Frage von ClowdyStorm, 177

Ist Gott nachtragend?

Wenn man im Leben Fehler macht aber später, wenn man zum Beispiel erwachsen wird, bereut die Fehlern begangen zu haben und man sich sozusagen ändert, bestraft Gott einen trotzdem?

Ist er ein Gott der sehr nachtragend ist? Ist er ein Gott der zwar vergibt aber dennoch einen bestraft wegen früherer Fehlern?

Antwort
von RevatiKKS, 13

Gott "bestraft" niemanden, aber Er hat Gesetzmäßigkeiten geschaffen, die dafür sorgen, dass jeder früher oder später die Auswirkungen seiner eigenen Handlungen zu spüren bekommt. Aber selbst das Karmagesetz/das  Gesetz von Ursache und Wirkung kann durch Gottes Eingreifen außer Kraft gesetzt werden. Nämlich dann, wenn man sich Gott bewusst wieder zuwendet, seine früheren falschen Handlungen bereut und einen Vorgang praktiziert, in dem man alle seine Handlungen in den Dienst Gottes stellt.

Bhakti-Yoga ist ein solcher Vorgang, es kann leicht von jedem praktiziert werden, ohne dass man rein äußerlich so viel in seinem Leben ändern muss. Man muss  z.B. kein weltabgewandtes Leben in einem Kloster führen, hat Familie, geht einem Beruf nach usw. usw. Alles was man zu tun hat ist, bestimmte falsche Gewohnheiten durch bessere zu ersetzen. 

http://www.prabhupada.de/bg/Prabhupada%20-%20Bhagavad-gita%20Wie%20Sie%20Ist.pdf

Antwort
von Fantho, 22

Gott hat gewisse Gesetze kreiert; darunter auch das Gesetz des Karma...

Dieses Gesetz wirkt immer und ist die zu beurteilende Instanz darüber, wie das Ergebnis Deines Lebens und Deiner Lebernsaufgaben, Deiner Taten - Untaten - Nichttaten zu bewerten sein wird...

Gott mischt sich nicht ein und belohnt oder bestraft somit auch nicht...

Du allein (als Seele im Jenseits) wirst über Dich richten, und glaube mir, das Gesetz des Karma und das Gesetz der Reinkarnation werden wirksam werden, wenn nötig; ohne Deinem Zutun...

Wäre Gott ein nachtragendes Wesen, bedeutete dies, dass er zuvor auf der Gefühlsebene verletzt worden sein muss. Doch Gott ist nicht den Befindlichkeiten und Trieben unterworfen, wie wir Menschen.

Gott ist ein energetisches Geistwesen und wirkt nur in den postivsten Energien Allliebe und Allgüte...Jedwede negative Energie kommt bei Gott schonmal gar nicht an, da deren Schwingungen unterschiedlicher Art sind (Gleiches zu Gelichem), womit Gott auch in keinster Weise einer zB negativen 'Schwingung' Beleidigung ausgesetzt werden kann

und somit auch nicht nachtragend werden muss...

aber auch nichts zu vergeben hat, denn am Ende wird eine Seele, wenn sie erfolgreich gelernt und all ihre Karmas aufgelöst hat, sich mit Gott wieder vereinen können - das ist doch dann 'Vergebung' genug...

Gruß Fantho

Antwort
von Philipp59, 14

Hallo ClowdyStorm,

leider stellen sich viele Gott als einen unbarmherzigen und strafenden Gott vor. Doch das Gegenteil ist der Fall. Über ihn heißt es in der Bibel: "Denn du, o Jehova, bist gut und zum Vergeben bereit; Und überströmend ist die liebende Güte all denen gegenüber, die dich anrufen." (Psalm 86:5) Gott weiß, dass wir aufgrund unserer Unvollkommenheit viele Fehler begehen und oftmals ohne Absicht sündigen. Doch selbst dann, wenn wir etwas tun, von dem wir genau wissen, dass es in seinen Augen verkehrt ist, es aber hinterher von Herzen bereuen, ist Gott gern bereit, unsere Fehler zu vergeben. In den Sprüchen wird uns zugesichert: "Wer seine Übertretungen zudeckt, wird kein Gelingen haben, doch dem, der [sie] bekennt und lässt, wird Barmherzigkeit erwiesen werden."

