Frage von KobayashiMahu, 159

Ist "Gott" einfach nur eine mathematische Formel Steven Hawking ist der Lösung greifbar nahe?

Antwort
von kayo1548, 101

Das ist das Problem: es gibt keine genaue Defintion von Gott, sondern Gott ist eine mehr oder weniger abstrakte Vorstellung die sich jedes Individum anders vorstellt und zwischen diversen Gruppen wiederum komplett anders aussieht.

Antwort
von CountDracula, 86

Hallo,

Gott ist keine mathematische Formel, sondern ein abstraktes Konstrukt. Wissenschaftlich betrachtet ist er nicht mal eine Theorie.

Selbst, wenn Gott eine mathematische Formel wäre, würde das die Frage nach seiner Existenz nicht zwingend einfacher machen und es würde auch nicht bedeuten, dass die Lösung in greifbarer Nähe liegt.

Kommentar von kayo1548 ,

genau, zumal sich mit Mathematik nur logische Zusammenhänge bzw eine logische Richtigkeit nachweisen lässt.

Nicht alles was mathematisch richtig ist muss es auch in der Praxis geben.

Kommentar von CountDracula ,

Genau. Beispiel aus der Mengenlehre:

Ein Bus ist mit 100 Menschen komplett gefüllt. 101 Menschen steigen aus. Es muss ein Mensch einsteigen, damit der Bus leer ist.

Der logische Beweis:

  • x = Anzahl der Menschen im Bus
  • Der Bus ist leer, wenn x genau 0 beträgt.

Zu Beginn:
x = 100

101 Menschen steigen aus:
x = 100-101
x = -1

Damit x = 0, muss also ein Mensch einsteigen, damit der Bus leer ist. Mathematisch:

x = -1+1
x = 0

Logisch gesehen ist die Aussage also korrekt, aber praktisch ist sie unmöglich.

Kommentar von kayo1548 ,

ein schönes Beispiel

Kommentar von CountDracula ,

Danke :)

Kommentar von Rowal ,

Hierzu ein Beispiel aus der Praxis: Bei einer Vorlesung des Mathematkers Prof. Siegel waren bei einer Vorlesung 3 Teilnehmer anwesend. 2 Teilnehmer verliesen die Vorlesung vorzeitig. Da sagte Siegel zu dem verbliebenen: "Wenn jetzt nochmal 2 rausgehen und einer wieder reinkommt, dann ist gar keiner mehr da."

Antwort
von Physikus137, 44

Der zweite Teil deiner Frage ist ja noch unwahrscheinlicher als der erste...

Zudem hat Ludwig Feuerbach die Gottesfrage schon im 19.Jhd. umfassend beantwortet.

Antwort
von Raubkatze45, 24

Der entscheidende Punkt ist, dass es sich um zwei verschiedene Weisen
handelt, die Wirklichkeit zu verstehen. Die Bibel ist nicht daran interessiert, auf welche Weise das Universum zustande gekommen ist.Die Naturwissenschaft muss sogar" atheistisch" vorgehen, um Ursachen zu ergründen.
Man kann Hawking sicher nicht absprechen , dass er zu neuen Erkenntnissen kommt. Problematisch ist nur, wenn er urteilt: "Es gibt  keinen Gott."  Physik allein kann keine Erklärung für die Existenz des Universums und des Lebens geben. Die zwei verschiedenen Sichtweisen auf die Welt, die Physik und die Metaphysik folgen einer unterschiedlichen Logik, die man nicht miteinander vermischen kann.

Hawking behauptet, dass Gott den Menschen lediglich dazu diene, für all das, was sie nicht verstehen, einspringen zu müssen. Gott wäre nach dieser Logik also nur ein Lückenbüßer-Gott, der mit dem wissenschaftlichen Fortschritt immer kleiner wird. An einen solchen Gott wollen Christen nicht glauben. Für sie ist Gott nicht nur ein intelligentes Wesen, mit dessen Existenz letztendlich alles zusammenhängt, sondern darüber hinaus auch Person, die in sich Beziehung der Liebe ist und diese verströmen will und deshalb erschafft und schafft - also weit entfernt von einer mathematischen Formel.

 

Antwort
von Giustolisi, 33

Die Antwort ist nein. 

Götter ist nach allem was wir wissen höchstwahrscheinlich nur fiktive Wesen. Es gibt sie also nur in der Fantasie derer, die an sie glauben. Diese Erklärung ist widerspruchsfrei, während die Annahme der Existenz auch nur eines Gottes zu vielen Widersprüchen führt.

Antwort
von PWolff, 49

Gott ist von hier aus ebensowenig fassbar wie jede (andere?) Person, die eine (Computer-)Simulation steuert, aus diese Simulation heraus.

Eine mathematische Formel kann allenfalls den systemseitigen Teil der Schnittstelle zu Gott beschreiben.

Antwort
von Rixon, 47

Ob man Gott berechnen kann, ist in diesem Podcast Thema. Kann ich nur empfehlen. Auch die anderen Folgen:

Antwort
von FlyingCarpet, 82

Gott ist tod.

Kommentar von HappyGamer2207 ,

nicht tot

Antwort
von Illuminaticus, 36

Nein, Gott ist niemand oder etwas, nichts was beschreibbar, erklaerbar noch darstellbar waere.

