dann kannst Du folgenden Link nutzen:

http://www.atheismus-info.de/atheologisch.html

Antwort
von lolihollerhop92, 23

Saß muss du immer selber wissen wenn du an ihn glauben willst dann tu das nur aber er ist nur erfunden also fiktiv ob er wirklich existiert weiß niemand so genau

Antwort
von archibaldesel, 27

Ja, er ist real oder fiktiv. Gewissheit erlangst du, wenn du gestorben bist.

Antwort
von augsburgchris, 19

Eine fiktive Gestalt.

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