Wie sieht es aber mit Bestrafung aus? Muss man trotz Vergebung irgendwann mit einer Bestrafung rechnen? Nein, das sieht Gott nicht vor. Er verschont uns zwar nicht vor den evtl. Folgen eines sündigen Verhaltens, doch bringt er niemals etwas Schlechtes über uns. Wenn Gott vergibt, dann löscht er unsere Sünden so vollständig aus, als würde man Kreide von einer Tafel wischen. Das geht auch aus einer Aussage hervor, die er einmal an sein Volk Israel richtete, nachdem sie wieder einmal schwer gesündigt hatten: "Wenn sich eure Sünden auch wie Scharlach erweisen sollten, werden sie so weiß werden wie Schnee; wenn sie auch rot sein sollten wie Karmesintuch, werden sie sogar wie Wolle werden." (Jesaja 1:18) Auch in einem anderen Text wird sehr schön zum Ausdruck gebracht, dass Gott in keiner Weise nachtragend ist. In den Psalmen steht: "So fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang, So weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt." (Psalm 103:12)

Wenn Gott also Sünden so nachhaltig und vollständig vergibt, wäre es da vernünftig anzunehmen, dass er jemanden wegen dieser Sünden bestraft? Das wäre ganz sicher paradox! Die Bibel spricht zwar von einer Bestrafung von Sündern, doch diese bezieht sich auf Menschen, die nicht bereuen und Ihren verkehrten Lauf beibehalten. Somit braucht sich niemand, der wegen früherer Fehler beunruhigt ist und diese aufrichtig bereut hat , vor Gott zu fürchten. Für ihn gilt das, was ich hier über Gottes Bereitschaft zu vergeben geschrieben habe.

LG Philipp

Antwort
von jessi2803, 91

Du kannst bei Schandtaten deine schuld mit Guten Taten quasi begleichen. Trotzdem solltest du niemanden umbringen und dir denken, dass ein bisschen Geld zu spenden reicht.

Kommentar von thlu1 ,

Der Taler in der Kasse klingt, die Seele in den Himmel springt. Uralte katholische Lehre.

Kommentar von jessi2803 ,

Moralisch allerdings nicht zu rechtfertigen. ;D

Kommentar von Viktor1 ,
Uralte katholische Lehre. 

Du bist dir also nicht zu schade solchen Schwachsinn zu bringen.
Aber jeder wie er halt kann.

Kommentar von lalala321q ,

das war Ironie, aber das hast du natürlich nicht erkannt Viktor.

Kommentar von Viktor1 ,

Wie soll ich hier Ironie erkennen. Leider wird solcher Quatsch hier zu hauf als ernst gemeinte Anschauung gebracht.
Woher willst du wissen, daß dies nicht die Einstellung von thli1 ist ?

Kommentar von Ryuuk ,

Nun, er liegt nicht falsch. Ablasshandel war ein Ding.

Kommentar von Fantho ,

Das ist zu einem Teil der Aussage korrekt.

Was nicht korrekt ist daran: Nicht gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass die RKK den Ablasshandel bereits Mitte des 16.Jahrhunderts verboten hat und dieses dann bei Missbrauch mit Exkommunikation belegt wurde...

Also wie immer hier in GF: Einseitige und polemische Argumentationen...

Auch wenn der Klingelbeutel bei Messen weiterhin durch die Reihen gereicht wird - aber das ist ein anderes Thema...

Gruß Fantho

Kommentar von Viktor1 ,
Das ist zu einem Teil der Aussage korrekt.

Da ist überhaupt nichts korrekt. Der "Ablass" ist (und war) im Gegensatz zum Bußsakrament nirgends angelegt um Sünden oder Sündenschuld zu vergeben.
Im Rahmen der Frage und der Antwort von jessi2803 ist es sowieso Quatsch.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ablass.
Der Ablass entstand aus der Idee des "Fegefeuers" welches  die Läuterung der Seele bewirken soll (welche nach der Sündenvergebung  noch nicht ganz frei von unrechter Gesinnung ist). Diese zeitliche Läuterung nach dem Tod (soll !) sollte durch entsprechendes definiertes "frommes Verhalten" abgekürzt werden.
Dies ist natürlich nicht nur von der Logik der christl. Botschaft her Unfug sondern dazu angetan mißverstanden und mißbraucht zu werden. Diese Läuterung wurde dann als "zeitliche Strafe" umgedeutet. Die kath. Kirche hat sich dann berechtigt gefühlt (Löse- und Bindegewalt von Jesus an Petrus übertragen ) auch diese "Strafen" durch Auflagen oder "Gnade" teilweise oder ganz zu erlassen. "Schuld" wird dabei nie erlassen.
Die orthodoxen Kirchen und die aus der Reformation kennen das "Fegefeuer" nicht.