Gott selbst kann nicht gewusst, aber erkannt werden, d.h. wenn du ihn erkennst, dann erkennst du dich selbst und bist frei von der Trennung und Angst.

Du hast dein Zuhause wiedergefunden und kannst dir gar nicht erklaeren, wie du es immer wieder uebersehen hast, denn es war im Hintergrund immer praesent, du hast aber an der falschen Stelle gesucht, naemlich dort draussen.

Also siehst du, dass Gott in dir ist und es eine Erfahrung ist ihn wieder zu entdecken. Alles Gute!

Antwort
von FrankoLogo, 70

Stephen Hawking ist Wissenschaftler und  Atheist, er "glaubt" daran und Ich finde gut das er sich über sowas Gedanken macht und ich vermute mal das er auch  sein Leben einen Sinn dadurch gibt.

Auch Gott hat den Herrn Hawking erschaffen und hat seinen Platz auf dieser Erde.

Ich respektiere Ihn.

Er ist ein kluger Kopf.

Gott gibt es trotzdem. Punkt.

Kommentar von KobayashiMahu ,

Respekt.. bin selbst Atheist...

Kommentar von FrankoLogo ,

Das Gesicht von Stephen will Ich sehen wenn sich herausstellt es gibt einen Gott der das Universum und alle Planeten erschaffen hat. :D

Kommentar von kayo1548 ,

letzteres wohl kaum, da man die Entstehung der Planeten gut nachvollziehen kann.

Ersteres kann niemand sagen;

wissenschaftlich ist es nicht greifbar, da sich alle Wissenschaften auf das hier existierende Universum beziehen;

was "davor" (blödes Wort, da die Zeit ja auch universumspezifisch ist) oder "außerhalb" (selbes Problem wie bei der Zeit) ist etwas, von dem wir keinerlei Kentnisse oder Informationen haben.

Kommentar von HappyGamer2207 ,

Kennst du Werner Gitt Kayo er hat bewiesen das es Gott gibt

Kommentar von kayo1548 ,

ein naturwissenschaftlicher Nachweis ist das nicht und den wird es zu diesem Thema wohl nie geben, da das kaum naturwissenschaftlich greifbar ist.

Kommentar von SibTiger ,

Gitt ist ein "Kurze Erde"-Kreationist, der viele naturwissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert, bzw. nicht für wahrhaben will. Er glaubt, dass die Erde erst ein paar tausend Jahre alt ist.

Kommentar von Durge ,

niemand wurde durch irgendeinen Gott erschaffen

Antwort
von Evileul, 82

Für mich nicht und nah dran is er auch nicht. Evolution vom Gasnebel bis zum Menschen kann man erklären aber nicht zeit und raum ist immer noch theorie.

Kommentar von kayo1548 ,

Auch die Evolutionstheorie ist eine Theorie und wird es immer bleiben - die absolut sichere allumfassende wahre Formel wird es nie geben.

Auch bei Raum und Zeit hat man gute Erklärungsmodelle (z.b. die Relativitätstheorie), die in Experimenten und Beobachtungen stimmtige Ergebnisse lieferten

Kommentar von FrankoLogo ,

Alles was er in seinen Leben erarbeitet hat, wäre auf einen Schlag nutzlos.

Kommentar von kayo1548 ,

wann?

Wenn mal ein Ergebniss nicht eintreten würde? Da die Theorien sich aber dermaßen gut und genau bewahrheitet haben müsste man sie maximal leicht verbessern oder erweitern, aber so falsch, dass sie nutzlos wären sind sie nicht - dafür haben sie sich schon zu oft bewahrheitet.

Kommentar von CountDracula ,

Dass die Erde um die Sonne kreist, ist auch eine Theorie. Fakten gibt es wissenschaftlich betrachtet gar nicht.

In der Wissenschaft ist eine Theorie auch keine bloße Vermutung; das wäre eine These. Eine Theorie ist viel  mehr eine These, die sich in ihrer Formulierung sowohl be- als auch widerlegen lässt und die Vorhersagen macht, die anhand von Beobachtungen in der Natur und/oder Experimenten bestätigt werden können.

Evolution und Urknall sind Theorien, aber die Schöpfung ist eine These.

Mal so nebenbei gesagt hat man vor ein paar Monaten zum ersten Mal Gravitationswellen gemessen. Damit ist auch die letzte bisher entdeckte Vorhersage der Relativitätstheorie bewiesen.

Kommentar von Evileul ,

Die Relativitätstheorie hat nichts damit zu tun wie zeit und raum enstanden sind. Nur das die Zeitdehnung alle Prozesse beeinflusst.

Kommentar von CountDracula ,

Das stimmt. Man ist aber auf dem Weg, auch dieses Problem zu lösen.

Stephen Hawking gehtin "Das Universum in der Nussschale" davon aus, dass man die Frage danach, wie es zum Urknall kam, beantworten kann, wenn man Relativitäts- und Quantentheorie vereint. Bisher ist das den Wissenschaftlern noch nicht gelungen, aber die M-Theorie ist möglicherweise ein Schritt in die richtige Richtung.

Kommentar von Evileul ,

Versteht man das buch mit sehr wenig grundwissen ?

Kommentar von Astroknoedel2 ,

Nein.

Kommentar von Evileul ,

populärwissenschaftliche Bücher sind doch für Laien. Naja ich werds mir mal ansehen.

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