Ist Futterneid ein Instinkt?

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5 Antworten

Hallo,

Futter zu verteidigen hat weniger mit der „Rangordnung“
oder der „Dominanz“ zu tun, sondern viel eher mit der individuellen
Motivation und natürlich auch mit dem Instinkt.

Hunde "wissen" von Natur aus - Futter ist wichtig, sonst verhungert man. Und da ihre Vorfahren in der wilden Natur niemals wirklich wissen konnten, wann ihnen das Jagdglück wieder gewogen war und wann es wieder etwas zu fressen gab, musste sich jedes Rudelmitglied, wenn es Beute gab, den Bauch so voll schlagen, wie es eben nur ging. Und diese Verhaltensweise steckt mehr oder weniger auch heute noch in jedem Hund.

Weiterhin hat das Fressverhalten auch damit zu tun, was dem Hund ganz besonders gut schmeckt.
Daher kommt auch die immer wieder falsch interpretiere Beobachtung, dass
gebarfte Hunde „durch das rohe Fleisch aggressiver werden“. Nein, den
Hunden schmeckt dieses Futter nur so gut, dass ihre Motivation, dieses
Futter für sich zu „behalten“, sehr hoch ist und sie es daher
verteidigen.

Und natürlich geht es auch um bereits gemachte Erfahrungen. Hunde, die schon Hunger gelitten haben, unregelmäßig Futter bekommen haben, wo sich vllt. ein Vorbesitzer den „Spaß“ gemacht hat, dem Hund das Futter immer wieder mal „wegzunehmen“ (nach dem Motto: das muss er dulden!!), haben eine sehr viel höhere Motivation, das Futter zu „sichern“.

Gutes Gelingen

Daniela

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Kommentar von LunaraMondera
24.01.2016, 20:14

Danke für die Antwort! Verstehe ich das also richtig, dass Futterneid grundsätzlich ein angeborener Instinkt ist, aber dass andere Faktoren (individueller Charakter des Tiers, Erfahrungen, Begehrtheit des Futters ...) auch noch zu diesem Instinkt dazukommen und ihn entweder schwächen oder verstärken? :)

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Hi

Da gibt es verschiedene Gründe, ohne den Hund dabei zu sehen ist das unmöglich zu sagen, warum er es macht. 

Das kann zB auch unabsichtlich den Hund beigebracht werden, mit schlechten Timing und Futter zur falschen Zeit. Ist der Hund zB nervös, wenn er das Futter sieht, sollte man es nicht hinstellen, da er sonst lernt immer aufgeregter zu werden. 

Auch kann es sein das in der Welpenphase was schief gelaufen ist und er beim Züchter sich womöglich immer gegen die anderen Geschwistern erfolgreich durchgesetzt hat.

Er muss also irgendwann gelernt haben das er Futter erfolgreich durch ein Angriff behalten kann oder gar bekommt.

Habe zB 2 Auslandshunde, beide von der Strasse, trotzdem kann sogar unser Kater vom gleichen Napf mit essen. Unsere Rumänin musste wohl wirklich hungern, sie bunkert Futter, beobachtet es auch kritisch, wenn einer in der Nähe kommt, geht aber nicht zum Angriff über. Kann mir daher nicht vorstellen das der Futterneid, so wie du es beschreibt ein Instinkt ist. Das sie gern das behalten ist okay, aber sie sollten nicht zum Angriff über gehen, wenn noch nix passiert ist.

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Ja, das ist ein Naturinstinkt und beim einen Hund stärker und beim anderen schwächer ausgeprägt. Es geht dabei auch nicht um "Genußgewinn", sondern einfach darum: "Das ist alles meins! Erst wenn ich fertig bin, kommt der Nächste dran." Das geht dann einigermaßen nach Rangfolge.

Wenn's Dich interessiert such mal auf Youtube nach fressenden Wolfsrudeln.

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Lies doch mal ein Buch oder schaue dir deine Doku im Fernsehen an, dann weßt du warum. Neid kennt der Hund doch garnicht

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Hunde sind eigentlich geborene,,Jäger``sagt man und wer dann zuerst ans Futter kommt dass gehört dann ganz ihm;-)

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