Kommentar von ClowdyStorm ,

Gott sei dank habe ich nicht vor jemandem zu schaden, in dem ich sein Leben wegnehme. In meinem Fall meinte ich zb lügen, oder wenn man zu manchen Menschen gemein war wie zb blöd anmachen weil man sauer auf sie war usw. Nichts körperliches, zumindest nicht in meinem Fall

Kommentar von lalala321q ,

mach dir mal keine Sorgen, gut ist nicht so ein nachtragender Ar***. ganz im Gegenteil, Gott ist nett, vergebend und großzügig. Bist du auch so oder eher kleinlich?

Kommentar von ClowdyStorm ,

@thlu1 ich glaube nicht das man seine Seele mit Geld freikaufen kann

Antwort
von quopiam, 33

Sind Deine Eltern nachtragend? Gott ist größer als Deine Eltern. Er liebt mehr als sie, erträgt mehr als sie, vergibt mehr als sie. Der Gott der Christen ist die Liebe, wie könnte er nachtragend sein, wenn Du darum bittest, Vergebung zu bekommen? Verzeih Dir selbst - meist liegt da das Problem - und bring in Ordnung, was Du verbaselt hast an Deinen Mitmenschen, wenn das noch geht. Es tut Dir leid und nervt immer noch beim Erinnern? Gott hat es schon hinter sich geworfen, dann kannst Du das auch tun. Nur Mut! Gruß, q.

Antwort
von FELIXbadKING, 54

denk nicht so viel über "höheres" nach. Es ist wichtig dass DU dir verzeihen kannst. Gott ist nur ein Mittel zum Zweck für Menschen um in Zeiten der Not nicht allein zu sein

Antwort
von thlu1, 59

Lies mal in der Bibel die Stelle, vom goldenen Kalb, wie Moses mit Gott handelt, um ihn von seinem Zorn abzubringen.
Fast möchte man meinen, dass hier ein Rollentausch stattgefunden hat. Die Botschaft der Geschichte: Gott ist menschlicher, als du denkst. Ob du dran glaubst, ist dir überlassen.

Kommentar von Garfield0001 ,

Gott ist menschlicher als du denkst. oder wir sind göttlicher als du denkst :-)

Kommentar von thlu1 ,

such es dir aus ;-)

Antwort
von Kodringer, 72

Kommt darauf an welcher. Wenn er dich stört gibt es ja auch noch andere.

Antwort
von lalala321q, 45

nein, es gibt nicht so wie der andere hier behauptet mehrere Götter, d.h. es gibt schon mehrere Götter, aber, so wie ich das sehe gibt es einen Hauptgott, von denen die anderen Unter- bzw. Halbgötter ausgehen. 

Und nein, Gott ist nicht nachtragend. Er weiß in was für einer Situation du dich befindest du fehler sind auch mal erlaubt. Solange du nicht grob gegen deine innere Stimme handelst, also wenn du weißt dass es falsch ist es aber trotzdem machst. Das kannst du ein paar Mal machen. Ich denke auch wenn du es öfter machst ist es nicht schlimm. Aber eigentlich handelst du nur gegen dich selber weil, es ist so. 
Das ist auch ein großer Irrglaube der Menschen. Wir denken dass sich Gott über irgendwelche schlechten/bösen Handlungen von uns ärgert, dadurch womöglich schlecht drauf kommt. Aber so ist es ganz und gar nicht. Klar will er/sie nicht dass wir uns oder unseren Mitmenschen was schlechtes antun, sie es Schmerzen oder Betrug. Aber er ist davon ganz unbeindruckt, ist quasi immer gut drauf.

Antwort
von Addi2309, 49

Es heißt doch Gott ist Barmherzig......und er vergibt allen....
Höre dir mal das Vater unser an oder gehe mal in die Kirche......
also Gott vergibt jedem

Hoffe ich konnte helfen ☺

Kommentar von ClowdyStorm ,

Für mich ist das Haus Gottes die Natur und nicht ein Gebäude, gefüllt mit Statuen und voll geschmückt mit Gold, den für mich hat das nichts mit Gott zutun.  Trotzdem danke

Kommentar von Garfield0001 ,

stimmt. Gott vergibt jedem - der ihn ernsthaft darum bittet. einfach so macht er es nicht.

Antwort
von luulas, 16

Gott liebt uns Menschen. Wenn ein Mensch eine Sünde aus ganzem Herzen bereut und Gott um Verzeihung bittet, so vergibt er.

Das findest du auch in der Bibel. Petrus und andere Apostel haben Jesus Christus verraten:

Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an
mir. Denn es steht geschrieben: "Ich werde den Hirten schlagen, und die
Schafe der Herde werden sich zerstreuen."

(Johannes 16.32)

Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galiläa

33
Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir ärgerten, so will ich doch mich nimmermehr ärgern.

34Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.

(Johannes 13.18)

35
Petrus sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müßte, so will ich
dich nicht verleugnen. Desgleichen sagten auch alle Jünger.

Später bereuten Petrus und die anderen Jünger ihren Verrat zutiefst und flehten Gott an, sie zu verzeihen. Er verzeihte ihnen. Über die Jahre gingen die Jünger  in die ganze Welt und predigten von Jesus Christus. Viele davon starben als Märtyrer für ihren einzigen Glauben.






Antwort
von MuellerMona, 50

Von welchem "Gott" redest du?

Den "Gott" den ich kenne, würde keine Menschen bestrafen... den "Gott" den ich kenne, ist auch nicht nachtragend... den "Gott" den ich kenne, zeigt höchstens auf, wie ich leben könnte und wie ich mit meinen Mitmenschen anständig und respektvoll umgehen kann.

Antwort
von Reality010, 45

Hi,

Ich glaube da wirkt das Karma. Gott wird dir für jede schlechte Tat die du anderen angetan hast, schlechtes schicken. 

Und für anderes: Gott vergibt alles, man muss ihn nur darum bitten und es wirklich bereuen. 

Antwort
von zahlenguide, 36

Frage sowas lieber nicht die primitiven Menschen. Was ein Gott tun würde oder nicht, kann nur er entscheiden, weil nur er alle Zusammenhänge begreifen würde. Er kennt die Kette von Umständen, die dazu geführt hat, die Dich zu Deinem Fehler gebracht hat und er wüsste auch, inwiefern dieser Fehler gut oder schlecht für Dein späteres Leben war. Ein primitiver Mensch kann so überhaupt nicht im Namen eines Gottes sprechen. Selbst wenn Gott persönlich mit Ihm sprechen würde, würde ein primitiver Mensch wieder nicht die Zusammenhänge und Folgerungen für ganze Leben begreifen. Wer im Namen eines Gottes sprechen will, überschätzt seinen Intellekt, seine Moral usw. total. Das gilt auch für Gerichte.

Antwort
von fricktorel, 15

Wenn unser ewiger Schöpfer Gott vergeben hat, denkt Er nicht mehr daran (Jer.31,24).

Einzig die "Lästerung gegen den Geist" wird nicht vergeben werden (Mt.12,31).

Unser ewige Vater bestraft "nicht sofort", das geschieht am "Tag des Gerichtes" (Offb.20,5.12-13).

Kommentar von ClowdyStorm ,

Was ist mit lästerung des geists gemeint? Und ist der Tag des Gerichts eigentlich das Sterben gemeint?

Antwort
von chrisbyrd, 5

Wenn wir unsere Sünden bekennen, werden sie uns vergeben und sind dann auch "weg": "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).

Problematisch wird es, wenn wir hochmütig denken, dass wir keine Sünder sind - da alle Menschen in Worten, Taten und Gedanken sündigen: "Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns" (1. Johannes 1,8.10).

Kommentar von Zicke52 ,

Ich verstehe nicht, warum Gott so viel Wert darauf legt, dass wir ihm immer und immer wieder bestätigen,  dass wir Sünder sind. Er "weiss" sowie, dass wir welche sind,  reicht ihm das nicht? 

Und warum muss er uns die Sünden vergeben? Wenn die Sünde untrennbar zum Wesen des Menschen gehört ("wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so ist die Wahrheit nicht in uns"), dann können wir doch nichts dafür, es gibt also nichts zu vergeben. 

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